Nationales Klimabeobachtungssystem

Ein Schlüsselelement der GCOS Schweiz Strategie ist die Pflege eines aktuellen Inventars der wichtigsten klimarelevanten Messreihen und der internationalen Zentren in der Schweiz. Das Ergebnis ist ein Inventarbericht des nationalen Klimabeobachtungssystems (GCOS Schweiz), der erstmals im Jahr 2007 veröffentlicht und im Jahr 2018 aktualisiert wurde.

Erfahren Sie mehr über das nationale Klimabeobachtungssystem (GCOS Schweiz):

Derzeit sind im Inventarbericht 33 Essential Climate Variables (ECV), zwei ergänzende Datensätze und sechs von Schweizer Institutionen betriebene internationale Daten- und Kalibrationszentren enthalten. Für jede Variable werden die in der Schweiz angewandten Beobachtungsmethoden, die rechtlichen Grundlagen, die Wichtigkeit sowie die internationale Bedeutung der langen Messreihen beschrieben.

Des Weiteren werden in dem Bericht Messreihen und internationale Zentren identifiziert, die aufgrund nicht ausreichender finanzieller Mittel Gefahr laufen, eingestellt zu werden.

Beobachtungssystem

Ein Klimabeobachtungssystem, das die unterschiedlichen Anforderungen seiner Nutzer erfüllt, beruht auf einer Vielzahl von Beobachtungsmethoden. Die Fortführung der bestehenden Langzeitmessungen wird stets von grundlegender Bedeutung für die globale Klimabeobachtung sein.

Gleichzeitig kommen dank bedeutender technischer und wissenschaftlicher Fortschritte neue Messmethoden hinzu. So werden beispielsweise neuartige Satelliten eingesetzt, welche die Kontinuität der beinahe 50 Jahre in die Vergangenheit reichenden historischen Satellitendatensätze sicherstellen. Diesbezüglich enthält der Inventarbericht auch ein Kapitel, das neue Entwicklungen im Bereich Klima-Monitoring beschreibt.

Höhepunkte des Nationalen Klimabeobachtungssystemsal

Die Schweiz blickt auf eine lange Tradition der Klimabeobachtung zurück. Sie verfügt über einige der ältesten Messreihen essentieller Klimavariablen, darunter:

  • Phänologische Daten zum Blattausbruch der Rosskastanie in Genf seit 1808
  • Temperatur- und Niederschlagsmessungen, die vor über 150 Jahren begonnen wurden
  • Glaziologische Daten, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückreichen
  • Die weltweit längste Ozonmessreihe, beginnend im Jahr 1926