Gibt es heute mehr und heftigere Wirbelstürme als früher? Diese immer wieder gestellte Frage ist nicht zuletzt unter dem Aspekt der globalen Erwärmung für viele der betroffenen Regionen von grosser Bedeutung. Im globalen Massstab ist eine Untersuchung der langfristigen Wirbelsturmtätigkeit kaum möglich, da in vielen Regionen keine jahrzehntelange Aufzeichnungen vorhanden sind.
Im atlantischen Raum, für welchen bis weit zurück sehr gute Aufzeichnungen vorliegen, ist ab Beginn der Datenreihe bis Anfang der 1990er Jahre eine leichte Abnahme in der jährlichen Anzahl von Hurricanes zu verzeichnen. Mitte der 1990er Jahre erhöhte sich die jährliche Anzahl hingegen sprunghaft. Diese Zunahme wird unterschiedlich interpretiert. Die einen Experteneinschätzungen gehen davon aus, dass diese Änderung mit der aktuell beobachteten, menschlich verursachten globalen Klimaänderung in Zusammenhang stehen könnte (IPCC 2007). Andere Einschätzungen halten die aktuelle Phase mit mehr atlantischen Wirbelstürmen nicht für ungewöhnlich im Vergleich mit früheren Perioden mit hoher Hurricane-Aktivität (Nyberg et al. 2007).
Figur 2: Jährliche Anzahl der starken Hurricanes (ab Kategorie 3, d.h. ab einer mittleren Windgeschwindigkeit von 178 km/h) im Atlantik 1944 bis 2009.
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IPCC, 2007: Klimaänderung 2007: Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger. Vierter Sachstandsbericht des IPCC (AR4). Deutsche Übersetzung. Herausgegeben durch scnat, ProClim-, Umweltbundesamt (D), Deutsche IPCC Koordinationsstelle.
Nyberg J., B.A. Malmgren, A. Winter, M.R. Jury, K.H. Kilbourne and T.M. Quinn, 2007: Low Atlantic hurricane activity in the 1970s and 1980s compared to the past 270 years. Nature Vol. 447, June 2007: 698-702.
Nyberg J., B.A. Malmgren, A. Winter, M.R. Jury, K.H. Kilbourne and T.M. Quinn, 2007: Low Atlantic hurricane activity in the 1970s and 1980s compared to the past 270 years. Nature Vol. 447, June 2007: 698-702.


