Im Vorfeld eines Tiefs

7. Dezember 2017, 1 Kommentar
Themen: Wetter

Mit zunehmendem Südwestwind löste sich der Hochnebel im Flachland heute im Tagesverlauf grösstenteils auf. Darüber und in den übrigen Gebieten war es wie in den vergangenen Tagen sonnig.

Aussicht vom Laucherenstöckli auf den tiefen Hochnebel über dem Vierwaldstättersee. Im Hintergrund der Pilatus, rechts im Bild die Rigi Hochflue. In der Zentralschweiz löste sich der Hochnebel erst im Laufe des Nachmittags auf. Foto: D. Praloran
Aussicht vom Laucherenstöckli auf den tiefen Hochnebel über dem Vierwaldstättersee. Im Hintergrund der Pilatus, rechts im Bild die Rigi Hochflue. In der Zentralschweiz löste sich der Hochnebel erst im Laufe des Nachmittags auf. Foto: D. Praloran
Vergrösserte Ansicht: Bodenwetterkarte vom 7.12.17 um 6 Uhr UTC. Der Hochdruckeinfluss schwächte sich ab, war tagsüber aber noch wetterbestimmend.
Bodenwetterkarte vom 7.12.17 um 6 Uhr UTC. Der Hochdruckeinfluss schwächte sich ab, war tagsüber aber noch wetterbestimmend.
Deutscher Wetterdienst

Der Hochdruckeinfluss hat sich heute abgeschwächt, die Schweiz kam allmählich in den Einflussbereich eines kräftigen Tiefdruckgebiets über dem Nordmeer. Dabei drehte auch die Höhenströmung auf West bis Südwest.

Hochnebelauflösung – oder doch nicht?

Bereits in der Nacht auf heute hat der Südwestwind besonders in den Bergen sowie in erhöhten Lagen aufgefrischt und hat auch im Tagesverlauf weiter zugenommen. Auch im Flachland frischte der Wind in der Nacht etwas auf. Gleichzeitig setzte im Vorfeld, der sich aus Westen langsam nähernden Störung, Druckfall ein. Die Windzunahme, besonders in erhöhten Lagen, sowie der Druckfall hatte zur Folge, dass es dem tiefen Hochnebel mit einer Obergrenze zwischen 600 und 800 Metern im Laufe des Tages vielerorts an den Kragen ging. In der Zentralschweiz und im Aaretal war der tiefe Hochnebel allerdings ziemlich zäh, da in diesen Gebieten der Wind in den unteren Schichten kaum auffrischte.

Dort, wo sich der Hochnebel aufgelöst hat, wurden im Flachland Höchstwerte zwischen 3 und 6 Grad erreicht, in der Genferseeregion und in Chur sogar knapp 9 Grad. Unter dem Hochnebel verharrten die Höchstwerte wie in den vergangenen Tagen um den Gefrierpunkt.

Sonnig und mild in den Bergen

Ausserhalb und oberhalb des Hochnebels war es erneut sonnig und auf 2000 Metern mit 2 Grad ziemlich mild für die Jahreszeit. Mit zunehmendem Südüberdruck stellte sich über den Alpen eine schwache Föhnströmung ein und auf der Alpensüdseite wurden aus der Po-Ebene teils tiefe Wolkenfelder ins Südtessin geführt. Ansonsten war es auch im Süden meist sonnig mit Temperaturhöchstwerten bis 9 Grad.

Ausblick auf morgen Freitag

Die sich aus Westen annähernde Störung wird die Schweiz in der Nacht auf Morgen als Kaltfront erreichen und damit wird eine wechselhafte und winterliche Wetterphase eingeläutet. Mit dem Durchgang der Kaltfront erwarten wir sowohl in erhöhten Lagen wie auch in den Bergen starken bis stürmischen Südwestwind, der bis morgen Abend auf Nordwest dreht. Die Kaltfront und der darauffolgende Stau sorgt voraussichtlich am Alpennordhang auch für teils anhaltenden und kräftigen Schneefall. Unsere Wind- und Schneewarnungen für dieses Ereignis finden sie hier.

 

Haben Sie das Türchen im Adventskalender heute schon geöffnet?

Kommentare (1)

  1. Dieter Stuckenbrock, Karlsruhe, 08.12.2017, 10:41

    Ja, ich habe das Türchen geöffnet und wurde unangenehm an die "Obstkatastrophe" im April 2017 erinnert. Auch bei uns war der März sehr mild. Schon Mitte April blühten die Apfelbäume, meine Kiwis haben prächtig ausgetrieben, die Blüte stand kurz bevor. Dann eine scharfe Frostnacht gegen Ende April .... alles kaputt!!
    Als Wetterbeobachter hätte ich das eigentlich wissen müssen. Eine Plastikplane am Abend drüber decken und alles wäre wohl gut gewesen .... Nächstes Frühjahr werde ich genauer hingucken!

    Beste Grüße und schöne Festtage in die Schweiz und an die Blogger, deren Bilder mich immer wieder an so viel schöne Touren in den Bergen südlich von Zürich erinnern.

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