Partnernetze

MeteoSchweiz arbeitet eng mit kantonalen Fachstellen und anderen Institutionen zusammen, die ein eigenes Messnetz betreiben. So lassen sich Lücken im eigenen Messnetz füllen und die Genauigkeit von Vorhersagen und Warnungen erhöhen. Sämtliche Messstationen werden durch eine unabhängige Stelle auf ihre Qualität überprüft.

MeteoSchweiz hat als Bundesamt den gesetzlichen Auftrag, Bevölkerung und Behörden vor gefährlichen Wetterereignissen zu warnen. Um hierfür genauere Vorhersagen zu machen zu können, sind zeitlich und räumlich dichte, qualitativ hochwertige Messdaten sehr wichtig, denn sie sind eine zentrale Eingangsgrösse der Wettermodelle. Aus diesem Grund ergänzt MeteoSchweiz das Messnetz der automatischen Bodenstationen (SwissMetNet) mit Messdaten von kantonalen Fachstellen und anderen Institutionen, die eigene Messnetze betreiben. Insgesamt arbeitet MeteoSchweiz mit rund 30 Partnern aus dem In- und Ausland zusammen, die gegen 1500 Messstationen für verschiedene Anwendungsbereiche betreiben. Auf diese Weise werden Lücken im nationalen Messnetz gefüllt und Synergien genutzt.

Unabhängige Zertifizierung

Die Verwendung von Messdaten anderer Messnetzbetreiber macht es für MeteoSchweiz als ISO-zertifiziertes Bundesamt unabdingbar, die Zuverlässigkeit der Messungen und einen einheitlichen qualitativen Datenstandard zu gewährleisten. Hierfür werden verwendete Messstationen aus dem SwissMetNet und von Partnern einer Qualitätsbeurteilung vor Ort unterzogen. Dies geschieht durch einen unabhängigen Auditor. Zertifiziert werden ausschliesslich automatische Messstationen. Dabei werden unter anderem Messstandort und -instrumente, deren Kalibrierung und Unterhalt überprüft.

Warnungen und Vorhersagen

Die Partnerdaten fliessen ins Data Warehouse von MeteoSchweiz und werden für verschiedene Zwecke verwendet:

  • Warnungen
  • Wettervorhersagen
  • Kombination mit Niederschlagsradardaten
  • Einspeisung in Hochwasservorhersagemodelle durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU)
  • Weiterleitung der Daten an die Gemeinsamen Informationsplattform Naturgefahren (GIN)

Weiterführende Informationen

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