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Der neue IPCC-Bericht: Hauptaussagen und Blick in die Schweiz

9. August 2021, 17 Kommentare
Themen: Klima

Heute erscheint der Sechste Bericht des Weltklimarates IPCC zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. In diesem Beitrag stellen wir die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Bericht vor und setzen sie in Kontext zum Klimawandel in der Schweiz.

IPCC Illustration

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) fasst in regelmässigen Abständen den aktuellen Wissensstand zum Klimawandel zusammen. Er schafft damit die Grundlage für wissenschaftsbasierte Entscheidungen in der Politik zu Klimaschutz und Klimaanpassung. Wie der IPCC funktioniert kann in unserem Blogbeitrag vom 21. Juli 2021 nachgelesen werden.

Seit dem Fünften IPCC-Bericht im Jahre 2013 wurden neue Klimaarchive erschlossen, und die Qualität von Klimabeobachtungen hat sich weiter verbessert. Dadurch liegt nun ein umfassender Überblick über historische Veränderungen des Klimas vor. Auch die Auswirkungen des Klimawandels können inzwischen mit noch grösserer Sicherheit nachgewiesen werden. Weiterentwicklungen in der Modellierung erlauben es, Klimaprozesse noch genauer zu simulieren. So lassen sich komplexe Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Komponenten des Klimasystems, z.B. zwischen dem Ozean und der Atmosphäre, noch besser abbilden. Dadurch wird auch der menschliche Einfluss auf das Klima - einschliesslich Wetter- und Klimaextremen - deutlicher aufgezeigt.

Die Kernaussagen: Vergangener Klimawandel

Der Sechste Bericht bestätigt grundsätzlich die Ergebnisse früherer Berichte. Es steht inzwischen zweifelsfrei fest, dass die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen das Klima erwärmt haben und auch für jüngste Klima- und Wetterextreme mitverantwortlich sind (siehe Abb. 1). In den vergangenen Jahren sind unsere Treibhausgasemissionen sogar weiter angestiegen. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist heute so hoch wie seit mindestens zwei Millionen Jahren nicht mehr. Weitere wichtige Kernaussagen sind:

  • Der Klimawandel betrifft mittlerweile jede Region der Erde.
  • Die globale Mitteltemperatur hat sich seit Beginn der Industrialisierung um ca. 1,1 Grad erwärmt, wobei die Erwärmung über Land (1,6 Grad) grösser ist als über den Ozeanen (0,9 Grad). Die Temperatur in der Schweiz ist circa doppelt so stark angestiegen wie das globale Mittel.
  • Das gesamte Klimasystem (Atmosphäre, Ozeane, Meereseis und Gletscher) verändert sich in einem Ausmaß und Tempo wie seit vielen Jahrhunderten bis Jahrtausenden nicht.
  • Bereits beobachtete Auswirkungen des Klimawandels sind eine Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen und Starkniederschlägen und das häufigere Auftreten von Trockenphasen in einigen Regionen der Welt.
Vergrösserte Ansicht: Abb. 1: Die Kernaussagen des neuen IPCC-Berichts. Quelle: Darstellung MeteoSchweiz, Agentur mehrwert.
Abb. 1: Die Kernaussagen des neuen IPCC-Berichts. Quelle: Darstellung MeteoSchweiz, Agentur mehrwert.

Die Kernaussagen: Zukünftiger Klimawandel

Im Laufe dieses Jahrhunderts wird sich die globale Mitteltemperatur weiter erhöhen:

  • Mit konsequentem Klimaschutz könnte der globale Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts auf unter 2 Grad im Vergleich zu vorindustriellen Werten begrenzt werden. Bei weiterhin ungebremsten Treibhausgasemissionen muss man jedoch von einer deutlich stärkeren Erwärmung ausgehen.
  • Der Temperaturanstieg wird nicht in jeder Region der Erde gleich stark ausfallen, sondern zeigt ein Muster (siehe Abb. 2) mit einer stärkeren Erwärmung über Landflächen als über dem Ozean und einem besonders starken Temperaturanstieg über den Polargebieten. Auch in der Schweiz werden die Temperaturen stärker ansteigen als im globalen Mittel.
  • Die globale Erwärmung hat Auswirkungen auf viele weitere Komponenten des Klimasystems.
  • CO2-Senken (Ozean und Land) werden unter fortschreitenden Treibhausgasemissionen ineffizienter. Dies wird voraussichtlich dazu führen, dass ein höherer Anteil des ausgestossenen CO2 in der Atmosphäre verbleibt.
  • Es ist nicht auszuschliessen, dass Rückkoppelungsprozesse der Atmosphäre weitere zusätzliche Treibhausgase zuführen. Ein Beispiel für einen solchen Rückkopplungseffekt ist die verstärkte Emission des Treibhausgases Methan aus Bodenspeichern in Folge von auftauendem Permafrost.
Vergrösserte Ansicht: Abb. 2: Räumliches Muster der Temperaturveränderung bei einer mittleren globalen Erwärmung um 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Periode. Quelle: IPCC 2021, Bildausschnitt.
Abb. 2: Räumliches Muster der Temperaturveränderung bei einer mittleren globalen Erwärmung um 2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Periode. Quelle: IPCC 2021, Bildausschnitt.

Die Folgen des Klimawandels und die Bedeutung von globalem Klimaschutz

Mit fortschreitender Erwärmung werden sich Änderungen im gesamten Klimasystem weiter verstärken. Dies führt global zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen und Starkniederschlägen. In einigen Regionen wird es häufigere und extremere Trockenphasen geben, wobei die Anzahl der betroffenen Regionen mit zunehmender globaler Erwärmung steigt. Diese Auswirkungen betreffen auch die Schweiz und wurden in den Schweizer Klimaszenarien CH2018 bereits detailliert unter die Lupe genommen. So haben wir in Zukunft mit trockeneren Sommern, heftigeren Niederschlägen, einer deutlich steigenden Hitzebelastung und einem weiteren Anstieg der Nullgradgrenze mit Konsequenzen unter anderem für die winterliche Schneedecke zu rechnen. Viele Folgen der Klimaerwärmung sind auf einer Zeitskala von mehreren Jahrhunderten unumkehrbar. Beispiele sind der ansteigende Meeresspiegel, der Verlust von Meereis und der Rückzug von Gletschern. Ausserdem werden gleichzeitig auftretende Extremereignisse, wie zum Beispiel Hitze und Dürre, immer wahrscheinlicher.

Ohne Klimaschutzmassnahmen und bei weiterhin hohen Treibhausgasemissionen könnten heute noch extrem unwahrscheinliche Ereignisse möglich werden. Dazu gehört das Erreichen sogenannter Kipppunkte, in deren Folge sich Meereszirkulationen und regionale Klimaregime massiv und sprunghaft verändern könnten. Der IPCC-Bericht präsentiert ausserdem verschiedene Klimaschutzszenarien und zeigt, dass ein konsequenter Klimaschutz verbunden mit einer Reduktion der Treibhausgasemissionen viele Folgen des Klimawandels abmildern könnte. Einer Anpassung an die Folgen des Klimawandels bedarf es aber in jedem Fall, denn viele Auswirkungen beobachten und spüren wir schon heute.

Neben dem menschgemachten Klimawandel gibt es jederzeit natürliche Klimaschwankungen. Auf eine Sicht von 10 bis 20 Jahren können diese natürlichen Schwankungen den menschgemachten Klimawandel ausgleichen und in manchen Regionen diesem sogar vorrübergehend entgegenwirken. Langfristig wird der menschgemachte Klimawandel die natürlichen Schwankungen jedoch in vielen Aspekten deutlich übersteigen.

Wie geht es an dieser Stelle weiter?

Die Berichterstattung des IPCC ist eng verknüpft mit der nationalen Klimaberichterstattung. Basierend auf dem Fünften Bericht des IPCC (2013) liefern die Schweizer Klimaszenarien CH2018 eine Beschreibung zukünftig möglicher Klimazustände in unserem Land. CH2018 ist ein Themenschwerpunkt des National Centre for Climate Services (NCCS) und bietet anwendungsorientierte Produkte zur Beurteilung von Anpassungs- und Mitigationsmassnahmen und übersetzt den internationalen Wissensstand explizit für die Schweiz. In den kommenden Jahren werden diese Szenarien konsistent mit den Erkenntnissen des Sechsten IPCC-Berichts aufdatiert. Zudem werden wir in den nächsten Monaten an dieser Stelle einzelne Ergebnisse und Aussagen des Sechsten IPCC-Berichtes detaillierter beleuchten.

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Kommentare (17)

  1. S. A., 14.08.2021, 21:01

    Es verwundert mich nicht, dass die Lage so prekär ist. Ich halte mich nicht für all zu gut ausgebildet, und doch scheine ich, alleine weil ich den Unterschied zwischen Klima und Wetter kenne und mal etwas Statistik hatte, die Komplexität des Themas besser zu verstehen als ein Grossteil der Bevölkerung.

    Es ist eine Schande, dass man nur richtig über komplexe Zusammenhänge lernt wenn man auf Matura-Niveau geschult ist (und gute, interessierte Lehrer hatte). Und selbst dort lernen es viele nur kurz vor Prüfungen, um eine gute Note zu bekommen...Dann wird in irgendeine Fachrichtung studiert und ein Grossteil der Allgemeinbildung aus Gymnasiumszeiten geht vergessen. Nur schon alleine, weil man mit allem anderen ausgelastet ist. Allgemeinbildung braucht auch wieder Zeit und Energie um gepflegt zu werden.

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  2. Robert, 12.08.2021, 06:42

    Toller Sommer dieses Jahr. So kann's bleiben.
    Das Frühjahr war schrecklich. Viel zu lange viel zu kalt.

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  3. Andreas Marko, 10.08.2021, 15:25

    Besten Dank für die ausführliche Darstellung.
    Ich gebe zu bedenken, dass zum einen in den Berechnungen und Klimamodellen immer noch "Annahmen" und "geschätzte Variablen" verwendet werden, wir nicht wirklich wissen, was alles das Klima beeinflussen kann, es keine Beweise, sondern nur Studien und unvollständig Statistiken zur realen Beeinflussung durch CO2 gibt und leider immer nur Massnahmen gesetzt werden, mit denen einzelnen Konzerne viel Geld verdienen!
    Ich will unsere Beeinflussung durch Überstrapazierung keineswegs in Abrede stellen. Es gäbe viel einfachere Massnahmen, als Elektroautos, die im Gesamten betrachtet immer noch zu viel Schaden produzieren, oder Häusern sinnlos zuzukleben mit zu viel Styropor oder ähnliches.
    Warum sind nicht diejenigen, die die Urwälder sinnlos und aus Profitgier abholzen dazu genötigt, diese wieder aufzuforsten? Oder, zum Beispiel Investoren dazu gedrängt, dort zu investieren, wo es erforderlich ist und nicht dort, wo maximaler Gewinn in kürzester Zeit heraus schaut?
    Jeder Baum ist erforderlich, jedes Lebensmittel, das weggeworfen wird, weil zu viel produziert, ist sinnlos und alle Ressourcen, die verbrannt werden anstatt genutzt, sind Verschwendung!
    Entweder alle sehen ein, dass die Welt nur einmal vorhanden ist, oder wir gehen alle gemeinsam damit unter.
    Also bitte dort investieren, wo der grösste Nutzen gegeben ist. Leider fühlt sich dabei niemand angesprochen, oder nur die, deren Investitionen schon so weit fortgeschritten ist, dass weitere Massnahmen das Klima nicht mehr beeinflussen können.
    Aber so lange sie Welt Milliarden in die Rüstung steckt, wird kein Geld übrig bleiben, um da zu agieren.
    Vielleicht erledigen wir uns dann doch bald selbst, dann ist wieder Ruhe auf dem Planeten und die Natur findet ihren Weg zum Guten.

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    1. MeteoSchweiz, 12.08.2021, 13:47

      Guten Tag Herr Marco
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Sie sprechen die Annahmen und Unsicherheiten in der Klimamodellierung an. Wie sich das Klima verändern wird, hängt von verschiedenen Einflüssen ab: von natürlichen Faktoren und in steigendem Masse von menschlichen Einflüssen. Die natürlichen Einflüsse werden sich in der näheren Zukunft aller Voraussicht nach nicht stark verändern (z.B. die Sonnenaktivität) oder sie sind nicht beeinflussbar (z.B. sehr grosse Vulkanausbrüche). Der menschliche Einfluss auf das Klima ist jedoch variabel und bspw. abhängig von der Anzahl an Treibhausgasen, die emittiert werden. Klimaszenarien sind in der Tat keine direkte Vorhersage der Zukunft, sondern sie zeigen mögliche Klimazustände in der Zukunft unter Annahme von unterschiedlichen Treibhausgaskonzentrationen auf. Diese Treibhausgaskonzentrationen unterscheiden sich unter anderem darin, wie viele Treibhausgasemissionen die Menschheit in Zukunft noch ausstösst und ab wann Klimaschutz betrieben wird. Beides lässt sich schwer vorhersagen, da es bspw. von politischen Entscheidungen abhängt. Um die Spannweite der unterschiedlichen Klimaschutzaktivitäten der Menschen abzubilden, werden im IPCC deshalb fünf unterschiedliche Emissionsszenarien verwendet.

      Freundliche Grüsse
      MeteoSchweiz

    2. nicco, 30.08.2021, 11:55

      Danke für Ihren Beitrag. Wir haben ein System erschaffen, das uns zum Wachstum zwingt, inhärent umverteilend und Krieg ein lukratives Geschäft ist. Es zwingt uns kompetitiv zu sein. Das verhindert Kooperation und regenerative Prozesse, zu dem wir Menschen auch im Kollektiv fähig wären - ja es wäre sogar unsere Natur.

  4. C.S., 10.08.2021, 10:12

    Eine negative Rückkoppelung (Regelkreis) würde nicht zu einer weiteren Zunahme der Treibhausgase führen. Siehe Kernaussagen.

    Viel eher geht es hier um eine positive Rückkoppelung, welche zusätzlich Treibhausgase freisetzen würde - was grundsätzlich in der jetzigen Situation negativ ist...

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    1. MeteoSchweiz, 10.08.2021, 13:34

      Guten Tag C.S.
      Vielen Dank für diesen sehr guten Hinweis. Wir haben den Text entsprechend geändert.
      Freundliche Grüsse, MeteoSchweiz

  5. Robert Rauschmeier, 10.08.2021, 06:22

    Es ist klar, dass Politik und Wirtschaft in der Pflicht stehen. Wir müssen uns als globale Gemeinschaft sehen, die nur gemeinsam solche überwältigenden Herausforderungen angehen kann. Aber auch jeder Einzelne kann etwas tun: Sich vegan ernähren. Mehr zu Fuss, mit dem Fahrrad und ÖV fahren. Sich im Winter wärmer auch daheim anziehen und weniger bis gar nicht heizen. Den eigenen Konsum hinterfragen, insbesondere sich fragen, ob man das, was man kaufen will, auch wirklich braucht. Nicht mehr mit dem Flugzeug reisen.

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  6. Raphael Rüegger, 09.08.2021, 20:02

    Danke für diesen spannenden Blogbeitrag. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Mensch noch zur Vernunft kommt. Einzelne Menschen schon, aber nicht die Masse in allen Völkern der Erde. Eher wird doch irgendwann eine sehr reiche Person eine Rakete in den nahen Weltraum schiessen und eine Pulverlösung zwischen der Sonne und Erde platzieren; sich nachher als Weltretter darstellen... tönt verrückt? Wäre es theoretisch möglich?

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    1. MeteoSchweiz, 10.08.2021, 09:48

      Guten Tag Herr Rüegger,

      Vielen Dank für Ihre Frage. Sie sprechen sogenannte Geoengineering-Methoden an, also Eingriffe mit technischen Mitteln in geochemische oder biogeochemische Kreisläufe der Erde, um der Erderwärmung entgegenzuwirken. Aktuell stehen viele verschiedene Ideen dazu im Raum. Einige davon wurden auch schon mittels Klimamodellen auf ihre Wirksamkeit hin untersucht. Die Methoden sind aber teilweise sehr umstritten und bergen Risiken für Mensch und Umwelt. Zum Thema Geoengineering bitten wir Sie, sich bei anderen Stellen zu informieren.

      Freundliche Grüsse, MeteoSchweiz

  7. mekongboy, 09.08.2021, 17:18

    Die folgenden Generationen werden über uns Menschen fluchen, die nur die Profitgier als oberste Maxime gelten lassen.

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  8. Steinreiche, 09.08.2021, 11:56

    Jetzt liegt es an jedem Einzelnen, auf den Aus-Knopf zu drücken. 🚨🚨🚨

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    1. Martin Läderach, 09.08.2021, 15:20

      Auf welchen „Aus-Knopf“ haben Sie schon gedrückt?

  9. Michael, 09.08.2021, 11:35

    Hat letztes Jahr irgendjemand die Flutkatastrophe für heuer prognostizieren können? Wie oft schon lagen Prognosen für gerade mal ein halbes Jahr im Vorraus komplett daneben? Aber das Klima, basierend auf einem chaotischen System, über mehrere Jahre hinaus vorraussagen, das soll man können? Spannend.

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    1. MeteoSchweiz, 10.08.2021, 09:05

      Guten Tag Michael,

      Eine gute Erklärung hierzu finden Sie hier: https://www.geo.de/natur/oekologie/7668-rtkl-klima-mythen. In aller Kürze: Das Wetter ist ein chaotisches System. Das Klima ist der Durchschnitt des Wetters über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Das Chaos wird über einen solch langen Zeitraum zu einem wesentlichen Teil herausgemittelt. Wenn sich die Antriebsfaktoren des Klimas durch menschliche oder natürliche Einflüsse ändern (z.B. CO2-Konzentration, Aerosole, Solarstrahlung, etc.), verschiebt sich das ganze System. Die Klimamodelle für diese langfristigen Entwicklungen können das vergangene Klima rekonstruieren. Im Unterschied zu Prognosen basieren Szenarien auf angenommenen Entwicklungspfaden von Treibhausgasen. Sie haben also nicht zum Ziel, das Klima der Zukunft für einen beliebigen Tag im Jahr X genau vorherzusagen, sondern je nach Entwicklungspfad der Treibhausgase aufzuzeigen, welche langfristigen Folgen dies für das Klima haben wird. So kann man z.B. sagen, dass die Intensität von Starkregenereignissen zunehmen wird. Bereits heute sehen wir global eine Zunahme in der Häufigkeit und Intensität von Starkniederschlägen, welche sich auch in der Schweiz zeigt (Scherrer et al. 2016, https://iac.ethz.ch/content/dam/ethz/special-interest/usys/iac/iac-dam/documents/group/climphys/knutti/publications/scherrer16jgr.pdf). Mit fortschreitender Erwärmung werden sich Starkniederschläge dem IPCC zufolge weiter intensivieren.

      Freundliche Grüsse, MeteoSchweiz

    2. Rolf Hefti, 12.08.2021, 12:52

      The maximale Klimaerwärmung is now.

    3. David, 12.08.2021, 23:26

      Werfen Sie mal eine Münze. Den nächsten Wurf deuten sie mal richtig, mal falsch, aber trotzdem können sie mit hoher Sicherheit sagen, wie die Verteilung nach weiteren 1000 Würfen aussehen wird.