Datenmanagement

Das Data Warehouse ist die zentrale Messdatenplattform von MeteoSchweiz. Hier werden die umfangreichen Daten von Messstationen und vielen weiteren Quellen zusammengeführt und nach einheitlichen Regeln aufbereitet. Die zentrale Datenbank bildet die Basis für Vorhersagen und Analysen von MeteoSchweiz. Viele Daten stehen auch externen Anwendern zur Verfügung.

Als nationaler Wetterdienst ist MeteoSchweiz mit der Erfassung, Speicherung und Verwaltung umfangreicher meteorologischer und klimatologischer Daten beauftragt. Bodenstationen, Wetterradare, Radiosondierungen und zahlreiche weitere Quellen liefern täglich Millionen von Messwerten in unterschiedlichen Formaten. Um diese Datenfülle zu bewältigen, betreibt MeteoSchweiz ein «Data Warehouse»-System. Dieses umfasst eine zentrale Datenbank, das Data Warehouse (DWH). Weiter verfügt das System über ein sogenanntes zentrales Metadaten Repository; dieses enthält sämtliche Informationen zur Beschreibung der eigentlichen Messwerte und zur Steuerung der Prozesse. Das System stellt zudem die Werkzeuge für die Aufbereitung und Bearbeitung (Aggregierung, Qualitätskontrolle und Korrektur) meteorologischer und klimatologischer Daten sowie verschiedene weitere Applikationen bereit.

Massgeschneiderter Zugriff auf die Daten

Das DWH-System bietet einen raschen, massgeschneiderten Datenzugriff, sowohl auf aktuelle Daten wie auf historische Zeitreihen. MeteoSchweiz erstellt den grössten Teil der meteorologischen und klimatologischen Produkte, von den Wettervorhersagen bis zu den ausführlichen Klimaanalysen, mit Daten aus dem DWH. Auch externe Anwender können auf die Daten zugreifen.

Architektur des «Data Warehouse»-Systems

Vergrösserte Ansicht: Grafische Darstellung der vierschichtigen Architektur des Konzepts.
Architekturkonzept des «Data Warehouse»-Systems von MeteoSchweiz © MeteoSchweiz

Das Data Warehouse besteht aus einer vierschichtigen Architektur:

  • Datenquellschicht: Daten aus einer Vielzahl von Quellen werden ins System integriert, das heisst eingelesen und systematisch abgelegt. Sie reichen von Bodenmessdaten über Flugwettermeldungen bis zu Atmosphärendaten und Modelldaten.
  • Datenaufbereitungsschicht: Mittels Berechnungen, Nachbearbeitungen und Fehlerkorrekturen werden die Daten aufbereitet.
  • Datenablageschicht: Die Daten werden in einheitlicher Form abgelegt, damit sie für alle Anwendungen zeitnah verfügbar sind. Für spezifische Anwendungen lassen sich ausgewählte Datenbestände in «Data Marts» bereitstellen.
  • Datenanalyseschicht: Die aufbereiteten Daten lassen sich abfragen und analysieren, zugeschnitten auf verschiedene Anwender und Kunden.