Inbetriebnahme der neuen Radiosonde SRS-C50

7. Februar 2017, 4 Kommentare

MeteoSchweiz überwacht die Atmosphäre und misst deren Eigenschaften und Zusammenset-zung. Am 1. Februar 2017 wurde an der Aerologischen Station Payerne von MeteoSchweiz die neue Meteolabor Radiosonde SRS-C50 eingeführt. Die SRS-C50 hat die bisher operationelle Radiosonde SRS-C34 ersetzt.

Sonde wird vom Mitarbeiter vorbereitet ...

Seit 1950 werden an der Aerologischen Station in Payerne Daten aus der Atmosphäre – und anderem mit Radiosondierungen – erhoben.

Wegen seiner einzigartigen Standort (Nähe zu den Alpen, im Zentrum von Europa) hat die WMO (Weltorganisation für Meteorologie ) die Aerologische Station Payerne als teil des GUAN (GCOS Upper Air Network) und seit 2008 GRUAN (GCOS Reference Upper Air Network) bezeichnet. Radiosondenmessungen von sehr hoher Qualität müssen Tag und Nacht bis aus sehr großer Höhe geliefert werden.

Global Climate Observing System (GCOS)

Der Übergang zur neuen Radiosonde ist ein wichtiger Entwicklungsschritt der Radiosondierung in Payerne. Damit wird der manuelle Betrieb der Radiosondierung für GRUAN gewährleistet sowie die Forschung und Entwicklung garantiert. Die SRS-C50 ist zudem ein wichtiger Pfeiler in der Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee und stellt die Ausbildung in der Radiosondierung sicher.

Im zweiten Schritt soll die Teilautomatisierung der operationellen Radiosondierung Anfangs 2018 eingeführt werden.

Details zur SRS-C50:

  • Besteht aus modernster Elektroniktechnologie
  • Wird über kontaktlose NFC Technologie (Near Field Communication) gesteuert
  • Verwendet modernste voll automatische Software Technologie
  • Verwendet dasselbe Thermoelement für die Temperaturmessung
  • Hat einen neuen Feuchtesensor mit Temperaturkontrolle
  • Hat ein neues GPS Modul mit EGNOS Präzision
  • Hat einen geringeren Stromverbrauch (kleinere Batterie)
  • Die SRS-C50 ist leichter (190gr) und ist wie die SRS-C34 wiederverwendbar

Die neue Meteolabor Radiosonde SRS-C50 wurde über mehrere Monate getestet und mit der SRS-C34 sowie mit den Vaisala Radiosonden RS-92 und RS-41 verglichen. Die Vergleiche von Temperatur, Druck und Windmessung haben sehr gute Resultate ergeben. Für die Feuchtemessung werden im Verlaufe der ersten Monate im Betrieb Erfahrungswerte gesammelt, um die definitiven Resultate zu verbessern.

Weiterführende Informationen

Kommentare (4)

  1. Gassner Martin, 20.02.2017, 21:46

    Sehr spannend die vielen Details zur Sonde und zum Aufstieg der Sonde. Interessant auch, dass 70% wiederverwendet werden. Wie teuer ist eine SRS-C50?

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    1. MeteoSchweiz, 21.02.2017, 12:15

      Danke für das Feedback zum Blogartikel. Eine Sonde kostet ca. 500 Franken.

  2. Gabe Jackson, 07.02.2017, 16:48

    Ich gratuliere zur neuen Sonde. Schön wäre es, wenn die Daten in opendata.ch einfliessen würden. Alternativ, wäre es gut, wenn Sie bessere Skew-T Log-P Diagramme anbieten können, z.B: wie die von ESRL/GSD: https://rucsoundings.noaa.gov
    Als Beispiel: Wählen Sie dort das GFS Set und die WMO-ID Payerne: 06610 und drücken Sie auf: Java-Plot. Klicken Sie im Diagramm einen Punkt um den Aufstieg eines Luftpaketes von diesem Punkt aus darzustellen. Ausserdem wird der CAPE, LFC und EL berechnet – bestimmt nicht nur von uns aus der Aviatik nützlich..

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    1. MeteoSchweiz, 10.02.2017, 14:37

      Besten Dank für den Hinweis. Auf der Website von MeteoSchweiz finden Sie die Emagramme von Payerne und umliegenden Stationen:
      http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/mess-und-prognosesysteme/atmosphaere/radiosondierung.html.
      Weitere Informationen finden Sie z. B. auf der Website der University of Wyoming:
      http://weather.uwyo.edu/upperair/sounding.html