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Das Klima der Rekorde

24. September 2018, 61 Kommentare
Themen: Klima

Seit bald 30 Jahren bewegt sich die Temperatur des Sommerhalbjahrs in der Schweiz auf sehr hohem Niveau. Was früher als extrem galt, ist heute zur Normalität geworden. Wirklich kühle Sommerhalbjahre sind aus dem Schweizer Klima längst verschwunden.

Die regelmässig hohe Temperatur im Sommer lässt die Alpengletscher schrumpfen. Seit dem Gletscherhochstand um 1850 ist mehr als die Hälfte des Eisvolumens der Schweizer Alpen verloren gegangen. Aletschgletscher, 11. September 2018. Foto: S. Bader.
Die regelmässig hohe Temperatur im Sommer lässt die Alpengletscher schrumpfen. Seit dem Gletscherhochstand um 1850 ist mehr als die Hälfte des Eisvolumens der Schweizer Alpen verloren gegangen. Aletschgletscher, 11. September 2018. Foto: S. Bader.

Ein rekordverdächtiges Sommerhalbjahr geht zu Ende. Im landesweiten Mittel sind von April bis September 12.8 Grad zu erwarten (Stand 24.9.2018). Damit steht das Sommerhalbjahr 2018 in Konkurrenz zur Wärme des legendären Hitzesommers 2003. Damals lieferte das Sommerhalbjahr ein landesweites Mittel von 12.6 Grad (Abbildung 1). Die beiden Extremwerte sind Teil einer neuen Ära der Sommerwärme.

Neue Temperaturdimension

In der aktuell laufenden Normperiode 1991‒2020 erreicht ein durchschnittliches Schweizer Sommerhalbjahr rund 11 Grad. Das tönt für Sommerverhältnisse nicht weltbewegend. Vor dem Jahr 2000 bedeutete 11 Grad für das Sommerhalbjahr jedoch etwas ganz Ausserordentliches. In der langen Messperiode von 1864 bis 2000 lagen die wärmsten Sommerhalbjahre zwischen 10 und 11 Grad. Nur das Sommerhalbjahr 1947 lieferte mehr Wärme. Seither ist der frühere Extremwert von 11 Grad zum Durchschnitt geworden. Die früheren Extremwerte zwischen 10 und 11 Grad gelten im aktuellen Klima als unterdurchschnittlich. Vergleichsweise kühle Sommerhalbjahre unter 9 Grad, früher eine häufige Erscheinung, sind aus dem Klima der Schweiz seit mehr als 30 Jahren verschwunden.

2 Grad über vorindustriell

Seit der vorindustriellen Periode Ende des 19. Jahrhunderts hat sich das Schweizer Sommerhalbjahr um 2 Grad erwärmt (Abbildung 1). Ab Messbeginn 1864 zeigte die Temperatur des Sommerhalbjahrs zunächst über längere Zeit keine erhebliche Änderung. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts ist eine massive Erwärmung zu beobachten.

Eindrückliche Klimaänderung

Von der Normperiode 1961‒1990 zur laufenden Normperiode 1991‒2020 ist das Sommerhalbjahr im landesweiten Mittel sprungartig um 1.5 Grad wärmer geworden. Ab Mitte der 1990-er Jahre lagen alle Sommerhalbjahre in einem Temperaturbereich, der früher als sehr warm beurteilt wurde. Ein eindrückliches Signal der laufenden Klimaänderung. Die Schweiz erlebte in den letzten zwei Jahrzehnten ein deutlich wärmeres Sommerklima als in der ganzen Messperiode zuvor.

 

Kommentare (61)

  1. Thomas Schmidt, 30.10.2018, 00:38

    ... beim Öffnen der Geschichtsbücher fällt auf: die Menschheit stürzt sich von einem Übel zum nächsten... immer und immer wieder. Machtgelüste, Reichtum und Grössenwahn bestimmen den Weltalltag. Ich bin oft im Wald unterwegs, auch nachts - bin ich froh, habe ich meine Ruhe dort! Viele scheinen sich ums Klima zu Sorgen... und andere versuchen ständig, den Wandel zu widerlegen. Aber im Wald zu schlafen und den Geräuschen der Tiere dort zu lauschen - was für ein Schatz! Bitte bleibt in euren geheizten Wohnungen/Liegenschaften, dann habe ich meine Ruhe. Wer denkt, ich sei ein alternativer Spinner: ich bin CEO einer Holding mit 65 MA und einem Jahresumsatz von 75 Mio. SFR. Lieber gruss

  2. Tambora, 08.10.2018, 17:34

    @Thomas
    In aller Kürze:
    Ihre Vermutung muss ich nicht widerlegen. Wenn schon sollten Sie belegen, dass Ihre Vermutung stimmt.
    Winter: Ich habe nie behauptet, dass die Erwärmung in den anderen Jahreszeiten voll ausgeglichen wird. Trotzdem ist die Winterabkühlung ein interessantes Phänomen. Streikt CO2 im Winter?
    Jahrestemperaturen: Gehen Sie zu "Schweizer Klima im Detail", dann zu "Schweizer Temperaturmittel" (zu finden bei Meteoschweiz). Verbinden Sie den Beginn der roten Linie des geglätteten Verlaufs um 1870 mit deren Ende um 2010 mit einer Geraden. Was stellen Sie fest? Der Peak Ende der 40er-Jahre berührt diese Gerade. Die Gerade steigt nach dem Peak nicht stärker an, obschon sie müsste, weil der Anstieg des CO2-Gehalts etwa um 1950 begann.
    Erwärmungspause: Die Erwärmung um 2015 ist vor allem auf den stärksten El Nino seit Jahrzehnten zurückzuführen.

    1. Thomas, 10.10.2018, 19:14

      @Tambora

      Winter: Stichwort "interne Variabilität"

      Jahrestemperaturen: Ihr Vorgehen ist ein statistisches "Bubentrickli". Die Durchschnittstemperatur ist heute höher als Ende der 1940 Jahre. Daran ändern ein paar warme Jahr in dieser Zeit nichts.
      CO2-Konzentration: Der Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre geschah viel früher als 1950

      Erwärmungspause: Als ob es nur 2015 warm gewesen wäre...2016? 2017?

    2. Andy, 22.10.2018, 02:53

      Endlich mal ein intelligenter Kommentar.

      Die Fakten sprechen gegen die Katastophen Stimmung, die ständig veröffentlicht wird.

      Danke.

  3. houstonwe'vehadaproblemhere, 30.09.2018, 22:12

    Super Winter und super Sommer. Herbst ist bis jetzt auch ganz schon!
    Super touren in den Alpen gemacht. Selten so lange schones Wetter gehabt. Hatte Ich fruher gebraucht, ofters wegen schlechten Wetter umkehren mussen.
    Wetter und Klima sollen weiter so machen! Eine Abkuhlung gebe wahrscheinlich wieder ganz viel Unsicherheit und "schlechtes Wetter" mit viel Regen und Kalte.
    Die Leute die Ich in den Bergen begegnet hab, sind allen von dem schonen Wetter begeistert.

    1. Altherr, 05.10.2018, 22:11

      wieder einer der Klima und Wetter nicht voeinander unterscheiden kann. Und wenn dann früher oder später mal das Wasser knapp wird (denn ohne Regen passiert das dann sehr schnell) dann sehen wir dann ob es immer noch so cool ist und es so weitergehen soll. Seit April haben wir die endlose und abartige Hochdruckkacke am Hals.. d.h. Hochdruck in der Dauerschleife.. und Fische und andere Tiere starben aber ja! der Sommer ist ja so toll *** ironisch gemeint **

  4. Hansjörg Menzi, 30.09.2018, 08:27

    Sehr interessante Ausführungen! Nur, was ist daran so sensationell, wenn es immer wieder neue Spezialrekorde gibt, da wir uns ja bekanntlich z.Z. in einer Phase mit steigenden Temperaturen befinden? Im Gegenteil, sensationell ist eigentlich, dass sich die wirklich massgebenden Rekorde (CH seit 2003, Europa (Athen) seit 1977, weltweit (Death Valley) seit 1913)) dermassen lange halten!

    Diese Grafik (wie auch die Aufzeichnung der weltweiten Temperaturentwicklung, siehe z.B. Gletschermuseum in Gletsch, Wallis) ist übrigens ein sehr starkes Indiz, dass die Klimaerwärmung nur zu einem sehr kleinen Teil dem CO2 zuzuschreiben ist. Wie erklären Sie sich sonst den noch extremeren Anstieg der Temperaturen zwischen ca. 1910 - 1945 (Zeitalter der Dampfloki und Kohlekraftwerke) sowie den dramatischen Rückgang zwischen 1945 - 1970 (Klimahysteriker prophezeiten da sogar eine neue Eiszeit!!)? Gibt es eigentlich Analysen oder Modellversuche, die aufzeigen, welches der Zusammenhang zwischen der CO2 Konzentration und der Abstrahlung ist? Falls ja, was bedeutet z.B. + 10% mehr CO2 in Prozenten der theoretisch maximal möglichen weltweiten Abstrahlung in der Nacht?

    Vielleicht sollte man auch andere Einflüsse mal genauer untersuchen, z.B. wie wirkt sich die explodierende Bevölkerung, bzw. der gewaltige Ausbau des Gebäudevolumens aus, ebenfalls die Zubetonierung der Landschaft (der 6i-lüüteplatz lässt grüssen 😉), die intensive Beheizung der Gebäude, die weltweit immer mehr und grösser werden, der sinkende Bedeckungsgrad (d.h. längere wolkenlose Schönwetterperioden), etc., etc..

    1. Ulrich, 02.10.2018, 10:05

      ist mir überhaupt schleierhaft, warum gerade das CO2 schuldig an der globalen Erwärmung sein soll. Eine globale Erwärmung findet ja kaum statt. CO2 ist ein lebenswichtiges Gas. Die Pflanzen brauchen es um zu wachsen.Überall wo Leben ist, ist CO2 im Spiel. Es ist ein sauberes ungiftiges Gas und schwerer als Luft damit die Pflanzen es erreichen können. Ohne CO2 kein Leben.Ist etwa die Kampagne gegen das CO2 eine Kampagne gegen das Leben ?

    2. Hansjörg Menzi, 03.10.2018, 07:15

      Genau. So empfinde ich es auch. CO2 als Hauptsünder scheint ein Axiom zu sein, wie vor einigen Jahrhunderten die Ansicht, dass die Erde eine Scheibe ist. Wer dies nicht akzeptiert, kommt auf den Scheiterhaufen bzw. wird in der Wissenschaft und den Medien todgeschwiegen und kritische Fragen dazu werden ignoriert bzw. verteufelt, statt dass darauf eingegangen wird. Eine Methode, die insbesonders von Herrn Stocker aus Bern in extremis praktiziert wird :-(.

    3. s.b, 09.10.2018, 20:17

      Die Antwort schreiben Sie ja selber?! Mit was wird eine Lok oder Kohlekraftwerk befeuert? Was entsteht bei einer Verbrennung? (Achtung Überraschung) Dafür ist weder ein Studium noch einschlägiger Beruf nötig, jedoch etwas Aufmerksamkeit in der Schule. CO2 ist das Hauptgas (Mengenmässig, der beteiligten Gase) jedoch sind einige andere Gase ebenfalls beteiligt, z.B. Methan, das eine ca. 4mal höhere Umweltschädigende Wirkung hat (Australien mit seinen Rindern lässt grüssen).

  5. Tambora, 28.09.2018, 15:52

    @Thomas
    Ihre Formulierung "Ich vermute aber …" ist ein schwaches Argument, weil völlig unwissenschaftlich. Aber das wissen Sie ja selbst.
    Zum Winter: Wenn Sie "Trends an Stationen" der letzten 30 Jahre von Meteoschweiz betrachten, stellen Sie fest, dass im Hochgebirge eine markante Abkühlung stattgefunden hat (Jungfraujoch und Säntis ca. 1,8 Grad). In den sogenannten Niederungen haben sich die Temperaturen kaum verändert, sie sind jedenfalls nicht angestiegen. Jetzt könnte man sich die Frage stellen, warum es diesen grossen Unterschied zwischen Hochgebirge und Flachland gibt.

    Zu den Jahrestemperaturen: In Ihrem Kommentar vom 26.9. haben Sie von einer relativ moderaten Erwärmung zwischen 1850 und 1950 gesprochen. Erstens: Vor 1864 gibt es gar keine Messungen. Zweitens: Von etwa 1870 bis etwa 1950 stiegen die Temp. um fast ein Grad an - dies geht aus dem Klimareport 2016 von Meteoschweiz hervor (Seite 52, Abbildung 5.1). Zwischen 1950 und 80 wurde es sogar kälter, obwohl die CO2-Kurve anstieg.
    Die Erwärmung zwischen 1950 und 2010 beträgt wie diejenige zwischen 1870 und 1950 fast ein Grad. Ihr Argument, dass es zwischen 1850 und 1950 nur eine relativ moderate Erwärmung gab, ist damit widerlegt. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass sich der Grosse Aletschgletscher bis 1950 bereits um einen Kilometer zurückgezogen hatte.
    Seit 1998 stimmt die Korrelation zwischen CO2 und Temperatur übrigens auch nicht: CO2 steigt weiter fröhlich an, sogar verstärkt, die Temperaturen stagnieren.

    1. Thomas, 06.10.2018, 20:35

      @Tambora
      - Vermutung: Natürlich ist das unwissenschaftlich und kein Argument. Trotzdem vermute ich das stark. Wenn Sie diese Vermutung widerlegen können, akzeptiere ich das gerne.
      - Winter: Da habe Sie recht und ich war falsch. Die Abkühlung ist tatsächlich markant. Sie kann aber die Erwärmung in den anderen Jahreszeiten nicht kompensieren
      -Jahrestemperaturen: Erstens: Vor 1864 gab es natürlich Messungen - wenn auch wohl nicht homogenisiert. Ich wollte aber 1864 schreiben. Zweitens: Welche Erwärmung ist stärker: 1 Grad in 80 Jahren oder 1 Grad in 60 Jahren? -Korrelation zwischen CO2-Anstieg und Temperaturanstieg. Das ist ein Scheinargument, das von Klimaskeptikern oft verwendet wird. Ich wiederhole: Es gibt eine interne Variabilität im Klimasystem. Würde sich jede Erhöhung der Co2-Konzentration direkt in einer Temperaturerhöhung niederschlagen, wäre das Klimasystem nicht annähernd so komplex wie es ist.
      - Erwärmungspause seit 1998: Wie bei der Studie zu den Wintertemperaturen hinken sie hier hintenach. Diese Erwärmungspause wurde längstens von einem weiteren Anstieg abgelöst.

  6. Tambora, 27.09.2018, 16:29

    @Thomas
    Heureka, ich habe die Studie gefunden.
    Simon Scherrer et al., 2013
    Snow variability in the Swiss Alps 1864-2009

    Ich zitiere aus dem Abstract: "Both the new snow sums und the days with snowpack snow indicators show a trend reversal in most recent years (since 2000), especially at low and medium altitudes. This is consistent with the recent "plateauing" (i.e. slight relative decrease) of mean winter temperature in Switzerland …"
    Sinngemässe Uebersetzung: Sowohl bei den Neuschneesummen wie bei den Tagen mit Schneebedeckung ist seit 2000 eine Trendumkehr zu beobachten, vor allem in tiefen und mittleren Lagen. Dies ist konsistent mit der leichten relativen Abnahme der Wintertemperatur in der Schweiz.

    Hier wird also beides bestätigt: mehr Schnee und tiefere Temperaturen im Winter.

    Vier der fünf Autoren sind/waren bei MeteoSchweiz angestellt, einer beim Geographischen Institut der Uni Bern.

    1. Thomas, 27.09.2018, 17:53

      Tambora

      Die Studie bestätigt, dass es zwischen 2000 und 2009 eine Trendumkehr gab. Zu den letzten 9 Jahren (2010-2018) kann sie keine Aussage machen. Vermute aber, dass in dieser Zeit der Trend bezüglich Schnee und tieferen Temperaturen in die andere Richtung zeigt. 9 Jahre sind im übrigen in der Klimatologie eine zu kurze Zeit, um einen langfristigen Trend wie die Klimaerwärmung zu erfassen.

      Hättten Sie die Studie gründlich gelesen, wüssten Sie, dass die Autoren den Trend zwischen 2000 und 2009 auf eine natürliche dekadische Variabilität zurückführen.

      Im übrigen fiel die Temperaturabnahme (auf hohem Niveau) nur schwach aus - ganz im Gegensatz zum markanten Anstieg der Sommertemperaturen.

    2. Dominik, 27.09.2018, 18:32

      2009 lol
      Die letzten 10 ignorieren Sie einfach.

    3. Dominik, 27.09.2018, 18:47

      Die letzten 4 Jahre waren alle zu warm.
      2017 war der 2. Wärmste seit Messbeginn. Dann wird aus dem slight decrease ganz schnell wieder ein increase.
      Januar 2018 war der wärmste seit Messbeginn aber in den Berge hatte es viel Schnee weil es viele Niederschläge gab. Ob es viel Schnee in den Bergen hat, hängt nicht nur von Temperatur ab sondern von den Niederschlägen.

  7. Dominik, 26.09.2018, 18:25

    @ Tambora
    So viel zu Ihrer Behauptung die Winter würden kälter.
    Hier ein Bericht von meteozurich mit Diagramm von Meteoschweiz
    http://www.meteozurich.ch/?p=1115

    1. Tambora, 27.09.2018, 16:51

      Zu den kälteren Wintern: siehe meine heutige Antwort an Thomas.
      Zu Trockenheit/Dürre: Der Vergleich 45 vs 43 Grad hinkt. In der Schweiz wurde auf einer Skala von 1 bis 6 im April Stufe 3 erreicht (Ostschweiz), in den anderen Monaten 1 bis 2. In den von mir erwähnten Regionen wurden aber die höchsten Dürrestufen 5 und 6 registriert.

      Also nicht 45 vs 43 Grad, sondern vielleicht 45 (unerträglich heiss) vs 30 oder 35 Grad (heiss).

  8. Tambora, 26.09.2018, 15:28

    @Thomas
    Mehr Schnee gibts zum Beispiel im Flachland. Die fast schneelosen Winter kamen in den Achtzigern und Neunzigern vor.
    Es gibt die angesprochene Studie von Meteoschweiz, leider habe ich mir den Namen des Autors nicht gemerkt. Meteoschweiz kann dies sicher bestätigen. Notfalls werde ich Genaueres zu dieser Studie später nachliefern.

    Können Sie mir erklären, warum die Temperaturen im Sommer steigen, im Winter aber fallen? Hält das berüchtigte CO2 einen mehrmonatigen Winterschlaf?

    Und ist es nicht langsam an der Zeit, dass die offizielle Klimawissenschaft das Publikum über die Kleine Eiszeit aufklärt? Ueber deren Existenz wissen nämlich längst nicht alle Bescheid. Dass es nach einer Eiszeit, wenn sie auch nur eine kleine war, wieder wärmer wird, ist logisch. Mindestens ein Teil der Erwärmung seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist auf eine natürliche Korrektur nach einer zu kalten Phase zurückzuführen.

    1. Thomas, 26.09.2018, 23:55

      @Tambora

      Gerade in den letzten 15-20 Jahren gab es einige sehr schnearme Winter im Flachland, etwa 2007, 2008, 2011, 2014, 2016. Bitte die Studie liefern.

      Ganz einfach: Das Klimasystem ist chaotisch und komplex. Kältere Phasen und Regionen kommen trotz steigendem CO2-Gehalt und Erwärmungstrend immer wieder vor. Eine detailierte Antwort finden Sie hier: https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/service-und-publikationen/publikationen.subpage.html/de/data/publications/2015/4/milde-und-kalte-bergwinter.html

      Zu Ihrer Korrekturtheorie: Seit ca. 1950 lässt sich der Temperaturanstieg nicht mehr mit natürlichen Faktoren erklären. Das ist ein Fakt und hat mit der Kleinen Eiszeit nichts zu tun. Die Erwärmung, die sie als "Korrektur" bezeichnen, fiel relativ moderat aus und fand zwischen 1850-1950 statt.

  9. Achim Zerressen, 26.09.2018, 08:03

    Ich bin auch nicht von der rasanten KlimaVeränderung begeistert. Aber seien wir mal ehrlich, Mutti fährt die Kinder jeden morgen zur Schule oder Kita, wir Schweizer sind Weltmeister bei Fernreisen etc. Vor der eigenen Haustür alles sauber, den Dreck erledigen wir im Ausland, z.B. Mobiltelefone produzieren. Und meine Prognose ist, es wird genauso weiter gehen weil alle zu bequem sind was zu ändern und wir alle freuen uns wenn das Bruttoinlandsprodukt wieder gestiegen ist.

  10. Armin Blatter, 26.09.2018, 00:13

    Tambora hat schon recht. Hier im Berner Oberland zogen um 1540 die Menschen wegen der Reformation je nachdem in den Katholischen Süden oder das neuerdings reformierte Bern - über die Wetterlücke, die nach den alten Berichten ganzjährig eisfrei war. Das ist auch heute noch nicht der Fall!
    Jedoch bloss 70 Jahre später hatten die Gletscher eine Ausdehnung wie seither niemals mehr; 2 Dörfer und ein Weiler mussten wegen den vordringenden Eismassen verlassen werden.
    Meine ernste Frage wäre demnach: Wieviel Einfluss nimmt Menschliches Verhalten tatsächlich auf das Erdklima?

    1. MeteoSchweiz, 26.09.2018, 13:16

      Die Antwort auf diese Frage hat MeteoSchweiz ganz zu Beginn dieser Blog-Diskussion im Zusammenhang einer ähnlichen Blog-Frage bereits gegeben. Siehe MeteoSchweiz, 24.09.2018, 16:19. Antwort auf die Frage von Thierry, 24.09.2018, 10:00.

  11. Valentin, 25.09.2018, 23:43

    Guten Tag,

    ich bin ebenfalls der Ansicht, dass der Kimawandel vom Menschen verursacht wurde.

    Was antworte ich jedoch, wenn

    a) ein Kimaleugner sagt, dass die Korrelation „Anstieg der Treibhausgase und gleichzeitig Anstieg der Temperatur“ rein zufällig ist

    b) ein Klimakritiker sagt, der Mensch mag zwar mitschuldig sein - nur das Ausmass seiner Mitschuld könnte allenfalls nur marginal sein. Eventuell gäbe es ja Gründe für den Temperaturanstieg, die wir gar nicht kennen.

    Vielen Dank für Ihr Feedback.

    Mit freundlichen Grüssen

    1. Andres Zimmermann, 26.09.2018, 11:22

      @Valentin

      Obwohl Sie selber kein fundiertes Wissen haben, um eigenständig argumentieren zu können, und nur der ANSICHT sind, der "Klimawandel" sei vom Menschen gemacht, nehmen Sie sich das Recht heraus, Andersdenkende als Leugner zu bezeichnen.

      Sachlichkeit sieht jedenfalls anders aus.

    2. Valentin, 26.09.2018, 12:45

      Guten Tag, es sollte eigentlich heissen „Klimaveänderungsleugner“.

      Es geht mir auch hier nicht, jemanden an den Pragner zu stellen.

      Ich habe eigentlich nur eine (mögliche) Antwort auf die Fragen a) und b) gesucht.

    3. MeteoSchweiz, 26.09.2018, 13:16

      @Valentin: Die Antwort auf diese Frage hat MeteoSchweiz ganz zu Beginn dieser Blog-Diskussion im Zusammenhang einer ähnlichen Blog-Frage bereits gegeben. Siehe MeteoSchweiz, 24.09.2018, 16:19. Antwort auf die Frage von Thierry, 24.09.2018, 10:00.

    4. Andres Zimmermann, 26.09.2018, 20:00

      @Valentin
      Lieber Herr Valentin
      Ich erlaube mir folgende, aber durchaus wohlgemeinte Frage an Sie zu richten: Ist Ihnen bewusst, dass Sie mit Ihren beiden Kommentaren, den Vertretern der Menschen- gemachten Klimatheorie keinen Gefallen erweisen. Denn die "Gegner", welche Sie hier als Leugner bezeichnen, werden es zu "schätzen" wissen, wenn die Vertreter dieser Theorie, selber nicht begründen können, wofür sie "missionieren".

  12. Alfred Altorfer, 25.09.2018, 23:10

    Kürzlich berichtete MeteoSchweiz, dass jetzt an der Station Weissfluhjoch Davos erstmals, und auf der Erde bis jetzt als einziger Ort, die Einstrahlung der Sonne genau gemessen werden kann.
    Die Sonneneinstrahlung ist der wichtigste Faktor für das Klima auf der Erde.
    CO2 ist in kleiner Konzentration in der Atmosphäre vorhanden. Es absorbiert bei bestimmten Wellenlängen einen Teil der Sonneneinstrahlung. Dadurch wird die Atmosphäre etwas erwärmt. In gleichem Mass wird aber die Einstrahlung auf den Erdboden verringert. Müsste dadurch das Klima nicht sogar eine Spur abkalten?
    Die Atmosphäre hat aber einen wesentlich grösseren Gehalt an Wasserdampf. Dieser Einfluss ist sicher grösser auf das Klima, speziell wenn man dann noch die Kondensierte Form, feinste Eiskristalle in der oberen Atmosphäre berücksichtigt
    .
    Sehr selten wird die Luftverschmutzung angesprochen.
    Bis vor hundert Jahren wurde mit Holz, selten mit Gas gekocht.
    Bis vor sechzig Jahren wurde bei uns meistens mit Kohle geheizt.
    Bis vor achzig Jahren war das Kesselhaus der Stolz jedes Industriellen. Mit Kohle wurden nicht gespart. Alte Bilder zeigen Kamine mit einer grossen Rauchfahne von Russpartikeln.
    Kohle enthält aber z.T. erhebliche Mengen an Schwefel, der dann zu SO2 verbrennt und in der Atmosphäre weiter zu SO3 oxidiert wird. SO3 ist hydroskopisch und bildet so Keime für den sauren Regen.

    Es ist durchaus denkbar,dass durch die Vermeidung dieser Luftemissionen das Klima stärker beeinflusst wurde, als durch den Anstieg der CO2 - Konzentration.

    1. Bruno Meier, 08.10.2018, 07:45

      Hygroskopie wird oft fälschlicherweise als Hydroskopie (altgr. ὕδωρ hydor ‚Wasser‘) bezeichnet.

  13. Tambora, 25.09.2018, 16:54

    Ein paar Fakten zum Klima der letzten 10000 Jahre:
    Seit dem Ende der letzten grossen Eiszeit vor gut 10000 Jahren hat sich das Klima immer wieder geändert. Klimaänderung oder -wandel ist etwas Normales.
    Mehr als die Hälfte dieser 10000 Jahre wiesen höhere Temperaturen als heute auf.
    Gletschervorstösse und -rückzüge gab es mehrmals.
    Der Sommer 1540 war mindestens so heiss, wahrscheinlich heisser als der "Jahrhundertsommer" 2003.
    Die Dürre des Jahres 1540 war viel gravierender und länger (10 bis 11 Monate) als die angebliche Dürre 2018. Daten und Grafiken des Deutschen Wetterdienstes (http://www.dwd.de) belegen, dass wir in der Schweiz in wenigen Regionen kurzfristig eine leichte Trockenheit hatten.
    Meteoschweiz betont immer wieder die Sommererwärmung, die Winterabkühlung (vor allen im Hochgebirge seit 30 Jahren markant) wird viel weniger thematisiert.
    Seit dem Jahr 2000 gibt es wieder mehr Schnee, wie eine Studie von Meteoschweiz belegt.
    Die Bezeichnung Kleine Eiszeit sucht man in den Artikeln meist vergeblich, dafür kommt "vorindustrielle Zeit" oft vor. Warum wohl?
    Und so weiter.

    1. Thomas, 25.09.2018, 20:36

      Tatsächlich gab es Klimaveränderungen schon immer. Ein Temperaturanstieg ist in dieser Geschwindigkeit ist aber definitiv nichts Normales mehr.

      Der Sommer 1540 war ein Ausreisser, dem deutlich zu kalte Sommern vorangingen und folgten. Die vier wärmsten Sommer (Juni-August) sind alle in den letzten 16 Jahren aufgetreten. Deutlich zu kalte Sommer sind in den letzten 25 Jahren nicht mehr aufgetreten.

      Winterabkühlung in den Bergen ist richtig. Nur vermag diese die Erwärmung in den anderen Jahreszeiten nicht annähernd zu kompensieren.

      Wo genau gibt es seit dem Jahr 2000 wieder mehr Schnee?

      Und so weiter...

    2. Dominik, 25.09.2018, 21:01

      Angebliche Trockenheit?
      Es ist seit April deutlich zu wenig Niederschlag gefallen.
      Die Flüsse sind niedrig wie selten. Aber Hauptsache Sie wissen wie die Temperaturen 1540 waren, da wurde noch ganz genau nach Gefühl gemessen.

    3. Bruno Meier, 26.09.2018, 09:15

      Zum einen lässt sich beobachten, dass sich der Klimawandel seit der Industrialisierung beschleunigt hat, und Extremwerte die es wohl schon früher gab, zur Normalität werden. Mich wundert diese Ignoranz und der Spruch "Das gabs Früher auch schon" immer wieder aufs neue. Dank solcher Ewiggestrigen Donald Trump ähnlicher Ignoranten wird sich auch nie etwas zum besseren wenden. Nachkommende Generationen werden es denen bestimmt danken :-(

  14. Dominik, 25.09.2018, 14:14

    Haben Sie eine Statistik Sommer/Winter?
    Von meinem Gefühl gab es im neuen Jahrtausend so gut wie kein unterdurchschnittlicher Monat in den Sommermonaten (Referenzperiode 1960 - 1990) während es im Winter einige deutlich zu kalte gab.
    Januar 2006, 2009, 2017
    Februar 2012
    Ist das Zufall oder gibt es im Sommer einfach keine kühle Luft mehr die zu uns kommt, während es im Winter immer noch sehr kalt wird wenn die Luft aus dem Norden kommt.

    1. MeteoSchweiz, 26.09.2018, 09:05

      Die landesweiten Monatstemperaturen sind auf der Web-Seite von MeteoSchweiz verfügbar. Daraus lassen sich der Durchschnitt 1961-1990 und die entsprechenden Monats-Abweichungen einfach berechnen.

      https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/schweizer-klima-im-detail/schweizer-temperaturmittel/daten-schweizer-temperaturmittel.html

      Perioden mit mehrheitlich überdurchschnittlichen oder mehrheitlich unterdurchschnittlichen Monatstemperaturen stehen in der Regel im Zusammenhang mit dem periodisch häufigerem Auftreten bestimmter Wetterlagen (z.B. überwiegend Wetterlagen mit Warmluftzufuhr). Für den Winter liegt dazu ein Fachbericht von MeteoSchweiz vor. Für die anderen Jahreszeiten gibt es diesbezüglich noch keine umfassende Analyse.

      https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/service-und-publikationen/publikationen.subpage.html/de/data/publications/2015/4/milde-und-kalte-bergwinter.html

    2. Stefan, 28.09.2018, 11:06

      Für mich ganz einfach. Die zumindest gefühlte Häufung von sehr ruhigem Wetter im Winter(halbjahr) bringt noch die meisten kalten Monate. Aber nur im Nebel oder sonstigem Kaltluftsee. Sehr wenige wie Februar 2012 waren noch auch in der Höhe sehr kalt. Wäre mal interessant wenn das mal einer analysieren könnte. Denn so wochenlanges Hochdruckwetter am besten im Januar oder Dezember wird auch in 100 Jahren noch die tiefe Lagen Kälte bringen auch wenns darüber 10 bis 15 grad wärmer ist an einzelnen Tagen.

  15. reto, 25.09.2018, 10:36

    Nun mag ja alles stimmen. Aber das klima hat sich immer auf und ab bewegt. Man weis dass der grosse Aletschgletscher schon viel weiter zurückgeschmolzen war und die Alpen beinahe oder gänzlich eisfrei waren. Und doch kam das Eis zurück. In Europa und auch anderen Regionen der Welt gab es einst auch viel mehr Waldflächen als heute was sicher seinen Beitrag zum hohen co2 Wert beisteuert. Beispiel: Deutschland war von einem fast zusammenhängenden riesigen Wald bedeckt, von welchem nur noch sehr wenig übrig ist. Man kann nicht alles nur auf die Autos und das verbrennen von Öl zurückführen. Es gibt weitaus mehrgründe als die meisten sehen wollen.

    1. Yanick, 25.09.2018, 13:00

      Wir müssen endlich aufhören über Fakten zu diskutieren. Du würdest auch keine Diskussion anfangen ob Menschen Sauerstoff brauchen. Ich könnte alle 1000 Argumente wiederholen, die man euch immer gibt. Aber da du scheinbar nicht nicht überzeugt bist, könntest du mir bitte erklären wiso, dass alle Wissenschaftler sich irren sollten. Um zu dem Beispiel mit dem Sauerstoff zurückzukommen, du glaubst es weil du die Auswirkungen direkt am eigenen Leib erfärst. Beim Klima beginnen wir es jetzt auch zu merken, doch Kritiker können immer noch sagen früher gab es noch extremere Zeiten. Leider glauben diese Leute die Wahrheit wohl erst in 50 Jahren. Dann ist es aber zu spät.

    2. Jasmin, 25.09.2018, 15:30

      Es stimmt, dass es früher schon bedeutend wärmere Zeiten gab. Dort haben sich die Bedingungen aber über einen deutlich längeren Zeitraum verändert (10‘000de und nicht 150 Jahre). Diese starke Erwärmung ging dann meistens auch mit einem Aussterben von Arten einher, was durch Paläontologie und die Paläoklimatologie belegt ist.

  16. Christian Kopp, 24.09.2018, 20:49

    Die deutliche Drift der Sommertemperaturen läßt sich auch schön an einzelnen Werten an einzelnen Meßstationen festmachen - z.B. an der Anzahl der Monate mit über 20°C Mitteltemperatur in Lugano:
    - waren Sommerhalbjahre mit 3 Monaten über 20°C früher selten (1877,1885,1901, 1947, 1950, 1952, 1996) oder traten phasenweise über Jahrzehnte gar nicht auf (1902-1946; 1953-1995), sind sie ab 2000 ziemlich abrupt die Regel und nur ab und an gibt es Sommer mit nur zwei Monaten über 20° (2001,2006, 2007,2008,2014) und 2018 könnte das erste Jahr überhaupt (seit Beginn der Aufzeichnungen) mit 4 Monaten über 20° werden
    Dagegen nehmen kühle Sommer stark ab:
    - 1977 war der letze Sommer ohne einen Monat über 20°
    - 1984 dann bereits der letzte mit nur einem Monat
    - und 2014 vielleicht vorerst der letzte mit "nur" 2 Monaten
    Man kann auch sagen, dass die Entwicklung sich keineswegs verlangsamt seit dem Sprung um das Jahr 2000!
    Werden im nächsten Jahrzehnt bereits 4 Monate über 20° die Regel sein in Lugano?
    An anderen Stationen läßt sich die Entwicklung sicher genauso ablesen, jedoch erlaubt das Kriterium der 20°Schwelle der Monatsmitteltemperatur in Lugano ein eindrückliches Bild der dramatisch schnellen Entwicklung.

  17. Achim Zerressen, 24.09.2018, 15:03

    Ich habe mir mal den CO2 Wert der letzten Millionen Jahre angeschaut. Oh welch Wunder, er war noch niemals so niedrig wie heute! Sagen wir vor 100 Jahren war der niedrigste Wert. Was bedeutet das? Auf jeden Fall: das Klima was war noch nie konstant, wir hatten in den letzten Jahren eben glücklicherweise ein sehr gemäßigtes Klima.

    1. Guido, 24.09.2018, 22:11

      Schaut man sich hingegen die letzten 400'000 Jahre an, was ich persönlich wichtiger finde, dann sieht es eben genau umgekehrt aus. Der CO2 Wert ist aktuell der höchste der letzten 400'000 Jahre. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re

    2. Max Stucki, 25.09.2018, 06:19

      Seien sie präzis. Seit einer Million Jahre, der Lebensdauer des homo sapiens, waren die CO2 Konzentrationen noch nie so hoch wie heute. Vor 60 Mio Jahren waren sie wohl höher und danach haben sich CO2, Flora und Fauna über zig Millionen Jahre gerändert haben und nicht über 100 Jahre. Könnte das vielleicht einen Unterschied machen?

    3. Buffi, 25.09.2018, 07:43

      Dankeschön

    4. Patrick Meier, 25.09.2018, 17:52

      Was sind denn das für "alternative facts"? Ihre Behauptung stimmt überhaupt nicht (Quelle?), das Gegenteil ist der Fall!

      Der vorindustrielle CO2-Wert beträgt etwa 280ppm, und in den letzten 800'000 Jahren hat dieser Wert zwischen etwa 180ppm (Eiszeit) und 280ppm (Warmzeit) geschwankt. Die 400ppm die wir heute haben gab es in den letzten 800'000 Jahren gar nie.

      Link: http://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/archiv/news/2008/epica/index_ger.html

    5. Hänseler, 26.09.2018, 18:31

      Also bitte, wer will denn den CO2 Gehalt vor Millionen von Jahren gemessen haben? Das weiss kein Mensch und man weiss zu wenig um den Gehalt zu berechnen.

  18. Gerber Samuel, 24.09.2018, 13:34

    Die x-Achse in der Graphik zu den Mitteltemperaturen ist fehlerhaft beschriftet: zweimal 1940 und 1960 statt 1980 und 2000

    1. MeteoSchweiz, 24.09.2018, 14:45

      Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die korrekt bezeichnete Grafik nun eingefügt.

  19. Lars, 24.09.2018, 12:54

    Ich persönlich fand das letzte Sommerhalbjahr nicht sonderlich extrem. Die Wärme und Hitze empfand ich als sehr angenehm. Von mir aus könnte es das ganze Jahr so bleiben.

    1. Matt, 24.09.2018, 13:40

      Leider entspricht ihr persönliches Empfinden nicht den Messwerten aus dem Artikel. Ich z. B. habe den Sommer, vor allem die Nächte, als zu heiß empfunden.

    2. Theodor, 24.09.2018, 14:34

      Der Unterschied zwischen physikalischen Messgrössen und subjektivem Empfinden ist zentral. Im Artikel geht es um Physik.

      Das subjektive Empfinden ist eben subjektiv: Beispiel Lüften im Grossraumbüro morgens: Den einen ist es immer noch zu warm, die anderen sind am erfrieren.

    3. Kevin, 24.09.2018, 23:34

      @Lars
      Ihr subjektives Empfinden interessiert die Wissenschaft nicht.

  20. Hans Oerlemans, 24.09.2018, 11:46

    Die Koordinatenachse (Zeit) in der Figur stimmt nicht....

    1. MeteoSchweiz, 24.09.2018, 14:44

      Vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die korrekt bezeichnete Grafik nun eingefügt.

  21. Thierry, 24.09.2018, 10:00

    Bei vielen Betrachtungen des globalen Klimas geht man von den letzten hundert, vielleicht tausend Jahren aus.
    Der menschliche Einfluss für die Klimaerwärmung scheint unbestritten. Dennoch frage ich mich manchmal, wie diese Zahlen im Verhältnis zum früheren Klimawandel stehen. Beispielsweise war die Schweiz vor 20'000 Jahren grossteils mit Gletschern bedeckt - und ohne menschlichen Einfluss verloren die Gletscher seither ... wie viel Prozent ihrer ursprünglichen Fläche? Ist es rein die Geschwindigkeit der aktuellen Ereignisse, die Sorgen bereiten?

    1. Pablo, 24.09.2018, 12:21

      > Ist es rein die Geschwindigkeit der aktuellen Ereignisse, die Sorgen bereiten?

      Nein, Sorgen bereitet der menschliche Eintrag, die Verfrachtung der Kohlenstoffe aus den Böden in die Atmosphäre. Beim natürlichen Klimawandel geschah dies zyklisch aufgrund der Milankovich-Zyklen. Heute ist es eine Einbahnstrasse, ein Prozess, der solange andauert, bis die Zivilisation kollabiert.

    2. Altherr, 24.09.2018, 12:30

      ich wage mal zu behaupten ja. Denn das Ganze geht so schnell vonstatten und wechselt vom Einen zum Anderen innert kürzester Zeit. Was noch vor ein paar Jahren nicht der Fall war.. will sagen wird werden uns wohl oder übel daran gewöhnen müssen :( d.h. die Winter bleiben weiterhin zu warm und die Sommer werden abartig heiss..

    3. MeteoSchweiz, 24.09.2018, 16:19

      Es geht in der aktuellen Diskussion nicht um den Gletscherschwund der letzten 1000 oder 20'000 Jahren. Die heute verfügbaren physikalischen Berechnungen zeigen, dass ab den 1970er Jahren beim globalen Temperaturanstieg die menschliche Klimabeeinflussung durch Treibhausgase (Anstieg klimarelevanter Bestandteile in der Atmosphäre wie Kohlendioxid, Methan, Lachgas) klar sichtbar ist. Gemäss dem aktuellen Wissen wäre die globale Temperatur seit Jahrzehnten mehr oder weniger stabil geblieben oder hätte sich periodisch sogar leicht abgekühlt, wenn nur die natürlichen Faktoren (inklusive Sonne) Einfluss hätten. Nur unter Einbezug der menschlichen Faktoren (zusätzliche Treibhausgase durch unsere Emissionen) zeigen die Berechnungen eine globale Erwärmung, wie sie auch tatsächlich gemessen wird. Der heutige Gletscherschwund als integraler Indikator der Erwärmung ist also sozusagen die für alle eindrücklich beobachtbare menschlich verursachte Klimaänderung.

    4. Bernd Löschenkohl, 25.09.2018, 23:49

      Wollt ihr wirklich wissen, warum unser Klima so in kurzer Zeit stark verändert?
      Ich kann es euch sagen.
      Es liegt an ganz alleine an der Überbevölkerung die jeden Tag mehr und mehr steigt. Seit es den Menschen gib erleben wir seit dem 19 Jahrhundert eine extreme Steigung der Geburten
      Jeder Mensch braucht Wasser und Lebensraum und 8 Milliarden Menschen verändern unser Klima extrem.
      Wie lange kann unsere Erde noch ernähren und wieviel Menschen erträgt unsere Erde bevor sie einen Kollaps erleider????
      Bei 14 Milliarden ist endgültig Schluss und wir werden alle hungern.
      Die Insekten verschwinden auch schon jedes Jahr mehr. Ist euch das nicht aufgefallen?


      Der 2. Grund ist der Regenwald. Er wird tagtäglich abgeholzt
      Der Regenwald stabilisiert und schützt uunser Klima

      Bei einem Ausbruch eines Vulkans wird mehr Co 2 ausgestossen als alle Industrie und Autos auf dieser Welt.

      Wir müssen jetzt handeln.
      Es gibt im you Tube eine Doku
      Schaut sie euch an und Macht euch Gedanken darüber. Es ist nur ein Szenario. Aber der Realität schon fast Nahe
      An dem Tag wo es zu viele Menschen gibt
      Hier der Link;

      https://youtu.be/d24iOY5J99Y

    5. David Schmid, 26.09.2018, 10:21

      @Bernd Löschenkohl: Es geht nicht um die Anzahl der Menschen, sondern um deren Lebenssti. Also um die Frage, wie wiele Treibhausgase wir durch Konsum von (auch grauer) Energie in die Atmosphäre pusten. Hätten wir in den Industriestaaten (und in der Folge die Welt) die Energieproduktion vor 30 Jahren auf Erneuerbare umgestellt, sähen unsere Zukunftsaussichten heute wesentlich besser aus. Ausserdem gäbe es dann auch keine Kriege für Öl mehr, die Millionen von unschuldigen Menschen das Leben kosten. Wahrscheinlich hätte sich in der Folge auch die gesamte Weltlage entspannt, so dass die Nuklearwaffen hätten vernichtet werden können, welche das Leben àuf der Erde noch mehr bedrohen als der Klimawandel.