Einfluss des Klimawandels auf die Hitze in Europa im Juni bestätigt

30. Juni 2017, 53 Kommentare
Themen: Klima

In der Schweiz reiht sich der Juni 2017 nach 2003 als zweitwärmster Juni seit Messbeginn 1864 in die Aufzeichnungen ein. Betroffen war aber nicht nur die Schweiz, sondern weite Teile West- und Zentraleuropas. Auch in den Niederlanden, Frankreich und England wurden neue Rekorde aufgestellt, wobei die Monatsmitteltemperaturen rund 3 Grad über der Referenz 1981-2010 lagen. In Portugal und Spanien kam es, begünstigt durch Trockenheit und hohe Temperaturen, zu grossflächigen Waldbränden, die 64 Menschenleben und über 200 Verletzte forderte.

Ist nun der Klimawandel „verantwortlich“ für die Juni-Hitze? Ein klares Ja oder Nein als Antwort ist nicht möglich. Einfluss haben natürliche Schwankungen (die wir als „Wetter“ erleben), die aber nicht exakt vorhersagbar sind. Mit Hilfe von Klimaszenarien können wir aber „in die Zukunft schauen“ und abschätzen, wie wahrscheinlich ein ähnlich warmer Juni gegen Mitte oder Ende des 21. Jahrhunderts sein wird.

Hitzeereignisse in Europa haben sich vervierfacht

In einer aktuellen Studie der World Weather Attribution (WWA) Gruppe, mit Unterstützung des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, wurde der Einfluss des Klimawandels auf die Hitze im Juni 2017 untersucht. Insgesamt wurden sieben europäische Länder betrachtet, darunter auch die Schweiz. Europaweit sind mittlere Temperaturen wie die des Juni 2017 gar nicht so selten. Sie treten etwa alle 10 bis 30 Jahre einmal auf. Die Schweiz liegt mit einer etwa 20-jährigen Wiederkehrzeit in der Mitte dieses Bereichs. Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch betrug diese Wiederkehrzeit noch deutlich über 100 Jahre. Der Juni 2017 wäre also um 1900 ein extrem seltenes und unwahrscheinliches Ereignis gewesen. Hauptgrund für diese Zunahme ist gemäss der Studie die seither verzeichnete Erwärmung.

Um den Einfluss des Klimawandels zu untersuchen wurden Experimente mit Klimamodellen durchgeführt. In Klimamodellen kann man u.a. den menschlichen Ausstoss von Treibhausgasen ein- und ausschalten. Der Unterschied dieser beiden Konfigurationen des Modells gibt eine Aussage über den Beitrag des Menschen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass sich die Wahrscheinlichkeit solcher Hitzeereignisse in Europa durch Einfluss des Klimawandels seit Beginn des 20. Jahrhunderts mindestens vervierfacht, in Südeuropa sogar mindestens verzehnfacht hat.

Regelmässige Hitzewellen in der Zukunft

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick in die Zukunft. Wie wahrscheinlich werden solche Juni-Temperaturen gegen Ende des Jahrhunderts? Das ist hauptsächlich davon abhängig, wie viel Treibhausgase der Mensch heute und in Zukunft ausstossen wird und kann in sogenannten Emissionsszenarien ausgedrückt werden. Selbst in einem moderaten Szenario mit niedrigen Emissionen würden in weiten Teilen Europas solche Hitzemonate mehr als einmal alle 10 Jahre auftreten; im Mittelmeerraum sogar alle 2 bis 3 Jahre. Bei einem starken Emissionsszenario (Emissionen wie bisher) wären Juni-Temperaturen, die uns heute extrem vorkommen, hingegen die Regel  (Abbildung 1).

Kommentare (53)

  1. F. Spä, 27.07.2017, 17:11

    Immer die gleiche Leier mit dem 'Klimawandel'. Dabei wäre es so einfach, indem die Fotosynthese genau und ehrlich erklärt würde, mit dem Hinweis, was passiert, wenn das so verhasste und verteufelte Co2 fehlt. Ich nehme an, dass viele Leute ins Staunen gerieten! Co2 ist schlicht das Gas des Lebens! Zudem dürfte man auch wissen, dass von den 0.040 % (400 ppm) Co2 in der Luft lediglich ca. 3 % aus menschlichen Aktivitäten, inkl. Autofahren und Heizen (natürlich auch Atmung aller Lebewesen!) stammen. Der grosse Rest ist natürlichen Ursprungs. Ob diese minimale Menge wirklich einen so grossen Einfluss auf unser schon immer wechselhaftes Klima bzw. Wetter hat, darf bezweifelt werden. Der Anteil unserer grössten Wärmequelle, der Sonne, wird von vielen sog. 'Wissenschaftlern' in fast betrügerischer Weise verschwiegen.
    Durch diesen unnötigen 'Klimaschutz' wird der dringend notwendige Umweltschutz sträflich vernachlässigt. Dazu gehören auch die immer noch getätigten Abholzungen von Urwäldern. Dies zu stoppen ist aber scheinbar viel schwieriger und bringt weniger Geld als auf den Autoherstellern und -fahrern 'herum zu trampen'. Zudem ist ein bisschen wärmer sicher besser als eine Eiszeit. Für weitere, vielleicht etwas andere Infos empfehle ich http://www.eike-klima-energie.eu/ oder http://www.klimanotizen.de/. Es sollen ja nicht nur die Meinungen von WWF oder Greenpeace gelten!

    1. Adrian, 04.08.2017, 08:42

      Da gebe ich ihnen vollkommen recht, diese Klimaveränderung ist ein ständiges auf und ab...
      Ich frage mich mitunter, wie würden Wetter- Klima- und andere Profis, Experten und Forscher sagen, wenn wir zur letzten Eiszeit bereits diesen Lebensstandard gehabt hätten, und zusehen könnten, wie der Gletscher beim Schloss Lenzburg Stück für Stück zurückweicht?! Hätte man damals auch von Klimaerwärmung gesprochen (was es ja auch war) und gejammert, dass das Meer um wenige cm steigen könnte, ect., ect....?! Mittlerweile sagen ja auch Klimaforscher, dass es ab 2030 wieder kälter werden soll Wenn dem so ist, wenns gut geht lebe ich bis 2050/2055, freue ich mich natürlich und hoffe, dass dies ein bisschen zügig voran geht und nicht in 0,2 Grad Schrittchen,...

    2. M.R., 06.08.2017, 10:51

      Die Aussage mit dem geringen %-Satz des menschlichen Co2-Beitrages ist vermutlich unvollständig aufgeführt. Der %-Satz - wenn auch (nur auf den ersten Blick!) klein - kann den natürlichen Kreislauf als Ganzes kippen... (http://www.focus.de/wissen/klima/tid-8638/diskussion_aid_234329.html). Wenn dazu das im Permafrost Sibiriens gebundene Methangas hochgeht weil der Permafrost auftaut würden die Erdtemperaturen innert kürze wahrscheinlich derart ansteigen, dass die Meere um ein vielfaches mehr übersäuern als das heute bereits der Fall ist. Deshalb würden aber jene maritimen Mikroorganismen absterben, die den Mammutanteil unseres lebensnotwendigen Sauerstoffes produzieren. Somit würde die chemische Zusammensetzung der Erdatmosphäre derart kippen, dass innert weniger Jahre die allermeisten komplexeren Lebensformen ausgelöscht würden, da sie die nun für sie giftige Atmosphäre nicht mehr einatmen können. Was dies für die menschliche Zivilisation, Kultur und Existenz bedeuten würde ist recht klar: sie würde innerhalb kürzester Zeit ebenfalls ausgelöscht (auch wenn es vielleicht gelingen könnte einige wenige Menschen in autarken abgekapselten Systemen (Biosphären) zu retten - Versuche dazu scheiterten allerdings in der Vergangenheit auch schon).

  2. Richard Smith, 27.07.2017, 08:18

    In unserem durchgenässten Zustand wird das Titelphoto von Pflanzen, die in ausgedörrter Erde sterben, mit jedem neuen Tage attraktiver. Im Hitzemonat Juni habe ich in der Migros meine Eisbergsalate billig und qualitativ hochstehend bekommen. Gestern im Wassermonat Juli stunden im Regal etwa drei wenig appetitliche herum; im Fach 'Bio' war natürlich nichts zu sehen - die Biobauer haben anscheinend angesichts der aktuellen Sintflut schon kapituliert.

    Mein Vorschlag an die Redaktion dieses werten Blogs: Einen neuen Beitrag erstellen mit einem Photo eines dahinscheidenden Eisberg-Salats mitten in einer Pfütze auf dem sumpfigen Feld. Die Überschrift: 'Einfluss des Klimawandels auf die Nässe in Europa im Juli bestätigt'.

    Viel mehr muss man nicht dazu schreiben - die beflügelten Kommentatoren hier werden weiterhin den Inhalt über Klimaleugner, Waldsterben, Abholzen, Kinderreichtum, Elektrofahrzeuge pp selber bringen. Mein fachlicher Kommentar über die Hitzewelle-Studie hingegen kann weiterhin im Dunkel gehalten werden.

  3. E. S., 26.07.2017, 11:45

    Warum spricht eigentlich niemand von der Abholzung des Amazonas Tropenwaldes der zu Gunsten der Viehzucht in der ganzen Welt und zu Gunsten ein paar weniger Landbesitzer fortwährt? Wo Ureinwohner ihre Heimat verloren und Völkermord zum Opfer fielen, damit wir billiges Fleisch essen können? Wo die Jungen überlebenden sich suizidieren weil sie mit ihrem Leben nichts mehr anfangen können? Wo vermutlich Kinderarbeit geleistet wird und dies übrigens auch ein Grund ist um viele Kinder zu haben, aber lassen wir dieses Thema, sonst kann ich mich auch meiner Schokolade nicht mehr erfreuen. Aber jeder in der Westlichen Welt könnte z. B. seinen Fleischkonsum einschränken, jetzt in der Grillzeit oder gar boykottieren. Denn wir wissen ja nicht ob die Schweizer Kühe die wir verspeisen wirklich nur Schweizer Gras gefressen haben. Das wäre doch ein Beitrag den jeder hier leisten könnte? Oder bestehen wir auf unser Steak?
    Es ist doch allgemein bekannt, dass der Amazonas der Feuchtigkeit Umwälzer der Ganzen Atmosphäre von dieser/unserer Welt ist. Oder ist dieses Wissen abhanden gekommen oder gar widerlegt worden? Dann kläre mich doch jemand auf. Wenn nicht, dann wissen wir jetzt was zu tun ist. Ich bin nicht Vegetarierin, liebe Tiere hasse Ausbeuterei der Armen und Allem und alle Ungerechtigkeit.

  4. Urs Dupont, 23.07.2017, 09:52

    Wow, welch tiefsinnige Aussage, dass es im Zeichen der Klimaerwärmung immer wieder zu neuen Auswirkungen und Rekorden kommt!

    Statt sich aber in Glaubensstreitigkeiten zu verlieren, inwiefern die seit Jahrtausenden zu beobachtende Klimaerwärmung nur natürlich oder von den Menschen mitverursacht wird, wäre es schlauer, Investitionen zu tätigen, die helfen, damit besser umzugehen, statt Milliarden in den "Ablasshandel" und anderen hysterischen Aktivismus zu pumpen. Z.B. die schwindenden Gletscher mit mehr Stauseen kompensieren, besser gegen Hitze und Kälte isolierte Häuser bauen und Anpassungen bei der Landwirtschaft vorzunehmen.

    Das sinnvollste um allfalls die Klimaerwärmung etwas zu dämpfen, wäre übrigens, das Problem Nr. 1, die Bevölkerungsexplosion - nicht nur in der Schweiz sondern weltweit - in den Griff zu kriegen, denn letztendlich haben fast alle grösseren Probleme damit einen Zusammenhang.

    Damit will ich aber keineswegs sagen, dass wir nicht grosse Anstrengungen unternehmen sollten, weniger Oel und Kohle zu verbrennen. Wenig Sinn macht es aber, wenn auf E-Autos umgestellt wird, solange Öl- und Kohlekraftwerke Elektrizität produzieren bzw. immer noch solche an's Netz gehen.

    1. Richard Smith, 24.07.2017, 11:14

      'das Problem Nr. 1, die Bevölkerungsexplosion - nicht nur in der Schweiz sondern weltweit - in den Griff zu kriegen'

      Wie, konkret?

    2. Martin Moser, 25.07.2017, 08:24

      @Richard Smith:

      Mit Bildung, Herr Smith, mit Bildung!!!

    3. Eiszeit jetzt, 25.07.2017, 08:59

      Konkret in der Schweiz? Schwangerschaft und Geburt wird von der Krankenkasse getragen, Verhütung nicht. Familien erhalten Steuererlässe, günstigere Krankenkassenprämien, Familienzulagen, Verbilligungen in Verkehr, Hotellerie, usw., Kindfreie werden steuerlich benachteiligt. Kindfreie werden am Arbeitsplatz diskriminiert, sie schieben mehr Überstunden und Wochenendeinsätze, springen kurzfristig ein wegen Eltern, die plötzlich wegmüssen usw., so als hätte eine kindfreie Person kein Sozialleben, keine familiären Aufgaben oder andere Passionen. Ausserdem ist es gesellschaftlich extrem schlecht angesehen, keine Kinder zu haben, insbesondere für Frauen (die Beleidigungen, oft von Wildfremden, die man sich so zwischen 25 und 45 anhören muss, gehen auf keine Kuhhaut). Neulich fragte eine Zeitung danach, ob es nicht der Untergang wäre, wenn noch ein kindfreier Bundesrat gewählt würde. Es hiess, Kindfreie hätten eine "Wegwerfmentalität" und "mangelnde Lebenserfahrung", sehr verletzend und sehr unwahr. Dabei trifft man die "Nach-meinem-Sprössling-die-Sintflut"-Mentalität eher bei Eltern an (selbstverständlich längst nicht bei allen, aber ich kenne keinen einzigen kindfreien Erwachsenen mit einer Wegwerfmentalität), und es ist auch keineswegs so, dass Kindfreie tiefgefroren in Nährlösung liegen würden, während die anderen ihre Brut aufziehen.
      Dies alles liesse sich ändern, mit vernünftigen politischen Entscheiden und einem Bewusstseinswandel. Damit junge Menschen früh wissen, dass Heiraten, Häuslebauen und Kinderkriegen nicht das einzige erstrebenswerte Lebensziel ist, und dass es okay und sogar wichtig ist, seine Talente ablenkungsfrei einzusetzen.
      Weltweit? Das ist nicht an uns. Jede Gesellschaft muss das selbst geregelt kriegen. Aber die allerwenigsten Frauen weltweit haben mehr als zwei Kinder, weil sie das so wollen. Das Problem ist, das zuerst Bildung und Wohlstand steigen müssen, bevor die Bevölkerungszahl sinken kann. Die Frage ist, ob diese Kurve ökologisch noch zu kriegen ist.
      Und bitte nicht mit dem AHV-Geheule kommen: es kostet bei weitem mehr, ein Kind aufzuziehen und auszubilden - für einen übersättigten Arbeitsmarkt... -, als einen alten Menschen zu berenten und pflegen. Im aktuellen Beobachter kann man nachlesen, wie die Senioren mehr zur Gesellschaft beitragen, als sie kosten.

  5. Rahel, 22.07.2017, 14:52

    Als ultragrüne Linksfaschistin würde mich interessieren wie die grüne Doris nach Paris gereist ist. Zu Fuss? Mit dem Fahrrad? Oder, als letzte denkbare Möglichkeit, mit dem Zug?

    1. Maf, 27.07.2017, 10:01

      Die Geschichte bietet die besten empirische Daten für die Wissenschaft wenn es sich um wiederkehrende Ereignisse handelt. Die Eidg. Kommission für EK hatte eine Studie in Auftrag gegeben die dem Ständerat im Jahr 2006 die Argumente für oder gegen Alternative Energiequellen beinhalten sollte. Dazu wurde korrekt auch die Variable der atmosphärischen Wärme beurteilt. Die Studie erklärte eindeutig dass diese Variable auf versch. Ebenen Einfluss hat... aber eine natürliche Harmonie mit einen eigenwilligem Rhythmus darstellt. In der Studie sprach man als Beispiel von den Römer die von Basel bis Schottland Weinbau treiben konnten. Auch die Beobachtung ist eine Wissenschaftliche Art sich ein Bild zu machen. Nein Haus auf 1'200 m.ū.m. war 1980 noch auf freien Feld nun ist es praktisch im Wald eingebettet. Die Polarisation mit faktisch Angsteintreibenden Argumente einer gewissen Politik oder Interessen ist Erkennbar aber die Menschen kristallisieren eher Ängste als Argumente. Auch die Redakteure kennen die Vorteile dieser Art der Kommunikation und bilden Headlines wie die zu diesem Artikel.

  6. haechamatus, 18.07.2017, 15:47

    Ich gehöre auch zu denen die den Klimawandelt nicht einfach dem CO2-Ausstoss zuordnen. Als in Italien Giraffen & Elephanten lebten gab es noch gar keine menschliche Zivilisation. Erinnert Ihr Euch ans "Waldsterben"? War doch nur, wie das meist der Fall ist, eine Geldmacherei.

    1. Don Prom, 19.07.2017, 20:29

      Dann machen Sie sich doch mal schlau was das Waldsterben tatsächlich für Schäden angerichtet, und bis heute hinterlassen hat... Wer so eine unqualifizierte Aussage in ein Forum schreibt sollte für die Konsequenzen zur Rechenschaft gezogen werden können. Ich bin sicher es gibt weitere Halbwisser die sich durch solchen Quatsch bestätigt und bekräftigt fühlen und dann ebenfalls diesen Irrsinn im Netz verbreiten. Was wenn es denn durch den Menschen verursachten Klimawandel wirklich gibt? Wollen Sie es wirklich darauf ankommen lassen? Dürfen wir Sie dann für die Folgen verantwortlich machen? Ist es nicht viel einfach wenn wir nun einfach endlich zusammenstehen und das Energieproblem lösen. Wir können das. Wenn die Welt in dieser Frage zusammen stehen würde wäre das Problem in wenigen Jahrzehnten gelöst. Ohne irgend eine Komforteinbusse. Und für die Schweiz wäre es zudem eine riesen Chance den Technologievorsprung bezüglich Erneuerbareenergienen für die Wohlstandssicherung zu nutzen. Es ist für mich unverständlich warum man sich nach wie vor dagegen wehren kann und mit solchen Aussagen die Öllobby aus dem Nahen Osten, aus Russland und den USA stärken will. Bitte denken Sie weiter! Es geht um viel mehr als nur um Ihr Auto und Ihre Freiheit...

    2. Richard Smith, 21.07.2017, 15:04

      Herr Prom: Aus Ihrer Sicht sind Ihre Ansichten ipso facto so korrekt, dass Andersmeinende 'zur Rechenschaft gezogen werden können'. Welche Art von Rechenschaft soll das sein?

      Die grössten Katastrophen der Geschichte sind m.E. durch Leute herbeigeführt, die von der Richtigkeit der eigenen Ansichten felsenfest überzeugt sind. 'The best lack all conviction, while the worst / Are full of passionate intensity.' - W.B. Yeats 1921.

      Apropos 'Waldsterben': Diese Hysterie habe ich in Deutschland in den 80-iger Jahren im O-Ton erlebt. Dreissig Jahre später haben wir noch Wald, jede Menge Bäume und eine florierende Holzindustrie. 'haechamatus' hatte das akkurat - wenn auch etwas unfein - ausgedrückt.

      Ihre Anpöbelung, dass wir Klimaleugner von Öl-Lobbys oder was auch immer geblendet sind und dass es for uns 'nur um Ihr Auto und Ihre Freiheit' geht, ist Ihrer Argumentation nicht förderlich.

    3. Josephine, 21.07.2017, 22:50

      Mit Angst macht man halt Geld. Und den Schweizern macht man schön leicht Angst, sie haben ja vor alles Angst (eben: "was wäre wenn..."). Könnte man sich doch nur gegen die Gefahren des CO2-Ausstosses versichern! Das wird wohl das Nächste sein. Ist der CO2-Ausstoss wirklich so übel? Dann sollten wir vielleicht besser sofort alle aufhören zu atmen.
      Diese Arroganz der Menschen! Zu glauben, dass wir wirklich so viel Einfluss haben. Klar, muss man sich verantwortlich benehmen und nicht rucksichtslos mit den Quellen umgehen und alles verschwenden. Aber Klimawändel hat es immer gegeben. Und am Schluss hat Mutter Natur das letzte Wort. 1 Vulkanausbruch würde reichen. Und wir glauben, wir können da etwas ändern??? Vielleicht nur, wenn wir die Viehzucht weltweit abschaffen! Sie produziert mehr CO2-Ausstoss als ALLE Verkehrsmittel (Flüger, Schiene, Schiffe, PKW und LKW) zusammen. Davon redet aber keiner, ist doch die Landwirtschaft heilig erklärt, und der Autofahrer ein viel einfacheres Opfer. Und nebenbei werden ganze Industrien kaputt gemacht, ohne dass jemand eine Ahnung hat, ob das wirklich etwas bringt.

    4. Eiszeit jetzt, 25.07.2017, 08:34

      Rindvieh produziert hauptsächlich Methan, nicht CO2 (natürlich atmen wir Säugetiere alle CO2 aus). Sogar in den USA, wo ein Grossteil der Rinder in Feedlots gemästet werden, beträgt der Anteil der des Rindviehsektors an der Klimaerwärmung angeblich keine 12% (ich habe allerdings keine Quelle für diese Zahl), lange hinter Industrie, Transport, Heizung usw. In der Schweiz und in anderen Weideländern ist das Rindvieh praktisch vernachlässigbar und wiegt den Schaden mehr als auf, denn es frisst Gras, das wir selber nicht verdauen können, auf Flächen, die für den Ackerbau schlecht oder gar nicht nutzbar wären. Grasland versenkt mehr CO2 und speichert mehr Wasser als Wald. Unsere landwirtschaftliche Nutzfläche besteht aus 70% Grasland, global gesehen ist es fast ebensoviel. Das Lied vom bösen Rind wird nicht wahrer, egal wie oft man es wiederholt...
      Wer wirklich etwas unternehmen will, der unterlässt zwei Dinge: Fortpflanzung (verdoppelt den "Fussabdruck" per sofort und multipliziert ihn potenziell um ein Vielfaches) und Flugreisen. Auch ein Auto braucht man in der Schweiz nicht ernsthaft, aber es fällt im Gegensatz zu Kind und Flugzeug wesentlich weniger ins Gewicht.

  7. Max Blatter, 07.07.2017, 11:58

    Eigentlich sollte sich jeder und jede fragen, was sie oder er zur Reduktion des CO2-Austosses beitragen kann! Ich denke weniger an private Beiträge (das klassische "weniger Flugreisen"), als vielmehr an den Beruf, denn da kann sich die Wirkung vervielfachen! Klar - ich bin in meinem Beruf privilegiert (Ausbildung im Bereich "Energie" an einer Fachhochschule und zwei Höheren Fachschulen), aber ich denke, dass es in jedem Beruf Möglichkeiten gibt, und sei es über das (hoffentlich überall etablierte) Vorschlagswesen: Anregung zur Anschaffung von E-Mobilen für kürzere Geschäftsfahrten, zur Installation von Fotovoltaik-Anlagen, etc. etc.

    1. Richard Smith, 07.07.2017, 15:43

      'Reduktion des CO2-Austosses' - Wozu? Die neuesten Schätzung der Climate Sensitivity von CO2 liegen bei 1..1.5°C (z.B: Lewis & Curry 2014, ECS 1.64K, TCR 1.33K) für eine Verdoppelung atmospherisches CO2 (d.h. derzeit 400 auf 800 ppm). Dies entspricht einem kaum messbaren Einfluss auf Temperaturen.

      Wir sollten die Fantasie von schädlichen CO2-Emissionen, furchtbaren Forcings und katastrophalen Tipping-Points ganz vergessen. NOx und Particulates sind aber eine ganz andere Sache.

  8. birco, 06.07.2017, 11:07

    Die Erde und die Menschheit haben schon diverse Plagen durchgemacht. und überstanden.
    Die grösste Plage der Erde ist jedoch mit grösster Wahrscheinlichkeit die Menschheit selber. Sie vermehrt sich rasend schnell, macht sich alles zum Untertan und merkt dabei nicht wirklich, dass sie sich die eigene Lebensgrundlage kontinuierlich zerstört.
    Die Menschheit vernichtet sich sozusagen selber, die Erde wird's in irgendeiner Form überstehen.

    1. Waldemar, 06.07.2017, 19:55

      "Die Menschheit vermehrt sich rasend schnell": Richtig, aber dieser Aspekt wird selten thematisiert. Ein modernes Tabu, die Political Correctness laesst gruessen. In Afrika leben jetzt etwa eine Milliarde Menschen, Prognosen gehen davon aus, dass es Ende dieses Jahrhunderts vier Milliarden sein koennten. Und kaum einer ist sich dessen bewusst, wenige machen sich deswegen Sorgen. Wahnsinn! Es geht nicht nur um Afrika, es gibt auch andere Weltgegenden, wo es aehnlich laeuft.

    2. Richard Smith, 07.07.2017, 16:47

      Die Daten und die Erfahrungen auch zeigen, dass wenn ein Land zum Wohlstand kommt, sinkt die Geburtsrate - wird also 'westlich'. Das Bevölkerungswachstum ist somit nicht exponential bzw. geradlinig, sondern verlangsamend. Zudem konsumieren die Armen der Welt - im Vergleich zumindest zu Schweizer-Singles - viel weniger. Das Ziel ist die armen Länder zum Wohlstand zu helfen.

      In der Hoffnung, dass ich die Netiquette hier nicht verletze, muss ich sagen, dass alle hier, die über die Seuche der Menschcheit auf der armen Gaia reden, können Ihren individuellen Beitrag zu einer Verminderung recht einfach durchführen. Auf keinen Fall Kinder haben; und dann muss man auch die eigene Existenzberechtigung in Fraagen stellen. Oder sind nur die anderen gemeint?

      Wird vielleicht weniger bequem als auf MeteoSchweiz zu kommen und dem Rest der Welt den Schuld zu geben.

      Anmerkung der Redaktion: Ein Teil des Kommentares wurde gelöscht, da er nicht unserer Netiquette entspricht.

      http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/aktuell/meteoschweiz-blog/netiquette.html

    3. PatrickW, 19.07.2017, 17:51

      äh ja .. die Erde wird sich weiterdrehen, wie die Venus mit einem fortgeschrittenen Treibhauseffekt (500 Grad Celsius, Winde mit x-hundert km/h). Gibt zwar dann kein höheres Leben mehr, aber sonst.. allet chic. Dann gibt's auch keine Diskussion mehr zum Klimawandel.

  9. Peter Trust, 04.07.2017, 19:12

    Was regen wir uns über den Klimawandel auf? Massnahmen und was man nicht alles tun sollte. Alles Unsinn. Warum: Es ist zu spät! Alle Massnahmen machen keinen Sinn mehr!

    Der Grossteil der in der Atmosphäre vorhanden Treibhausgase haben ihre Wirkung noch gar nicht entfaltet. Der Effekt tritt mit einer Verzögerung ein. Richtig spannend wird es, wenn alle Pole abgeschmolzen sind und dann auch noch die Albedo abnimmt. Dann gibt es keine kühlende Effekte mehr auf der Erde. Sie können sich das wie im Physikuntericht vorstellen: Sie errinern sich, das Wasser hat nicht gekocht, bis das Eis geschmolzen war. Und genauso ist es für die Erde. Da hilft kein Jammern, kein Zetern, kein Massnehmen.

    Das einzige was jetzt helfen würde ist, wenn sofort und in unmittelbarer Zukunft hunderttausende von Tonnen klima-beeinflussender Gase aus der Atmosphäre gefiltert würden. - Das geschieht bekanntermassen aber nicht.

    Gewiss, die Erde wird das alles überstehen und mit ihr auch das Leben auf ihr. Ob der Planet für den Menschen noch die Lebensgrundlage bilden kann, das wird sich weisen. Unsere Generation wird es nie erfahren.

    1. Brunschweiler, 06.07.2017, 08:59

      ganz einfach es hat so lange es hat !!

    2. Heinz Gmünder, 07.07.2017, 12:14

      Wenn wir mit hoher Geschwindigkeit auf eine Mauer losfahren und merken, dass wir vor der Mauer nicht mehr zum Stehen kommen, dann fragt sich schon, ob wir besser bremsen oder Gas geben sollten. Nach meiner Meinung wäre doch bremsen vernünftiger, obwohl Gas geben mehr spass macht.
      Auch wenn es zu spät ist, machen Massnahmen für unsere Umwelt sinn. Wir sind ja nicht die einzigen, die davon profitieren könnten. Und dass wir Egoisten sind, ist zwar eine traurige Tatsache, doch sollten wir nicht auch noch stolz darauf sein.

  10. Eiszeit jetzt, 04.07.2017, 17:17

    Das Problem ist nicht, dass es wärmer wird, sondern (erstens) dass es in buchstäblich atemberaubendem Tempo geschieht. Das gefällt auch einem guten Teil der Flora und Fauna nicht.
    Das Problem ist (zweitens): dass unsere Vorfahren es in ihrer Verblendung verursacht haben, und wir Zeitgenossen es nun wissentlich und willentlich so lange weitertreiben, bis es uns halt abstuhlt, eine peinliche Schneise der Zerstörung hinter uns. Scham und Wut und Trauer darüber, dass unsere Spezies es einfach nicht schafft, mit allen anderen in friedlichem Fressen und gefressen Werden zusammenzuleben (mit Betonung auf gefressen Werden).
    Wir befinden uns wieder am Ende der Antike, am Beginn der Völkerwanderung, auf ein Dunkles Zeitalter zu, nur diesmal in globalem Massstab. Nochmals das 19. Jahrhundert, als Europa an Überbevölkerung und Hunger schier kollabierte, nur werden diesmal keine neuen Kontinente auftachen, die man mit der gleichen Zivilisationsseuche überziehen kann. Vielmehr platzen nun alle bekannten Kontinente aus den Nähten, und überall geraten Landwirtschaft und Fischerei an den Anschlag. Ich bin ja gespannt... Frage mich, ob auch damals eine Mehrheit so blind und taub in den Kataklysmus reingerasselt ist, ohne es zu merken. Hauptsache, die Party geht weiter, ein kurzes Weilchen noch, ein-mal no-och nach Thai-i-land fliegen, gell? Zur Polizeistunde wird niemand zahlen können, gute Nacht.

    Anmerkung der Redaktion: Ein Teil des Kommentares wurde gelöscht, da er nicht unserer Netiquette entspricht.

    http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/aktuell/meteoschweiz-blog/netiquette.html

    1. Eiszeit jetzt, 05.07.2017, 15:47

      Das tut mir leid, Entschuldigung! Ich habe niemanden beleidigt und bin mir keines Verstosses bewusst. Der gelöschte Teil meinte Folgendes: auch wenn jemand glaubt oder weiss, dass unser Tun keine schädlichen Folgen für die Umwelt hat, muss er/sie den Planeten doch nicht mit Füssen treten. Respekt gegenüber dem Gastgeber ist das mindeste, auch wenn der unverletztlich und unsterblich wäre. (Heisst noch konkreter, das aktuelle Menschenprojekt liesse sich auch dann nicht rechterfertigen, wenn es keinen Schaden anrichten würde, einfach weil es respekt- und lieblos ist. Es muss sich also etwas ändern, egal ob man an anthropogenen Klimawandel "glaubt" oder nicht.)

  11. Reto Petris, 03.07.2017, 17:30

    Es ist wirklich unglaublich, dass es immer noch Leute gibt, welche leugnen und ignorieren, dass der Klimawandel durch den Mensch verursacht wird. Wir pumpen jedes Jahr 35 Milliarden Tonnen zusätzliches Co2 in unsere Weltklimasystem - und das soll wirklich alles einfach keinen Einfluss haben......hallo?????

    Schon während der Spanne eines Menschenlebens sind die warmen Winter und die heissen Sommer viel häufiger geworden. Mir jedenfalls ist es in der Schweiz mittlerweile zu heiss geworden, Auswandern in den Norden tut Not.

    Aber schon klar, die meisten Leute stecken den Kopf in den Sand und freuen sich am "schönen" Wetter, am Hochsommer der mittlerweile von anfangs Mai bis Ende September und wirklich kalte Tage gibt es im Winter nicht mehr.

    Aber die Menschheit wird nicht vernünftig werden, es wird immer so weiter gehen. Sobald Grönland eisfrei ist, kann man auch dort noch Oel und Gas ausbeuten. Von der Antarktis gar nicht zu sprechen.....

    1. Richard Smith, 04.07.2017, 13:58

      Ich komme immer gerne zum Wetter-Blog von Meteoschweiz. Die Beiträge sind recht gut und mit heiterem Herz geschrieben von Leuten, die wissen, worüber sie reden. Ich lerne immer etwas und bin danach im Stande gesetzt, sonst schuldlose Trampassagiere durch die Tiefe meiner neu erworbenen Meteokenntnisse ihre Fahrt kurzweilig zu machen.

      Das Klima-Blog hingegen meide ich in der Regel. Die Beiträge sind immer belehrend (im schlechtesten Sinne), todesernst, anschuldigend - die Autoren hier sind gar nicht happy - vielleicht haben sie nur ein paar getrocknete Grillen zum Mittag gegessen.

      Ich hätte es schon wissen müssen: Infolge eines Dummheitsanfalls bin ich in der aktuellen Klima-Strudel gesprungen und sehen Sie da, was für wilde Beschuldigungen ich und die anderen Fragenden hier bekommen haben.

      Herr Petris, ich kann Ihnen und Ihrem Mitstreiter hier nur vier Sachen empfehlen:

      1- Die Erde kommt langsam aus eine Phase der CO2-Armut. Die Pflanzen der Erde, Grundlage des Lebens, schauen sehr optimistisch in die Zukunft. Der Mensch soll es auch tun.

      2- Cheer up! Auch im Holocene gab es Temperaturen, die weit über die heutigen lagen. Die Erdbewohner, Pflanzen und Tiere haben prächtig gedieht. Man nennt diese Perioden 'Zivilisationen' (Minoan WP, Roman WP, Medieval WP). So wunderbar war das Klima der Erde in 1950 doch nicht.

      3- Kant: 'Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!' - 'Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?' (1783).

      4- Nochmals Kant: 'Unser Zeitalter ist das eigentliche Zeitalter der Kritik, der sich alles unterwerfen muß. Religion durch ihre Heiligkeit und Gesetzgebung durch ihre Majestät wollen sich gemeiniglich derselben entziehen. Aber alsdann erregen sie gerechten Verdacht wider sich und können auf unverstellte Achtung nicht Anspruch machen, die die Vernunft nur demjenigen bewilligt, was ihre freie und öffentliche Prüfung hat aushalten können.' - Kritik der reinen Vernunft, Vorrede zur ersten Auflage 1781.

  12. Richard Smith, 03.07.2017, 16:04

    Sie finden hier

    https://notalotofpeopleknowthat.files.wordpress.com/2017/06/image_thumb63.png

    ein Diagramm der täglichen maximum Temperaturen für Juni zwischen 1878 und 2016 für die 'Met Office Hadley Centre Central England Temperature Data'.

    http://www.metoffice.gov.uk/hadobs/hadcet/data/download.html

    2017 ist leider (noch) nicht dabei. Ein Signal der Klimaerwärmung ist nicht erkennbar.

    H/t: https://notalotofpeopleknowthat.wordpress.com/2017/07/03/cet-max-temps-in-june/

    Eine bitte an die gescheiten Meteorologen der MeteoSchweiz: Wenn man das Gleiche macht für die Schweiz, sieht man doch ein Signal? Und wenn schon, wieso, wenn die CET-Daten dies nicht zeigen? (Sonderempfindlichkeit CH?).

    1. MeteoSchweiz, 04.07.2017, 16:15

      Man kann nicht von einem Monat und von einem Parameter (tägliche Maximumtemperatur Juni) auf das gesamte Temperaturverhalten schliessen. Der Jahreswert der Central England Temperature zeigt einen positiven Trend seit Ende des 19. Jahrhunderts. Von der Normperiode 1961-1990 zur Normperiode 1981-2010 hat sich die Jahrestemperatur um 0.5 Grad erhöht. Oder als Gegenbeispiel zum Juni: Der März zeigt von der Normperiode 1961-1990 zur Normperiode 1981-2010 eine Erwärmung um knapp 1 Grad. Übrigens: Auch das Monatsmaximum Juni zeigt bei der Central England Temperature einen positiven Trend.

      Monatswerte Central England Temperature:
      http://www.metoffice.gov.uk/hadobs/hadcet/cetml1659on.dat


      Wegen der Nähe des dämpfenden Ozeans fällt die Erwärmung in England geringer aus als in der Schweiz. Ausführliche Erläuterungen dazu finden sich unter:

      Ausnahmefall Schweiz – auch bei der Klimaerwärmung?
      http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/aktuell/meteoschweiz-blog/meteoschweiz-blog-suche.subpage.html/de/data/blogs/2016/4/ausnahmefall-schweiz-auch-bei-der-klimaerwaermung.html

  13. Ben Frei, 03.07.2017, 12:17

    Wenn ich durch die Kommentare schaue, denke ich mir nur: "Ade Spezies Mensch."
    Dabei frage ich mich oft, ob die Meute der 'Klimaleugner', die schwallweise über das Internet herfällt, sich wirklich vertieft mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Den Aussagen nach, scheint das nächstbeste Gegenargument alle bestehenden wissenschaftlichen Berichte und Thesen einfach auszuhebeln. Was tut man nicht alles, um sich am bestehenden Leben des Konsums und Überflusses festzuklammern.
    Schöne neue Welt!

    1. Richard Smith, 03.07.2017, 14:25

      Herr Frei, solche Wutausbrüche sind nicht gesund. Kamillentee und/oder Buddhismus helfen m.E. immer.

      Sie sollten vielleicht Ihre Diskussiontaktik gründlich überdenken: Die Andersdenkenden werden Sie nie durch diese Art krasser Anpöbelungen zu Ihren Ansichten bekehren, wenn dies wirklich Ihre Absicht ist. 'Meute', 'Klimaleugner', 'schwallweise' usw. Unschön.

      Ihre Vorurteile bringen Sie nicht weiter in der Argumentation. '[A]lle bestehenden wissenschaftlichen Berichte und Thesen einfach auszuhebeln' ist einfach Hysterie; 'Leben des Konsums und Überflusses' - ja, wenn nur: Mein letzter Flug, eine kurze Geschäftsreise, war 2006; in drei Jahren bin ich ca. 10'000 km mit meinem Auto gefahren; acht Jahre lang hatte ich überhaupt kein Auto; ich bin Mieter, kann kein gefördertes Minergie-Haus bauen, kann die Subventionskuh nicht ausmelken, bin unausweichlich der Willkür der steigernden Energiepreisen ausgesetzt.

      Und Sie sind wütend?

    2. U.Döpper, 03.07.2017, 22:25

      Interessanterweise werden Hitzewellen im Sommer medial hochsterilisiert, während Kältewellen im Winter meist nur eine Minimalschlagzeile wert sind...warum das?

      Man muss sich nur die politische Gesinnung der Medien (TV, Radio, Zeitschriften) anschauen und dann ist sofort klar, in welche klimatische Richtung "gearbeitet" wird. Und es geht um viel Geld und um Quoten. Da kommt jede kleine Hitzewelle wie gerufen um Schlagzeilen zu platzieren :)

      Mir kommt es wie das Waldsterben der 80er-Jahre vor. Damals hatten namhafte Wissenschaftler mit Studien beweisen wollen, dass in wenigen Jahrzehnten Europa ohne Wald sein würde..."Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch" war so eine der Schlagzeilen damals.

    3. Ben Frei, 04.07.2017, 20:33

      Herr Smith,

      Es gibt da einen wesentlichen Unterschied zwischen "Wut" und "Empörung". Das Bild von mir (wohl mit schäumendem Mund), haben Sie selbst durch Ihre eigenen Vorurteile erzeugt. Meines Erachtens ist folgendes nicht gesund: Empörung in ein dunkles Hinterzimmer zu verbannen - vor allem in einem demokratischen Land wie unserem. (Siehe: "Empört euch! - Stéphane Hessel" - da Sie ja scheinbar ein Freund von guter Literatur sind.) Sie hingegen fühlen sich offenbar persönlich angesprochen, wenn nicht angegriffen. Als ich meinen Beitrag geschrieben hatte, war Ihrer jedoch noch nicht einmal freigeschaltet.

      Ich beziehe mich jedoch auf das Sammelsurium von Kommentaren (ganzes Internet), die einem homogenen Muster folgen. Darin begründet sich auch meine Wortwahl. Kurzes Beispiel: "Hier wird es ja wärmer, super! Darum auch egal." (Die weniger egozentrische Perspektive: "An Ort X war es zu Zeit Y ja auch schon mal wärmer.") Und schon ist der Tag gerettet und Millionen von Klimaflüchtlingen aus Gegenwart und Zukunft haben gar nie erst existiert. Super, oder?

      Vielleicht können Sie meinen Kommentar so besser nachvollziehen.

      Aber bevor ich Ihnen zu "belehrend" wirke, verabschiede ich mich von Ihnen und wünsche einen schönen Tag. ...und hoffe - um Himmels willen - dass es Sie nicht wütend macht, dass ich nicht wütend war. ;)

  14. Richard Smith, 02.07.2017, 07:57

    Der recht bestimmte Ton der Überschrift dieses Artikels

    'Einfluss des Klimawandels auf die Hitze in Europa im Juni bestätigt'

    lässt sich eigentlich nicht mit dem Inhalt in Einklang bringen, z.B.:

    'Ist nun der Klimawandel „verantwortlich“ für die Juni-Hitze? Ein klares Ja oder Nein als Antwort ist nicht möglich'.

    Es sei denn, dass die Aussagen von Klimamodellen als empirische Wahrheiten einzustufen sind.

    Ich bitte Sie, den Titel dem Inhalt anzugleichen, wie z.B.:

    'Hat der Klimawandel die Hitze in Europa im Juni beinflusst?'

    1. MeteoSchweiz, 03.07.2017, 10:59

      Der Titel bezieht sich auf den generellen Einfluss des Klimawandels auf die Hitze, dieser ist eindeutig. Im Verlauf des Textes (und in der zugrundeliegenden Studie) wird unter anderem auch auf die Ursachen dieser Erwärmung eingegangen. Hierbei wird zwischen dem Einfluss natürlicher Prozesse und dem Beitrag des Menschen differenziert. Der Mensch hat einen klaren Einfluss auf die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses, man kann aber nicht sagen ob er für dieses eine, spezielle Ereignis verantwortlich ist.

    2. P grolimund, 15.07.2017, 01:54

      Dear Mr. Smith
      Ich gehe davon aus Ihre Muttersprache ist Englisch. But I wanted to thank you for teaching me. As you mentioned the other writers are doing it in an inappropriate way. Unfortunately, I can’t get rid of the impression, you are part of the family. Welcome.
      By putting personal comments about the happiness or frustration of other writers, I guess you went too far and it might be good to reflect about the old statement: The one sitting in the glasshouse should take care before throwing stones.
      Only for your personal satisfaction, I’m happy but still very concerned about the climate change and these by the facts and physics I used to study.

  15. Tino XL, 01.07.2017, 18:45

    Das Wetter ist wie es ist. Mal warm-mal kühl. Lieber ein Grad wärmer als ein Grad kälter. Die "Klimaforscher" (wie kann man die Zukunft erforschen?) machen ihre Modelle nach den ideologischen Vorstellungen der Politiker (sonst gibt es keine finanzielle Zuwendungen mehr, MILLIARDEN). Die gleichen Forscher könnten mit den Modellen beweisen, dass wir in 100 Jahren alle erfrieren.

    Es ist klar, dass wir unserer Umwelt Sorge tragen müssen. Es ist aber absurd, dass höhere Steuern und Abgaben den Klimawandel beeinflussen. Da sind wir wieder zurück im Mittelalter. Meine Mutter sagte jeweils (wie alle Mütter), wenn Du die Suppe aufisst, gibt es schönes Wetter morgen...

    1. Peter Moser, 03.07.2017, 23:18

      Auch eine schöne pauschale Behauptung und Verunglimpfung: "Die "Klimaforscher" ... machen ihre Modelle nach den ideologischen Vorstellungen der Politiker". Also sind nach ihrer Meinung alle Forscher nur Betrüger die nach der Pfeife irgendeines Politikers tanzen.

      Sehr schön haben sie aber ihr Motiv für die pauschale Verurteilung aufgedeckt: Sie zahlen nicht gerne Steuern und Abgaben. Na wenn das kein Grund ist über alles Mögliche und Unmögliche zu schimpfen...
      Ich wünsche ihnen einen frohen Tag noch, ohne Ärger.

  16. Lars, 01.07.2017, 15:47

    Den Klimawandel hats immer gegeben. Nur wird jetzt so ein Riesengezetere gemacht.
    Ich persönlich hätte nichts dagegen, wenns in der Schweiz keinen Winter mehr geben würde. Ich mag die Hitze.

    1. Waldemar, 03.07.2017, 16:44

      Ich stimme zu: Klimawandel hats immer gegeben (mehrere Eiszeiten, einige Warmzeiten, mehr oder weniger Niederschlag als heute). Es bestreitet kaum jemand, dass es in den letzten Jahrzehnten etwas wärmer geworden ist, über die Gründe lässt sich jedoch streiten. Ist diese Erwärmung nicht einfach eine natürliche Korrektur des vorher zu kühlen Klimas (Kleine Eiszeit)? Wenn man nämlich nicht nur die letzten 150 Jahre betrachtet, sondern die letzten 6000 Jahre, stellt man fest, dass es in Deutschland bis zu 1,5 Grad wärmer, aber auch rund 1 Grad kälter war als heute (Angaben aus Schönwiese, Klimatologie, 4. Auflage).
      Auch den Meeresspiegel-Anstieg um etwa 25 cm seit 1870 kann man relativieren. Der Meeresspiegel lag nämlich auch schon mehrere Meter (nicht Zentimeter!) höher als heute, aber auch schon etwa 120 Meter tiefer.

    2. Roger Blumer, 05.07.2017, 09:39

      Das "Riesengezetere" ist begründet durch die Geschwindigkeit der Erwärmung. Diese wird durch den CO2 Ausstoss der Menschen verursacht und verhindert es den Ökosystemen mitzuhalten. Frühere Erwärmungsphasen/Kältephasen verliefen meist langsamer, daher konnten sich mehr Pflanzen und Tiere anpassen. Das "Riesengezetere" ist daher durchaus notwendig und eher zu klein.

  17. R. Mitchell, 01.07.2017, 11:15

    Kann man nicht sagen, dass alles schon mal dagewesen ist? Es soll ja Palmen auf Spitzbergen gegeben haben und es sollen auch gewisse Getreidearten auf Grönland gepflanzt worden sein. Dies konnte doch nur geschehen, wenn diese Flächen eisfrei waren? Und dann schreiben uns Freunde aus Neuseeland, dass ihre Gletscher wachsen. Ist es nicht so, dass das Ganze mehr ein Zyklus ist, der sich immer mal wieder wiederholt und wir sind mitten drin. Wieviel der Mensch zur Erwärmung beiträgt ist in dem Fall nicht klar.

    1. Peter Moser, 03.07.2017, 23:10

      Was man im Internet nicht alle schreiben kann: z.B. in Neuseeland wachsen die Gletscher..
      1. wäre das Einzelereignis und nicht bestimmend für die ganze Welt und
      2. ist es noch falsch, in Neuseeland nehmen die grossen Gletscher ab.
      3. In Grönland gab es seit Menschengedenken eisfrei Gebiete, der dänische Name sagt es ja "Grünland"

    2. MeteoSchweiz, 04.07.2017, 16:11

      Die Wissenschaft ist heute in der Lage, den Verlauf des globalen Klimas ohne die menschliche Beeinflussung nachzubilden. Unter Einbezug aller natürlichen Klimafaktoren würde sich gegenwärtig weder die globale Temperatur noch die Temperatur der einzelnen Kontinente erhöhen. Nur unter zusätzlichem Einbezug der menschlichen Klimabeeinflussung ergibt sich eine Übereinstimmung mit der tatsächlich beobachteten Temperaturzunahme. Nach dem heutigen Stand des Wissens ist es also nicht so, dass eine natürliche globale Erwärmung stattfindet. Das wird im IPCC-Weltklimabericht von 2013 sehr schön aufgezeigt:

      https://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar5/wg1/WG1AR5_SPM_FINAL.pdf

      S. 18, Figure SPM.6

  18. Etter Monika, 01.07.2017, 08:22

    "Wir ahnten es, wir sahen es voraus, es ist eingetroffen"! Das hat Konsequenzen u.a. für unseren Wasserhaushalt. Gibt es Forschungsprojekte (für die Schweiz) die diese aufzeigen?

    1. MeteoSchweiz, 03.07.2017, 15:06

      Im Rahmen des Projekts «Klimaänderung und Hydrologie in der Schweiz» (CCHydro) des BAFU wurden die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt der Schweiz bis zum Jahr 2100 umfassend untersucht.


      https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/publikationen-studien/publikationen-wasser/auswirkungen-klimaaenderung-wasserressourcen-gewaesser.html

  19. Altherr, 01.07.2017, 08:17

    Und dann gibt es immer noch Leute (inkl.Trump) die das verleugnen. Das Tempo ist beängstigend denn wenn dann mal das Wasser knapp wird dann ist es dann nicht mehr so lustig.

  20. Andrej, 01.07.2017, 02:29

    Bester Tipp gegen Innentemperaturen von 30 grad plus:
    Einfach T-Shirt nass machen, gut ausdrücken und anziehen.
    Schon ist die Hitze kein Problem mehr.

  21. Mario Wolf, 30.06.2017, 18:13

    Koinzidenz ist nicht Kausalität, Hypothese braucht zuerst eine Antithese. Soviel zu der Klimaerwärmung im Allgemeinen, und zu den anthropogenen Ursache für einen Klimawandel. Die aufgestellten Prognosen sind im besten Fall eine Extrapolation in die Zukunft.

    1. Peter Trust, 04.07.2017, 19:27

      Eine Hypothese ist in erster Linie eine unbewiesene Annahme und braucht keine Antithese. Das ist falsch.

      Die Hypothese, dass sich das Klima verändern könnte ist in Rundfunk und Medien seit meiner frühen Jugend präsent, also etwas seit 30 Jahren. Für diesen Zeitraum gibt es Messreihen, welche die Hypothese stützen und keine, die sie wiederlegen.

      Die Werte können in der Tat extrapoliert werden. Wenn wir sie extrapolieren, dann zeigen sie in eine Richtung. Einzig der Steigungswinkel kann nicht genau vorhergesagt werden, was aber die Hypothese nicht widerlegt, sondern einfach damit zu tun hat, dass Prognosen grundsätzlich nicht genau sind. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen ;-)

  22. Matthias Heiniger, 30.06.2017, 16:13

    Eine sehr spannende Betrachtungsweise. Vielen Dank für diesen sehr wertvollen Artikel!