Ein weiterer Hitzetag

16. Juli 2015
Themen: Wetter

Die Schweiz erlebte am Donnerstag einen weiteren Hitzetag mit Höchstwerten zwischen 33 und knapp 38 Grad auf der Alpennordseite und um 33 Grad im Süden. Schauer und Gewitter beschränkten sich auf die Alpen und den Süden.

Auf der Alpennordseite volle Besonnung

Wir nähern uns dem Höhepunkt einer weiteren Hitzewelle. Das wetterbestimmende Hoch verflacht in Mitteleuropa allmählich, die Achse des Höhenkeils lag am Donnerstag knapp östlich der Schweiz. Damit drehten die meist schwachen Höhenwinde auf südwestliche Richtung. Sie führten am Donnerstag zunehmend heisse, aber noch recht trockene Luft zur Alpennordseite. Entsprechend war es nördlich der Alpen sehr sonnig, höchstens ein paar dünne hohe Wolkenfelder und flache Quellwolken über dem Relief waren auszumachen. Im Flachland gab es bis Redaktionsschluss um 18 Uhr mit rund 12 Stunden Sonne volle Besonnung. Die Höchstwerte erreichten in der Deutschschweiz rund 32 bis 35 Grad, in der Westschweiz sogar 35 bis knapp 38 Grad.

Im Süden deutlich schwülere Luft

Anders auf der Alpensüdseite. Hier lag zwar eine in etwa gleich warme, aber deutlich feuchtere und damit schwülere Luftmasse als nördlich der Alpen. So war es am Vormittag mit einigen tieferen Wolken und Quellwolken nur zeitweise sonnig. Im Mittel- und Südtessin, um die Mittagszeit auch im Bergell und Puschlav, kam es vorübergehend zu lokalen Schauern. Da es in der Nacht auf Donnerstag im Tessin zum Teil bewölkt war, lagen die Tiefstwerte zum Teil deutlich über der 20-Grad-Marke. In Lugano sank die Temperatur nicht unter 24.4 Grad.

Im Tagesverlauf wurde es auch im Süden vorübergehend meist sonnig. Am Nachmittag bildeten sich dann aber über den Bergen zunehmend Quellwolken. Wie erwartet entstanden bis Redaktionsschluss vor allem am Alpensüdhang sowie in den Ostalpen lokale Schauer und Gewitter.

Im Juli 2015 bereits sehr viele Hitzetage

Normalerweise kann man im Monat Juli im Schnitt mit 3 bis 5 Hitzetage in der Deutschschweiz rechnen. In der Westschweiz und im Wallis sind es 6 bis 8 und im Mittel- und Südtessin etwa 4 bis 5 Hitzetage. Der Juli 2015 weist bereits deutlich mehr Tage mit Höchstwerten von mindestens 30 Grad auf, obwohl erst gut die Hälfte des Monats vorbei ist. Bis und mit dem heutigen 16. Juli 2015 gab es im Flachland schon 9 bis 13, im Wallis und im Tessin 14 Hitzetage. Die untenstehendeTabelle zeigt die Anzahl Hitzetage einiger ausgewählter Stationen.

Nicht nur im Flachland wurde die 30-Grad-Grenze mehrfach deutlich überschritten, auch höher gelegene Stationen wie beispielsweise Engelberg (1000m.ü.M.) oder Château-d'Oex weisen bereits 5 bzw. 6 Hitzetage auf und damit rund 5 mal mehr im Vergleich zur Klimaperiode 1981 bis 2010.

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