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Grosses Tief bestimmte weiterhin unser Wetter.

30. Dezember 2020
Themen: Wetter

Am vorletzten Tag des Jahres bestimmte weiterhin ein grosses Tief mit Kern bei Dänemark das Wetter vor allem auf der Alpennordseite. In den Alpen und im Süden war es dagegen vorübergehend freundlicher.

Heute am späteren Nachmittag in der Hirzelregion mit einzelnen grösseren Quellwolken im Nordwesten. Aufnahme U. Graf
Heute am späteren Nachmittag in der Hirzelregion mit einzelnen grösseren Quellwolken im Nordwesten. Aufnahme U. Graf

Grosses Tiefdruckgebiet füllte sich allmählich weiter auf.

Heute Mittwoch lag die Schweiz weiterhin an der Südflanke eines umfangreichen Tiefdruckgebiets mit Kern bei Dänemark. Dieses füllte sich im Tagesverlauf allmählich weiter auf. Gleichzeitig steuerte es mit schwacher bis mässiger Südwest- bis Westströmung noch etwas kältere und zeitweise feuchtere Luft zu unserem Land

Vergrösserte Ansicht: Auf der Bodenanalyse vom Mittag lag die Schweiz weiterhin an der Südflanke eines umfangreichen Tiefdruckgebiets mit Kern bei Dänemark. Dabei floss mit einer mässigen Westströmung Polarluft zur Alpennordseite. Weiter südlich wirkte ein schwacher Hochdruckkeil. Quelle: Deutscher Wetterdienst
Auf der Bodenanalyse vom Mittag lag die Schweiz weiterhin an der Südflanke eines umfangreichen Tiefdruckgebiets mit Kern bei Dänemark. Dabei floss mit einer mässigen Westströmung Polarluft zur Alpennordseite. Weiter südlich wirkte ein schwacher Hochdruckkeil. Quelle: Deutscher Wetterdienst

In der Höhe zog weiterer Trog von West nach Ost.

In der Höhe wurde dieser Prozess durch einen weiteren, mässig aktiven Trog unterstützt, der tagsüber von West nach Ost zog. Dabei führte dieser hochreichend kalte und labil geschichtete sowie zeitweise feuchtere Luft zur Schweiz.

Vergrösserte Ansicht: Im Laufe des Tages überquerte der erwähnte Trog mit seiner Achse (hier 500 hPa-Fläche mit Feuchtigkeit und Temperatur) die Schweiz langsam von West nach Ost. Quelle: EZMW.
Im Laufe des Tages überquerte der erwähnte Trog mit seiner Achse (hier 500 hPa-Fläche mit Feuchtigkeit und Temperatur) die Schweiz langsam von West nach Ost. Quelle: EZMW

Etwas zunehmender Nordüberdruck

Überdies nahm der Nordüberdruck über dem Alpenraum etwas zu und mit allgemein steigendem Luftdruck nahm im Tagesverlauf auch der West-Ost-Gradient vorübergehend etwas zu.

Vergrösserte Ansicht: Im Tagesverlauf nahm die Druckdifferenz zwischen Kloten und Lugano etwas zu und damit bewegten sich die Schauerzellen allmählich etwas vom Jura und Mittelland in Richtung Voralpen. Quelle: MeteoSchweiz
Im Tagesverlauf nahm die Druckdifferenz zwischen Kloten und Lugano etwas zu und damit bewegten sich die Schauerzellen allmählich etwas vom Jura und Mittelland in Richtung Voralpen. Quelle: MeteoSchweiz

Auf der Alpennordseite unbeständig, in den Alpen und im Süden recht sonnig

Damit war es auf der Alpennordseite heute bewölkt mit lokalen Aufhellungen. Gebietsweise zogen schwach bis mässig aktive Schauerzellen vorbei, die Schneefallgrenze lag dabei je nach Intensität zwischen 300 und 800 Metern. In den Alpen und im Süden war es meist trocken und vor allem am Vormittag oft sonnig, einzig im Tessin war es anfangs noch bewölkt. Im Unterwallis war es vermehrt bewölkt und es gab lokale Schauer.

Vergrösserte Ansicht: Auf dem hochaufgelösten Bild (Auflösung 250 m) des Satelliten Terra der NASA ist die Bewölkung nördlich der Alpen und im Unterwallis gut zu sehen. Ebenfalls ist der meist wolkenlose Alpenbogen gut zu erkennen. Die Wolkenreste auf der Alpensüdseite wurden im Tagesverlauf südwärts abgedrängt.
Auf dem hochaufgelösten Bild (Auflösung 250 m) des Satelliten Terra der NASA ist die Bewölkung nördlich der Alpen und im Unterwallis gut zu sehen. Ebenfalls ist der meist wolkenlose Alpenbogen gut zu erkennen. Die Wolkenreste auf der Alpensüdseite wurden im Tagesverlauf südwärts abgedrängt.

Sehr unterschiedliche Minima

Die Temperatur in den Niederungen lag am Morgen zwischen minus 5.3 Grad im klaren und verschneiten Grono im unteren Misox und +2.6 Grad im bewölkten, östlichen Genferseebecken. In der Höhe war es deutlich kälter, am kältesten mit minus 20.3 Grad in Samedan im Oberengadin.

Bis am Nachmittag stieg die Temperatur in den Niederungen in der ganzen Schweiz auf Werte zwischen 1 Grad in Interlaken und 6 Grad in Genf sowie Lugano. Im Oberengadin sowie auf 2000 Metern wurde maximal etwa minus 6 Grad gemessen.

 

Vergrösserte Ansicht: Minima der ganzen Schweiz bis am Mittwochmorgen. Quelle MeteoSchweiz
Minima der ganzen Schweiz bis am Mittwochmorgen. Quelle MeteoSchweiz

Schwacher bis mässiger Wind aus Sektor Südwest bis West, über den Alpen Nordwest- bis Nordwind

Der Wind wehte auf der Alpennordseite schwach bis mässig aus Sektor Südwest bis West. Über den Alpen blies ein mässiger Nordwest- bis Nordwind. In den oberen Tälern der Alpensüdseite kam eine schwache Nordwindtendenz auf, die sich gegen Abend auf das ganze Sopraceneri ausdehnte.

 

Vergrösserte Ansicht: In den Alpen, wie hier auf dem Flüelapass, verzierten zum Teil nur dünne Cirren den Himmel. Aufnahme J. Fisler
In den Alpen, wie hier auf dem Flüelapass, verzierten zum Teil nur dünne Cirren den Himmel. Aufnahme J. Fisler
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