Wetter. Sonne, Blitz und Wolkenbruch - die neue Ausstellung im Landesmuseum Zürich

11. Januar 2017
Themen: Über uns

Trotz modernster Analyse- und Messtechnik macht das Wetter, was es will. Warum das so ist und wie sich die Meteorologie entwickelt hat, erfährt man in der Ausstellung «Das Wetter. Sonne, Blitz und Wolkenbruch» im Landesmuseum Zürich (12.01.-21.05.17), welche das Schweizerische Nationalmuseum in Zusammenarbeit mit MeteoSchweiz entwickelt hat.

Blick in die Wetter-Ausstellung im Landesmuseum Zürich.
© Schweizerisches Nationalmuseum

Wie entsteht eine solche Ausstellung? Welche Themen werden behandelt?  Wir haben mit Nina Aemisegger, der Projektleiterin bei MeteoSchweiz, gesprochen.

Nina Aemisegger, herzliche Gratulation zur Eröffnung der Ausstellung. Was bedeutet das für Sie?

Vielen Dank. Es bedeutet vor allem, dass eine sehr arbeitsintensive Zeit zu Ende ist. Ich bin erleichtert, dass alles so gut geklappt hat und freue mich nun sehr darauf, die fertige Ausstellung in Ruhe anzuschauen.

Wie kann man sich die Vorbereitungsarbeiten für so eine Ausstellung vorstellen? Was musste alles gemacht werden?

Den grössten Teil der Arbeit hat das Schweizerische Nationalmuseum geleistet. Wir von MeteoSchweiz haben einen inhaltlichen Beitrag geleistet: Texte geschrieben, Grundlagen geliefert, beraten oder haben Leihinstrumente zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung fand in fast identischer Form bereits im Jahr 2015 im Forum Schweizer Geschichte in Schwyz statt. Vieles konnte von dort übernommen werden. Weil die Ausstellung in Schwyz so gut lief, wird sie nun auch in Zürich gezeigt, mit wenigen neuen Inhalten.

Dieses Mal neu ist, dass MeteoSchweiz jeden Sonntag mit 1 bis 2 Personen in der Ausstellung vertreten ist, mit einem sog. „Direkt am Objekt“ - Tisch. Wir beantworten Fragen, erklären die verschiedenen Inhalte der Ausstellung und haben auch einige Objekte zur Erläuterung mit dabei. Wir freuen uns über jeden Besuch!

Was schätzen Sie an diesem Projekt besonders?

Die Zusammenarbeit mit dem Nationalmuseum war genauso wie auch im 2015 sehr gut und spannend. Wir haben uns in unserem Wissen und unseren Aufgaben optimal ergänzt. Ich habe viele engagierte, interessante Personen kennengelernt, konnte Museumsluft schnuppern und mich bei der Entstehung einer Ausstellung engagieren. Das hat mir sehr gefallen.

Wir freuen uns sehr, Teil dieser gelungenen Ausstellung zu sein. Herzlichen Dank an dieser Stelle dem Nationalmuseum für die tolle Zusammenarbeit. Auf das Endergebnis können wir alle stolz sein.

Zudem finde ich es wunderbar, dass wir nun das Thema Wetter, welches uns bei MeteoSchweiz tagtäglich beschäftigt, mit all seinen Facetten einem breiten Publikum näherbringen können. Das Wetter ist unsere Leidenschaft, diese geben wir gerne an die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung weiter.

Was erwartet die Besucher im Landesmuseum?

Es erwartet sie eine sehr abwechslungsreiche Ausstellung. Sie ist „klein, aber fein“. Sie zeigt, wie Wetter entsteht und welche Auswirkungen es auf unser Leben hat. Ausserdem erläutert sie die Entwicklung und Bedeutung der heutigen Wettervorhersage – ausgehend von frühen Beobachtungen ohne Messinstrumente bis zum Einsatz von modernsten Messtechniken wie Radar und Satelliten heute.

Die Besucher lernen die verschiedenen Wetterlagen der Schweiz kennen, erfahren etwas über die Klimazukunft, zu Bauernregeln und den Wettervorhersagemethoden der Wetterschmöker. Eine Wetterzentrale gibt Einblick in die Arbeit unserer Meteorologinnen und Meteorologen. Die Wettervorhersage ist heutzutage ohne hochtechnologische Hilfsmittel wie Radarbilder oder Wettermodelle nicht mehr denkbar.

Was möchte MeteoSchweiz mit dieser Ausstellung im Landesmuseum erreichen?

Wir möchten den Menschen das komplexe Thema Wetter auf anschauliche Art und Weise näher bringen. Wir möchten aufzeigen, wie sich z.B. die Messung von Wetterdaten über die Jahrzehnte zu einer hochmodernisierten Wissenschaft entwickelt hat. Gerne geben wir den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung unsere Leidenschaft für das Thema Wetter weiter und hoffen natürlich auch, sie damit anzustecken. J Wir hoffen, dass durch die Erklärungen in der Ausstellung sowie auch durch unsere Anwesenheit an den Sonntagen Fragen beantwortet werden können.

Wichtig ist für uns auch, dass hinter dieser Ausstellung eine bundesinterne Zusammenarbeit steckt. Das Schweizerische Nationalmuseum und MeteoSchweiz gehören beide zum Departement des Innern, welches Bundesrat Alain Berset unterstellt ist. Dass wir durch diese Zusammenarbeit Kultur und Wetter verbinden können, ist erfreulich und spannend.

Was fasziniert Sie besonders am Thema Wetter?

Dass es so vielseitig ist. Dass man es nicht lenken kann, wie man will. Dass es dank modernster Technologien aber immer genauer vorherzusagen ist. Das Wetter ist immer und überall, es begleitet mich nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in meiner Freizeit. Am liebsten mag ich das Wetter wild, wenn es gewittert oder stürmt. Aber auch Schneefall oder Regenwetter gefallen mir. 

Zudem finde ich es toll, dass ich in meiner Funktion als Kommunikationsspezialistin den Menschen die verschiedenen Facetten von Wetter und Klima nahebringen darf. Es macht mir unglaublich viel Spass, solch komplexe Themen auf einfache Art und Weise der interessierten Bevölkerung zu vermitteln.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei der Eröffnung der Ausstellung.

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