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Brennpunkt Klima Schweiz

8. November 2016
Themen: Klima

Am Montag wurde in Bern der Bericht „Brennpunkt Klima Schweiz“ vom Forum ProClim der Akademien der Wissenschaften Schweiz vorgestellt. In diesem Bericht legen 75 Klimaforscherinnen den aktuellen Stand des Wissens zum Klimawandel in der Schweiz umfassend dar und zeigen konkrete Handlungsfelder auf. Der Bericht basiert auch auf Klimainformationen der MeteoSchweiz.

Die Jahresmitteltemperaturen sind in der Schweiz von 1864 bis 2015 um 1,9 °C gestiegen. Der Anstieg im Alpenraum ist damit rund zweimal so hoch wie im globalen Durchschnitt (mehr dazu in einem früheren Blogartikel).

Der Bericht „Brennpunkt Klima Schweiz“, an dem auch Mitarbeiter von MeteoSchweiz beteiligt waren, zeigt die Folgen auf, welche die zu erwartende künftige Erwärmung auf die Schweiz haben könnte. Die Studie basiert auf den Grundlagen des 5. Zustandsberichts des IPCC und den Klimaszenarien CH2011.

„Brennpunkt Klima Schweiz“ macht deutlich, wie wichtig eine qualitativ hochwertige Klimabeobachtung und verlässliche Klimaszenarien sind als Entscheidungsgrundlage. Nur so kann die Schweiz Veränderungen rechtzeitig erkennen und sich optimal an den Klimawandel anpassen.

Mit der Gründung des NCCS wird MeteoSchweiz mit ihren Partnern den Austausch zu Klimainformationen auf nationaler Ebene fördern und koordinieren. MeteoSchweiz hat zudem vom Bundesrat den Auftrag, die Klimaszenarien für die Schweiz regelmässig aufzudatieren. An der nächsten Ausgabe im Jahr 2018 wird bereits gearbeitet, zusammen mit Partnern aus der Wissenschaft.

Zur Veröffentlichung des ProClim-Berichts in Bern am Montag präsentierte MeteoSchweiz die Pläne für diese neuen Klimaszenarien CH2018. Die wichtigsten Neuerungen gegenüber den früheren Szenarien sind

(1) ein verstärkter Einbezug von Beobachtungen der vergangenen Klimavariabilität,

(2) quantitative Informationen zu Extremereignissen,

(3) sektor-spezifische Klimaindikatoren,

(4) intensivere Zusammenarbeit mit potentiellen Nutzern (Blogartikel "Analyse der Nutzerbedürfnisse zu nationalen Klimaszenarien") von Informationen zum Klimawandel und

(5) verbesserte lokale Szenarien für Messstationen.

Um die Auswirkungen des Klimawandels und Handlungsoptionen für die Schweizer Wirtschaft geht es auch an der Klimarunde der ETH Zürich von heute Dienstag. Darüber berichten wir in den nächsten Tagen.

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