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Heisser und extrem sonniger Juli

29. Juli 2022, 16 Kommentare
Themen: Klima

Nach dem zweitwärmsten Mai und Juni erlebte die Schweiz den viertwärmsten Juli seit Beginn der Messungen im Jahr 1864, mit 2,4 °C über der Norm 1991-2020. Für die Alpensüdseite war es sogar der zweitwärmste Juli, nach dem Juli 2015. Die Niederschläge waren im Allgemeinen defizitär, manchmal auch ausgeprägt. Die Sonneneinstrahlung war in der gesamten Schweiz überdurchschnittlich. An einigen Orten war es der sonnigste Juli seit Beginn der Messungen.

Dürre in Novazzano im Medrisiotto am 16. Juli 2022. Photo: S. Zanini
Dürre in Novazzano im Medrisiotto am 16. Juli 2022. Photo: S. Zanini

Julitemperatur

Im Landesdurchschnitt lag die Julitemperatur um 2,4 °C über der Norm 1991-2020. Seit Beginn der Messungen im Jahr 1864 waren nur der Juli 2015, 2006 und 1983 wärmer, mit einer Überschreitung der Norm um etwa 3 °C.

Mehrere Messstandorte in den Alpen und auf der Alpensüdseite verzeichneten den zweitwärmsten Juli nach dem Juli 2015. Dies war der Fall am Grossen-St-Bernard-Pass, auf dem Jungfraujoch, in Sils-Maria, in Lugano und in Locarno / Monti. Der Walliser Standort Grächen erlebte sogar den wärmsten Juli seit Messbeginn 1864 mit einer Überschreitung der Norm 1991-2020 von 3,1 °C.

Vergrösserte Ansicht: Abb. 1: Die Julitemperatur in der Schweiz seit Messbeginn 1864. Der rote Punkt zeigt den aktuellen Juli (17,0 °C). Die grüne unterbrochene Linie zeigt die Norm 1991−2020 (14,6 °C), die rote Linie das 20-jährige gleitende Mittel.
Abb. 1: Die Julitemperatur in der Schweiz seit Messbeginn 1864. Der rote Punkt zeigt den aktuellen Juli (17,0 °C). Die grüne unterbrochene Linie zeigt die Norm 1991−2020 (14,6 °C), die rote Linie das 20-jährige gleitende Mittel.

Kräftige Gewitter

Der Juli 2022 startete gewitterhaft. Am 1. Juli entluden sich vor allem in den östlichen Alpen und auf der Alpensüdseite kräftige Gewitter. Das obere Vorderrheintal erhielt innert Tagesfrist rund 50 mm Niederschlag. In der oberen Leventina fielen 40 bis 60 mm.

Nach zwei sonnigen Tagen mit hochsommerlichen Tageshöchstwerten von 29 bis 32 °C im Norden und 30 bis 34 °C im Wallis und auf der Alpensüdseite, entstanden in der Nacht vom 3. auf den 4. Juli erneut kräftige Gewitter. Sie setzten sich am 4. Juli auch tagsüber fort. Betroffen waren vor allem der Alpennordhang und das Wallis. Auch die Genfer Region zwischen Meinier und Jussy war von den Unwettern betroffen. Viel Regen in kurzer Zeit verursachte am Abend des 4. Juli am Oberlauf der Emme Überflutungsschäden.

Während der Gewitter fiel am 1. Juli im mittleren Tessin Hagel. Am 3. und 4. Juli waren mehrere Gebiete der Schweiz beidseits der Alpen von Hagel betroffen.

Anhaltendes Hochdruckwetter

Ab dem 5. Juli stellte sich eine langdauernde Periode mit meist sonnigem Hochdruckwetter ein. Bis zum 12. Juli wehte auf der Alpennordseite die Bise, was die Temperatur etwas dämpfte. Die Tageshöchstwerte stiegen nördlich der Alpen verbreitet auf 27 bis 29 °C. Im Wallis und auf der Alpensüdseite lagen die Höchstwerte zwischen 31 und 33 °C.

Grosse Hitze

Am 13. Juli erreichten die Tageshöchstwerte nördlich der Alpen vielerorts 30 bis 32 °C. In Genf, in Beznau und Leibstadt stiegen sie über 33 °C, ebenso im Wallis in Sion und in Visp. Auf der Alpensüdseite blieben die Tageshöchstwerte am 13. Juli meist unter 30 °C. Einzig Stabio und Biasca registrierten knapp 31 °C.

Heisse Luft aus Südwesten trieb am 14. Juli die Tageshöchstwerte nördlich der Alpen und im Wallis verbreitet auf 32 bis 34 °C. Lokal gab es auch 35 bis über 36 °C. Die höchsten Werte registrierten Genf mit 36,4 °C und Sion mit 36,3 °C. Auf der Alpensüdseite bewegten sich die Tageshöchstwerte meist zwischen 30 und 32 °C. Stabio meldete knapp 33 °C.

Am 15. und 16. Juli gab es nördlich der Alpen eine leichte Entspannung. Mit kühlerer Luft aus Nordwesten blieben die Höchstwerte in der Nordwestschweiz sowie im zentralen und östlichen Mittelland vielerorts unter 30 °C. Vom Neuenburgersee bis zum Genfersee erreichten die Höchstwerte 30 bis 33 °C, im zentralen Wallis 32 bis 34 °C und auf der Alpensüdseite 34 bis 36 °C.

Das Hitzemaximum

Ab dem 17. Juli stiegen die Tageshöchstwerte wieder verbreitet auf 30 °C und mehr. Am 18. Juli gab es am Genfersee und im Wallis Höchstwerte über 35 °C und im Südtessin knapp 34 °C.

Der 19. Juli war für weite Teile der Alpennordseite der heisseste Tag in diesem Juli. Die Tageshöchstwerte stiegen nördlich der Alpen und im Wallis vielerorts auf 33 bis 35 °C. Lokal gab es auch 36 °C und mehr. Auf der Alpensüdseite lagen die höchsten Werte zwischen 33 und 34,5 °C. Die höchste Temperatur in der Schweiz registrierte Genève-Cointrin mit 38,1 °C. Auf der Alpensüdseite meldete Stabio mit 34,5 °C den höchsten Wert. Am 19. Juli blieben die Tageshöchstwerte auf der Alpensüdseite unter jenen vom 15. Juli.

Am zentralen und östlichen Alpennordhang und im Flachland der Nordostschweiz wurden die Maxima am 25.7 erreicht.

Vergrösserte Ansicht: Abb. 2a. Intensive Hitzeperioden im Vergleich am Messstandort Genève-Cointrin. Gezeigt wird die tägliche Maximumtemperatur in °C, Stand 27. Juli 2022.
Abb. 2a. Intensive Hitzeperioden im Vergleich am Messstandort Genève-Cointrin. Gezeigt wird die tägliche Maximumtemperatur in °C, Stand 27. Juli 2022.

Lokal hohe Tagesmaxima

Am 19. Juli 2022 wurden in der westlichen Landeshälfte lokal sehr hohe Tagesmaximum-Temperaturen verzeichnet. Genève-Cointrin registrierte mit 38,1 °C den dritthöchsten Wert seit Messbeginn 1864. Rang 2 belegt der 28. Juli 1921 mit 38,9 °C. Der Rekord von 39,7 °C stammt vom 7. Juli 2015. Payerne meldete mit 36,2 °C den vierthöchsten Wert in der seit 1964 verfügbaren Messreihe. Der Rekord von 37,9 °C stammt ebenfalls vom 7. Juli 2015.

Hoch lag die Tagesmaximum-Temperatur auch in Basel mit 36,5 °C und in Sion mit 36,8 °C. Der Wert von Basel fällt nicht unter die höchsten an diesem Messstandort.  In Sion war es das achthöchste Tagesmaximum in der seit 1958 verfügbaren Messreihe. Mehrere weitere Messstandorte registrierten ebenfalls einen der zehn höchsten Werte seit Messbeginn.

Auch in der Höhe sehr heiss

Vom 20. bis 25. Juli blieben die Bedingungen insgesamt unter Hochdruckeinfluss mit hohen Temperaturen. Die Hitzewelle setzte sich über dem Genferseebecken, dem Wallis und der Alpensüdseite fort. Trotzdem kam es am 20. Juli auf der Alpennordseite und im Wallis sowie in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli in fast der ganzen Schweiz zu teils heftigen Gewittern mit Hagel und starken Windböen (99 km/h in Basel / Binningen am 20. Juli).

Am 21. Juli wurde auf dem 3294 m hohen Piz Corvatsch (GR) mit 14 °C die höchste Temperatur seit Beginn der Messungen im Jahr 1979 gemessen. Der bisherige Rekord datiert vom 26. Juni 2019 mit 13,3 °C. Am 22. Juli war es die Station Stabio (TI), die mit einer Temperatur von 36,5 °C einen neuen Hitzerekord seit Messbeginn 1981 verzeichnete. Der bisherige Rekord datiert vom 29. Juli 1983 mit 36,3 °C.

Am 25. Juli um 2.00 Uhr wurde mittels Wetterballon von Payerne die Nullgradgrenze auf einer Höhe von 5184 Metern bestimmt. Dies war die höchste Höhe seit Beginn der Messungen mit Wetterballons im Jahr 1954. Der bisherige Rekord datiert vom 20. Juli 1995, als die Nullgradgrenze auf 5117 m gemessen wurde.

Etwas weniger warm am Ende des Monats

Nach dem Durchzug einer Kaltfront in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli mit Gewittern, vor allem entlang der Alpennordhänge und in Graubünden, sanken die Temperaturen auf der Alpennordseite und im Wallis. Nach 16 Hitzetagen (Höchsttemperatur von 30 °C oder mehr) in Folge in Sitten und 14 in Genf fielen die Temperaturen am 26. Juli unter diese Schwelle.

Auf der Alpensüdseite war der 26. Juli mit Werten von bis zu 36 °C in Biasca erneut ein sehr heisser Tag. Im Mittel- und Südtessin entluden sich am Abend Gewitter.

Am 27. und 28. Juli war das Wetter meist sonnig mit mäßiger Hitze. Am 27. Juli stiegen die Temperaturen auf der Alpennordseite und im Wallis auf 25 bis fast 30 °C an. Im Süden wurde die 30 °C-Marke mit bis zu 32,8 °C in Stabio nochmals überschritten. Am 28. Juli wurde die 30 °C-Marke erneut lokal überschritten, ebenfalls auf der Alpennordseite und im Wallis. Am Ende des Tages entluden sich nochmals Gewitter, vor allem in den Alpen und im Süden.

Eine für ihre Dauer aussergewöhnliche Hitzewelle

Die Hitzewelle, die vor allem die Südhälfte der Schweiz betraf, war für die Höchsttemperaturen nicht besonders aussagekräftig, da nur sehr wenige neue Hitzerekorde gemessen wurden. Was die Hitzewelle aussergewöhnlich machte, war ihre Dauer und Intensität, gemessen an der durchschnittlichen Tagestemperatur. Mit ihrer Dauer vom 14. bis zum 26. Juli gehörte sie zu den längsten und intensivsten, die je auf der Alpensüdseite gemessen wurden, und ist nur mit denen vom Juli 2015 und August 2003 vergleichbar. Für die Messstation in Lugano war es mit einer Dauer von 14 Tagen sogar die längste jemals gemessene Hitzewelle. Ein ausführlicher Blog-Artikel dazu wurde von MeteoSchweiz am 27/28. Juli 2022 veröffentlicht.

Vergrösserte Ansicht: Abb. 3: 
Dauer (in Tagen) der Hitzewelle in Lugano seit Beginn der Messungen im Jahr 1864. Die Dauer einer Hitzewelle ist die Anzahl der aufeinanderfolgenden Tage, an denen die Durchschnittstemperatur 25 °C oder mehr beträgt.
Abb. 3: Dauer (in Tagen) der Hitzewelle in Lugano seit Beginn der Messungen im Jahr 1864. Die Dauer einer Hitzewelle ist die Anzahl der aufeinanderfolgenden Tage, an denen die Durchschnittstemperatur 25 °C oder mehr beträgt.

Wenig Regen

Als Folge der anhaltenden Hochdruckverhältnisse fehlte der Regen. Die Monatssummen blieben in der ganzen Schweiz deutlich unter der Norm 1991–2020. In einigen Gebieten fiel weniger als ein Drittel der Norm. Regional herrschte eine ausgeprägte Wasserknappheit, zum Beispiel im Südtessin, in Teilen der Westschweiz und im Kanton Schaffhausen.

Vergrösserte Ansicht: 
Abb. 4: 
Räumliche Verteilung der Niederschlagssummen im Juli 2022, dargestellt in % der Norm 1991‒2020. Stand 27.07.2022
Abb. 4: Räumliche Verteilung der Niederschlagssummen im Juli 2022, dargestellt in % der Norm 1991‒2020. Stand 27.07.2022

Lokal rekordverdächtig viel Sonnenschein

Dieser Juli war ein extrem sonniger Monat. Einige Stationen in den Flachlandregionen der Alpennordseite und des Wallis haben mehr als 300 Sonnenstunden gemessen. An einigen Orten war es der sonnigste Juli seit Beginn der homogenisierten Sonnenscheinmessungen im Jahr 1959, so in La Chaux-de-Fonds, Neuchâtel, Sion, Montana, Luzern und Lugano. Es war auch der sonnigste Juli seit Beginn der Messungen im Jahr 1886 in Basel und 1897 in Genf.

Vergrösserte Ansicht: Abb. 5: Sonnenscheindauer in Juli in Basel-Binningen seit Messbeginn 1886. Die grüne unterbrochene Linie zeigt die Norm 1991−2020 (235 Stunden), die rote Linie das 20-jährige gleitende Mittel.
Abb. 5: Sonnenscheindauer in Juli in Basel-Binningen seit Messbeginn 1886. Die grüne unterbrochene Linie zeigt die Norm 1991−2020 (235 Stunden), die rote Linie das 20-jährige gleitende Mittel.

Der definitive Bericht zum Juli 2022 ist ab dem 10. August 2022 in der Rubrik Monats- und Jahresrückblick verfügbar. 

http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/klima-der-schweiz/monats-und-jahresrueckblick.html

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Kommentare (16)

  1. Simon, 09.08.2022, 17:43

    Hallo. Ich wohne in Boussens in der Westschweiz. Wir hatten fast keine Gewitter verglichen mit schon nur dem nächsten Dorf. Bei uns hat es seit über 60 Tagen nicht richtig geregnet und alles ist Staub. Ich würde mich über mehr Artikel zur Trockenheit freuen.

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  2. A_User, 06.08.2022, 00:25

    Der Schweizer will konsumieren. Arbeiten und konsumieren. Und er hat's gern warm.

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  3. Koch Peter, 05.08.2022, 16:40

    Meine Aktivitäten finden grösstenteils draussen statt, das Konsultieren mehrer Wetterkanäle ist dem entsprechend wichtig für mich. Eure Wetterprognosen sind in West-Ost Richtung in West und Ostschweiz aufgeteilt. Ich wohne im Raum Rafzerfeld-Schaffhausen, in der Nordschweiz also, die aber häufig bei euch gar nicht vorkommt.
    Ich konsultiere darum häufig den deutschen Wetterdienst für den Hochrhein mit oft deutlich besserer Trefferwahrscheinlichkeit. Warum ist das so, obwohl das Wettergeschehen in unserem Raum häufig etwas anders abläuft als in der West- oder Ostschweiz. Vor allem was Niederschlag betrifft.

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    1. MeteoSchweiz, 06.08.2022, 13:21

      Guten Tag Herr Koch
      Vielen Dank für Ihr Feedback. Je nach Wetterlage verwendet MeteoSchweiz unterschiedliche Zusammenfassungen der Prognoseregionen (siehe auf der Webseite: Wetter -> Prognosen -> Prognoseregionen). Ihre Region gehört zum Beispiel zu "Mittelland" oder "Niederungen". Wenn es die Wetterlag erlaubt, so nutzen wir auch regelmässig Formulierungen wie "am Nordrand der Schweiz", "im nördlichen Flachland" oder auch "dem Hochrhein entlang". Weiter bieten wir Punktprognosen für alle Gemeinden der Schweiz an, welche keiner Unterteilung der Prognoseregionen folgen.

      Ob nun die "Trefferquote" der Prognosen für die Region Rafzerfeld-Schaffhausen beim Deutschen Wetterdienst in der Tat höher ist, lässt sich objektiv nicht so leicht beantworten/bestätigen. Wir wissen nicht auf welche Parameter und Prognoseprodukte Sie sich beziehen. Weiter stellt sich die Frage, wie ein "Treffer" von Ihnen definiert wird. Zudem nutzt der DWD eine andere Terminologie, womit ein direkter Vergleich der Qualität der Textprognosen schwierig ist.
      Mit freundlichen Grüssen
      MeteoSchweiz

  4. Markus Meier, 01.08.2022, 23:07

    Jetzt hoffen wir alle, dass wir im Winter auch milde Temperaturen haben. So können wir in Zukunft co2 einsparen indem wir nicht mehr in die Ferien fliegen müssen.

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  5. Carsten Knigge, 31.07.2022, 22:45

    Guten Abend. Ich lese die verschiedenen Blogartikel hier mit grossem Interesse und Vergnügen, auch wenn mein meteorologischer Sachverstand begrenzt ist. Daher nun auch eine Frage zur Statistik: Über die Jahrzehnte gesehen haben die Referenzperioden gewechselt. Wie valabel ist dann die Aussage, der Juli 2022 sei der viertwärmste seit Messbeginn, wenn die Abweichung von der Norm der jeweils aktuellen Referenzperiode als Basis genommen wird? Heisst dies, dass es drei andere Julimonate ab, die mehr als 2,4 Grad von welchem Normwert auch immer abgewichen sind? Meine Vermutung ist, dass die absolute Durchschnittstemperatur eines Juli, der bspw. um 3,1 Grad von der Norm der Referenzperiode 1961 - 1990 abgewichen ist, niedriger war als diejenige des Juli 2022. Sollte man also besser die absoluten Durchschnittstemperaturen miteinander vergleichen und nicht die Abweichunngen von sich verändernden Normen? Verzeihen Sie bitte meine Begriffsstutzigkeit. Freundliche Grüsse

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    1. MeteoSchweiz, 02.08.2022, 14:09

      Guten Tag Carsten, Danke für die relevante Frage. Die Referenzperioden wechseln regelmässig, oder werden regelmässig ergänzt. Der Zweck der 30-jährigen Norm- oder Referenzperioden ist es, das "typische" Klima einer Periode zu erfassen. Zum Beispiel die vorindustrielle Zeit, oder das "aktuelle" Klima. Für Änderungen (z.B. gegenüber "vorindustriell") oder Aussagen wie "es war zu kalt oder zu warm für die Jahreszeit" bedürfen der Angabe einer Referenz. Rangierungen (wie etwa in Abb. 1) sind davon jedoch nicht betroffen - der viertwärmste bleibt der viertwärmste. Weitere Informationen zu Referenzperioden finden Sie z.B. hier https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/aktuell/meteoschweiz-blog/meteoschweiz-blog-suche.subpage.html/de/data/blogs/2021/10/klima-normwerte-1991-2020-fuer-die-schweiz.html
      Mit freundlichen Grüssen, MeteoSchweiz

  6. Andrej, 30.07.2022, 19:52

    Danke für die Zusammenfassung!
    Die Juli Hitzewelle ist zu ende, jetzt kommt die August Hitzewelle *Seufz

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  7. Marco, 29.07.2022, 16:30

    Die Zusammenfassung ist etwas temperaturlastig ausgefallen. Es gab auch eindrückliche und langlebige (Strobo-}gewitter mit starken und extrem vielem Blitzentladungen, grossen Hagelkörnern (z.B. Jura, Laufental), lokale Sturzbäche, rekordnahen 10min/Niederschlagsmengen (ich glaube Interlaken, Fahy) usw. Da wäre eine historische Einordnung ebenfalls spannend.

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    1. MeteoSchweiz, 02.08.2022, 16:02

      Hallo Marco, Danke für den fachkundigen Kommentar. Bei der Monatszusammenfassung können wir häufig nicht auf alle Details eingehen. Der Fokus lag dieses Mal tatsächlich mehr auf der Hitze, Sonnenschein und Trockenheit. Gut möglich, dass im definitiven Bulletin noch etwas ergänzt werden kann. Es gab einige Hageltage, auch mit grösseren Körner, wie man z.B. der Monatskarte entnehmen kann: https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/schweizer-klima-im-detail/monats-und-jahresgitterkarten.html?filters=hailsize_mean_2022_07_2022
      Eine klimatologische Einordnung von Hagel lässt sich aufgrund der Gefährdungskarten ablesen: https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/schweizer-klima-im-detail/hagelklimatologie/hagelgefaehrdung.html
      Mit freundlichen Grüssen, MeteoSchweiz

  8. Roman, 29.07.2022, 15:36

    Schade werden in diesem vorgezogenen Monatsrückblick beim Niederschlag nicht wenigstens die noch zu erwartenden Niederschlagssummen bis Monatsende miteinbezogen. Die definitive Karte wird mit Sicherheit weniger dramatisch aussehen durch die gestrigen und heutigen Niederschläge

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    1. MeteoSchweiz, 02.08.2022, 13:52

      Guten Tag Roman, es ist richtig, dass man besonders beim Niederschlag, die noch ausstehenden Tage nicht vergessen sollte für die Monatsbilanz. Wir versuchen mit Hilfe der MeteoSchweiz Prognosen eine Abschätzung zu treffen. Die finale Niederschlagskarte für Juli zeigt trotz der Niederschläge der letzten Tage immer noch deutlich unterdurchschnittliche Werte. Siehe https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/schweizer-klima-im-detail/monats-und-jahresgitterkarten.html?filters=precip_anom_2022_07_2022
      Mit freundlichen Grüssen, MeteoSchweiz

    2. Dürre, 05.08.2022, 06:33

      Bei uns hat sich nichts geändert, Hitze und kein Regen bis zum Ende des Monats Juli.

  9. Lars, 29.07.2022, 14:35

    Endlich mal wieder ein Juli nach meinem Geschmack.
    Und 2.4 °C finde ich jetzt auch nicht wirklich dramatisch

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    1. Ludwig, 02.08.2022, 21:39

      Ich weiss nicht, ob es ein Witz ist, und wenn es ein Witz ist, dann ist er geschmacklos. Die Fische in unseren Flüssen sterben, die Bäume verdorren, die Wasservorräte unserer Gletscher verschwinden für immer, ganz zu schweigen von der Gefahr für das Leben der Älteren und Zerbrechlicheren.

  10. Gregor, 29.07.2022, 12:39

    Die Statistik spricht Bände und sollte auch am hinterletzten Stammtisch angekommen sein, dass der Klimawandel real ist.

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