Abkühlung durch Gewitter

22. Juli 2015, 7 Kommentare
Themen: Wetter

Die Gewitteraktivität hat in der Region Jura gegen Mittag begonnen und sorgte später auch auf der übrigen Alpennordseite für eine Abklühlung, auf der Alpensüdseite dagegen wurde die dritthöchste Temperatur seit Messbeginn registiert.

Wie Pilze aus dem Boden

Im Vorfeld einer Kaltfront ist heute mit einer schwachen südwestlichen Höhenströmung feuchte und labil geschichtete Luft zu uns gelangt und sorgte gegen Mittag zuerst über dem Jura, im Simplongebiet und im Nordtessin für die ersten Gewitter. Im Laufe des Nachmittags bildeten sich auch in den Freiburger und Waadtländer Alpen, im Berner Oberland, später auch der Zentral- und Ostschweiz Gewitter.

Weiterer Hitzetag mit dritthöchstem Wert in Locarno-Monti

Der heutige Tag begann vielerorts meist sonnig, aber bereits am Vormittag bildeten sich besonders dem Jura, sowie den Voralpen und Alpen entlang vermehrt Quellwolken. Trotz zunehmender Bewölkung reichte es in den Niederungen nochmals verbreitet für einen Hitzetag. Bei der Swissmetnetstation in Locarno-Monti wurde mit einer Temperatur von 36.8 Grad sogar der dritthöchste Wert seit Messbeginn vor 80 Jahren registriert. Die Tageshöchstwerte wurden auf der Alpennordseite mit 35.2 Grad in Kloten und 35.1 Grad in Leibstadt, Würenlingen und Zürich-Affoltern gemessen.

Im Norden sorgen Gewitter für eine Abkühlung

Wie bereits erwähnt bildeten sich um die Mittagszeit zuerst über dem Jura Gewitterzellen, die lokal auch heftig ausfielen, später entstanden sie auch in den Alpen und zogen anschliessend in organisierter Struktur langsam nordwärts. Ein Gewitter im glarnischen Klöntal sorgte durch das Ausfliessen für eine Böenspitze von 120 km/h in Glarus. In Giswil brachten die gewittrigen Schauer innerhalb von 20 Minuten eine Abkühlung von 30  auf 18 Grad. Dabei prasselten innerhalb von 10 Minuten auch 23 mm herunter. Eine grössere Niederschlagszone, die sich aus den Gewittern gebildet hatte, erfasste in den frühen Abendstunden das zentrale Mittelland und das angrenzende Zürcher Unterland. Gleichzeitig entstanden über dem Jura und über dem Prättigau bereits wieder neue kräftige Gewitter. Inneralpin vom Wallis über das Gotthardgebiet bis nach Mittelbünden blieb es während des ganzen Tages praktisch trocken. Im Süden blieb die Gewittertätigkeit trotz der hohen Temperaturen eher bescheiden.

Kommentare (7)

  1. phb, 23.07.2015, 17:33

    Kein Tropfen Regen hier in Solothurn... Nichts.

  2. Regen-Fan, 23.07.2015, 06:30

    Gibt es endlich auch wieder einmal wirklich Regen, wenn Regen vorhergesagt wird?! Die Wolken mit den 6 Regentropfen lassen deutlich auf Regen schliessen und dann ist es Staubtrocken. Da zeigt man lieber noch die Niederschlagswahrscheinlichkeit an, dann ist man nicht enttäuscht...

    1. Sonnen-Fan, 23.07.2015, 09:31

      Es war ja kein Regen vorhergesagt sondern nur Gewitter.

    2. Regen-Fan, 23.07.2015, 10:23

      Nun ja, es stand ziemlich: Heute zunächst bewölkt und gebietsweise Schauer. Ist ja auch egal, auch die Sonnen-Fans wollen Gemüse und Früchte essen, also muss es mal wieder regnen...

    3. Züsi, 23.07.2015, 10:39

      Bis heute Nacht war ich Regen Fan, auch der lieben Natur zuliebe - jetzt ist er gekommen, Hurrah!
      Die Sonnentage geniesse ich schon, Temperaturen über 35*C ohne nächtliche Abkühlung sind wir hierzulande hingegen nicht gewohnt.

    4. Realist, 23.07.2015, 10:56

      Ich finde, die 6 Regentropfen haben die Realität recht gut abgebildet...

    5. Heinz Forter, Basel, 23.07.2015, 14:07

      Wenn man Eure Kommentare liest wird klar: Es kommt darauf an, wo jemand ist. In Basel waren gestern Nachmittag mehrere Gewitter mit Regen vom Jura her hintereinander im Anflug. Das erste bog nach rechts Richtung Baselland ab, das zweite nach links ins Elsass, die restlichen lösten sich ins Nichts auf. Ähnliches wiederholte sich am späten Abend. So ist es bei uns weiterhin knochentrocken, nicht so wie bei Züsi.