MeteoSchweiz App neu mit Infos zur Luftqualität

Publikationsdatum 6. Dezember 2017
Themen Service
Newstyp Medienmitteilung

Mit Beginn der Wintersmog-Saison erweitert das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz sein Angebot auf der MeteoSwiss App mit Angaben zur aktuellen Luftqualität. Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und der Schweizerischen Gesellschaft der Lufthygiene-Fachleute (Cercl’Air) sind ab heute die aktuellen Konzentrationen von Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid in der gesamten Schweiz abrufbar.

Neue Funktionen der MeteoSchweiz App

Auf der MeteoSchweiz App findet man ab sofort den Luftbelastungsindex. Die App bietet – zusammen mit den Informationen zur Pollenbelastung sowie dem UV-Index – eine weitere Dienstleistung zum Thema Gesundheit.

Öffnet man die Kachel Gesundheit auf dem Home Screen, wird die Luftqualität für die ganze Schweiz auf einer Karte übersichtlich dargestellt. Für detaillierte Angaben zu Luftbelastung, Luftschadstoffquellen und deren gesundheitlichen Auswirkungen reicht ein Klick auf den entsprechenden Kanton. Dadurch wird die airCHeck App geöffnet.

Zusammenarbeit der Fachstellen von Bund und Kantonen

Die Daten werden durch Messnetze von Bund und Kantonen erhoben und zeigen den Luftbelastungsindex als Mass für die Gesamtbelastung sowie die Belastung durch die Schadstoffe Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid. Diese Informationen werden stündlich aktualisiert.

Seit dem Inkrafttreten der Luftreinhalte-Gesetzgebung in den 1980-er Jahren haben Bund, Kantone und Gemeinden eine Vielzahl von Massnahmen in den Bereichen Verkehr, Industrie, Haushalte und Landwirtschaft getroffen, um den Ausstoss von Luftschadstoffen zu vermindern. Die Luftqualität hat sich seither zwar verbessert, ist aber noch nicht gut genug, um die Gesundheit jedes Einzelnen sicherzustellen. Mit den Informationen in der MeteoSchweiz App soll eine breite Bevölkerung angesprochen werden und während den winterlichen Inversionslagen – aber auch während dem Sommer bei hoher Ozonbelastung–über die Luftbelastung informiert werden. Neben Massnahmen auf kantonaler, nationaler und internationaler Ebene kann das Mobilitäts- und Konsumverhalten jedes Einzelnen zur Reduktion der Luftbelastung beitragen.

Wie entsteht Wintersmog?

Kalte Luft ist schwerer als warme. Bei winterlichen Hochdrucklagen sammelt sie sich in tieferen Lagen. Über der Kaltluft liegt die milde Hochdruckluft. Während bei einer normalen Luftschichtung die Temperatur mit der Höhe stetig sinkt, wird es am Übergang von der Kaltluft zur milden Luft schnell wärmer. Diese Temperatur-Umkehr wird als Inversion bezeichnet. Die Inversion wirkt als Sperre. Sie verhindert den Luftaustausch von unten nach oben. Die kalte Luft bleibt unter der Inversion liegen, oft erkennbar am Nebel, und reichert sich mit Schadstoffen wie Russ und Feinstaub an, bekannt als Wintersmog. Je tiefer die Inversion liegt, desto stärker ist der Wintersmog, da sich die Schadstoffe in einem kleineren Luftvolumen verteilen.

Die App von MeteoSchweiz steht in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache zur Verfügung und wird von den Betriebssystemen iOS, Android und Windows unterstützt.

Kontakt für Medien:

MeteoSchweiz
Kommunikation
media@meteoschweiz.ch
+41 58 460 97 00

Bundesamt für Umwelt
Richard Ballaman
Sektionsleiter Luftqualität
richard.ballaman@bafu.admin.ch
+41 58 462 64 96

Cercl‘Air
Andrea von Känel
Präsident
andrea.vonkaenel@bl.ch
+41 61 552 62 29