Forschung und Entwicklung

MeteoSchweiz betreibt sowohl Forschung in eigenen Projekten als auch in nationalen und internationalen Kooperationen mit Hochschulen und anderen nationalen Wetterdiensten. Die Ergebnisse fliessen in zeitgemässe Neu- und Weiterentwicklungen von Dienstleistungsprodukten ein.

Der nationale Wetterdienst Meteoschweiz hat den Auftrag, Wetter und Klima im ganzen Land möglichst zuverlässig zu beschreiben und vorauszusagen.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden in der Beobachtung der Atmosphäre und in der meteorologischen Vorhersage grosse Fortschritte gemacht: mit Hilfe der Fernerkundung können Regionen beobachtet werden, die sonst kaum zugänglich sind. Des Weiteren kann das Wetter für längere Zeitspannen mit einem höheren Detaillierungsgrad vorausgesagt werden. Deshalb wird nicht mehr nur von Wetter-, sondern auch von Klimaprognosen gesprochen.

Das Ziel ist noch nicht erreicht. Lückenlose und fehlerlose Beobachtungen sowie perfekte Prognosen sind weiterhin eine Vision. Es stehen immer leistungsstärkere Rechner zur Verfügung, die es ermöglichen, zunehmend komplexere Modelle zu berechnen. Dabei steht die meteorologische Forschung aber laufend vor neuen Herausforderungen.

Topographische Herausforderung

Die meteorologische Forschung im Gebirgsraum wird zudem vor eine zusätzliche Komplexität gestellt: Die Alpen sind eine natürliche Barriere, an der grossräumige Wettersysteme abgelenkt, verändert oder gar neu gebildet werden können. Lokale Phänomene wie der Föhn werden überhaupt erst durch die Präsenz der Alpen hervorgerufen und sind schwierig vorherzusagen.
Ausserdem handelt es sich um ein besonders sensitives und komplexes Gebiet, das auf kurzfristige Extremereignisse und langfristige Veränderungen, wie eine Klimaerwärmung, empfindlich und von Standort zu Standort sehr unterschiedlich reagiert.

Positionierung der MeteoSchweiz in der Forschungslandschaft

MeteoSchweiz investiert laufend in Neu- und Weiterentwicklungen, um ihre Aufgaben zu erfüllen und zeitgemässe Dienstleistungen im Dienste der Wirtschaft und der Sicherheit der Bevölkerung zu liefern. Die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung der Hochschulen können meistens nicht direkt in die Produktion von meteorologischen Dienstleistungen überführt werden. Sie müssen zuerst weiterentwickelt und an die Bedürfnisse des operationellen Betriebes angepasst werden. Deshalb stehen für MeteoSchweiz die angewandte Forschung und die Entwicklung von neuen Produktionsmethoden und neuen Wetter- und Klimaprodukten im Vordergrund.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Hochschulen und mit den Forschungsanstalten der ETH ist wesentlich für einen nahtlosen Übergang von der Hochschulforschung zur MeteoSchweiz-internen angewandten Forschung und Entwicklung. Wegen der starken internationalen Ausrichtung der Meteorologie und Klimatologie sind auch die Zusammenarbeit mit ausländischen Forschungsinstitutionen und Wetterdiensten sowie die Teilnahme an internationalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sehr wichtig.

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