Nach Rekordwert im Norden weniger heiss

6. Juli 2015
Themen: Wetter

Nach dem Höhepunkt der Hitzewelle am Sonntag floss am Montag mit einer schwach aktiven Kaltfront spürbar weniger heisse Luft zu den nördlichen Landesteilen der Schweiz.

Höhepunkt der Hitzewelle

Am Sonntag wurde der bisherige Höhepunkt der laufenden Hitzewelle erreicht. Da die Ausgabe eines Blogs am Sonntagabend aus technischen Gründen nicht möglich war, hier ein Rückblick:

In Genf stieg die Temperatur am Sonntag auf 37,9 Grad. Der absolut höchste Wert für Genf liegt allerdings bei 38,9 und stammt vom 28. Juli 1921.

Sechsthöchste je in der Schweiz gemessene Temperatur

Trotzdem wurde damit der sechsthöchste je in der Schweiz gemessene Temperaturwert egalisiert. In Changins bei Nyon wurde sogar der bisherige Stations-Rekord von 36,3 vom 12. August 2003 egalisiert.

Neuer Rekord in Engelberg

Aber auch in den Niederungen der übrigen Schweiz war es mit Höchstwerten zwischen 33 und 37 heiss bis sehr heiss. Einzig im Tessin lagen die Maxima mit 31 bis 33 Grad etwas tiefer.

Auch in den Bergen war es sehr warm bis heiss. In Engelberg wurde mit 33,1 Grad der bisherige Stationsrekord vom 13.08.2003 um 0,7 Grad übertroffen.  In Davos wurde der bisherige Rekord von 29,3 vom 23. Juli 1876 egalisiert. Die Nullgradgrenze lag weiterhin auf hohen 4500 Metern.

Im Süden feuchter

Zudem brannte die Sonne auch am Sonntag unerbittlich von einem anfangs meist wolkenlosen Himmel. Am Nachmittag bildeten sich über den Bergen lokal grössere Quellwolken, und zwar vor allem südlich der Alpen. Dort war die Luft besonders in den unteren Luftschichten deutlich feuchter als auf der Alpennordseite.

Präfrontale Gewitter im Süden

Darum konnten sich dort am Nachmittag in der präfrontalen Luftmasse am besten teils heftige Gewitter mit Sturmböen entwickeln. Normalerweise geschieht dies bei dieser Lage zuerst im Jura und in den nördlichen Voralpen.

Lokal heftige Gewitter

Vor allem in den östlichen Alpen gingen dann am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag lokal heftige Gewitter mit Sturmböen nieder.

Am Montag im Norden und in den Alpen vorübergehend weniger heiss

Nach dem Höhepunkt der Hitzewelle am Sonntag floss am Montag mit einer schwach aktiven Kaltfront spürbar weniger heisse Luft zu den nördlichen Landesteilen der Schweiz. So lagen die Temperaturen am Montagnachmittag auf der Alpennordseite und in den Alpen zwischen 3 und 8 Grad unter denjenigen vom Sonntagnachmittag.

In den südlichen Alpen und auf der Alpensüdseite dagegen waren sie mehr oder weniger gleich hoch, lokal sogar etwas höher als am Vortag.

Rasch wieder sonnig und sehr warm

Nach den - vor allem in den östlichen Alpen - lokal heftigen Gewittern mit Sturmböen am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag sorgte neuer Hochdruckeinfluss tagsüber auch im zentralen und östlichen Mittelland - nach bewölktem Start - wieder für zunehmend sonniges Sommerwetter.

Trotz der im Norden eingeflossenen weniger heissen Luft erreichten die Höchsttemperaturen in den Niederungen Werte zwischen 29 Grad am Bodensee und 34 Grad im Wallis sowie im Südtessin.

In den südlichen Alpen war es weiterhin sehr warm und die Nullgradgrenze lag nur wenig unter 4500 Metern.

Über den Alpen wehten mässige West bis Nordwestwinde, gleichzeitig frischten tagsüber die Talwinde auf.

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