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Aus Westen Schauer

2. Mai 2019, 1 Kommentar
Themen: Wetter

Nach kurzem Schönwetter-Intermezzo von gestern holte uns wieder der zumindest eher graue Alltag ein. Am Vormittag war es aber in den östlichen und südlichen Landesteilen noch meist sonnig. In weiten Teilen Graubündens war es sogar am Nachmittag noch recht freundlich. In der Westschweiz hingegen war die Besonnung eher Mangelware. Dort setzten bereits am Vormittag Schauer und vereinzelt Gewitter ein, welche sich anschliessend ostwärts verlagerten und am Nachmittag auch die Deutschschweiz erreichten. Dabei frischten auch die West- bis Südwestwinde auf. Auf der Alpensüdseite blieben die Niederschläge bis Mitte Nachmittag noch bescheiden. Dort werden am Abend kräftige Schauer und zum Teil auch Gewitter erwartet.

Am Morgen war es in Graubünden noch fast wolkenlos, wie hier im Juliergebiet. Die kleine Cumulus-Wolke am Piz Giulia deutete jedoch an, dass die Atmosphäre allmählich instabiler wurde. Bild: Christa Hayoz.
Am Morgen war es in Graubünden noch fast wolkenlos, wie hier im Juliergebiet. Die kleine Cumulus-Wolke am Piz Giulia deutete jedoch an, dass die Atmosphäre allmählich instabiler wurde. Bild: Christa Hayoz.

Sonniger Vormittag in den östlichen und südlichen Landesteilen

Vom Kanton Aargau und von der Zentralschweiz an ostwärts schien die Sonne am Vormittag an 4 bis 6 Stunden, ebenso auf der Alpensüdseite und im Oberwallis. Auf den Gipfeln mit freien Horizont wurden sogar bis fast 8 Stunden registriert. Am Nachmittag verdichtete sich die Bewölkung aus Westen allmählich, in weiten Teilen von Graubünden konnte man aber am Himmel immer noch blaue Lücken erkennen, und statt dunkelgrau wie in den meisten Teilen der übrigen Schweiz war es dort höchstens hellgrau. Anders im westlichen Mittelland und im westlichen Jura. Dort zeigte sich die Sonne zum Teil nicht einmal an einer Stunde.

Aus Westen Schauer und kräftige Windböen

Die Schauer, welche an einen sich ostwärts verlagernden Höhentrog gekoppelt waren, setzten am Vormittag in der Westschweiz ein und erreichten am Nachmittag auch die Deutschschweiz. In ihrem Vorfeld kam es zu recht kräftigen Windböen aus West- bis Südwest. Die Windspitzen waren allerdings mit maximal 50 bis 60 km/h nichts Besonderes. Die höchste Böenspitze wurde auf der Alpennordseite auf dem Moléson mit 72 km/h registriert. Beachtenswerter waren die Winde im Vorfeld von zwei Schauerzellen im Wallis. Sowohl in Sion als auch in Visp erreichte der Westwind in Böen rund 60 bis 70 km/h. Noch markanter waren die mittleren Windgeschwindigkeiten, welche an den beiden genannten Orten während 10 Minuten 50 km/h erreichten, dies entspricht einem kräftigen Weststurm im Mittelland.  Die Niederschlagsmengen waren nicht sehr bedeutend.  Am meisten Niederschlag gab es mit 2 bis 3 mm im Jura und im Genferseegebiet.

Auf der Alpensüdseite bis am Nachmittag trocken

Auf der Alpensüdseite überzog sich der Himmel ebenfalls mit Wolken, welche am Nachmittag teilweise bedrohlich düster wirkten. Prompt setzten dann auch Schauer ein, wobei lokal auch Gewitter zu beobachten waren. Diese gingen zuerst im Maggiagebiet nieder, später wurde die ganze Alpensüdseite erfasst. Bis Redaktionsschluss wurden im Maggia- und Verzascatal rund 4 mm verzeichnet, in Frasco reichte es für 11 mm.

Durch die vormittägliche Sonneneinstrahlung im Osten und Süden nochmals recht warm

Die Tageshöchsttemperatur war heute in der Schweiz recht unterschiedlich. Am wärmsten war es in den Niederungen der Alpensüdseite mit über 20 Grad, wobei als Spitzenreiter Biasca mit 21.8 Grad herausstach. Nicht viel tiefere Temperaturen konnten im Alpenrheintal beobachtet werden, wo Chur 20.4 Grad und Vaduz 21.0 Grad meldeten. Im meist stark bewölkten Genferseegebiet reicht es  maximal nur für knapp 17 Grad, nämlich in Genf. Nahe an den Ufern des Genfersees war es noch kühler, reichte es doch  in Pully und Vevey für nicht mehr als 14 Grad.

Kommentare (1)

  1. Urs Imhof, 02.05.2019, 18:57

    Das soll die Front mit etwas Wind und einem Temperatursturz von 8 Grad Celsius innert wenigen Sekunden sein.
    Regen gab es fast keinen.
    Dafür lässt der Flughafen fast alle Flieger bei Schlechtwetterfronten über den Bezirk Zurzach im Aargau fliegen.