28. Mai 2009
Im Landesdurchschnitt gehörte der Frühling 2009 (März bis Mai) zu den wärmsten der Messreihe seit 1864. Deutlich wärmer war einzig der Frühling 2007. Verbreitet blieben die Niederschläge unterdurchschnittlich, vor allem im Westen. Die Besonnung war übernormal.
Extrem warm im April und Mai
Nachdem der März im Vergleich zur Periode 1961-90 nur auf der Alpensüdseite etwas übernormale, in den anderen Gebieten aber fast normale Temperaturen gebracht hatte, gehörten der April und Mai im Landesdurchschnitt beide zu den drei wärmsten der Datenreihe seit dem Jahr 1864. Für die drei Frühlingsmonate zusammen resultierte daher ein extremer Wärmeüberschuss von etwa 2.4 Grad Celsius im Schweizer Mittel. Damit gehört der Frühling 2009 zu den absolut wärmsten seit 1864. Etwa gleich warm präsentierte sich der Frühling 2003. Unerreicht blieb der Frühling 2007 mit einem Wärmeüberschuss von 3.3 Grad.
Niederschlagsarm vor allem im Westen, nass in den Vispertälern und im Goms
Zwar war der März in weiten Landesteilen niederschlagsreich, der April auf der Alpennordseite aber trocken. Weil der Mai im östlichen Mittelland und entlang der Aare auch im zentralen Mittelland etwa normale Regensummen brachte, erreichten hier die Regensummen für den Frühling 2009 auch insgesamt etwa normale Werte. Andernorts gab der Mai mit unternormalen Regensummen den Ausschlag für ein Regendefizit im Frühlang 2009. Verbreitet erreichten die Regensummen nämlich nur etwa 70 bis 90% des Normalwertes. Im Westen, wo alle drei Monate unterdurchschnittliche Regenmengen brachten, fiel sogar weniger als zwei Drittel, örtlich sogar weniger als die Hälfte des normalen Niederschlages. Im Süden kompensierte der sehr niederschlagsarme Mai die Wasserüberschüsse der beiden vorangegangenen Monate. In den Vispertälern und im Goms erreichten die Frühlingssummen wegen den dort sehr grossen Aprilniederschlägen Werte von 120 bis 130 % der Norm. Im Mai kam es auch zu den ersten schweren Gewittern. Grosse Schäden entstanden am 26. Mai.
Hagelgewitter vom 26.5. 2009, Ostschweiz (Foto: Marco Stoll).
Sonniger Frühling
In der Deutschschweiz war die Besonnung im März zwar unter dem Mittel von 1961-90 geblieben. Auf der Alpensüdseite gab es dann im April ein Sonnenscheindefizit. In der übrigen Zeit des Frühlings war die Besonnung aber verbreitet überdurchschnittlich. Insgesamt war deshalb der Frühling 2009 sonniger als normal. Im Mittelland, wo die Witterung im April und Mai besonders sonnenreich verlaufen war, erreichte die Frühlingsbesonnung meist 120 bis 135 Prozent der Norm. Andernorts waren die Überschüsse geringer. Am Alpensüdhang und im südlichen Wallis entsprach die Besonnung örtlich dem langjährigen Durchschnitt.
Stand: 27. Mai 2009, Klimadienste MeteoSchweiz
Die hier publizierten Zahlen sind vorläufige Werte, da nicht alle Messungen der MeteoSchweiz zum Zeitpunkt der Erstellung zur Verfügung standen. Der Flash darf unter Quellenangabe "MeteoSchweiz" ohne Einschränkungen weiterverwendet werden.