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Immer noch sehr warm

15. September 2020, 22 Kommentare
Themen: Wetter

Das Hoch mit Zentrum über Osteuropa bestimmte auch heute unser Wetter. Obwohl die Luftmasse insgesamt etwas weniger warm war als gestern, stiegen die Temperaturen heute auf ähnliche Werte wie gestern, zumindest in den Niederungen. Bis am späten Nachmittag wurden vielerorts 29, lokal sogar bis 31 Grad gemessen.

Trotz der (hoch)sommerlichen Wärme tasgüber zeigen die morgendlichen Nebelfelder doch deutlich an, dass es eigentlich bereits Herbst ist. Bild: Sandra Burri.
Trotz der (hoch)sommerlichen Wärme tasgüber zeigen die morgendlichen Nebelfelder doch deutlich an, dass es eigentlich bereits Herbst ist. Bild: Sandra Burri.

Erneut sehr warm für Mitte September

Dank den meist wolkenlosen Verhältnissen mit uneingeschränkter Sonneneinstrahlung konnten heute Nachmittag wiederum sehr hohe Temperaturen gemessen werden. Im Mittelland wurden verbreitet 29 Grad aufgezeichnet, in Basel, Delémont, in Beznau sowie in Leibstadt reichte es sogar für einen Hitzetag. Dabei war Basel mit 30.9 Grad Spitzenreiter. Da in Visp im Oberwallis der Föhn nicht mehr blies, wurden heute nur noch 27.7 Grad verzeichnet. Gestern war es mit 31.0 Grad dort deutlich heisser.

Infolge Dunst auf der Alpensüdseite etwas weniger warm

Da es heute auf der Alpensüdseite stark dunstig war, stiegen die Temperaturen dort etwas weniger hoch als nördlich der Alpen. Immerhin zeigte dort das Thermometer auch 27 Grad und mehr an.

Nachtrag zu gestern: Obwohl die Luftmasse auf 850 hPa mit 19 Grad sehr hoch war, gab es in den Niederungen nur vereinzelt Hitzetage

Gestern herrschten auf 850 hPa (ca. 1600 Meter) in der freien Atmosphäre Temperaturen von 19 Grad. An einem Hochsommertag im Juli oder August wären in den Niederungen problemlos Tageshöchstwerte von 32, lokal sogar 33 Grad gemessen worden. Gestern reichte es aber nur für 28 bis 30 Grad. Warum dieser Unterschied? Die Antwort liegt eindeutig in der Jahreszeit. Im Hochsommer ist die Einstrahlungsphase sehr lange, denn die Sonne scheint bis zu 15 Stunden. Zudem steht die Sonne im Hochsommer höher am Horizont. Damit gibt es eine längere und intensivere Einstrahlungsphase. Die Luft kann damit deutlich stärker aufgeheizt werden. Zudem sind die Nächte im Hochsommer nur kurz, damit dauert auch die Ausstrahlungsphase mit 9 Stunden weniger lang als jetzt im September mit fast 12 Stunden.

Somit bildet sich zur jetzigen Jahreszeit in einer klaren Nacht eine stärkere Bodeninversion aus. Diese muss tagsüber zuerst abgebaut werden. Für die Ausbildung einer mächtigen Mischungsschicht mit trockenadiabatischen Temperaturgradienten steht anschliessend deutlich weniger Energie zur Verfügung als im Hochsommer.

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Kommentare (22)

  1. MaxBE, 15.09.2020, 23:57

    Rein praktisch: Warum kann ich die Profile und ähnliche Darstellungen nicht vergrössern (Handy)? So lesen geht nicht, ist zu klein.

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    1. MeteoSchweiz, 16.09.2020, 00:08

      Hallo MaxBE,
      eigentlich sollte man die Bilder auch auf dem Handy vergrössern können, aber offenbar gibt es bei gewissen Betriebssystemen Probleme. Das Problem wurde an die entsprechende Stelle weitergeleitet.
      Freundliche Grüsse,
      MeteoSchweiz

    2. Andrea Forte, 16.09.2020, 07:12

      Hallo, bei mir funktioniert die Vergrösserung wie gewohnt. (Auf das Bild tippen und dann mit den 2- Finger vergrössern)

  2. Wolfgang, 15.09.2020, 23:52

    Dieser September ist ein herrlicher Monat.

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  3. Baur, 15.09.2020, 22:10

    Ich habe ein wenig im Archiv gewühlt, noch extremer war die Mitte-September Hitze seit Messbeginn wohl nur im September 1947, als vom 11.-20. September in einigen Regionen Südwest-Deutschlands und bis nach Basel 9-10 Hitzetage (in Serie!) verzeichnet wurden. Die aktuelle Hitze ist aber wohl doch ein Zeichen der laufenden Klimaerwärmung, geht es doch bis mindestens 24.9.20 mit Sommerwärme von mindestens 25 Grad (zwar keine 30 mehr) weiter, Trockenheit inklusive.

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    1. Reto, 16.09.2020, 16:57

      Das ist mehr als ein Zeichen der Klimaerwärmung. Es zeigt, dass wir bereits mitten drin in der fatalen Entwicklung stecken. Es gibt eigentlich praktisch keine Monate mehr, die kühler als der Durchschnitt 1981-2010 ausfallen. Wann gab es zum letzten Mal einen Monat, der es in die Top 10 der kältesten Monate seit Messbeginn geschafft hat? Dafür landet praktisch jeder Monat in den Top 10 der wärmsten Monate seit Messbeginn 1860. Das bedeutet, dass sogar heute als "kühl" empfundene Monate weit über den monatlichen Durchschnitten der entsprechenden Monate der Normwert 1961-1990 liegen. Deshalb habe ich grösste Mühe mich über das "schöne" und "heisse" Wetter im laufenden September zu freuen.

  4. Fabian S., 15.09.2020, 22:02

    Hier am Bodensee gab es heute Morgen dichten Nebel und deshalb nicht ganz so heiße Temperaturen Nachmittags, vermutlich dann wegen geringerer Einstrahlungsdauer und da die Luft sehr Feucht und den ganzen Tag sichtbar dunstig blieb.

    Aufgefallen ist mir aber eine enorme Schwüle heute, ist ein Taupunkt von knapp 19 Grad außergewöhnlich oder kommt das zu dieser Zeit im Jahr noch häufiger vor?

    Selbst im dichten Nebel am Morgen fühlte es sich irgendwie dampfig an.

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  5. stefan, 15.09.2020, 21:09

    Natürlich sind die tieferen Oberflächentemperaturen auch eine Folge des tieferen sonnenstandes.

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  6. stefan, 15.09.2020, 20:52

    Noch zum heutigen meteoquisse von srf
    Provokative Antwort die Luft im Herbst fühlt sich weniger warm an, nicht weil die Sonne tiefer steht und so den Körper weniger erwärmt. Nicht wegen der tieferen Luftfeuchtigkeit . Der Taupunkt ist ähnlich wie im Sommer. Sondern weil die Oberflächen weniger von der Sonne erhitzt werden und somit die tL tO kleiner ist. Eine wetterstation misst ja nur die tL. Den Asphalt mit 55 Grad im sommer aber nicht. Im Herbst ist dieser noch 40 Grad.

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  7. MeteoSchweiz, 15.09.2020, 20:38

    Liebe Leserinnen und Leser. Tatsächlich haben wir unseren Prognose-Horizont mit der Überschrift "Erneut sehr warm für Mitte Oktober" etwas gar weit in die Zukunft verschoben :-) Wir bedanken uns jedenfalls ganz herzlich fürs interessierte Mitlesen und die Hinweise! Wir haben die Überschrift nun korrigiert. Freundliche Grüsse MeteoSchweiz

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  8. Ueli, 15.09.2020, 20:34

    Zwischentitel : Mitte Oktober? Wie schnell die Zeit vergeht.

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  9. Rainer Leicht, 15.09.2020, 20:33

    Erneut sehr warm für Mitte Oktober...?

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  10. Marcel Holer, 15.09.2020, 20:30

    Beim Text steht Mitte Oktober. Aber ist doch erst Mitte September. Fehler können ja passieren

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  11. Jonas, 15.09.2020, 20:27

    "sehr warm für Mitte Oktober " müsste wohl heissen: Mitte September

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  12. stefan, 15.09.2020, 20:24

    Meines Erachtens hat die letzte Grafik einen Fehler
    Die bodennahe überhitzung sollte weniger sein. Vielen Dank für die gute info

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    1. MeteoSchweiz, 15.09.2020, 20:43

      Lieber Stefan. Auch die Grafiken sind (Hitze sei Dank?) etwas durcheinander geraten. Wir haben diese nun angepasst und neu publiziert. Besten Dank für den Hinweis. Freundliche Grüsse MeteoSchweiz

  13. Meier Margret, 15.09.2020, 20:23

    Liebe Meteo,
    ja, ja, die Hitze ist schuld. Wir haben 1. Mitte September und nicht Oktober und 2. habt ihr die Temperaturprofile gleich doppelt gesetzt. Zumindest kann ich keinen Unterschied erkennen. Ansonsten danke für die stets neuen Infos und wunderschönen Berglandschaften.

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  14. ALUR, 15.09.2020, 20:20

    Überschrift: Erneut sehr warm für Mitte Oktober.
    Habe immer gedacht, dass der Prognosenhorizont maximal 7 Tage ist. Es würde mich aber freuen, wenn es auch im Oktober noch angenehm warm ist ;-).

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  15. Himbeertoni, 15.09.2020, 20:20

    Liebe MeteoSwiss-ler,
    ich wußte im Grunde genommen ja schon immer, daß Ihr unserer Zeit voraus seid, aber direkt einen ganzen Monat ... ("Erneut sehr warm für Mitte Oktober") - Respekt!
    Nachrichten aus der Zukunft ...
    Herzliche Grüße & angenehme Zeitreise (ohne all das langweilige Rumhängen im Hyperraum)
    Euer aller Himbeertoni

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  16. Alexa, 15.09.2020, 20:14

    Erste Überschrift sagt, wir hätten Mitte Oktober. Ich hab erst Mitte September. 7nd ja, auch dafür ist es sehr warm!

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  17. Esther, 15.09.2020, 20:09

    "Erneut sehr warm für Mitte Oktober"
    Sollte wohl eher Mitte September heissen. :-)
    Wenn es Mitte Oktober immer noch so warm ist, dann fliegen zwischen einem Kerl namens Petrus und mir die Fetzen!

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    1. Mike Tscharner, 15.09.2020, 20:49

      Sind das nicht die gleichen Grafiken für die Temperaturprofile Hochsommer und September? Oder sehe ich den Unterschied nicht? Zudem: Heute hat es mit der Durchmischung in der NW-CH trotzdem geklappt. Hier lagen die Höchsttemperaturen zwischen 32 und 33 Grad bei 18 Grad auf 850 hPa (Flughafen 32.7, Pratteln 33.3, Rheinfelden 32.0 Grad). Gruss