Wie sieht Schnee aus?

Wir würden wahrscheinlich ein allseits bekannter sechseckiger Schneestern zeichnen. Sie kennen ihn. Doch sieht Schnee immer so aus? Nein. Schnee bzw. eine Schneeflocke besteht nämlich aus Tausenden von kleinen Eiskristallen, die kleinste Einheit einer Schneeflocke.

Deposition

Schneekristalle entstehen in ausreichend mit Wasserdampf gesättigter kalter Luft (Temperatur unter dem Gefrierpunkt). Der Wasserdampf geht dabei direkt in die feste Phase über, es entstehen feinste Eispartikel. Dieser Vorgang wird Deposition oder auch Resublimation genannt.

Damit aber eine Deposition stattfinden kann, braucht es nebst Frost sogenannte Kristallisationskeime (Aerosole). Das sind zum Beispiel feinste Staubpartikel in der Luft, an welchen der Wasserdampf sozusagen andocken kann.

Grosse Vielzahl an Formen

Wie ein Schneekristall letztlich aussieht, ist von vielen Faktoren abhängig. Zu den wichtigsten zählen sicher Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. Weiter spielen Wind- und Druckverhältnisse eine entscheidende Rolle bei der Schneekristallbildung, wohl auch die Form des Aerosols.

Da alle Faktoren zusammen bei der Entstehung nie identisch sind, entsteht eine enorme Formenvielfalt der Schneekristalle. Gemeinsam haben sie jedoch ihre Sechseckigkeit. Diese ist durch die Molekularstruktur des Wassers fix vorgegeben.