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Heisser August und heisser Sommer

30. August 2017, 28 Kommentare
Themen: Klima

Für den August zeichnet sich im landesweiten Mittel ein Temperaturüberschuss von 1.7 bis 1.8 Grad im Vergleich zur Norm 1981–2010 ab. In vielen Gebieten war es einer den zehn heissesten Augustmonate in den über 150-jährigen Aufzeichnungen. Zusammen mit dem extrem heissen Juni blickt die Schweiz auf den drittwärmsten Sommer seit Messbeginn zurück.

14. August 2017: Schleierwolken vom Typ Cirrus uncinus verzieren den Himmel über der Jenatschhütte im Juliergebiet. Foto: U. Graf
14. August 2017: Schleierwolken vom Typ Cirrus uncinus verzieren den Himmel über der Jenatschhütte im Juliergebiet. Foto: U. Graf

Extrem warme Augustnächte

Am 1. und 2. August lag über der Schweiz feuchtheisse subtropische Luft. Im Mittelland stiegen die Tageshöchstwerte verbreitet auf 30 bis 32 Grad, im Genferseegebiet, im Wallis, auf der Alpensüdseite sowie im Churer- und St. Galler Rheintal auf 33 bis 36 Grad. Mit anhaltender Zufuhr heisser Luft aus Südwesten blieb es bis am 5. sommerlich heiss. Die Nullgradgrenze stieg auf 4500 m und die Gewittertätigkeit beschränkte sich auf wenige Gebiete.

Die Wärme blieb auch nachts erhalten. Einige Messstandorte registrierten die höchste August-Minimumtemperatur seit Messbeginn: In Lugano sank die Temperatur am 5. August nicht unter 23.5 Grad, in Neuchâtel am 4. nicht unter 23 Grad. In Genf fiel das Minimum am 4. und in Basel am 3. nicht unter 21.8 Grad. Locarno-Monti verzeichnete am 5. mit 23.9 Grad das zweithöchste Augustminimum. Alle fünf Messreihen reichen über 100 Jahre zurück. Das landesweit höchste je erfasste Augustminimum lag lag bei 24.8 Grad, gemessen am 11. August 2003 in Grono. Rang zwei belegt Locarno-Monti mit 24.2 Grad am gleichen Datum.

Neuer Schweizer Regenrekord

Am Abend des 1. und in der Nacht zum 2. entluden sich auf der Alpennordseite heftige Gewitter mit Hagel und kräftigen Sturmböen. Am Nordrand der Schweiz erreichten die Windspitzen 90 bis 135 km/h, lokal sogar gegen 190 km/h. Der heftige Gewitterzug am frühen Morgen des 2. August am Nordrand der Schweiz brachte einen neuen Schweizer Regenrekord. Am Messstandort Eschenz fiel zwischen 02:40 Uhr und 02:50 Uhr eine Zehnminutensumme von 36.1 mm. Der bisherige Zehnminuten-Rekord lag bei 33.6 mm, gefallen am 29. August 2003 in Locarno-Monti. Vergleichbar hoch war auch die Zehnminutensumme von 33.5 mm, registriert am 25. Juni 2017 am Tessiner Messstandort Crana-Torricella. Auf der Alpennordseite erreichte die bisher höchste Zehnminutensumme 32.8 mm, erfasst am 02. Mai 2013 in Schaffhausen.

Unbeständig und kühl aus Westen

Vom 6. bis am 12. August zogen mehrere Störungszonen vorwiegend aus westlicher Richtung über die Schweiz. Am 8. löste eine Kaltfront auf der Alpensüdseite kräftige Gewitterregen aus. Regional fielen innerhalb eines Tages 110 bis 140 mm. Vom 8. bis am 12. gab es in der Schweiz verbreitet Regen. Am 10. und 11. August erreichte die Tagesmaximumtemperatur bei verbreitet trüben Verhältnissen wenig sommerliche 15 bis 17 Grad, auf der Alpensüdseite mit etwas Sonnenschein 22 bis knapp 25 Grad. Im Wallis sank die Schneefallgrenze am 11. August unter 2000 m. In höheren Berglagen fiel ein halber Meter Neuschnee.

Wieder Hochsommer

Vom 13. bis am 28. war das Wetter wieder vorwiegend hochdruckbestimmt. Die Tageshöchstwerte bewegten sich zwischen 25 und 32 Grad. Vorübergehend kühler war es nach der kräftigen Gewitterfront vom 18., welche neben Hagel auch Gewitterböen zwischen 70 bis 90 km/h, auf der Alpennordseite lokal auch bis 120 km/h brachte. Am 24. überquerte eine weitere Gewitterfront mit Hagel die Alpennordseite.

Drittwärmster Sommer

Die Schweiz registrierte nach dem drittwärmsten Frühling auch den drittwärmsten Sommer seit Messbeginn im Jahr 1864. Im landesweiten Mittel stieg die Sommertemperatur 1.9 Grad über die Norm 1981–2010. Heisser waren bisher nur der Sommer 2015 mit 2.3 Grad und der legendäre Hitzesommer Sommer 2003 mit 3.6 Grad über der Norm.

Mehr zum Schweizer Temperaturmittel ist auf unserer Website publiziert.

Schweizer Temperaturmittel

Der Schweizer Sommer ist von der Klimaperiode 1961–1990 zu Klimaperiode 1981–2010 nachhaltig um 1.2 Grad wärmer geworden.

Der Juni als zweitwärmster seit Messbeginn stieg landesweit gemittelt 3.3 Grad über die Norm. Der Monat zeichnete sich durch anhaltend hohe Temperaturen und eine fünftägige Hitzewelle in der zweiten Monatshälfte aus. Der Juli hingegen zeigte sich wenig sommerlich: Vorherrschend war wechselhaftes Wetter durchsetzt mit häufigen und lokal ungewöhnlich kräftigen Schauern und Gewittern. Die Julitemperatur lag 0.8 Grad über der Norm. Im August kehrt das heisse Sommerwetter zurück. Die Monatstemperatur wird im landesweiten Mittel 1.7 bis 1.8 Grad über der Norm 1981–2010 liegen. In vielen Gebieten war es einer der zehn wärmsten Augustmonate seit Messbeginn 1864.

Reichlich Niederschlag im Süden und im Engadin

Der Sommer lieferte auf der Alpensüdseite und im Engadin regional Niederschlagssummen zwischen 110 bis 140 Prozent der Norm 1981–2010. Im Wallis gab es 100 bis 130 Prozent. In den übrigen Gebieten fielen meist 70 bis 100 Prozent der Norm.

Der Juni war vor allem auf der Alpensüdseite und im Kanton Graubünden nass. Lugano erhielt mit 493 mm das Dreifache der normalen Junimenge, ein neuer Juni-Regenrekord. Nördlich den Alpen blieb der Juniniederschlag hingegen deutlich unter der Norm. Lokal gab es nur gerade 30 Prozent der Norm. Im Juli kehrte sich das Regenmuster um: Auf der Alpensüdseite fielen regional nur 30 bis 50 Prozent der Norm 1981-2010. Auf der Alpennordseite hingegen stiegen die Monatssummen regional auf 130 bis 160 Prozent der Norm. Schwere Gewitterunwetter suchten im Juli das Mittelland und das Unterengadin heim. Im August blieben die Regenmengen in weiten Teilen der Schweiz etwas unter der Norm. Einzig im Wallis gab es verbreitet überdurchschnittliche Werte. Während eines heftigen Gewitters am 2. August fiel am Messstandort Eschenz die neue Rekord-Zehnminutensumme von 36.1 mm.

Leicht überdurchschnittliche Sommersonne

Der Sommer bescherte den meisten Gebieten der Schweiz eine Sonnenscheindauer zwischen 100 und 110 Prozent der Norm 1981–2010. Im Südtessin wurden 120, auf dem Jungfraujoch hingegen nur knapp 80 Prozent der Norm aufgezeichnet.

Dem Sommer gelang ein prächtiger Start mit einer landesweit deutlich überdurchschnittlichen Juni-Sonnenscheindauer. In Basel war es der viertsonnigste, in Bern und in Neuchâtel der fünftsonnigste Juni seit Beginn der homogenen Datenreihen im Jahr 1959. Im Juli erreichte die Sonnenscheindauer nur auf der Alpensüdseite und im Engadin überdurchschnittliche Werte. In den übrigen Gebieten blieb sie unter der Norm 1981–2010. Im August schliesslich bewegte sich die Sonnenscheindauer landesweit im Bereich der Norm.

Die definitiven Berichte zum August und zum Sommer 2017 sind ab dem 11. September 2017 in der Rubrik Klimaberichte verfügbar.

Klimaberichte

Die Berichte zu den Sommermonaten Juni 2016 und Juli 2017:

Klimabulletin Juni 2017

Klimabulletin Juli 2017

Kommentare (28)

  1. Chris, 31.08.2017, 11:56

    Der Sommer 2017 war in Bern praktisch gleich warm wie Nizza. Dies wenn die TMax-Temperaturen vom Mai bis August dieser beiden Standorte verglichen werden. Das sagt wohl so einiges aus. Bern 25.7 / Nizza 26.2 Grad. Die Bandbreite der Temperaturen von Bern ist jedoch viel grösser, da es in diesen 4 Monaten zu 5 grösseren Kaltluftvorstössen kam, welche nicht bis Nizza vordrangen. Dafür gelang die spanische Hitze besser bis nach Bern vor.

  2. Thomas Rilke, 31.08.2017, 10:07

    Einerseits ist es immer subjektiv wie ein Sommer wahrgenommen wird. Aber die Fakten sind alles Andere als subjektiv. Ich unternehme seit Jahren viele Bergtouren. Es tut weh, zu sehen wie die Gletscher in immer grösseren Tempo abschmelzen. Die Temperaturen im Sommer haben ein Niveau erreicht wie es eigentlich in Italien üblich ist. Dennoch würde ich nicht das Wort Klimaerwärmung benutzen, sondern das Wort Klimaveränderung, was in Fakt aufs Gleiche herausläuft. Immer mehr Wetterextreme aber auf immer höherem Temperaturniveau. Jetzt mit ideologischen Scheuklappen herumzulaufen ist wenig. Und die "Kaiserin der Galaxie" möchte ich doch fragen ob sie im Berner Oberland diesen Sommer in die Nähe eines Gletschers kam

    1. Kaiserin der Galaxie, 31.08.2017, 11:54

      Herr Rilke,
      in der Tat sind wir Gletschern nahe gekommen. Meinerseits wurde der Gletscherrückgang nicht thematisiert, es ging allein um das Wetter hier bei uns. Wetter und Klima sollte nicht miteinander vermischt werden.

  3. Ueli Schlegel, 31.08.2017, 09:51

    In diesem Sommer scheint mir zusätzlich zu den extrem hohen Temperaturen die dauernd hohe Luftfeuchtigkeit ein Problem zu sein. Jedenfalls waren wir dauernd am Schwitzen wie nie zuvor. Der zeitweise Aufenthalt am Ufer des Greifensees brachte nur eine kleine Verbesserung. Gibt es Statistiken über die Luftfeuchtigkeit?

  4. Kaiserin der Galaxie, 31.08.2017, 07:06

    Der Sommer 2017 war nicht so berauschend bei uns im Berner Oberland. Viele Regentage, niedrige Temperaturen und Schnee. Wir sind vor Ort und lassen uns nicht einreden, dass es nicht so gewesen sein soll.

    1. D. Eidinger, 31.08.2017, 12:11

      Dann erzählen Sie uns doch mal wie viele Regentage gegeben hat in diesem Sommer und was der Durchschnitt ist im Berner Oberland.

  5. Andreas, 30.08.2017, 18:40

    Endlich Wetterbesserung zum Wochenende.

    Dass Medien die Klimakatastrophe beklagen und gleichzeitig Extremhitze bejubeln, ja beschwören, kennen wir ja bereits.
    Dass dies inzwischen auch - in subtilerer Weise - auf Meteorologie-Portalen geschieht, deren Beiträge teilweise schon apologetisch rüberkommen, wenn die Sonne mal nicht wochenlang dumm grinst, ist bedauerlich, insbesondere deshalb, weil die objektiveren Beiträge doch äusserst informativ und interessant sind.

    1. Simon, 31.08.2017, 22:06

      Dieser Artikel liefert doch nur Fakten zum Wetter? Möchte uns das Wetter vielleicht auf "subtile" Art erzählen, dass wir etwas gegen die Klimaerwärmung tun sollten? Was müsste es denn noch für Eskapaden produzieren, bis auch sie beipflichten, dass wir tatsächlich auf dem Weg zu einer Klimakatastrophe sind?

  6. Thomas Woodtli, 30.08.2017, 18:10

    Liebe MeteoSchweiz, vielen Dank für diese Analyse. Mich nimmt besonders Wunder, ob dieser Sommer als einer der schwülsten in Bezug auf den Hitzeindex in die Geschichte eingehen wird. Also die gefühlte Temperatur auf Basis der gemessenen Lufttemperatur sowie der relativen Luftfeuchtigkeit. Gefühlt kam mir der Sommer 2017 so schwül vor wir kein Sommer zuvor. Ist da was dran? Herzliche Grüsse, Thomas Woodtli

  7. Tobias S., 30.08.2017, 17:21

    "Der Juli hingegen zeigte sich wenig sommerlich."
    Um genau zu sein, wäre genau DAS, was im Juli war, das typisch Schweizerische Sommerwetter...
    Gut, es gab einige Unwetter, aber dennoch, der Juli war vollkommen normal!

  8. Silvie, 30.08.2017, 15:14

    Auch ich würde Lars einen Umzug nach Nordafrika nahe legen. Im Juli wurde in unserer Gemeinde zum Wasser sparen aufgerufen. Bei Temperaturen über 30° ist irgendwie auch nicht jedermanns Sache. Also ich bin gar nicht unglücklich wenn es ab morgen kühler wird.

  9. Lars, 30.08.2017, 10:39

    Mir kommt es nicht so vor, als ob der Sommer besonders heiss war. Eher das Gegenteil ist meiner Meinung nach der Fall.
    So gabs im Norden nur eine Hitzewelle, die den Namen verdient hätte. Temperaturen über 35 Grad waren leider sehr selten.

    1. Patrick, 30.08.2017, 11:49

      Seit wann gehören Temperaturen über 35 Grad auf der Alpennordseite zum Standard? Wir leben nun mal nicht in Rimini. Aber sobald das Wasser knapp wird, kehrt wohl die Vernunft wieder ein. Zum Teil viel zu Heiss.

    2. urs, 30.08.2017, 13:18

      Wenn ich Lars wäre würde ich einen Umzug nach Süditalien oder so in Erwägung ziehen.

    3. Wolfgang, 30.08.2017, 14:55

      Eben. Wann soll es denn "heiß" sein, wenn nicht im Sommer? Im Winter findet jeder die Kälte auch als normal.
      Ich fand den Sommer 2017 schön.

    4. Hermann Klöti, 30.08.2017, 15:04

      "Eher das Gegenteil ist meiner Meinung nach der Fall": So ist das halt - Wissenschafter (Meteorologen in diesem Fall) verlassen sich auf das, was Messgeräte anzeigen. Aber wenn sie die eigene Meinung zum Masstab nehmen wollen, sei ihnen das unbenommen. Nur, tun sie das bitte einfach nur für sich selbst!

    5. Moritz, 30.08.2017, 16:02

      Wie kommen manche Leute darauf, dass 35 Grad normal wären? Bei manchen kommt das Wasser eben aus dem Hahn...

    6. Thuri, 30.08.2017, 16:44

      @ Lars"Themperaturen über 35 Grad waren leider sehr selten", was bedeutet, dass Sie eine mögliche Klimakatastrophe sehnlichst erwarten. Auch eine Sicht der Dinge, nicht wahr?

    7. Lars, 30.08.2017, 17:21

      Welche Klimakatastrophe meinen Sie den?
      Die welche uns von den Politikern eingeredet wird?

    8. Tobias S., 30.08.2017, 17:23

      Sie wissen hoffentlich schon, dass selbst Temperaturen über 30° im Schnitt nur ca. 6-8 Mal vorkommen? (Mittelland). Ich hatte dieses Jahr ganze 19 Hitzetage.
      Denken sie mal nach, bevor sie etwas schreiben.

    9. Lars, 30.08.2017, 19:56

      Um den Supersommer von 2003 zu toppen fehlen aber leider noch ein paar Hitzetage. Angeblich solls solche Sommer jetzt öfters geben. Ich hab bis jetzt noch keinen weiteren erlebt. Sie etwa?

    10. Max, 31.08.2017, 08:45

      Schauen sie sich die Grafik an. Die drei Rekordsommer alle seit 2000. Die Durchschnittstemperaturen eines "normalen" 2000er-Sommer wurden in den 60er-80ern nie erreicht und waren in den (etwas wärmeren) 40er-60ern absolute Ausreisser nach oben. Zufall?

    11. Ueli Schlegel, 31.08.2017, 09:57

      Interessant, wo für Lars die Grenze des Ertragbaren liegt. Bei 50 oder 60 Grad? Weiter so, Lars - Augen, Ohren und Nase zu.

    12. Lars, 01.09.2017, 05:36

      @ Ueli Schlegel
      Die Grenze des ertragbaren liegt bei mir vermutlich so bei max. 45 Grad liegen. Höhere Temperaturen habe ich bis jetzt nicht erlebt.

  10. Urs Meile, 30.08.2017, 10:14

    Der Bezug auf eine "Norm 1981–2010" unterzeichnet den längerfristigen Temperaturanstieg erheblich. Warum nicht das 20. Jh. oder Messdaten vor Beginn der Klimaerwärmung (etwa bis 1980) als Referenz nehmen?

    1. MeteoSchweiz, 30.08.2017, 11:54

      Normwerte werden unter anderem dazu verwendet, die aktuelle Witterung einer Region mit dem durchschnittlich zu erwartenden Klima zu vergleichen. Als Folge der Klimaänderung hat sich vor allem das Temperaturregime in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Deshalb ist es angebracht, eine möglichst aktuelle Normperiode zu verwenden. Wir wollen ja die Witterung des aktuellen Monats, der aktuellen Saison oder des aktuellen Jahres mit dem heutigen, und nicht mit einem vergangenen Klima vergleichen (z.B.: war der Monat wärmer oder kühler, niederschlagsreicher oder niederschlagärmer im Vergleich zum Durchschnitt). Deshalb empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), für aktuelle Vergleiche die Normperiode 1981-2010 zu verwenden, welche das aktuelle Klima angemessen beschreibt und als Erwartungswert eingesetzt werden kann.

      Für die Beurteilung der langjährigen Klimaentwicklung wird hingegen gemäss Empfehlung der WMO die bisher verwendete Standardperiode 1961-1990 beibehalten. Auf der MeteoSchweiz Web-Seite zu den Klimatrends ist dies entsprechend umgesetzt:

      http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/gegenwart/klima-trends.html

      Mehr zum Thema Normwerte:
      http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/vergangenheit/klima-normwerte.html

    2. Ritter Thomas, 30.08.2017, 21:33

      Ich bin besorgt für die Zukunft wegen dieser Hitze. Dieses Jahr dauerte es drei Monate.
      Man muss sich nur mal die Bilder von den Gletschern ansehen. Z.B. Webcam Saas-Fee,
      fast schwarz und extrem ausgeabert.

    3. Brednich Carsten, 31.08.2017, 20:02

      Gerade in Saas Fee hat der Sommer extreme Veränderungen an den Gletschern des Skigebiets hervorgerufen. Am Mölltaler Gletscher welcher eher noch einem Toteisfirn gleicht, konnten nur wenige Stunden uneffektiv beschneit werden. Erkennbar ist wie verzweifelt versucht wird mit Schneekatzen die grossen Firnfelder am Weißmies zu Gunsten des Skigebiets abzutragen. Zermatt ist erstmalig auf NÖ Höhenrücken oberhalb 3700 m eisfrei. Die Schmelze beschleunigt sich ohne Frage erschreckend schnell. Der Sommerski und Permafrost ist bald Geschichte.