Viel Sonne und teils sehr trocken

3. Dezember 2019, 2 Kommentare
Themen: Wetter

Heute Dienstag zog ein umfangreiches und recht kräftiges Hochdruckgebiet mit seinem Zentrum über Süddeutschland hinweg nach Österreich. Dabei bestimmte es auch das Wetter in weiten Teilen unseres Landes mit trockener bis sehr trockener Luft.

Ein schöner Tag kündigt sich an: Blick beim Sonnenaufgang vom Gemsstock Richtung Norden mit Hochnebel über dem Reusstal. Quelle: https://andermatt-sedrun.roundshot.co/gemsstock/
Ein schöner Tag kündigt sich an: Blick beim Sonnenaufgang vom Gemsstock Richtung Norden mit Hochnebel über dem Reusstal. Quelle: https://andermatt-sedrun.roundshot.co/gemsstock/

In den Bergen zum Teil extrem trocken

In den Bergen war es zum Teil sogar extrem trocken: am frühen Morgen wurde zum Beispiel auf dem Titlis in 3040 Metern über Meer eine relative Luftfeuchtigkeit von nur noch 1.9 % gemessen. Der Taupunkt betrug dabei -47.9 Grad (Messgenauigkeit +/-0,25 °C).

Vergrösserte Ansicht: Auf den Ballonsondierungen von Mitternacht (grün) und Mittag (schwarz) ist die weitere Erwärmung (ausgezogene Linie markiert die Temperatur) zwischen etwa 600 hPa (ca. 4000 m/M) und rund 880 hPa (ca. 1200 m/M) gut zu sehen. Gleichzeitig sinkt die sehr trockene Schicht (gestrichelte Linie markiert den Taupunkt) von etwa 700 hPa (rund 3000 m/M) auf zirka 800 hPa (etwa 2000 m/M). Quelle: MeteoSchweiz
Auf den Ballonsondierungen von Mitternacht (grün) und Mittag (schwarz) ist die weitere Erwärmung (ausgezogene Linie markiert die Temperatur) zwischen etwa 600 hPa (ca. 4000 m/M) und rund 880 hPa (ca. 1200 m/M) gut zu sehen. Gleichzeitig sinkt die sehr trockene Schicht (gestrichelte Linie markiert den Taupunkt) von etwa 700 hPa (rund 3000 m/M) auf zirka 800 hPa (etwa 2000 m/M). Quelle: MeteoSchweiz

Viel Sonnenschein von einem meist blauen Himmel

Damit schien die Sonne in weiten Teilen der Schweiz von einem meist blauen Himmel. Einzig längs der nördlichen Voralpen sowie vor allem über dem westlichen Mittelland und dem Genferseegebiet verdeckte eine feuchtere Hochnebelschicht noch weitgehend die Sonne. Gleichzeitig lag auch über dem Südtessin eine hartnäckige Wolkenschicht.

Vergrösserte Ansicht: Auf dem hochaufgelösten Bild (250 m) des Terra-Satelliten der NASA ist es - abgesehen von Hochnebelresten längs der nördlichen Voralpen und über der Westschweiz sowie über dem Südtessin - auch über der Schweiz meist heiter.
Auf dem hochaufgelösten Bild (250 m) des Terra-Satelliten der NASA ist es - abgesehen von Hochnebelresten längs der nördlichen Voralpen und über der Westschweiz sowie über dem Südtessin - auch über der Schweiz meist heiter.

Nach einer kalten Nacht am Nachmittag im Norden 2 bis 6, im Süden 7 bis 10 Grad

Nach einer verbreitet kalten Nacht im Norden und in den Alpen - mit Tiefsttemperaturen im östlichen Mittelland bis -5.4 Grad und im Oberengadin bis -20.8 Grad - erreichte die Temperatur am Nachmittag 2 bis 6 Grad. Am mildesten war es im Tessin mit 7 bis 10 Grad.

Vergrösserte Ansicht: Bilöderbuchwetter: im Aufstieg heute von der Schatzalp in Richtung Strelapass. Quelle: A. Giordano
Bilderbuchwetter: im Aufstieg heute von der Schatzalp in Richtung Strelapass. Quelle: A. Giordano

In den Bergen tagsüber milder

In 2000 Metern Höhe stieg die Temperatur bis am Nachmittag etwas über den Gefrierpunkt.

Vergrösserte Ansicht: Auch auf dem Strelapass wurde es heute im Tagesverlauf milder. Quelle: A. Giordano
Auch auf dem Strelapass wurde es heute im Tagesverlauf milder. Quelle: A. Giordano

Nachlassende Bise

Die Bise auf der Alpennordseite liess im Tagesverlauf allmählich nach. Ebenso schwächte sich der Nord- bis Nordostwind über den Alpen tagsüber weiter ab.

Vergrösserte Ansicht: Aussicht vom Strelapass in Richtung Westen. Quelle: A. Giordano
Aussicht vom Strelapass in Richtung Westen. Quelle: A. Giordano
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Kommentare (2)

  1. Felix Hermann, 04.12.2019, 08:30

    Spannend wie der Sedimenttransport ins Mittelmeer weitergeht! Nicht nur von der Rhone, sondern in ganz Ligurien und in der Adria, wunderbar zu sehen auf dem Satellitenbild.

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    1. Pierre Rust, 04.12.2019, 11:31

      Genau ! Besonders der Zufluss vom Po und vom Arno sind auf dem Bild gut zu erkennen: bestimmt zum Teil die letzten Auswirkungen vom Tief Olaf...