Juni mit grosser Hitze

28. Juni 2019, 29 Kommentare
Themen: Klima

Die Schweiz erlebte den zweitwärmsten Juni seit Messbeginn. In der ersten Monatshälfte führten Starkniederschläge zu Hochwasser mit zum Teil erheblichen Schadensfolgen. Das letzte Monatsdrittel war fest im Griff einer massiven Hitzewelle. An vielen Messstandorten stieg die Maximumtemperatur auf neue Junirekorde. Lokal gab es sogar neue absolute Hitzerekorde.

Stahlblauer Himmel, sonnig und heiss. Die Kühe am Pfäffikersee ZH bevorzugen den Schatten (26. Juni 2019). Foto: Michael Kasper
Stahlblauer Himmel, sonnig und heiss. Die Kühe am Pfäffikersee ZH bevorzugen den Schatten (26. Juni 2019). Foto: Michael Kasper

Zweitwärmster Juni

Die Schweiz lag während des ganzen Monats entweder am Rand von wechselnden Tiefdruckgebieten im Nordwesten oder im Einflussbereich von eher kurzfristigen Zwischenhochs. Dadurch wurde fast permanent feuchtwarme Luft aus südlicher oder südwestlicher Richtung in die Schweiz geführt.

Kurz vor Monatsende zeichnet sich landesweit der zweitwärmste Juni seit Messbeginn 1864 ab, zusammen mit dem Juni 2017. Die erwartete Monatsmitteltemperatur liegt bei 15,2 °C. Alleiniger Rekordhalter bleibt der Juni aus dem Hitzesommer 2003 mit überragenden 17,3 °C.

Die Nordschweiz unterhalb von 1000 m registrierte mit 18,5 °C den drittwärmsten Juni seit Messbeginn. Neben dem Juni 2003 mit 21,6 °C war hier auch der Juni 2017 mit 19,3 °C wärmer.

Der langjährige Verlauf der Junitemperatur zeigt ab Messbeginn bis gegen das Ende des 20. Jahrhunderts  keinen langfristigen Trend, weder zu milderen noch zu kühleren Verhältnissen. Anschliessend springt die Junitemperatur in ganz kurzer Zeit auf ein rund 2 Grad höheres Niveau.

Vergrösserte Ansicht: Abb 1:
Die Junitemperatur in der Schweiz seit Messbeginn 1864. Die grauen Linien zeigen die klassischen 30-jährigen Mittel sowie das Mittel 1989‒2018 .
Abb 1: Die Junitemperatur in der Schweiz seit Messbeginn 1864. Die grauen Linien zeigen die klassischen 30-jährigen Mittel sowie das Mittel 1989‒2018 .

Sonnig und heiss

Der meteorologische Sommer machte seinem Namen zu Beginn alle Ehre. Im Einfluss eines Hochs bekam das ganze Land in den ersten drei Tagen viel Sonne ab. An vielen Messstandorten nördlich der Alpen gab es die ersten Sommertage (Tagesmaximum über 25 °C) just am 1. Juni. Im Tessin reichte es in den tiefen Lagen schon im Mai zu vereinzelten Sommertagen.

Mit aufkommender Südwestströmung folgte im Churer Rheintal am 3. Juni der erste Hitzetag (Tagesmaximum über 30 °C). In Bad Ragaz wurden am 4. Juni sogar 32,3 °C erreicht. Am gleichen Tag wurde die 30-Grad-Marke auch an mehreren Stationen im Mittelland und Jura überschritten (Wynau 30,8 °C, Basel/Binningen 32,0 °C, Delémont 31,2 °C). Die Tagesmitteltemperatur überstieg in dieser Phase die Norm 1981‒2010 stellenweise um mehr als 7 °C, zum Beispiel an Bergstandorten wie dem Napf mit einem Überschuss von 9,1 °C.

Heftige Niederschläge aus Süden 

Mit dem Durchgang einer Kaltfront kühlte sich die Luft über der Schweiz in der Nacht auf den 6. Juni markant ab. Anschliessend blieb die Schweiz bis über die Monatsmitte hinaus meist im Einfluss einer feuchtlabilen Süd- bis Südwestströmung und unterschiedlich kräftigem Föhn.

Am 10. Juni erreichte der stürmische Südwind sein Maximum mit Böenspitzen bis 136 km/h auf dem Gütsch ob Andermatt. Im Nordtessin brachten erste kräftige Gewitter stellenweise mehr als 100 mm Niederschlag. Über den gesamten Zeitraum vom 9. bis 12. Juni kamen so im Oberwallis, im Bedretto-Tal und in der Leventina teilweise über 160 mm Niederschlag zusammen.

Vergrösserte Ansicht: Abb. 2: Niederschlagssumme über die Periode 9. – 12. Juni.
Abb. 2: Niederschlagssumme über die Periode 9. – 12. Juni.

Während des Niederschlagsereignisses fielen hohe 1-Tages-Niederschlagssummen. Binn im Oberwallis registrierte mit 154 mm die sechsthöchste 1-Tagessumme seit Messbeginn im Jahr 1900. In der nachfolgenden Darstellung der jährlich höchsten 1-Tages-Niederschlagssummen ergibt sich Rang 5, da im extremen Oktober 2000 in Binn die höchste und vierthöchste 1-Tages-Niederschlagssumme fiel.

Im Oberwallis und im Gotthardgebiet gab es vor allem am 10. Juni sehr hohe Niederschlagsmengen. Im angrenzenden Graubünden folgte der Hauptschub am 11. Juni, wobei hier bereits an den beiden Vortagen grössere Mengen registrierte wurden. Im gesamten betroffenen Gebiet kam es zu Hochwasser und lokalen  Überschwemmungen mit Schadensfolgen. Im St. Galler Rheintal trat der Rhein auf einer längeren Strecke über die Ufer.

Vergrösserte Ansicht: Abb. 3: Die jährlich höchsten 1-Tages-Niederschlagssummen seit Messbeginn an den Messstandorten Airolo, Andermatt, Splügen und Binn. Das aktuelle Ereignis ist in dunkelblauer Farbe angegeben. Die grauen Linien zeigen die klassischen 30-jährigen Mittel sowie das Mittel 1989‒2018. An den Messstandorten Splügen und Binn fehlen die Daten einzelner Jahre.
Abb. 3: Die jährlich höchsten 1-Tages-Niederschlagssummen seit Messbeginn an den Messstandorten Airolo, Andermatt, Splügen und Binn. Das aktuelle Ereignis ist in dunkelblauer Farbe angegeben. Die grauen Linien zeigen die klassischen 30-jährigen Mittel sowie das Mittel 1989‒2018. An den Messstandorten Splügen und Binn fehlen die Daten einzelner Jahre.

Zwischenhochs und Gewitterluft

Die Südwestströmung behielt auch vom 13. bis 22. Juni ihre Vormachtstellung. Sie wurde nur tageweise von Zwischenhochs unterbrochen. In der herangeführten feuchtmilden Luft entstanden verbreitet immer wieder Gewitter.

Am 15. Juni durchquerte ein mächtiger Gewitterkomplex die ganze Schweiz. Im westlichen Genferseegebiet fielen innert weniger Stunden 30 bis 50 mm Regen begleitet von kräftigem Hagel und starken Windböen. Keller und Strassen wurden überflutet und es gab Behinderungen durch umgestürzte Bäume.

Im Val de Ruz brachte am 22. Juni ein starker Gewittersturm lokal über 100 mm, abgeschätzt aus Radardaten. Das viele Wasser führte zu grossen Schäden an Häusern, Strassen und Fahrzeugen.

Wüstenluft bringt grosse Hitze

Ab dem 23. Juni lag die Schweiz in einer anhaltenden Süd-Südost-Strömung. Zwischen einem Tief über dem Atlantik und einem Hoch über Zentraleuropa floss heisse Saharaluft heran. Bei viel Sonnenschein von früh bis spät stieg die Tagesmaximum-Temperatur ab dem 24. Juni bis zum Monatsende in den tieferen Lagen beidseits der Alpen regelmässig auf über 30 Grad. Zwei Tage später erreichten die Werte verbreitet 34 bis 36 °C.

Die Hitze brachte am 26. Juni an über 40 Messstandorten neue Juni-Rekorde der Tagesmaximum-Temperatur. Sechs Messstandorte in höheren Lagen registrierten neue absolute Rekorde. Darunter befinden sich zwei Standorte mit homogenen Messreihen der Tagesmaximum-Temperatur von über 100 Jahren. Davos zeichnete den neuen Rekordwert von  29,8 °C auf. Der bisherige Höchstwert lieferte der 5. Juli 2015 mit 29,3 °C. Auf dem Säntis stieg das Tagesmaximum auf 21 °C. Der bisherige Rekord vom 27. Juli 1983 lag bei 20,6 °C.

Eine der intensivsten Hitzeperioden seit Messbeginn

Die vom 25. Juni bis am 01. Juli anhaltende Hitze mit über 30 Grad führte zu einer der intensivsten siebentägigen Hitzeperioden seit Messbeginn vor über 100 Jahren. Genf und Basel registrierten mit einem mittleren Tagesmaximum von rund 34 Grad die viertheisseste 7-Tages-Periode seit Messbeginn. Rang 4 war es auch in Bern und in Locarno-Monti mit Werten zwischen 33 und 34 °C.

Klares Signal der Klimaänderung

Intensive anhaltende Hitzeperioden über eine Woche sind in den letzten Jahrzehnten häufiger geworden. In Regionen, die immer wieder davon betroffen waren, wie zum Beispiel der Westschweiz, folgen sie sich heute in kürzeren Zeitabständen. Regionen, die in der Vergangenheit kaum solche Hitzeperioden registrierten, müssen auch heute mehr oder weniger regelmässig damit rechnen. Das heutzutage häufigere Auftreten von Hitzewellen ist eines der ganz klaren Signale der laufenden Klimaänderung.

Noch mehr Hitze in Zukunft

Die ans Mittelmeer angrenzenden Grossregionen Europas, und damit auch die Schweiz, sind weltweit von einer der stärksten Zunahmen von Hitzeextremen betroffen. Dieser Trend lässt sich bereits in den vergangenen Jahrzehnten beobachten und wird sich sehr wahrscheinlich auch in Zukunft fortsetzen (Quelle: CH2018: Klimaszenarien für die Schweiz).

Die Sommerlinden blühen

Mit der Blüte der Sommerlinde wird der phänologische Hochsommer eingeläutet. Ab Anfang Juni konnte ihr Blühbeginn und ab etwa Mitte Juni ihre Vollblüte im Flachland beobachtet werden. Der Blühbeginn fand bisher wenige Tage später statt als im Mittel der Jahre seit 1996, während sich die Vollblüte bisher ungefähr um ein mittleres Datum der 30-jährigen Vergleichsperiode 1981-2010 einordnen lässt. Zur Blüte der Winterlinde, die unterhalb von 600 m im Mittel am 27. Juni blüht, liegen erst wenige Meldungen vor.

Schon ab Ende Mai und dann vor allem in der ersten Junihälfte blühte der Schwarze Holunder, auch dieser ziemlich genau im Mittel der Periode 1981-2010. In den Bergen wurde im Juni der Nadelaustrieb der Fichten zwischen etwa 1000 und 1500 m beobachtet, normal bis leicht später als im Mittel. Die Wiesenmargeriten blühten bis gegen 1500 m, auch sie ungefähr zu einem mittleren Zeitpunkt.

Trotz dem sehr warmen Juni hatte die Vegetation keinen Vorsprung auf eine mittlere Entwicklung. Der Grund dafür liegt vor allem an den tiefen Temperaturen im Mai, denn für den Blühzeitpunkt von Linden und Schwarzem Holunder sind die Temperaturen der Monate April bis Juni entscheidend. In diesem Jahr lag die Temperatur von April bis Juni im Mittel der Schweiz 0.5 °C über der Normperiode 1981-2010.

Vergrösserte Ansicht: Dieses Getreidefeld blühte im Juni, andere Getreidefelder begannen sich bereits langsam gelb zu färben. 
Foto: Regula Gehrig, 15. Juni bei Wegenstetten, AG
Dieses Getreidefeld blühte im Juni, andere Getreidefelder begannen sich bereits langsam gelb zu färben. Foto: Regula Gehrig, 15. Juni bei Wegenstetten, AG

Der definitive Bericht zum Juni  2019 ist ab dem 10. Juli 2019 in der Rubrik Klimaberichte verfügbar.

Weiterführende Information

CH2018: Klimaszenarien für die Schweiz

Kommentare (29)

  1. Baur, 10.07.2019, 00:25

    @Max Werner: Und wieviele Menschen im 16. Jahrhundert an den Folgen von Hitze Wassermangel und Dürre gestorben sind, davon berichtet Ihre Chronik nichts? Oder nahm man diese Todesfälle damals einfach als Gott- und Naturgegeben hin? Zum Glück hat menschliches (Über-) Leben heutzutage einen besseren Stellenwert!

  2. holzhackerheini, 07.07.2019, 22:39

    Wir konnen nur anpassen und weitermachen!
    Gross umschalten wird leider nicht gehen. Ist unbezahlbar.
    Vielleicht sollten wir uns mal Gedanken machen ob wir und unlimitiert fortplanzen sollten?
    Der ganzen CO2 blodsinn konnten wir in 50 Jahren fur ein und allemal losen.

  3. Walter Schibli, 07.07.2019, 18:01

    Es ist verrückt wie die Leute sich ereifern Temperaturen bis 35° nicht zum aushalten, aber dann wird geprahlt wir waren mit Kamel auf Wüsten-tour in Marokko bei 40° und letztes Jahr in Australien bei über 40° und ich stelle fest die Leute Leben immer noch

    1. Esther, 09.07.2019, 12:13

      Das sind mit grosser Wahrscheinlichtkeit nicht dieselben Leute. Solche Pauschalisierungen sind wenig sinnvoll.

    2. Baur, 10.07.2019, 00:18

      Da mögen Sie recht haben, aber in der Wüste wird die Hitze wegen tiefer Luftfeuchtigkeit besser ertragen als hier bei uns wo es gleich so drückend schwül wird. Und in Australien sind vollklimatisierte Häuser und Hotelzimmer inzwischen Standard.

  4. Sabine, 04.07.2019, 16:34

    Sehr schöne Bilder. Gefällt mir gut.

  5. heini meister, 03.07.2019, 11:53

    vor 30 jahren sang Rudi karell noch "wann wird's mal wieder richtig sommer" und man ging davon aus dass eine neue Eiszeit im anflug sei. co2 hatte man damals ja schon seit über 30 jahren massiv ausgepustet...wie schnell sich die Zeiten bei den menschengemachten Themen und Kampagnen doch ändern............

    1. Andy Burian, 09.07.2019, 00:38

      Endlich mal wieder ein kluger Blog Kommentar.

  6. Martin Brun, 01.07.2019, 14:07

    Da steht der Planet Erde im Weltall, Schweisstropfen auf der Stirn, Fiebermesser im Mund, Pickel im Gesicht. Kommen zwei kleine Planetchen vorbei. Sagt das Eine zum Anderen: " Du, schau mal, der arme Kerl ist ja krank." Antwortet das Andere: " Halb so schlimm, der hat nur Mensch, das geht vorbei!"

    1. Andrej, 02.07.2019, 22:33

      Der "Witz" ist älter als das Universum

    2. Hans, 08.07.2019, 16:30

      Der ist so alt, da war das Tote Meer noch krank!

  7. Heino Frischling, 29.06.2019, 20:57

    Frühling, früher nannte man die Zeit von April bis Juni Frühling.
    Dass die Erderwärmungsgegner nun ihren Standpunkt mit Brachialgewalt durchsetzen wollen darf uns nicht weiter erstaunen.
    Das schwarze Gold, Lebenselixir der industrialisierten Welt, ist ja nicht nur Energieliferant als fossiler Brennstoff, sondern auch Ausgangsstoff für Plastik und unzählige Kunststoffe in denen wir sprichwörtlich schwimmen. Es wird prognostiziert die Nachfrage nach Öl wird zunehmend aus diesem Sektor kommen. Wir können das nicht ändern, dürfen uns aber fragen, ob die Welt wirklich so funktioniert wie man uns das gerne weiss macht. Es ist zum Beispiel ein typisch menschliches Verhalten im klimatisierten Büro zu sitzen und die überschüssige Wärme zum Nachbarn zu blasen. u.s.w.

    1. Henry, 01.07.2019, 22:14

      Fuer Meteorologen/Klimatologen bedeutet Fruehling seit jeher nicht April bis Juni, sondern Maerz bis Mai.

  8. Timo Kleger, 29.06.2019, 00:00

    Die 7-tägige Hitzeperioden Höchstwerte liegen doch erst am 30.Juni vor. Die angegebenen sind wahrscheinlich geschätzten, wenn ich das richtig verstehe?
    In Genf wird die 7-tägige Temperatur auf 34.2°C geschätzt, wobei bis jetzt die höchste Temperatur lediglich 34.3°C betrug. (https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/messwerte.html?param=messwerte-lufttemperatur-10min&station=GVE)

  9. Gerri, 28.06.2019, 21:07

    Hurra es ist Sommer

  10. Andre Keller, 28.06.2019, 14:27

    Der Sommer wird von Jahr zu Jahr besser, so kann es weitergehen.

    1. Urs, 28.06.2019, 17:43

      Mit was? Vertrockneten Feldern, ausgetrockneten Flüssen, massenhaftes Sterben der Fische und einem Strombedarf der sich bis 2025 wohl verdreifacht wird etc.?

      Oder geht es ihnen darum, in warmen Gewässer zu baden?

    2. Esther, 28.06.2019, 20:43

      Was Sie seit Tagen in jedem Blog in ähnlicher Weise posten, ist schlicht und einfach gedankenlos und menschen-, tier- und naturverachtend. Ich habe diesen Bericht http://ec.europa.eu/health/ph_projects/2005/action1/docs/action1_2005_a2_15_en.pdf bereits einem Ihrer gedankenlosen Mitstreiter im heutigen Wetter-Blog empfohlen.

    3. Gerri, 29.06.2019, 08:07

      Genau

    4. Martin Schäfer, 29.06.2019, 13:56

      @Andre Keller
      Ob es so weitergehen kann? Mal sehen ob wir in 20 Jahren bei 45 Grad oder mehr immer noch so locker drauf sind...

    5. Fadri, 29.06.2019, 15:03

      Wohin führt uns das alles noch?
      Die Entwicklung macht mir Angst. Jeder, der die Statistiken studiert und weiter denkt, wird beunruhigt sein.
      In wenigen Jahrzehnten werden 40 Grad die neue Normalität sein.
      Mit verheerenden Auswirkungen für die Umwelt und für uns Menschen.

    6. Trösch Manfred, 29.06.2019, 17:13

      Zwische Mitte Mai und Mitte Juni musste ich an 5 Donnerstagen eine geplante MTB Tour absagen.
      Ja und jetzt musste ich eine Tour wegen Hitze abgesagen..
      Ein verrücktes Hin und Her!

    7. Walter Borer, 29.06.2019, 17:34

      Ja so kann es weitergehen. Das Grundwasser/Trinkwasser wird immer weniger, die Wälder/Bäume leiden immer mehr und gehen zu Grunde. Die Nahrungsproduktion in der Landwirtschaft wird immer schwerer. Ja so kann es weitergehen.

    8. Th. Schneider, 29.06.2019, 19:34

      Vielleicht werden die Sommer kurzfristig für Andre Keller besser, sicher aber nicht für unsere Wälder und Gletscher, wir Menschen müssen uns mittelfristig wohl auf grosse und wenig angenehme Veränderungen gefasst machen!

    9. Baur, 29.06.2019, 23:54

      Und Ihre Sprüche werden von Jahr zu Jahr, nein, nicht besser....unsere mitteleuropäischen Gene sind nicht ans feuchtheisse Sommer-Mittelmeerklima adaptiert.

    10. Bruno Fässler, 30.06.2019, 06:03

      Bis Sie älter als 70 sind, kaum mehr Luft kriegen und die Welt draussen als lebensfeindlich wahrnehmen?
      Bis die Wälder vom Hitzestress geschwächt bei einem Orkan fallen?
      Bis Hunderte von Millionen von Klimaflüchtlingen aus überschwemmten Küstengebieten unterwegs sind?
      Der Wandel war schon immer, das Tempo des Wandels bereitet Sorge.

    11. Lars, 01.07.2019, 22:02

      Genau der Meinung bin auch. Ich liebe heisse Sommer.
      Der positive Nebeneffekt ist, dass Hitzeliebhaber auch ihre Ferien in der Schweiz verbringen können, was wiederum heisst, dass weniger Flugreisen etc. nötig sind. Man muss eben auch mal die Vorteile und nicht immer nur die Nachteile sehen...

    12. S. Cepticus, 03.07.2019, 08:39

      Um das von vornherein klar zu stellen & um Missverständnisse zu verhindern: der Klimawandel ist Tatsache (imho).

      Aber ich persönlich sehe die Zukunft lieber etwas optimistischer. Wir werden uns anpassen müssen und wohl auch können. Auch Menschen mit "mitteleuropäischen Genen" sind endotherme Tiere und sind somit fähig, sich der verändernden Umwelttemperatur anzupassen. Die Forst- & Landwirtschaft gehen garantiert nicht "zu Grunde", sondern sie richten ihre Produktion soweit möglich neu aus. Bei den Wäldern, die in der CH stark anthropogen beeinflusst sind, kann mit entsprechenden Bestandsveränderungen gegengewirkt werden (z.B. trockenheitstolerantere Baumarten). Die landwirtschaftliche Pflanzenzüchtung ist bereits heute daran die Sorten von morgen zu züchten, neue Kulturpflanzen werden sich etablieren, effiziente Bewässerungssysteme werden verbreiteter anzutreffen sein etc. Das sind "Generationenprojekte" und sollten deshalb lieber früher als später in Angriff genommen werden.

    13. max werner, 03.07.2019, 19:15

      Hier noch für Lebensängstler, zur Beruhigung, was die Menschheit schon alles überlebt hat, aus der Möschig-Gander-Chronik, Saanenland:
      «1538 war die Wärme … gross dass schon im Dezember die Blumen aufschlugen. 1540 Hitze so gross dass Wasser Theürer verkauft wurde als Wein. 1572 Winter so warm dass im Jenner die Bäume ausschlugen. 1575 Sommer so heiß, kein Mensch verdenken, es rehgnete nichts, dass die Brünen und anderes Waser vetrockneten. 1585 Stuhnd das Korn um Ostern in vollen Schossen. 1586 – 87 war es sehr trocken und dürr … wenig Heu gewachsen … in diesen und folgenden Jahren wegen Trökne … kein Emd gewachsen.»
      Also bitte, keine Panik.