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Sonnenfinsternis, Nebel und Gewitter

10. Juni 2021, 5 Kommentare
Themen: Wetter

Wir ziehen Bilanz über die vergangenen Gewitter. Auch heute gab es Gewitter, am Morgen konnte sich aber auch Nebel bilden. Am Ende dieses Blogs wird die partielle Sonnenfinsternis von heute Mittag veranschaulicht.

Krokusse neben Schneeresten in den Fideriser Heubergen auf rund 2000 m ü.M.. Foto: Michael Kasper
Krokusse neben Schneeresten in den Fideriser Heubergen auf rund 2000 m ü.M.. Foto: Michael Kasper

Rückblick

Vergrösserte Ansicht: Niederschlagssummen von gestern, hergeleitet aus einer Kombination aus Bodenmessungen und Radardaten (Combi Precip). Quelle: MeteoSchweiz
Niederschlagssummen von gestern, hergeleitet aus einer Kombination aus Bodenmessungen und Radardaten (Combi Precip). Quelle: MeteoSchweiz

Gestern entstanden vor allem den Voralpen entlang und über dem Jura sowie über dem Schwarzwald und den Vogesen nochmals teils kräftige Gewitter. Diese zogen in der nördlichen Strömung südwärts. Im Alpsteingebiet kamen lokal über 100 mm zusammen («rotes» Gebiet). Die manuelle Niederschlagsstation Kronberg hat gestern (genau genommen gestern 5:50 bis heute 5:40 UTC) 75.7 mm registriert, diejenige auf der Schwägalp 56.6 mm. Beide Stationen liegen am Rand oder ausserhalb des «roten» Gebiets. Im «roten» Gebiet selbst haben wir leider keine Niederschlagsmessstation, somit gab es keinen «Volltreffer».

Da diese Niederschlagsmengen meist innert kurzer Zeit fielen, kam es lokal zu Überschwemmungen oder Erdrutschen. So zum Beispiel auch im Entlebuch. Die Station Schüpfheim registrierte innert 10 Minuten 19.5 mm.

Im Folgenden noch die Niederschlagssummen der letzten drei gewitterträchtigen Tage:

Wetter heute

Vergrösserte Ansicht: SwissMetNet Station in Cham heute vor dem Mittag, links auf dem Querbalken ein Strahlungsmessgerät. Foto: Michael Kopp
SwissMetNet Station in Cham heute vor dem Mittag, links auf dem Querbalken ein Strahlungsmessgerät. Foto: Michael Kopp

Die Druckgegensätze über Mitteleuropa sind weiterhin flach, über der Schweiz lag auch heute eine mässig feuchte und labil geschichtete Luftmasse. Auf die labile (instabile) Schichtung weisen beispielsweise Quellwolken hin. Die Feuchtigkeit wurde nicht nur durch die Quellbewölkung mit anschliessenden Schauern und Gewittern sichtbar, sondern auch durch morgendlichen Nebel.

Etwa von Schaffhausen übers Wasserschloss bis fast zum Bielersee sowie im Reusstal konnte sich in der Nacht ausgedehnter Nebel bilden. Auch in anderen Regionen gab es mit Aufklarungen in der Nacht lokale Nebelfelder. Besonders in den Nebelgebieten, in denen es gestern noch etwas Niederschlag gab, löste sich der Nebel erst Ende Vormittag vollständig auf. Dies ist für die Jahreszeit eher ungewöhnlich, erreicht doch die Sonne bald ihren jährlichen Höchststand.

Vergrösserte Ansicht: Webcambilder aus Grenchen heute um 8 Uhr (oben) und um 12 Uhr (unten). Quelle: fliegen.roundshot.com
Webcambilder aus Grenchen heute um 8 Uhr (oben) und um 12 Uhr (unten). Quelle: fliegen.roundshot.com

Währenddem sich also der Nebel teils noch auflöste, bildeten sich nur unweit entfernt bereits wieder erste Quellwolken. Vor allem über den Bergen gab es bis Redaktionsschluss um 16.30 Uhr ein paar Schauer und einzelne Gewitter.

MeteoSchweiz ist offen für einen respektvollen Onlinedialog und freut sich über Ihre Kommentare und Fragen. Kontaktformular

Kommentare (5)

  1. Albert, 12.06.2021, 13:19

    Wieviel Energie die Sonne der Erde doch liefert, bisher leider nur beschränkte Möglichkeiten diese zu nutzen herrschen und stattdessen weiterhin über Millionen Jahre entstandene fossile Energieträger zum Einsatz kommen und dabei das Klima nachhaltig beeinflusst wird.

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  2. Niklaus Wiget, 11.06.2021, 16:14

    Ich finde es gut, wenn jemand in einem Kommentar aus Wikipedia abschreibt - so muss man nicht selber nachschlagen. Aber den Hinweis auf Wikipedia (oder eine sonstige Quelle) sollte ein solcher Kommentar enthalten.

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  3. stefan, 10.06.2021, 19:33

    Ja heute war ein prachts sommertag. So stelle ich mir einen schönen Sommer vor. Nächste Woche wird es, so wies aussieht, so richtig heiss. Dann muss ich wieder ins kühle Haus flüchten. Doch sind wir nicht noch immer in der Zeit der schafskälte? Vielen Dank für die tollen Beiträge.

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    1. Manfred Wiedmer, 11.06.2021, 09:10

      Hallo Stefan

      Die "Schafkälte" gehört - wie auch das "Weihnachtstauwetter" - zu den sog. meteorologischen Singularitäten, die alljährlich recht zuverlässig um die gleiche Jahreszeit auftreten - oder besser: auftraten. Denn die Schafkälte kam in den letzten 20-30 Jahren immer seltener, und auch dieses Jahr sieht es nicht danach aus. Ein direkter Zusammenhang mit der Klimaerwärmung ist indessen nicht nachgewiesen....

    2. stefan, 11.06.2021, 13:05

      Manfred dann möchtest du also wikipedia wieder sprechen?