Satellitenbild (sichtbarer Kanal) mit ausgewählten Bodenstationen (Temperaturwerte) von heute Mittag 12 UTC
gross.png, 514 KBVor allem in den Niederungen der Alpennordseite erlebten wir heute erneut einen meist trüben und eisig-kalten Wintertag. Die Tageshöchsttemperatur lag dort verbreitet bei -12 bis -10 Grad.
Vor allem im Nordosten der Schweiz, zeitweise aber auch in den anderen Regionen, schneite es schwach aus dem Hochnebel heraus. Der Wasserwert war äusserst gering, ausser in St. Gallen, wo bis um 15.30 Uhr immerhin 2.6 mm zusammen kamen. Allerdings handelte es sich wegen der sehr tiefen Temperatur um einen sehr lockeren Pulverschnee, so dass lokal doch eine beachtliche Neuschneemenge zustande kam.
Dieser Niederschlag entstand zur Hauptsache deshalb, weil zum einen in den mittleren Schichten aus Südosten wärmere Luft herangeführt wurde. Diese Luftmasse glitt auf das bestehende Kaltluftpolster auf. Durch die dadurch entstandene Anhebung wurde die Niederschlagsaktivität unterstützt. Zum anderen überquerte am Vormittag ein Höhentrog die Schweiz von Ost nach West und sorgte dadurch ebenfalls für Hebung.
Die vorher erwähnte Warmluftadvektion (d.h. Zufuhr von wärmerer Luft) zeigte sich sehr gut am Temperaturverlauf verschiedener Stationen: an den über 2000 M.ü.M. gelegenen Messstandorten stieg die Temperatur ab etwa 11 Uhr kontinuierlich an, während unterhalb dieser Höhe (also in den Niederungen, aber z.B. auch auf dem 1100 Meter hohen Hörnli) die Temperatur den ganzen Tag über praktisch konstant blieb. Auf dem Säntis beispielsweise stieg dagegen die Temperatur innert 12 Stunden um rund 11 Grad.
Diese Inversion wird sich durch den zunehmenden Hochdruckeinfluss und die damit verbundene Absinkbewegung der Luft auf Morgen noch verstärken und allmählich absinken.
MeteoSchweiz Wetterkamera Gütsch, Bild 12.00 UTC. Inneralpin konnte recht viel Sonne genossen werden, auf dem Gütsch schien sie während fast fünf Stunden.
gross.jpg, 281 KBMeteoSchweiz Wetterkamera La Dole, Bild 08.00 UTC. Rechts (Richtung SW) sind relativ tiefliegende Altocumulus lenticularis-Wolken ("Föhnfische") zu erkennen. Sie entstanden in den Morgenstunden durch die starke Bisenströmung auf der Leeseite des Jura-Reliefs.
gross.JPG, 421 KBTemperaturverlauf an Stationen in unterschiedlicher Höhe. Gut sichtbar ist die Erwärmung an den Stationen oberhalb von 2000 Metern. Hier war die Warmluftzufuhr aus Südosten deutlich spürbar, während an den tiefer liegenden Messorten (unterhalb der Inversion) den ganzen Tag über eine praktisch konstante Temperatur herrschte.
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