Kaltfront vertreibt den Frühling nach Osten

1. Mai 2017, 1 Kommentar
Themen: Wetter

Eine recht aktive Kaltfront hatte den gestrigen Föhn in der Nacht auf heute beendet. Somit lag bereits am Morgen viel Bewölkung auch über den Föhngebieten, und auch im äussersten Osten zeigte sich kaum noch die Sonne. Im Weiteren waren die mit der Störung verbunden Niederschläge mit 5 bis 10 mm nicht sehr ergiebig, dennoch klopfte der Winter oberhalb 1000 Metern vielerorts nochmals an die Türe.

Kaltfront bringt viel Bewölkung und auch Niederschlag

Eine Kaltfront hat heute die Schweiz aus Westen erfasst. Sie beendete in der Nacht den mässigen Föhn, der im übrigen in Altdorf und in Meiringen doch noch für Böenspitzen von rund 90 km/h sorgte. Ganz im Osten präsentierte sich das Wetter am Morgen noch freundlich. In Scuol und auf dem Weissfluhjoch schien die Sonne noch wenige Minuten. Sonst war es in der ganzen Schweiz bedeckt. Am frühen Abend riss hinter der Störung die Bewölkung in der Westschweiz wieder auf. Die Niederschläge, welche die Front mit sich brachte, waren mit 5 bis 10 mm nicht sehr ergiebig. Die kräftigsten Niederschläge traten im oberen Maggiatal mit 20 bis 30 mm auf.

Oberhalb 1000 Metern klopft der Winter nochmals recht kräftig an die Türe

Trotz der eher geringen Niederschlagsmengen  war der Wetterwechsel markant, fiel doch bis in eine Höhe von rund 1000 Meter hinunter Schnee, was nach dem gestrigen frühlingshaften Tag doch einem brüsken Übergang zu winterlichen Verhältnissen darstellt. Auch im Nordtessin wurde es bis gegen 1000 Metern hinunter weiss.

Höchsttemperatur um 10 Grad, dies kann als sehr warm oder auch als kühl empfunden werden ...

Die Höchsttemperaturen waren dementsprechend auch tiefer. In Basel, wo gestern noch über 20 Grad gemessen wurden, zeigte das Thermometer heute noch maximal 11 Grad an. Deutlich krasser war der Wechsel beispielsweise in Elm. Maximal zeigte zwar das Thermometer heute auch über 10 Grad an, diese Temperatur wurde aber knapp nach Mitternacht gemessen. Heute um frühen Nachmittag lag die Temperatur bei Schneefall bei etwa 0 Grad. Gestern wurden dort noch bis 12.6 Grad gemessen. Ein Temperaturabfall von 13 Grad ist zwar an sich nichts Besonderes. Es muss aber gesagt werden, dass die gestrigen fast 13 Grad bei strahlendem Sonnenschein zu Stande kamen. An einem windgeschützten Ort war es damit sehr warm, und an einer voll besonnten Südwand eines dunklen Holzhauses konnten mit Sicherheit Oberflächentemperaturen von über 40 Grad festgestellt werden. Zusammen mit Windschutz konnte somit der Aufenthalt an einer Holzfassade als sehr warm empfunden werden. Ganz anders heute. Der nasse Schneefall und die Temperatur um 0 Grad liess einem die Bleibe im Freien sehr rasch verleiden, es sei denn, man liebt feuchtkaltes, neblig trübes Wetter.

Am späten Nachmittag in der Westschweiz wieder einige Sonnenblicke

Da war es heute Nachmittag in der Region Genf schon deutlich besser. Wie bereits anfangs angetönt, riss dort die Bewölkung hinter der Kaltfront auf, und die Sonne liess die gemessenen 10 Grad bereits wieder als recht behaglich empfinden.

Kommentare (1)

  1. Roman Kägi, 01.05.2017, 20:31

    Ich bin mir nicht ganz sicher, da mir keine Webcam-Bilder zur Verfügung stehen, wage jedoch zu behaupten, dass heute Nachmittag selbst in Ilanz (GR) auf 700 m. ü. M. ein paar nasse Schneeflocken vom Himmel gefallen sind, bei einer Temperatur von 1,3°C. Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liegen sollte!

    Antworten

    Antworten auf Roman Kägi

    * Pflichtfelder

    Vielen Dank für Ihren Beitrag. Jeder Beitrag wird von der Redaktion geprüft, bevor er freigeschaltet wird. Das kann eine gewisse Zeit dauern.

    Besten Dank für Ihr Verständnis

    Ihren Beitrag konnte leider nicht übermittelt werden. Probieren Sie es später erneut.

    Besten Dank für Ihr Verständnis