Sonnig und heisser?

25. Juli 2019, 22 Kommentare
Themen: Wetter

Hoch „Yvonne“ sorgte auch heute für einen sonnigen und sehr heissen Tag. Erneut wurden verbreitet Temperaturen von über 35 Grad gemessen. In den Alpen entwickelten sich einige Schauer und Gewitter. – Übertrifft die aktuelle Hitzewelle jene vom vergangenen Juni?

Lac de Salanfe oberhalb von Vernavaz in der Nähe von Martigny. Der blaue Himmel spiegelt sich auf der glatten Wasseroberfläche des Sees. Bild: S. Meier
Lac de Salanfe oberhalb von Vernavaz in der Nähe von Martigny. Der blaue Himmel spiegelt sich auf der glatten Wasseroberfläche des Sees. Bild: S. Meier

Allgemeine Wetterlage

Das bei uns wetterbestimmende Hoch „Yvonne“ verlagerte heute sein Zentrum zur Ostsee. Auf seiner Westflanke wurde weiterhin heisse Luft aus Südwesten zur Schweiz geführt.

 

Tropisch und heiss

Dank guter nächtlicher Wärmeabstrahlung lagen die Tiefsttemperaturen in den Niederungen der Alpennordseite weiterhin unter der Tropennachtmarke von 20 Grad, in erhöhten Lagen wurde sie allerdings um wenige Grade überschritten. Auf der Alpensüdseite sorgten Wolken sowie der starke Dunst für eine eingeschränkte nächtliche Abstrahlung, sodass hier erneut verbreitet tropische Nächte vorkamen. In der Region des Langen- und Luganersees lagen die Minimumtemperaturen gar um die 25 Grad. In Locarno Monti wurde mit 25.2 Grad ein neuer Höchstwert der Tagesminimumtemperatur erreicht.

 

Mit der guten Sonneneinstrahlung stiegen heute die Temperaturen bis am frühen Abend erneut verbreitet auf Werte von über 35 Grad, wie nachfolgende Grafik zeigt.

 

Allzeithitzerekorde

Um ein Mass betreffend der bisher registrierten Höchsttemperaturen in der Schweiz zu erhalten, ist nachfolgend eine entsprechende Auflistung von Höchstwerten seit Messbeginn der Wetterstationen von MeteoSchweiz aufgeführt. Stand: 24.7.2019

 

Westschweiz heisser als im Juni

Beim gegenwärtigen Schwitzen stellt sich unweigerlich die Frage, ob die gegenwärtige Hitzewelle oder jene von Ende Juni die ausgeprägtere war, bzw. ist. Nachfolgend eine klärende Analyse. Auch sind Grafiken angefügt über das Auftreten von jährlichen 7-tägigen Hitzeperioden an ausgewälten Orten in den vergangenen Jahren.

Die aktuelle Hitzeperiode zeigt sich in der Westschweiz heisser als jene im vergangenen Juni. In Genf ist gemäss den aktuellen Modellberechnungen für die intensivste 7-Tagesperiode vom 20. bis am 26. Juli eine mittlere Maximumtemperatur um 34 °C, in Neuchâtel um 33 °C zu erwarten. Im Juni lag das mittlere Maximum der intensivsten 7-Tagesperiode an beiden Messstandorten rund ein Grad tiefer.

 

Der Raum Basel erlebt momentan eine vergleichbare Hitze wie im vergangenen Juni. Für die heissesten 7 Tage liefern die aktuellen Berechnungen ein mittleres Maximum zwischen 33 und 34 °C. In der Zentral- und Ostschweiz hingegen war die Junihitze intensiver. Luzern registrierte im Juni während der intensivsten 7-Tagesperiode eine mittlere Maximumtemperatur um 33 °C, Zürich um 32.5 °C. An beiden Messstandorten bleiben die Werte der aktuellen 7-Tageshitze voraussichtlich rund ein Grad tiefer.

 

Auf der Alpensüdseite war die Junihitze ebenfalls intensiver. Allerdings sind die Temperaturunterschiede geringer als auf der Alpennordseite. Der Juni brachte während der intensivsten 7-Tagesperiode eine mittlere Maximumtemperatur zwischen 32 und 32.5 °C. Die laufende 7-Tageshitze bleibt auf der Alpensüdseite gemäss den Berechnungen rund ein halbes Grad tiefer.

 

Fotopotpourri von heute Donnerstag

Korrektur

Der gestern publizierte Allzeitrekord von 37.9 Grad bei der Wetterstation Neuenburg scheint nach genauerer Analyse des zeitlichen Temperaturverlaufs und dem Vergleich mit einem redundanten Messgerät ein Messfehler zu sein. Die Tageshöchsttemperatur lag gestern in Neuenburg bei 35.8 Grad.

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Kommentare (22)

  1. Thomas, 07.08.2019, 00:06

    Nachdem ich diesen Blog vor zwei Wochen mit Interesse gelesen habe, schwirrt mir seither eine Frage durch den Kopf: Weshalb weisst Lugano weniger und dann noch signifikant tiefere 7-Tages Hitzerekorde auf? Das Tessin ist ja sonst etwa 2 bis 3 Grad wärmer als die Alpennordseite. Danke!

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    1. MeteoSchweiz, 09.08.2019, 11:18

      Markante sommerliche Hitzewellen gehen praktisch immer einher mit einem ausgeprägten Hochdruckkeil über Westeuropa (Südwestlage), welcher subtropische Luft zur Schweiz transportiert. Die Westschweiz liegt optimal in dieser heissen Südwestströmung. Die kräftigsten und häufigsten Hitzewellen werden entsprechend an den Messstandorten der West- und Nordwestschweiz registriert. Der Alpenbogen schirmt die Alpensüdseite vor diesen Südwestströmungen ab. Über der Alpensüdseite und der Po-Ebene liegt in solchen Fällen deshalb immer etwas kühlere Luft. Die grösste sommerliche Hitze wird auf der Alpensüdseite dann erreicht, wenn über Europa ein blockierendes Hoch liegt. Mit einer Bisenströmung gelangt dann aus östlicher Richtung aufgeheizte Festlandluft zur Schweiz. Die heisse Luft überquert die Alpen und verursacht auf der Alpensüdseite als Nordföhn extreme Hitze.

  2. Alex, 26.07.2019, 14:24

    Korrektur Nr. 2: Fotopopurri ist ziemlich falsch geschrieben: Richtig ist
    FotopoTpoUrri.
    Ein ehemaliger Korrektor.

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    1. MeteoSchweiz, 26.07.2019, 16:18

      Vielen Dank für den Hinweis...das Potpourri wurde korrigiert.

    2. Chorsängerin, 26.07.2019, 17:15

      ist ja nett, wieder was gelernt :-)

  3. Eugen Perger, 26.07.2019, 13:08

    Liebes Meteoschweiz Team besten Dank für die Rekordtabelle nach Messstationen. Ich denke spontan die Julihitze ist bedenklicher da es auf einer gewöhnlichen Wetterlage basiert, die Junihitze war doch von der Wetterlage her der speziellere Fall. Wenn eine normale Wetterlage Rekordwerte hervorbringt ist es für die Klimadiskussion wohl relevanter. "Wetter" und "Klima" kann man auch nur bedingt voneinander trennen da gerade Extremwetter eine Folge der klimatischen Bedingungen ist (Meerwassertemperatur? Trockenheit? Kältereservoir in der Arktis zur Erzeugung/Aufrechterhaltung alternativer Wetterabläufe etc.)

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  4. Tscharner Mike, 26.07.2019, 08:03

    Für die Region "Basel Flachland" beziehe ich mich immer auf die Stationen Flughafen (263m) 38.8°/38.8° (24./25. 7.), Pratteln Netziboden (272m) 37.9°/38.6° und Rheinfelden DE (282m) 37.9°/37.8°. Dies sind typische Nicht-Stadt oder Siedlungs - Stationen. Eine schweizer WMO - Meteostation auf 250 bis 270 Metern Meereshöhe als tiefstmögliche Referenz der Alpennordseite wäre natürlich sehr schön! Interessanterweise steht in der Meteoschweizprognose für Basel auch immer ein Maximalwert, welcher wohl bewusst über dem zu erwartenden Wert von Binningen-Margarethen liegt. Dies waren 39° und 38° für die beiden vergangenen Tage - also recht treffend.
    Bei allem Lob für den Wetterblog verstehe ich nicht, warum in diesem Blogbeitrag die 7 Tage Hitzeperioden verglichen werden, obwohl der heutige Tag bestimmt höhere Temperaturen bringen wird, als der 19.7. mit Max 28.0° vor sieben Tagen. Wieso denn diese Voreiligkeit? LG

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  5. Peter Bernet, 26.07.2019, 06:46

    Hitzerekorde sind immer mit Vorsicht zu betrachten.
    Da gibt es noch einen alten Rekord von Grono GR.
    Dieser wurde aber noch mit einer veralteten Wetterhütte
    gemessen und ist damit wahrscheinlich etwas zu hoch
    ausgefallen.

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    1. MeteoSchweiz, 26.07.2019, 07:50

      Weitere Infos zur Messung in Grono:
      https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/klima-der-schweiz/rekorde-und-extreme.html

    2. Mike (Basel), 26.07.2019, 11:04

      Naja, wenn es danach gehen würde, dürften weltweit viele Rekorde nicht gelten. Muss man nur mal nach Deutschland schauen. Da macht man sich nicht so grosse Gedanken. Wärmestau, alte Wetterhütten, Strahlungsfehler gab es bspw. in Karlsruhe, Freiburg im Brsg, Kösching, Gärmersdorf... wo die 40 °C Marke überschritten oder erreicht wurde. Kenne keinen anderen Wetterdienst, der wie MeteoSchweiz Tageswerte homogenisiert. Gibt beim DWD abenteuerlich schlechte Stationen. Man muss sich nur mal die Station Lingen anschauen, die den neuen Temperaturrekord hält, wenn er anerkannt wird. Bilder dazu gibt es hier.
      Ohne Worte
      http://www.wzforum.de/forum2/read.php?38,3702796

  6. Baur, 26.07.2019, 01:26

    Die höchsten Temperaturen in rund 1500 Metern Höhe in der freien Atmosphäre (850 hPa) wurden diesen Donnerstag mit 24-25 Grad über Nord-F/B/NL und Westdeutschland gemessen was sehr extrem hoch ist für diese Gegend und ausreicht, die 42 Grad am Boden zu erklären, Zubetonierungen um die dortigen Messgeräte herum hin oder her.

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  7. Silvan, 25.07.2019, 23:02

    Liebes MeteoSchweiz-Team. Ich bin sehr fasziniert von Gewittern und verfolge diese immer wieder gespannt auf eurem Niederschlagsradar. So auch heute Abend. Ich finde euren Niederschlagsradar mit Abstand am Besten, doch eine Anregung habe ich: Ist es möglich, die Farbabstuffungen nach Niederschlagsintensität nach oben (beispielsweise 100l/m2/h) zu erweitern?
    Nochmal ein riesen Lob für den Niederschlagsradar!

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    1. Eugen Perger, 26.07.2019, 11:59

      Ja genau, evtl gar eine Farbe für Hagel bzw. wahrscheinlichen Hagel einführen, oberhalb der Lilastufe

    2. MeteoSchweiz, 26.07.2019, 12:18

      Die Farbabstufungen wurden von unseren Radar-Spezialisten in Zusammenarbeit mit dem Prognosedienst und unserem Kundendienst definiert. Hausintern liegen uns noch weitere und detailliertere Radardaten vor, welche u.a. von unseren Kunden kostenpflichtig bezogen werden. Auf unserer MeteoSchweiz APP bzw. der MeteoSchweiz Homepage bieten wir daher nur ein reduziertes Produkt zur kostenfreien Nutzung an.
      Auf unserer APP können Sie zusätzlich noch von Nutzern abgesendete Hagelmeldungen einblenden und so die Schwere von Gewittern abschätzen.

  8. Heinz F., 25.07.2019, 21:55

    Eine indiskrete Frage (in Basel hat man ja (politisch) immer wieder mal das Gefühl, von der übrigen Schweiz gar nicht mehr zur Schweiz dazu gezählt zu werden): Gehört Basel nicht zu den Niederungen der Alpennordseite? Tiefsttemperatur der vergangenen Nacht war ca. 21 Grad. Nichts da von Wärmeabstrahlung.

    Trotzdem, ich schätze die Blogs ausserordentlich, vor allem seit sich immer mehr Metereolog*innen auch als brilliante Fotograf*innen profilieren.

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    1. MeteoSchweiz, 25.07.2019, 22:30

      Ja, Basel gehört zu den Niederungen der Alpennordseite. Die Messstationen Basel/Binningen und auch Zürich/Fluntern sind jedoch etwas höher gelegen und dadurch wurde an diesen Stationen oberhalb des nächtlichen Kaltluftsees heute Morgen Tiefstwerte über 20 Grad registriert. Diese Stationen wurden im Blog u.a. zu den Stationen „in erhöhten Lagen“ gezählt.

  9. Claudia Geisser, Basel, 25.07.2019, 20:51

    Vielen , vielen Dank für Ihren Blog.
    Ich freue mich jeden Tag auf's Neue darauf.

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  10. Patrick, 25.07.2019, 20:24

    Bitte liebes Meteoteam redet nicht immer von Allzeithöchstemperaturen. Andere Länder wie Deutschland messen ganz anderst nämlich innerstädtisch. Würde das Meteoschweiz auch machen, hätte heute Basel locker über 39 Grad. Flughafen 39 Grad, Langen Loh 39,4 Grad.

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    1. Gregor, 25.07.2019, 21:14

      Innerstädtische Werte sind, wenn wir Werte über Jahrzehnte vergleichen möchten, wertlos. Früher war die Abstrahlung in Innenstädten geringer. Und somit wären Rekorde nicht mehr vergleichbar. Rekorde müssen "zeitlos" sein (d.h. gleiche Messbedingungen 1900, heute und 2100). Man kann zwar homogenisieren, aber...

    2. Baur, 26.07.2019, 01:09

      Und trotzdem: Paris heute 42 Grad Allzeit-Temperatur Rekord und die dortige Wetterstation steht doch seit Jahren an der gleichen Stelle beim Flughafen. Ob dort in der Umgebung mehr zubetoniert wurde weiss ich nicht, aber die „unbestechliche“ Temperatur in 1500 Meter Höhe war über Paris eben auch auf Rekord-Level. So gesehen war es dort wohl wirklich der heisseste Tag „ever“, dito in Teilen Westdeutschlands.

    3. Patrick, 26.07.2019, 10:03

      Ich verstehe das mit der Vergleichbarkeit sehr wohl. Um den wirklichen Wärmestress zu messen, müsste man wohl auch innerstädisch z.B. in einem grossen Park eine Messstadion eine offiziele aufstellen. Es ist ein Unterschied, ob man in erhöhten Lagen misst oder auf Stadthöhe. Alle lokalen Messstadionen haben die letzten beiden Tagen 39 Grad gemessen und Binningen hatte durch die Lage nur einen Wert von 37.4. In ZH hat Meteo noch eine in Affoltern in Basel fehlt eine auf Stadthöhe. @Baur wenn man sich mit den Messstadionen in D befasst z.B. Düsseldorf liegen diese Innerstädtisch oder teilwese am Flughafen.

    4. stefan, 26.07.2019, 21:56

      Ich glaube es ist nicht die Aufgabe von sma sich auf die Suche nach immer neuen Rekorden zu gehen, diese gibt es nämlich recht häufig. Ob temp. Taupunkt oder niederschläge Wind oder globahlstrahlung schneemenge oder hagelkorngrösse. Ich glaube es macht mehr Sinn gute Prognosen zu liefern und wenige dafür wertvolle Messwerte für allgemeinnützliche Statistiken zu liefern. Liebe Basler die selben anliegen wie ihr könnten noch viele andere Regionen bringen. Dass es in basel heissere Orte wie Bingingen gibt ist fast logisch. Es gibt wahrscheinlich auch kühlere. Das war wahrscheinlich auch nicht der Grund für die ortswahl. Viel mehr die messtechnische Aussagekraft und rechtsgründe. Kopf hoch in basel gibt's die 40 Grad. Nur wo?