Die Witterung im Sommer 2007 wurde hauptsächlich durch die intensive Niederschlagstätigkeit geprägt. Bereits im Juni 2007 erhielten viele Regionen deutlich mehr Regen als im langjährigen Durchschnitt. Ursache dafür war insbesondere eine ungewöhnlich lang anhaltende sommerliche Gewitterlage, welche der Alpennordseite mehrere Unwetter mit verheerenden Hochwasserfolgen brachte. Der Juli zeigte sich ebenfalls in weiten Landesteilen bei sehr wechselhafter Witterung regenreich, nur das Tessin blieb zu trocken. Massive Unwetter anfangs und Ende August mit zum Teil enormen Regenmengen trugen schliesslich wesentlich dazu bei, dass vielerorts das Doppelte, vereinzelt sogar deutlich mehr als das Doppelte des normalen Sommerniederschlags registriert wurde. Neuchâtel erlebte mit 612 mm den weitaus nassesten Sommer seit Messbeginn im Jahre 1864. Der bisherige Rekord mit einer Niederschlagssumme von 515 mm stammt aus dem Jahre 1938 (Bild 1).
Bild 1: Sommerniederschlag (Summe der Monate Juni, Juli, August) an der Messstation Neuchâtel 1864-2007.
Rekord in Château d'Oex
Noch wesentlich mehr Sommerniederschlag erhielt Château d’Oex mit 747 mm, was den bisherigen Rekord von 703 mm aus dem Jahr 1948 ebenfalls deutlich übertrifft (Bild 2). Die Messreihe steht hier seit 1897 zur Verfügung.
Auch der Region Bern brachte der Sommer 2007 Rekordniederschläge, und in Basel rückte der Sommerniederschlag 2007 mit 499 mm bis auf wenige Millimeter an den 1938er Rekord von 503 mm heran. Ebenso blieb in Genf der Sommer 2007 mit 462 mm Niederschlag nur wenig hinter dem Rekord von 469 mm aus dem Jahr 1927 zurück.
Bild 2: Sommerniederschlag an der Messstation Château d'Oex 1897-2007.
Selbst im sonst trockenen Wallis war der Sommer 2007 so nass wie noch nie seit 1864, wenn auch die Niederschlagsmengen hier deutlich hinter jenen der Alpennordseite zurückblieben. In Sion sind 350 mm gefallen, während die bisherige Rekordsumme aus dem Jahr 1872 bei 308 mm lag.
Etwas zu warmer Sommer 2007
Bild 3: Die jährliche Abweichung der Sommertemperatur (Juni-August) in der Schweiz vom langjährigen Durchschnitt (Norm 1961-1990). Die zu warmen Jahre sind rot, die zu kalten Jahre blau angegeben.
