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Immer heissere Sommer

2. Juli 2020, 24 Kommentare
Themen: Klima

Eines der deutlichsten Signale der Klimaänderung ist die stetige Erwärmung. Für alle massiv spürbar wird dies vor allem im Sommer mit der zunehmenden Anzahl von Hitzetagen und den immer häufigeren Hitzewellen. Die zunehmende Sommerhitze betrifft nicht nur die Schweiz, sondern ganz Europa. MeteoSchweiz, der Deutsche Wetterdienst und die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik von Österreich packen deshalb die Herausforderung Klimawandel in enger Zusammenarbeit an.

Von Berlin über Genf und Lugano bis nach Wien

Der Sommer ist in der Schweiz, in Deutschland und Österreich ab den 1990-er Jahren massiv wärmer geworden. Dabei fällt ein drastisches Phänomen auf: Die Temperatur der extremsten Sommer vor dem Jahr 1990 ist in den letzten 30 Jahren zum Sommerdurchschnitt geworden. Was früher ein extrem heisser Sommer war, ist heute ein normaler, das heisst ein durchschnittlicher Sommer. Selbst die kühlsten Sommer der letzten 30 Jahre blieben meist deutlich über dem langjährigen Durchschnitt vor 1990.

Verdoppelung der Hitzetage

Ein eindrücklicher Indikator für die Zunahme der Hitze ist die durchschnittliche Zahl der Hitzetage pro Jahr mit mindestens 30 °C. Ein markanter Anstieg ist ab 1990 zu beobachten. Vor 1990 summierte sich die Zahl der Hitzetage in den drei Ländern durchschnittlich auf rund eine bis eineinhalb Wochen pro Jahr. Heute erreicht die Summe der Hitzetage durchschnittlich rund zwei bis drei Wochen pro Jahr (Abb. 1). Mit der laufenden Klimaänderung hat sich die Zahl der Hitzetage etwa verdoppelt.

Vergrösserte Ansicht: Abb. 1: Durchschnittliche Anzahl Hitzetage pro Jahr vor 1990 und heute.
Abb. 1: Durchschnittliche Anzahl Hitzetage pro Jahr vor 1990 und heute.

Das Extreme wird normal

Lugano auf der Alpensüdseite registrierte vor 1990 durchschnittlich nur zwei bis fünf Hitzetage pro Jahr, heute sind es durchschnittlich zwölf. In den 127 Jahren ab Messbeginn 1864 bis 1990 haben in Lugano nur gerade acht Sommer den heutigen Durchschnitt von zwölf Hitzetagen erreicht oder überschritten. Auch bei den Hitzetagen hat sich regional das frühere Extreme zum Normalen gewandelt.

Mehr Hitzewellen

Hitzewellen sind in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich in den letzten Jahrzehnten häufiger und länger geworden. In Regionen, die immer wieder davon betroffen waren, folgen sich Hitzewellen heute in kürzeren Zeitabständen. Regionen, die in der Vergangenheit nur wenige Hitzeperioden registrierten, müssen heute mehr oder weniger regelmässig damit rechnen. Das Muster der Häufung ab dem Jahr 2000 ist in allen drei Ländern vergleichbar, vom Norden Deutschlands in den Süden der Schweiz und bis in den Osten Österreichs (Abb. 2). 

Vergrösserte Ansicht: Abb. 2: Intensivste jährliche 14-tägige Hitzeperioden mit einem mittleren Tagesmaximum von 30 °C oder mehr für eine Auswahl von Messstandorten in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich.
Grafik: Deutscher Wetterdienst DWD.
Abb. 2: Intensivste jährliche 14-tägige Hitzeperioden mit einem mittleren Tagesmaximum von 30 °C oder mehr für eine Auswahl von Messstandorten in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Grafik: Deutscher Wetterdienst DWD.

In Zukunft noch mehr Hitze

Mit der erwarteten Temperaturzunahme bis 2060 wird sich in Genf die durchschnittliche Zahl der Hitzetage von heute knapp 3 Wochen auf rund fünf Wochen, in Lugano von heute knapp zwei Wochen auf rund vier Wochen summieren. Eine starke Zunahme von Hitzewellen in der Schweiz wird als sehr wahrscheinlich eingestuft (Klimaszenarien CH2018).

Länderübergreifende Mitteilung zur steigenden Sommerhitze

Die Wetterdienste von Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in enger Zusammenarbeit eine länderübergreifende ausführliche Mitteilung zur steigenden Sommerhitze verfasst und gemeinsam publiziert.

Ausführliche Mitteilung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz

Weiterführende Informationen

Klimaszenarien CH2018, die zusammenfassende Broschüre.

Die Klimatologie von Hitzewellen im Hitzebericht 2018 von MeteoSchweiz.

Kommentare (24)

  1. P. Bünter, 13.08.2020, 22:04

    Das Problem dieser Erhebung ist, das Meteoschweiz gar nicht in Basel misst sondern auf der Anhöhe in Binningen. Würde z.B. auf Stadthöhe wie in Berlin oder Frankfurt gemessen werden, würden wesentlich mehr Hitzetage zu mindestens in Basel gemessen werden. Meteoschweuz soklte zumindestens auf Stadthöhe messen.

  2. Brigitte Hilmer, 10.08.2020, 19:37

    Ich erlebe die Veränderungen in Basel und im Oberwallis. In Basel ist dies das dritte Jahr in Folge mit anhaltend Temperaturen weit über 30° und wenig Abkühlung in der Nacht. Im Oberwallis ist die Temperaturentwicklung an der Vegetation abzulesen: seit ich das kenne, blühten die Kirschbäume Anfang Mai, mittlerweile schon in der ersten Aprilhälfte. Im Garten entwickeln sich Blumen schneller und blühen kürzer, manchmal schon Frühlings- und Sommerblumen gleichzeitig. Dass man sich auf 1200 m Höhe noch nach Sonnenuntergang in sommerlicher Kleidung im Freien aufhalten kann, und das wochenlang, ist ein völlig neues Phänomen. Das wäre ja ganz erfreulich, wenn nicht gleichzeitig die Temperaturnischen, in denen Menschen überleben und ihre Nahrung gewinnen können, sich auf der ganzen Erde dramatisch verschieben würden.(https://www.pnas.org/content/117/21/11350).

  3. Lars, 14.07.2020, 10:19

    Also ich konnte in den letzten knapp 25 Jahren gerade mal 5 wirklich heisse Sommer ausmachen. Die restlichen waren mir definitv zu kalt. Auch dieser Sommer ist mir definitiv viel zu kalt.

  4. Benjamin Wyssmann, 06.07.2020, 15:04

    Interessant sehr interessant 🧐🤔🤔

  5. Helen Itschner, 05.07.2020, 18:57

    Es sei jetzt schon ein heisser Sommer? Aber der hat doch erst gerade begonnen. Mir ist es auch zu heiss. Die Tiere suchen den Schatten und was mit den Pflanzen passiert, kann ich nicht sagen. Wenn ich könnte.............. Aber es geht eben nicht.

  6. Benjamin Eller, 04.07.2020, 18:29

    Vielen für diesen aufschlussreichen Bericht, diese Fakten lassen keinen Zweifel an der Erwärmung in den letzten Jahrzehnten. Hingegen finde ich es schade, begibt sich MeteoSchweiz mit der Prognose der Anzahl Hitzetage bis Ende dieses Jahrhunderts (mit und ohne Klimaschutz) unter die Kristallkugelseher und damit auf höchst rutschiges Parkett. Damit wird den „Klimaskeptikern“ nur unnötig Angriffsfläche geboten. Bitte bleibt doch bei den verifizierbaren Fakten, dies allein beweist den Klimawandel ja schon mehr als genug. Herzliche Grüsse, Benjamin

  7. Uwe Döpper, 04.07.2020, 13:39

    Ich kann das rein rechnerisch nicht nachvollziehen!

    Man nehme die Zahlen von MeteoSchweiz (als Bsp. habe ich die Daten der Station ZH-Fluntern von 1864-2019 genommen), fülle die Temperaturdaten pro Monat in ein Excel-Sheet ab und setze eine Trendlinie.
    Was kommt dabei heraus?
    1. Den grössten Erwärmungstrend weisen die Monate Dezember und Januar auf (+3.0 bzw. +3.1°C)
    2. Den kleinsten Erwärmungstrend weisen die Monate September, Juni und Juli auf (+1.1, bzw. je +1.3°C)
    3. Nach Jahreszeiten gesehen liegt der Winter ganz klar vorn im Erwärmungstrend (+2.6°C), gefolgt vom Herbst (+2.0°C) und dann der Frühling (+1.9°C). Der Sommer liegt mit +1.5°C Erwärmung am Schluss aller Jahreszeiten.
    Weshalb wird also im Blog ausgerechnet der Sommer als DAS Klimaerwärmungsindiz zelebriert?

    PS: Jedermann/frau, wer Excel etwas beherrscht, kann diesen Trend selber nachrechnen ;-)
    (wie gesagt, ich habe das erst einmal nur für Zürich gemacht, weitere folgen)

    1. MeteoSchweiz, 06.07.2020, 11:54

      Guten Tag Herr Döpper

      Im landesweiten Mittel zeigt der Sommer den grössten Erwärmungstrend ab Messbeginn 1864. Er liegt bei 1,45 °C pro 100 Jahre. Im Winter liegt der Erwärmungstrend bei 1,29 °C pro 100 Jahre. Die landesweiten saisonalen Trends sind auf der Webseite der MeteoSchweiz mit dem unten angegebenen Link zu finden. Der Blogartikel thematisiert allerdings nicht primär die Trends, sondern den Aspekt Hitze, insbesondere die Zunahme von Hitzetagen und von Hitzewellen. Das ist ein sehr sommerliches Thema und passt optimal zur Jahreszeit.

      https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/klimawandel-schweiz/temperatur-und-niederschlagsentwicklung.html

      Freundliche Grüsse
      MeteoSchweiz

    2. arcana, 06.07.2020, 12:48

      @Uwe Döpper
      Habe mir die Daten zu Zürich auch angesehen. Hier ist das Resultat: https://i.imgur.com/KitGxNq.png
      Die Sprünge im Sommerhalbjahr sind selbst hier beachtlich. Aber repräsentativ für die ganze Schweiz ist Zürich sowieso nicht.

    3. U.Döpper, 13.07.2020, 09:51

      Ja natürlich kann ich mir die Statistik auch so legen, dass der Sommer vorn liegt.
      Mein Trend war von Messbeginn 1864 bis 2019 für Zürich-Fluntern und da stimmen meine Zahlen. Jede Statistik lässt sich so legen, dass der gewünschte Trend stimmt.
      @MeteoSchweiz: Der Begriff „landesweites Mittel“ basiert auch nur auf ein paar Dutzend Punktmessungen an teils extremen Standorten (zb auf Berggipfeln, Senken und stadtnahen Grünflächen) und ergeben im meinen Augen keinesfalls einen flächigen Durchschnittswert.
      Bei unserer Topographie wären auch Hangmessungen in allen Expositionen und Höhenstufen erstrebenswert und nicht nur Messungen ganz oben oder ganz unten.

    4. MeteoSchweiz, 14.07.2020, 13:45

      Guten Tag Herr Döpper

      Die Schweiz besteht nicht nur aus dem Mittelland bzw. aus Zürich, sondern zu einem grossen Teil aus alpinem Gebiet und auch aus der Alpensüdseite. Diese Gebiete müssen entsprechend gewichtet werden. In Grächen (alpine Hanglage) liegt der Erwärmungstrend im Sommer bei 1,70 °C pro 100 Jahre. Im Winter liegt er bei 1,10 °C pro 100 Jahre. In Locarno-Monti (Hanglage Alpensüdseite) liegt der Erwärmungstrend im Sommer bei 1,75 °C pro 100 Jahre. Im Winter liegt er bei 1,20 °C pro 100 Jahre. In Segl-Maria (alpines Hochtal) liegt der Erwärmungstrend im Sommer bei 1,13 °C pro 100 Jahre. Im Winter liegt er bei 0,99 °C pro 100 Jahre. In Davos (alpines Hochtal) sind Sommer und Winter ausgeglichen: Der Erwärmungstrend liegt im Sommer bei 1,56 °C pro 100 Jahre. Im Winter liegt er bei 1,51 °C pro 100 Jahre. Informationen zum gewichteten landesweiten Temperaturmittel finden Sie unter:

      https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/schweizer-klima-im-detail/schweizer-temperaturmittel.html

      Freundliche Grüsse
      MeteoSchweiz

  8. Hans Oerlemans, 03.07.2020, 21:25

    Zum Thema heissere Sommer:
    https://www.youtube.com/watch?v=onp7tRRyCAQ

  9. Benn Michael, 03.07.2020, 08:34

    Diesen Sommer merkt man nichts von alledem...

    1. Fabian S., 03.07.2020, 16:24

      Selbst wenn mal das ein oder andere Jahr etwas gegen den Trend steht und keine neuen Allzeitrekorde aufstellt, heißt das noch lange nicht, dass die Erwärmung nicht stattfindet.

      Es wird immer Ausreisser in beide Richtungen geben und es wird bestimmt auch mal wieder ab und zu Winter mit Durchschnittswerten um das alte Klimamittel (1961-1990), also bezogen auf das aktuelle Mittel zu kalte Winter, geben. Dennoch steht der Trend in eine Eindeutige Richtung!

    2. Hallo, 10.07.2020, 15:31

      Sie haben vollkommen recht

    3. Lars, 14.07.2020, 10:21

      @Benn Michael
      Geht mir genauso

  10. werner plüss, 03.07.2020, 07:50

    Wärmer ist besser.
    Wir haben noch viel Spielraum nach oben. Vielleicht erlebe ich es noch, mein Traumklima, wie in den Hügeln der Toscana, Florenz, wo es uns Nordlichter hinzieht.
    Alfresco leben, luftigere Kleidung, herrliche Produkte vom Land, direkt vor der Tür, weniger Heiztage, besser fürs Klima, Resourcen schonen und mehr Lebensfreude.

    1. Andreas, 04.07.2020, 14:40

      Kühlen ist deutlich ineffizienter und detrimentaler als Heizen, und von ersterem werden wir in Zukunft jede Menge mehr sehen, das garantiere ich Ihnen.

    2. Joel, 06.07.2020, 08:38

      Naja wärmer ist für einige Leute sicher schön das ist sehr subjektiv. Allerdings sind diese langen Trockenperioden, wie sie in den letzten 20 Jahren oft beobachtet werden konnten für die Natur eine riesige Umstellung. Starkregen werden häufiger, wodurch der Boden nach langen Trockenperioden fast kein Wasser aufnimmt. Zudem werden auch schwere Stürme häufiger und es werden neue Arten kommen ,die die einheimischen Arten verdrängen. Die Anahme mehr Hitzetage= weniger heizen= weniger Ressourcenverbrauch ist ausserdem falsch. So braucht das kühlen etwa doppelt soviel Energie wie heizen. In 50 Jahren wird sowieso jeder eine Klimanlage haben für die heissen Sommer. Ausserdem müssen künstliche Bewässerungsanlagen gebaut werden. Nicht zu vergessen sind ausserdem die mehrehren hundert Millionen Klimaflüchtlinge die es bis 2100 laut mehreren Studien geben wird. Ihre Beschreibung mag zwar schön klingen, ist aber ziemlich unrealistisch. Neben der Wärme bringt uns die Klimaerwärmung noch viele weitere Dinge mit sich, die leider nicht so toll sind.

    3. Dorotea, 04.08.2020, 16:15

      Ich glaube, Sie wissen nicht, was Sie sich da wünschen. Sollten wir Sommertemperaturen wie in Südeuropa bekommen, wäre die 2-Grad-Marke überschritten, die als Grenze angenommen wird, jenseits derer das Klima kollabieren würde. Die Folge wären nicht "Florenzferien", sondern Abschmelzen aller Gletscher, daraus Wassermangel, weltweit Dürren, noch verheerendere Waldbrände, Verschwinden des Permafrosts im Norden, daraus resultierenden Zunahme von Methangas, das vermutlich, wenn in die Atmosphäre gelangt, die Erderhitzung noch mehr anheizen würde. Etc. Etc. Milliarden Menschen auf der Flucht, Kriege um Wasser, zunehmender Hunger, der auch uns erreichen könnte, Verteilkämpfe um alle Ressourcen... Haben Sie je verdorrende Ernten, versiegendes Wasser, gewaltige Waldbrände, zu wenig Nahrung erlebt?
      Wollen Sie sich Ihren Wunsch nach "Zürich als Toskana" vor dem Hintergrund dieser näherrückenden, menschengemachten Bedrohung nicht nochmals überlegen? Und an die Zukunft unserer Jugend denken?

  11. Marco Rohr, 02.07.2020, 16:26

    Besten Dank für den sehr interessanten Beitrag. Mein subjektives Empfinden sagt mir auch, dass es in den letzten Jahren öfter schwülwarme Sommertage gibt, mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit und 'erdrückender' Luft. Wohnen im Grossraum Zürich. Gibt es dazu auch Statistiken?

    1. Raul Rüegger, 02.07.2020, 20:49

      So heisse Sommer sind für mich eine grauenvolle Vorstellung. Irgendwie kann man sich gar nicht mehr auf Sommer freuen. Der Sommer 2020 ist da mal wirklich eine Ausnahme.
      Leider bin ich erst um 1990 geboren und kann mir nur von den Grafiken her ausmalen wie die Sommer früher waren - es muss die schönste Jahreszeit gewesen sein...

    2. Daniel Hernández, 02.07.2020, 21:42

      Sehr geehrter Herr Rohr Hier die Antwort auf Ihre Frage:
      Als Folge des Klimawandels sind unsere Sommer einerseits markant wärmer geworden. Je wärmer aber eine Luftmasse ist, desto mehr Wasserdampf kann diese aufnehmen.
      Schwüle ist eine Kombination von warmer und sehr feuchter Luft.
      Ab einer Taupunktstemperatur von 16°C (Temperatur, auf welche sich die Luftmasse abkühlen müsste, damit ihre relative Luftfeuchtigkeit 100% erreicht). spricht man von schwülen Wetterverhältnissen.
      Zum anderen liegt auch eine Änderung der Häufigkeit der sommerlichen Grosswetterlagen vor. Vermehrt treten bei uns seit der Jahrtausendwende Südwestlagen auf mit warmer, feuchter Luft aus dem Mittelmeerraum.
      Detailliertere statistische Untersuchungen zur Auftretenshäufigkeit besagter Wetterlagen dürften aufschlussreich sein.

      Freundliche Grüsse
      Daniel Hernández, Meteorologe

    3. MeteoSchweiz, 03.07.2020, 16:23

      Guten Tag Herr Rohr

      Seit Beginn der 1990-er Jahre ist die Anzahl der schwülen Tage im Raum Zürich im Sommer (Juni bis August) von knapp 40 auf rund 50 angestiegen. Als schwül empfinden wir Bedingungen, bei denen der Taupunkt 16 °C erreicht oder überschreitet. Der Taupunkt bezeichnet die Temperatur, auf die ein ungesättigtes Luftquantum bei gleichbleibendem Druck über einer ebenen, chemisch reinen Wasserfläche abgekühlt werden muss, um zur Sättigung zu gelangen. Im Sättigungszustand beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100 Prozent.

      Freundliche Grüsse
      MeteoSchweiz