Die Sonne gewann

15. April 2019, 2 Kommentare
Themen: Wetter

Nach einer Serie von trüben und kalten Tagen setzten sich heute in weiten Teilen der Schweiz wieder einmal die Sonne und der blaue Himmel durch. Im Mittelland und den Voralpen entlang hielten sich noch hartnäckige Hochnebelfelder. Auf der Alpensüdseite floss aus Südosten feuchtere Luft heran, was sich in dichter Quellbewölkung äusserte. Mit 13 Grad war es gegenüber dem kalten Sonntag auch im östlichen Mittelland und in den nördlichen Alpentälern wieder milder.

Nördlich der Alpen war es heute zeitweise wolkenlos, wie der Blick vom Gemsfairen Richtung Norden bestätigt. Auf dem Bild erkennt man das Linthtal im Glarner Hinterland. Bild: Bernd Konantz.
Nördlich der Alpen war es heute zeitweise wolkenlos, wie der Blick vom Gemsfairen Richtung Norden bestätigt. Auf dem Bild erkennt man das Linthtal im Glarner Hinterland. Bild: Bernd Konantz.

Am Vormittag besonders von der Region Zürich bis in die Zentralschweiz noch hochnebelartige Bewölkung

In der Nacht riss die Bewölkung vielerorts auf, und es kam infolgedessen zu tiefen Temperaturen. Kalt war es insbesondere in den nördlichen Alpentälern, wo die Temperatur verbreitet unter 0 Grad sank. Die tiefste Temperatur wurde dabei mit -3.8 Grad in Thun aufgezeichnet. Demgegenüber blieb die Temperatur im Mittelland vielerorts über dem Gefrierpunkt, dies zum Teil auch weil es länger bewölkt war.

Diese hochnebelartige Bewölkung hielt sich vom Kanton Zürich bis nach Solothurn sowie bis zur Innerschweiz teilweise bis um die Mittagszeit. Danach war es auch dort meist sonnig. Die Sonneneinstrahlung liess die Temperatur bis am Nachmittag auf 12 bis 15 Grad steigen, während gestern im östlichen Mittelland 5 Grad das höchste aller Gefühle war.

Feuchtere Luft aus Südosten sorgt auf der Alpensüdseite im Laufe des Tages für dichtere Bewölkung

Da die Schweiz heute an den Südwestrand eines kräftigen Hochs über Skandinavien gelangte, drehten die Winde im Alpenraum auf Südost. Damit gelangte im Tagesverlauf feuchtere Luft zur Alpensüdseite, was allmählich dichtere Bewölkung zur Folge hatte. So zeigte sich die Sonne am Nachmittag in der Südschweiz nur noch selten.

In Chur gestern Nordwind und kalt, heute Föhn und warm

Gestern blies in Chur und auch in anderen Alpentälern, so zum Beispiel im Urner Reusstal, ein kalter und unfreundlicher Nordwind. Er pfiff einem gestern in Chur mit maximal 50 km/h um die Ohren. Dies ist zwar nicht extrem viel, zum Frösteln reichte es aber bei Weitem. Zusammen mit starker Bewölkung kamen überhaupt keine Frühlingsgefühle auf. Die maximal 6 bis 7 Grad in Altdorf und Chur trugen das Ihrige dazu bei.

Heute startete der ewige Gegenspieler des Nordwindes, nämlich der Föhn, zum Gegenangriff. Und er machte die Sache - wie könnte es denn für den Frühlingswind par excellence anders sein - deutlich besser. Nach einem kalten Morgen setzte sich der warme Wind aus Süden durch und liess bei schönstem Sonnenschein die Temperatur auf 18.6 Grad steigen - welch ein Kontrast zum spätwinterlichen Sonntag.

Kommentare (2)

  1. brigit, 15.04.2019, 21:03

    Lieben Dank an den "schön hier"-Bloggschreiber Bernd Lonantz von Gestern, auch für die tollen Fotos von Heute am Gemsfairen.
    Und natürlich an alle Blogg-schreiber/innen: lieben Dank und macht bitte weiter so!

    1. Hans-Ueli, 15.04.2019, 23:37

      Ja, die Wetterblogs sind hervorragend und sehr unterhaltsam bis humorvoll verfasst. Ich lese sie jeden Abend mit Genuss. Schade einzig, dass die Westschweiz und das westliche Mittelland in der Berichterstattung etwas zu kurz kommt. So war z. B. das Wetter in der Region Bern und im Seeland am Sonntag recht sonnig, keine Spur von Niederschlag. Hans-Ueli