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Neue Pollenkalender von MeteoSchweiz für jede Messstation

30. März 2016
Themen: Klima

Die Pollensaison begann in diesem Jahr besonders früh. Schon Ende Januar verursachte der starke Haselpollenflug Heuschnupfen und jetzt steht die Birkenpollensaison kurz bevor. Wer wissen will, wann normalerweise welche Pollenbelastungen auftreten, findet in den neuen Pollenkalendern der MeteoSchweiz die gewünschten Informationen. Neu gibt es für jede Station einen Pollenkalender.

Ein Pollenkalender zeigt das durchschnittliche Auftreten der allergenen Pollenarten, gemittelt über mehrere Jahre. Die neuen Pollenkalender von MeteoSchweiz wurden mit 20-jährigen Messreihen berechnet, um das Pollenvorkommen möglichst umfassend abzubilden. Die Stärke des Pollenflugs wird wie in den Pollenprognosen mit den Pollenbelastungsklassen «schwach», «mässig», «stark» und «sehr stark» angegeben. Ein Pollenkalender zeigt, wann mit Pollenflug in den verschiedenen Klassen gerechnet werden muss, also wann die bestimmten Pollenklassen in den letzten 20 Jahren normalerweise vorgekommen sind.

Pollenkalender pro Station und Region

Die Vorteile von Pollenkalendern pro Messstation

Neu sind Pollenkalender für jede Pollenmessstation und für verschiedene Regionen der Schweiz verfügbar. So sehen die Allergikerinnen und Allergiker noch präziser, wann sie wo welche Pollenbelastungen erwarten können und welche Unterschiede es zwischen den Standorten gibt.

Bei den Birken- und Gräserpollen, den Hauptpollenarten in der Schweiz, sind die Unterschiede klein. Bei der Birke ist die schwächere Pollensaison in den Bergen (La Chaux-de-Fonds und Davos) und die sehr lange Saison in Visp auffällig. Bei den Gräsern zeigt das Tessin und Davos deutlich schwächeren Pollenflug als die Mittellandstationen. Am längsten dauert die Zeit mit sehr starker Belastung durch Gräserpollen in La-Chaux-de-Fonds.

März bis Mai sind die Monate mit dem intensivsten Pollenflug

März bis Mai sind in der Schweiz die Monate mit dem stärksten Pollenflug und mit der grössten Anzahl von verschiedenen Pollenarten in der Luft. Die stark allergenen Eschen- und Birkenpollen erreichen im Mittel von Ende März bis im April sehr hohe Belastungen. Bei vielen Personen mit Pollenallergien führen sie zu starken Heuschnupfen- oder sogar Asthmabeschwerden. Von Mai bis Anfang Juli dominieren die Gräserpollen mit starken und sehr starken Belastungen den Pollenflug in der Schweiz.

Blüht die Erle zweimal?

Alle Pollenkalender zeigen eine zweiphasige Erlenpollensaison: von Januar bis März die Blüte der Schwarz-und Grauerlen, welche starke bis sehr starke Pollenbelastungen erreicht und dann im Mai und Juni die Blüte der Grünerlen in den Alpen oberhalb von rund 1400 m ü. M. Schön sichtbar ist, dass tief gelegene Pollenmessstationen umso mehr Grünerlenpollen aufweisen, je näher sie an den Alpen liegen. In Locarno und in Visp ist der Grünerlenpollenflug sogar stark.

Pollenarten, die nur an wenigen Stationen von Bedeutung sind

Hagebuchen, die etwa gleichzeitig mit den Birken blühen, erreichen nur an den Stationen Basel, Bern, Genève und Zürich im Mittel starke Belastungen. Ein ähnliches Bild zeigt auch die Platane, die hauptsächlich in Städten angepflanzt wurde und dort zu höheren Pollenmengen führt.

Edelkastanie, Beifuss und Ambrosia sind nur auf wenige Regionen der Schweiz beschränkt. Edelkastanien hauptsächlich auf das Tessin, Beifuss auf das Wallis und Ambrosia auf das Tessin und das Genferseegebiet. Die andern Stationen weisen jeweils ebenfalls Pollenflug auf, jedoch meist nur in schwachen Konzentrationen.

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