Sommer-Sonne

Der Hochsommer mit viel Sonnenschein hält auf der Alpennordseite oft nur langsam Einzug. In der ersten Julihälfte sind Schönwettertage auffallend seltener als im anschliessenden Sommerverlauf. Mehr Sommersonne bietet das Tessin.

Wie lange der Sommer auf sich warten lässt, kann anhand der Häufigkeit von Schönwettertagen gut gezeigt werden. Als Schönwettertag definiert MeteoSchweiz einen Tag, an dem die relative Sonnenscheindauer mehr als 80 Prozent erreicht. Das heisst, an einem Schönwettertag entsprechen die tatsächlich gemessenen Sonnenstunden über 80 Prozent der für diesen Tag absolut möglichen Sonnenstunden von Sonnenaufgang bis -untergang.

Sommer erst ab Mitte Juli

Von Anfang Juni bis Anfang Juli  steigt die Häufigkeit von Schönwettertagen im Mittelland der Schweiz von knapp 20 Prozent auf über 30 Prozent. Dann folgt aber ein herber Rückschlag. In den ersten Julitagen fällt die Häufigkeit von Schönwettertagen auf rund 20 Prozent zurück, verbunden mit einem markanten Temperaturrückgang sowie mit einer erhöhten Niederschlagsbereitschaft. Schneefälle bis auf die Passhöhen sind in diesen Tagen nichts Aussergewöhnliches.

So richtig in Schwung kommt der Sommer nördlich der Alpen erst ab der zweiten Julihälfte. Bis Ende Sommer liegt dann die Häufigkeit von Schönwettertagen oft zwischen 30 und 40 Prozent. Das heisst aber, dass auch während des Hochsommers Tage mit reduzierter Besonnung deutlich häufiger sind als Schönwettertage.

Mehr Sommer im Tessin

Mehr Schönwettertage bietet das Tessin. Hier übersteigt die Schönwetterhäufigkeit bereits Ende Juni die Hochsommer-Werte der Nordseite. Im Juli und August liefert der Tessiner Hochsommer eine Schönwetterhäufigkeit von meist über 40 Prozent. Schönwettertage und Tage mit reduzierter Besonnung treten etwa gleich häufig auf.