2015: Viel Frühlings-Sonne, extreme Sommer-Hitze, anhaltende Herbst-Trockenheit und wieder Rekordwärme

22. Dezember 2015, 11 Kommentare
Themen: Klima

Schon wieder: Gemäss den aktuellen Prognosen bis zum Jahresende zeichnet sich für die Jahrestemperatur 2015 mit einem Überschuss von 1.3 Grad gegenüber der Norm 1981–2010 ein neuer Rekord ab. Zusammen mit den bisherigen Rekordüberschüssen von 1.2 Grad aus den Jahren 2014 und 2011 liegen damit drei Jahre in kurzer Folge in demselben Extrembereich. Das Jahr 2015 lieferte zudem auf der Alpensüdseite und im Engadin den zweitwärmsten Winter, und landesweit den zweit heissesten Sommer sowie den drittwärmsten November seit Messbeginn 1864.

Extrem milder Jahresbeginn

In der ersten Januarhälfte wurde die Witterung in der Schweiz vor allem durch milde West- und Südwest-Strömungen bestimmt. Extrem mild wurde es am 10. Januar mit Tagesmitteltemperaturen zwischen 6 und mehr als 14 Grad über der Norm 1981–2010. Die Innerschweiz erlebte den mildesten Wintertag seit Messbeginn. In Luzern erreichte die Tagesmitteltemperatur 15.1 Grad, was bisher in der seit 1871 verfügbaren Messreihe in keinem Wintermonat (Dezember bis Februar) registriert wurde. Das Tagesmaximum kletterte auf 19.3 Grad. Nur im Winter 1992/93 gab es hier mit 19.5 Grad ein ähnlich hohes Tagesmaximum. Auf der Alpensüdseite erreichten die Tagesmaxima 20 bis knapp 23 Grad. Die Winterrekorde liegen hier allerdings über 24 Grad.

Winterlich ab Mitte Januar

Nordwest- und Nordströmungen brachten in der zweiten Januarhälfte den Winter zurück in die Schweiz. Beidseits der Alpen fiel Schnee bis ins tiefe Lagen. Der Februar zeigte sich winterlich mit verbreitet unterdurchschnittlichen Temperaturen und Schneefällen bis in tiefe Lagen beidseits der Alpen. Kräftig waren die Schneefälle vor allem auf der Alpensüdseite. Mitte Februar erhielt Locarno-Monti 16 cm Neuschnee innerhalb von zwei Tagen. In Airolo (1100 m ü.M.) und San Bernardino (1640 m ü.M.) fielen derweil 63 cm, in Bosco-Gurin (1500 m ü.M.) gar 96 cm Neuschnee. Eine Woche später hüllte ein Kaltluftvorstoss aus Nordwesten fast die ganze Schweiz in eine Neuschneedecke. Im Flachland der Alpennordseite blieben die Mengen unter 10 cm. Die Alpensüdseite erhielt auch in tiefen Lagen 10 bis 20 cm Neuschnee, und in höheren Lagen fiel regional über ein halber Meter.

Extreme Winterwärme auf der Alpensüdseite und im Engadin

Trotz kaltem Februar war der Winter in der Schweiz insgesamt zu mild mit einem Überschuss von 0.7 Grad im Vergleich zur Norm 1981–2010. Extrem milde Winterverhältnisse herrschten auf der Alpensüdseite und im Engadin. An den Messstandorten Lugano, Locarno-Monti und Samedan war es der zweitwärmste Winter seit Messbeginn. Auf der Alpensüdseite bewegten sich die Überschüsse zwischen 1.5 und 1.8 Grad. In Samedan lag die Wintertemperatur gar 2.4 Grad, im übrigen Engadin 1.0 bis 1.4 Grad über der Norm 1981–2010. In Gipfellagen der Alpen blieb die Wintertemperatur hingegen leicht unter der Norm.

Sonniger Start in den Frühling

Nach einigen trüben und nassen Tagen zum Monatsbeginn lieferte der März bis gegen Monatsmitte prächtiges Hochdruckwetter. Vom 6. bis am 13. März wurden in der ganzen Schweiz überwiegend zwischen 80 und 100 Prozent der täglich möglichen Sonnenscheindauer registriert. Die Tagesmitteltemperaturen stiegen in Berglagen verbreitet 4 bis 7 Grad, auf dem Jungfraujoch sogar 5 bis 9 Grad über die Norm 1981–2010. Die Tageshöchstwerte erreichten im nördlichen Flachland 14 bis 17 Grad. Auf der Alpensüdseite wurde am 11. März in den Niederungen mit kräftigem Nordföhn die 20 Grad Marke überschritten.

Schönwetter zur Sonnenfinsternis

Vom 18. bis zum 20. März installierte sich ein Hochdruckband von England bis nach Russland. Genau zur richtigen Zeit hinsichtlich der partiellen Sonnenfinsternis am 20. März, welche in vielen Teilen der Schweiz bei optimalem Wetter beobachtet werden konnte. Benachteiligt war die Alpensüdseite, erhielt sie doch ausgerechnet am 20. März von einem Höhentief über dem südwestlichen Frankreich eine kompakte Wolkendecke.

Der März endete spätwinterlich mit Schnee bis auf 600 m hinunter und stürmischen Verhältnissen beidseits der Alpen. Während kräftigem Nordföhn am 27. März stiegen auf der Alpensüdseite die Windspitzen auf über 90 km/h. Am 31. brachte Sturm Niklas im Mittelland Windspitzen über 100 km/h und in Gipfellagen über 160 km/h.

Sonnige und milde Frühlingmitte

Der April bescherte er der Schweiz vorwiegend ruhiges, sonniges und mildes Frühlingswetter. Das anhaltend warme und praktisch niederschlagsfreie Hochdruckwetter führte in Graubünden und auf der Alpensüdseite vorübergehend zu akuter Waldbrandgefahr.

Frühlingsende mit Rekordniederschlag

Mit der Umstellung zu vorwiegend tiefdruckbestimmter Witterung setzte am Übergang vom April zu Mail eine sehr niederschlagsreiche Periode ein. Innerhalb von sechs Tagen fielen im Mittel über die ganze Schweiz rund 100 mm Regen. Die grössten Mengen gingen im Unterwallis, in den Waadtländer Alpen sowie im angrenzenden Berner Oberland nieder. Höhere Lagen erhielten hier 200 mm Niederschlag und mehr. Der grösste Teil des Niederschlags fiel innerhalb von drei Tagen. An einzelnen Messstandorten mit über 100jährigen Messreihen wurde die zweithöchste Dreitagessumme seit Messbeginn registriert. Die grossen Niederschlagsmengen führten vor allem in der Westhälfte der Schweiz zu Hochwassersituationen und Schäden durch über die Ufer tretende Wildbäche.

Mit weiteren kräftigen Niederschlägen zur Monatsmitte ergab sich schliesslich an mehreren Messstandorten mit längeren Messreihen der niederschlagsreichste Mai seit Messbeginn, vor allem in den Westalpen und im Berner Oberland. An zahlreichen Messstandorten mit längeren Messreihen wurde zudem der zweit oder dritt nasseste Mai registriert.

Extrem heisser Sommer

Der Schweizer Sommer 2015 geht als Zweitwärmster in die 152 jährige Mess-Geschichte ein. Im Mittel über die ganze Schweiz brachte er einen Wärmeüberschuss von 2.4 Grad im Vergleich zur Norm 1981–2010. Damit liegt der Sommer 2015 mehr als ein Grad über allen bisherigen Rekordsommern, mit Ausnahme des legendären Hitzesommers 2003. Dieser lag nochmals rund ein Grad über dem Sommer 2015.

Der sommerliche Wärmeüberschuss lag in den meisten Gebieten 2.0 bis 2.5 Grad über der Norm 1981–2010. Auf der Alpensüdseite bewegte er sich zwischen 1.6 und 2.3 Grad. Die grosse Wärme setzte bereits zum Sommerbeginn ein. Mit einem Überschuss von 1.8 Grad gegenüber der Norm 1981–2010 wurde der viertwärmste Juni seit Messbeginn 1864 aufgezeichnet. Der Juli war auf der Alpensüdseite, im Engadin, im Wallis und in der Westschweiz verbreitet der heisseste Monat seit Messbeginn. In den übrigen Gebieten gehörte er meist zu den drei heissesten Monaten in den 152 jährigen Aufzeichnungen. Die Julitemperaturen lagen 3 bis 4 Grad über der Norm 1981–2010. Und zum Abschluss lieferte der Sommer 2015 den viertwärmsten August seit Messbeginn. Über die ganze Schweiz gemittelt stieg die Augusttemperatur 1.8 Grad über die Norm 1981–2010.

Hitzewellen in Rekordnähe

Vom 01. bis zum 07. Juli 2015 erlebte die Schweiz eine der extremsten Hitzewochen seit dem Messbeginn vor über 150 Jahren. Die durchschnittliche Tagesmaximum-Temperatur erreichte im Flachland der Alpennordseite 33 bis über 36 Grad. Am Messstandort Genf war es mit 36.3 Grad praktisch gleich heiss wie während der Rekordwoche im Sommer 2003, welche 36.7 Grad brachte. An anderen Messstandorten lieferten die Sommer 2003, 1952 und 1947 heissere Wochen.

Zum Abschluss der Hitzewoche registrierte Genf am 7. Juli 2015 mit 39.7 Grad die höchste je auf der Alpennordseite gemessene Temperatur. Sie liegt fast 1 Grad über dem bisherigen Rekord von 38.9 Grad vom 28. Juli 1921, gemessen ebenfalls in Genf.

Auf der Alpensüdseite folgte die grosse Hitze ab Julimitte. Die heisseste Woche erstreckte sich vom 17. bis am 23. Juli. In Locarno-Monti stieg die durchschnittliche Tagesmaximum-Temperatur auf 34.7 Grad. Auch hier war es praktisch gleich heiss wie während der Rekordwoche vom August 2003, welche 35.0 Grad zeigte. Die höchste südalpine Temperatur wurde am 22. Juli mit 36.8 Grad am Messstandort Locarno- Monti gemessen. Das ist der dritthöchste Messwert in der seit 1935 verfügbaren Messreihe von Locarno-Monti.

Regional sehr viel Sommer-Sonne

Vor allem dank des sehr sonnigen Monats Juli reichte es auf der Alpennordseite regional für den zweitsonnigsten Sommer in den seit 1961 homogen verfügbaren Messreihen, so an den Messstandorten Neuchâtel, Luzern, Altdorf, Zürich-Fluntern, St. Gallen und Säntis. In Bern wurde der dritt-, in Basel und Genf der viertsonnigste Sommer registriert.

Kühler Herbstbeginn

In den beiden Herbstmonaten September und Oktober dominierten kühle Nord- und Nordwestströmungen sowie Bisenlagen das Temperaturregime. Die September-Temperatur lag im landesweiten Mittel 0.8 Grad, die Oktober-Temperatur 0.6 Grad unter der Norm 1981–2010. Mit dem Zustrom feuchter Kaltluft fiel in den Bergen mehrmals Neuschnee.

Extreme Wärme und viel Sonne zum Herbstende

Dank anhaltendem Hochdruckwetter mit Warmluftzufuhr aus Südwesten und Westen wurde in der Schweiz der dritt wärmste November seit Messbeginn 1864 registriert. Im landesweiten Mittel stieg die Novem­ber­­temperatur 2.7 Grad über die Norm 1981–2010. Bereits im letzten Jahr zeigte sich der November extrem mild mit einem Überschuss von 3.1 Grad. Letztmals ähnlich mild war der Rekord-November 1994 mit 3.3 Grad über der Norm.

An zahlreichen, vor allem höher gelegenen Mess­stand­orten gab es bei der Tagesmaximum-Temperatur neue November-Rekorde. Extrem hoch im Vergleich mit der 152 jährigen Messreihe lag das Tagesmaximum am 12. November auf dem 2470 m hohen Grossen St. Bernhard. Gemessen wurden 11.9 Grad, mehr als 2 Grad über den 9.7 Grad des  bisherigen November-Rekords vom 11.11.1977.

Neben grosser Wärme lieferten die ersten drei Novemberwochen auch viel Sonne. In Luzern, Altdorf und Lugano war es der sonnigste, an weiteren Messstandorten der zweit oder dritt sonnigste November in den seit 1961 verfügbaren Messreihen.

Anhaltende Niederschlagsarmut

Bereits der Sommer lieferte verbreitet deutlich unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Im Herbst setzte sich die Niederschlagsarmut fort. Überdurchschnittliche Niederschlagsmengen in grösseren Gebieten lieferte nur der September, dies ganz im Westen sowie im Tessin und in Graubünden. Im Oktober fielen verbreitet unterdurchschnittliche Mengen, und die ersten drei Novemberwochen blieben in der ganzen Schweiz weitgehend niederschlagsfrei. Die Alpensüdseite erlebte eine Rekord-Novembertrockenheit. In Lugano fielen nur 0.2 mm, in Locarno-Monti nur 0.5 mm Niederschlag. Es waren die geringsten Novembermengen in diesen weit über 100jährigen Messreihen. Über alle drei Herbstmonate erreichten die Niederschlagsmengen im östlichen Mittelland nur 50 bis 70 Prozent der Norm 1981–2010. In den übrigen Gebieten waren es meist 70 bis 90 Prozent. Nur in Graubünden gab es regional um 100 Prozent der Norm.

Und wie bereits im Vorjahr . . . warten auf den Winter

Die extreme Wärme des Novembers setzt sich auch im Dezember fort. Gemäss den aktuellen Prognosen bis zum Jahresende ist im landesweiten Mittel für den Dezember ein Rekordüberschuss von 3.5 Grad zu erwarten. Der bisherige Dezemberrekord von 3.0 Grad aus dem Jahr 1868 wird damit deutlich übertroffen. Zusammen mit der anhaltenden Niederschlagsarmut führte die weit überdurchschnittliche Wärme schweizweit zu einer ausgeprägten frühwinterlichen Schneearmut.

Jahresbilanz

Die Jahrestemperatur 2015 lag in den meisten Gebieten der Schweiz 1.1 bis 1.4 Grad über der Norm 1981–2010. Im landesweiten Mittel ergibt sich, berechnet bis zum Jahresende, ein Überschuss von 1.3 Grad, womit die Schweizer Jahrestemperatur 2015 nach den Rekordjahren 2011 und 2014 mit Überschüssen von je 1.2 Grad erneut auf einen neuen Rekordwert stieg.

Der Jahresniederschlag erreichte auf der Alpennordseite meist nur 60 bis 85 Prozent der Norm 1981–2010. In den Alpen gab es verbreitet 80 bis knapp 100 Prozent, während die Alpensüdseite meist 70 bis 90 Prozent der Norm erhielt.

Die Sonnenscheindauer bewegte sich verbreitet zwischen 100 und 110 Prozent der Norm 1981–2010. Im Mittelland und in der Nordwestschweiz wurden auch Werte um 120 Prozent der Norm aufgezeichnet. An einigen Messstandorten war es das dritt sonnigste Jahr seit Messbeginn, so in Neuchâtel, Bern, Zürich und St. Gallen. Homogene Messreihen zur Sonnenscheindauer liegen hier seit 1961 vor.

Kommentare (11)

  1. Margrit Surselva, 02.01.2016, 23:44

    Im Jahr 1875 wurde von James Croll, schottischer Wissenschaftler, das Buch veröffentlicht, das der Zeit weit voraus war: "Climate and Time". Es geht dabei um den Zusammenhang zwischen den Eiszeiten und dem Erdorbit. Die zyklische Veränderung der Erdumlaufbahn von einer Ellipse (einem leichten Oval) zu einer fast kreisförmigen Bahn und wieder zurück ist die Erklärung für das periodische Auftreten von Eiszeiten.
    Heute sind seine Thesen unter dem Begriff: MILANKOVIC-ZYKLEN bekannt. Der Zyklus von etwa 100'000 Jahren deckt sich gut mit der Periodizität der Eiszeiten. Gemäss Klimaparameter aus Eiskernanalysen geht hervor, dass ein erhöhter CO2-Ausstoss in direktem Zusammenhang mit der globalen Temperatur steht. Kein menschlicher Einfluss konnte in den letzten 420'000 Jahren für die diesbezüglichen Zyklen festgestellt werden. Gemäss diesem Zyklus sind wir im Begriff in Richtung neue Eiszeit zu gehen.
    Ob, oder in welchem Ausmass, der CO2-Ausstoss, verursacht von Menschen, gegen die Eiszeitzyklen wirkt, müssen die Wissenschaftler noch herausfinden.
    Wie ist es möglich, dass die Unterhaltungsmedien nie über dieses Thema berichten?

    1. MeteoSchweiz, 04.01.2016, 17:28

      Die Milankovic-Zyklen rechnen in Zeithorizonten von 10'000 Jahren und mehr. Die wissenschaftliche Analyse der Klimaänderungsproblematik durch den erhöhten Ausstoss von Treibhausgasen betrachtet in der Regel die nächsten 100 Jahre oder allenfalls die nächsten 200 Jahre. In dieser kurzen Zeitspanne sind seitens der Milankovic-Zyklen keine massiven Äderungen zu erwarten. Auch wenn wir allenfalls in Richtung neue Eiszeit gehen, was sich aber ganz langsam über Jahrtausende erstreckt, ist für die nächsten Jahrhunderte die CO2-Problematik und damit die rasche globale Erwärmung für die Erdatmosphäre und die Menschheit das dominante Phänomen. Der bekannte ETH-Glaziologe Prof. Wilfried Haeberli hat das sinngemäss wie folgt ausgedrückt: "Auch wenn anzunehmen ist, dass eine nächste Eiszeit kommt, arbeitet der Mensch mit seinen Emissionen momentan an einer superwarmen Zwischeneiszeit (Super-Interglazial)."

  2. Christopher Bitterli, 26.12.2015, 18:13

    Ich ärgere mich auch über die Kommentatoren bei SRF 1 und 3. Sie meinen das Wetter sollte 365 Tage im Jahr sonnig sein. Sie vergessen, dass alle vernünftigen Leute wissen, dass es Niederschläge benötigt, damit wir leben können. Das nicht nur am Morgen und am Nachmittag sollte es wieder schön sein. Sie wollen einem naiven Publikum Sonnenschein verkünden. Das bräuchten wir wahrlich während den nächsten paar Wochen kaum mehr

  3. Baumann Urs, 25.12.2015, 15:50

    Habe heute 25 Dezember, den Garten umgegraben. Gefühlte 20 Grad an der Sonne. Des is auch ein klimatologisches Novum.
    Interessant sind die Aeusserungen der Vorkommentare zu Radio DRS. Ja, das Unterhaltungsradio wird immer dümmer, massgeblich beteiligt sind die ach so narzissitischen Radiokommentatoren. Zum Glück kann man die abstellen. :-)

  4. christian hutter, 24.12.2015, 23:45

    Die extremen Wetterdaten dieses Jahres beweisen, dass die Klimaerwärmung nun deutlich in der Schweiz angekommen ist. Für manche ist wärmer (im Winter), sonniger, trockener positiv. Auch für die Landwirtschaft kann eine längere Vegetationszeit Mehrerträge bringen. Doch die Hitze kombiniert mit Trockenheit haben die Natur sichtlich gestresst: Gemüse wurde schlapp, die Bauern bewässerten viel mehr als üblich, und hatten teils Ernteeinbussen.Die Bäume hatten welkes Laub und verloren teils Blätter. Es ist doch egoistisch die Erwärmung bei uns positiv darzustellen, wenn doch andernorts Ökosysteme durch die Erwärmung, Extremereignisse zerstört werden und Menschen davor fliehen müssen! (Bitte werdet mehr aktiv und informiert stärker zur 'Problematik'.) Danke für eure zuverlässige Berichterstattung.

  5. Thomas Müller, 23.12.2015, 15:48

    Die verschiedenen Berichterstattungen über die milden Temperaturen erwecken alle den Anschein dass es sich hier um ein gottgegebenes Phänomen handelt. Im Radio finden sie den Sonnenschein sogar noch toll. Nie, aber wirklich nie wird auch nur in einem Wort der CO2-Ausstoss des Menschen erwähnt, oder dass wir hier in eine riesige Katasrophe hineinlaufen wenn das so weitergeht. Ein bisschen Awareness wäre meiner Meinung nach angebracht. Wir müssen uns nämlich wirklich nicht wundern dass sich die Umwelt nun langsam aber sicher zu wehren beginnt und dass wir, wenn wir das bestehende System einfach blind weiterführen, bald ernsthafte Probleme haben werden.

    1. Sara Bosshard, 23.12.2015, 20:24

      Ich gebe Ihnen vollkommen recht, Herr Müller. Was mich am meisten nervt, ist, dass die Mehrheit der Radiomoderatoren von SRF 1 - von Siegenthaler über Küpfer bis Epiney und wie sie alle heissen - das aktuelle Wetter noch toll findet statt sich mal kritisch Gedanken machen würde, dass das so doch einfach nicht weiter gehen kann und darf. Etwas mehr Weitsicht bitte.

    2. Aurelia Cannes, 29.12.2015, 14:43

      Wetter und Klima sind nicht gleich zu setzen. Ja, niemand bestreitet, dass Klimaerwärmung schlecht ist und man etwas dagegen unternehmen muss. Tatsächlich zeigen sich ihre Folgen, aber nicht so schnell. Auch früher gab es schon mehrere warme Jahre hintereinander. Und auch wenn das Klima erwärmt wird, kann es wieder einmal ein sehr kaltes Jahr geben. Allerdings teilen die Radiomoderatoren das Wetter und nicht das Klima mit. Meiner Meinung nach müssen sie uns auch nicht auf die Erwärmung aufmerksam machen. Wer ist sich diese nicht bewusst? Und ganz bestimmt sind sie nicht Schuld, wenn niemand etwas dagegen unternimmt. Das sind wir nämlich selbst.

    3. Flavius Agape, 01.01.2016, 18:40

      Herr Müller befassen sie sich mal mit dem anstehenden Pole Shift, wie denn Sonneneruptionen welche geomagnetische Stürme nach sich ziehen. Das ganze CO2 Geschwätz lenkt nur vom Wesentlichen, am Anfang erwähnten ab. Von den Konsequenzen des seit mehr als 10 Jahren globalen Geoengineering mal abgesehen.

  6. Felix Doornveld, 23.12.2015, 13:04

    Während es auf der Alpennordseite wenigstens etwas Niederschlag gab, hat es im Tessin nun seit gefühlten 3 Monaten nicht mehr geregnet! Die Böden sind ausgetrocknet, es herrscht Waldbrandgefahr.

    1. Jens Paulsen, 25.12.2015, 09:49

      Natürlich ist das Wetter zur Zeit unüblich, aber das sollte einem die Freude an der Tatsache, dass man über Mittag an der Sonne draussen sitzen kann, nicht verderben.
      Die Wetterfrösche reden vor allem vom Wetter (das was man bekommt) und nicht vom Klima (das was man erwartet). Wenn ein Radiokommentator nicht immer auch noch das CO2-Problem erwähnt, darf man daraus noch nicht schliessen, dass er es ignoriert. Sonst müsste auch bei jeder Kochsendung ein Hinweis auf die neueste Hungersnot irgendwo kommen.
      Lebensfreude, und dazu gehören doch so einfache Dinge wie Freude am Sonnenschein draussen, macht doch nichts! Den ganzen unüblich sonnig-milden Tag mit einem "Lätsch" herumzulaufen, weil es ja eigentlich ein Klimaproblem gibt, ändert daran auch nichts.