Maximale Amplitude

6. Mai 2016, 2 Kommentare
Themen: Wetter

Nach einer klaren Nacht lag die 5-cm Temperatur am frühen Morgen nochmals verbreitet unter der Frostgrenze. Tagsüber trieb die maximale Sonneneinstrahlung die 2-Meter Temperatur auf Werte über der 20-Gradmarke in den Niederungen der ganzen Schweiz.

Frost am frühen Morgen

Nach einer klaren Nacht lag die 5-cm Temperatur am Freitagmorgen an vielen Standorten in der ganzen Schweiz unter der Nullgradmarke. Der Bodenfrost war besonders im zentralen und östlichen Mittelland verbreitet mit Tiefstwerten bis -2 Grad. Auch auf der Alpensüdseite sank die Bodenoberflächentemperatur knapp unter die Frostgrenze, nämlich auf -0.1 Grad in der Magadinoebene. Der tiefste Wert wurde von Samedan mit -7.1 Grad gemeldet. In 2-Metern Höhe dagegen registrierten sämtliche Stationen der Niederungen beidseits der Alpen positive Werte. Die Minima schwankten zwischen 2 und 7 Grad. Negative 2-Meter Temperaturwerte wurden nur in den besonders exponierten Hochtälern gemessen, nämlich in La Brévine mit -3.4 Grad und in Samedan mit -4.3 Grad.

Frühsommerliche Höchstwerte

Dank der uneingeschränkten Sonneinstrahlung stieg die Temperatur in den Niederungen der ganzen Schweiz auf Werte über die 20-Gradmarke an. Mit 24.3 Grad meldete die Station in Basel Binningen den Tageshöchstwert. Auch in Sion, Vaduz und Bad Ragaz übertraf die Temperatur knapp die 24-Gradmarke.

Maximale Amplitude

Bemerkenswert waren weder Tiefst- noch Höchsttemperaturwerte, sondern ihre Differenzen, auch Amplitude genannt. Sie betrug nämlich 17 bis 20 Grad. Dabei sticht die Station am Flughafen Kloten besonders heraus. Der Tiefstwert lag am frühen Morgen bei 2.4 und der Höchstwert bei 22.6 Grad, was eine Amplitude von 20.2 Grad ergibt, und zwar ohne Zufuhr warmer Luft. Solche grossen Temperaturunterschiede zwischen Tiefst- und Höchstwert ohne Luftmassenwechsel sind vor allem im Frühling zu beobachten, wenn die Luft in den unteren Luftschichten noch trocken ist, und die Sonneneinstrahlung ohne Einschränkung wirkt. 

Kommentare (2)

  1. Ugo Kappenberger, 07.05.2016, 02:40

    Und diese Nacht (6.5. auf den 7.5.) will sich die Temp. einfach nicht schlafen legen. Jetzt um 02.38 Uhr haben wir immer noch 14.6. Grand. Windrichtung aus südlicher Richtung ganz schön intensiv (will auch nicht gogen pfuusen). Was für einen Unterschied zu letzter Nacht!
    Gemessen mit Davis Wetterstation auf 743 M.ü. M. in Hütten (ZH).

    1. MeteoSchweiz, 08.05.2016, 10:17

      In der Nacht vom 6. - 7. Mai 2016 bildete sich wieder ein Kaltluftsee, in erhöhten Lagen blies der Föhn - wenn auch nur als schwacher bis zeitweise mässiger Südwind - mehr oder weniger durch. Beispielsweise sank auf dem Hörnli erst nach 6 Uhr die Temperatur unter 11 Grad .. Das von Herrn Kappenberger beschriebene Phänomen lässt sich auch gut an unserer Station Laegern nachvollziehen.