Warnung des Bundes vor Hitze

Publikationsdatum 23. Juni 2019
Themen Gefahren
Wetter
Newstyp Medienmitteilung

Eine schwülheisse Woche erwartet uns: Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz gibt eine Hitzewarnung der zweithöchsten Stufe 3 aus. Bis voraussichtlich Sonntag werden im Flachland, im Wallis sowie imTessin Höchsttemperaturen bis zu 39 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 25 bis 40 % erwartet. Für gewisse Bevölkerungsgruppen können die hohen Temperaturen ein Gesundheitsrisiko darstellen, warnt das Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Aktuelle Wettersituation

Ein Hoch dehnt sich vom westlichen Mittelmeerraum allmählich nach Mitteleuropa aus und führt zu einer Abtrocknung und markanten Erwärmung der Luftmasse im Alpenraum. Ab Montag gelangt aus Südwesten zunehmend heisse Luft zur Schweiz.

Prognose

In den nächsten Tagen verstärkt sich das Hoch über Mittel- und Südeuropa und die Zufuhr von heisser Luft nordafrikanischen Ursprungs hält an. Damit wird in der ganzen Schweiz eine mehrtägige, markante Hitzewelle erwartet.
In den Niederungen werden die Höchsttemperaturen ab Montag verbreitet über 30 Grad erreichen, wobei der Heat Index vielerorts bereits 90 überschreitet. Von Dienstag bis Donnerstag steigen die Temperaturen auf 33 bis 37, im Norden lokal bis 39 Grad; und dies bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 25 bis 40 %. In dieser Zeitspanne dürfte der Heat Index oft über 93 steigen.

Die Nachttemperaturen werden zu Beginn noch meist unter 20 Grad liegen. Ab der Nacht auf Mittwoch, insbesondere in den Städten muss mit Tropennächten gerechnet werden. Das heisst, dass die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Da sich Städte während der Nacht weniger stark abkühlen als das Land, kann die Minimumtemperatur in den Städten um einige Grad höher liegen.

Aufgrund der aktuellen Unterlagen wird die Hitzewelle voraussichtlich bis am Sonntag, den 30. Juni andauern.

Verhalten bei Hitzewellen

Hohe Temperaturen können Auswirkungen auf die Gesundheit haben und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Zur Risikogruppe zählen vor allem ältere Menschen, (chronisch) kranke Personen, Schwangere sowie Kleinkinder. Sie benötigen spezielle Aufmerksamkeit und, falls erforderlich, auch Betreuung.

Die wichtigsten Empfehlungen, um sich vor der Hitze zu schützen sind:

  • Körperliche Anstrengungen während der heissesten Tageszeit vermeiden
  • Wohnung und Körper möglichst kühl halten
  • Viel Wasser trinken (mindestens 1.5 Liter pro Tag)
  • Erfrischende, kühle Speisen zu sich nehmen
  • Während und nach sportlichen Betätigungen den Salzverlust ausgleichen

Bei Anzeichen von Symptomen wie z.B. erhöhtem Puls, Schwäche, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindel, Übelkeit oder Durchfall muss gehandelt werden: Die betroffene Person hinlegen und den Körper abkühlen. Falls sie bei Bewusstsein ist, frisches Wasser zu trinken geben. Wenn diese Massnahmen keine Besserung bringen, muss medizinische Hilfe angefordert werden.

Vorsicht beim Baden in Flüssen

Die aktuell grossen Abflussmengen der Schweizer Flüsse bringen auch hohe Strömungsgeschwindigkeiten mit sich. Hochwasser führende Flüsse können ausserdem trüb sein, Gefahrenstellen sind daher weniger gut sichtbar. Ausserdem sind die Gewässer zurzeit für die Jahreszeit relativ kalt. Beim Baden ist daher grosse Vorsicht geboten.

Für Rückfragen

Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz Kommunikation, +41 58 460 97 00, media@meteoschweiz.ch

Bundesamt für Gesundheit, Kommunikation, Tel: +41 58 462 95 05, media@bag.admin.ch, www.bag.admin.ch

Bundesamt für Umwelt, Tel: +41 58 462 90 00, medien@bafu.admin.ch, www.bafu.admin.ch

Weitere Informationen

  • Informationen zu Hitze & Gesundheit vom Bundesamt für Gesundheit BAG: www.hitzewelle.ch