Adventskalender 2019

24. Dezember 2019, 19 Kommentare
Themen: Über uns

Liebe Leserinnen und Leser, willkommen zum diesjährigen Adventskalender von MeteoSchweiz, der sich rund ums Thema «Messstationen» drehen wird. Von vollautomatischen Messstationen bis zum modernen Wetterradar und von technischen Erklärungen bis zu Kuriositäten, die unseren Experten begegneten, stellen wir jeden Tag einen anderen Messstandort vor.

24.12.2019 – Erneut, erweitert und vollautomatisch rund um die Uhr

Vergrösserte Ansicht: Seit 2016 in Betrieb. Wetterradar Weissfluhgipfel auf 2‘840 m ü. M
Seit 2016 in Betrieb. Wetterradar Weissfluhgipfel auf 2‘840 m ü. M

Die Beobachtung der Atmosphäre und der Wetterentwicklung ist eine der Kernaufgaben von MeteoSchweiz. Vor allem dem Niederschlag und den Gewittern kommt dabei grosse Bedeutung zu, denn sie können Hochwasser, Hagel, Sturmböen und Murgänge auslösen.

Neben den konventionellen Niederschlagsmessungen an Bodenstationen betreibt MeteoSchweiz ein Netz von 5 Wetterradarstationen, welches den Niederschlag und die Gewitter in Echtzeit, vollautomatisch, rund um die Uhr und flächendeckend über der Schweiz erfasst.

Das Radarnetzwerk wurde in den letzten Jahren mit den Standorten auf dem Weissfluhgipfel und auf dem Pointe de la Plaine Morte, um zwei weitere Wetterradarstationen im inneralpinen Raum erweitert. Alle Wetterradarstationen wurden mit der neuesten Technik (Dual Polarisation) ausgerüstet.

 

Weitere Informationen:

Die Wetterradarstation auf dem Weissfluhgipfel befindet sich auf 2‘850 m ü. M. Diese wurde mit der neuesten Technik (Dual-Polarisation) erstellt und ist seit 2016 erstmals in Betrieb. Dieser neuer Wetterradar überwacht die Atmosphäre im inneralpinen Raum.

23.12.2019 - Extreme Böenspitzen bei Föhnlagen und tolle Fernsicht dank einer Wetterkamera

Vergrösserte Ansicht: Die SwissMetNet Station auf dem Gütsch (2283 m.ü.M.)
Die SwissMetNet Station auf dem Gütsch (2283 m.ü.M.)

Die Station Gütsch, Andermatt befindet sich auf 2283 m. ü. M. und ist eine der 260 automatischen Bodenmessstationen des nationalen Wetterdienstes. Gütsch eine typische «Föhnstation», welche zum Teil extremste Böenspitzen misst. Der absolute Rekord an diesem Standort wurde am 17. Dezember 1983 mit 226 km/h gemessen!

Neben der Bodenmessstation befindet sich auf dem Gütsch auch eine der 35 Wetterkameras, welche MeteoSchweiz betreibt. Die Kameras dienen der Wetterüberwachung vor allem entlang der Hauptflugrouten (Sichtflug/VFR). Blickwinkel und Standorte der Kameras sind speziell auf die Wetterbeobachtung ausgerichtet und geben Einblick in Geländekammern und Passübergänge, die für den Flugverkehr wesentlich sind.

Die Kameras speichern alle zehn Minuten ein Panoramabild. In der Dämmerung ermöglicht ein Infrarot-Filter das verbleibende Restlicht optimal zu nutzen. Auch bei schwacher Beleuchtung lassen sich so hochwertige Panoramabilder in schwarz-weiss erzeugen. Dies erleichtert MeteoSchweiz die lückenlose Flugwetterüberwachung und Vorhersage.

Bis 2023 ist übrigens eine vollständigere Erneuerung des MeteoSchweiz-Wetterkameranetzes mit modernster Technologie und mehr Standorten geplant.

Weitere Informationen:

22.12.2019 - Wenn plötzlich der Niederschlag ausbleibt

Vergrösserte Ansicht: So präsentierte sich im Januar 2016 unsere rundum geschützte Messstation in Montana.
So präsentierte sich im Januar 2016 unsere rundum geschützte Messstation in Montana.

Die Wetterstation von MeteoSchweiz in Montana (MVE) ist eine automatische Bodenmessstation. Gemessen werden Parameter wie Temperatur, Wind, Sonnenschein, Schnee, Feuchte, Föhnindex etc. Auch Niederschlag wird gemessen. Meistens auf jeden Fall!

Im Januar 2016 haben wir plötzlich keine Niederschlagsdaten mehr erhalten. Bei der Kontrolle vor Ort mussten wir feststellen, dass unsere Niederschlagsmessgeräte (Pluiovmeter) teilweise oder ganz mit Matten bedeckt waren.

Was von den Verantwortlichen der Langlaufloipe in Montana als ehrenhafte und gute Tat gedacht war, um unsere Geräte zu schützen, hat uns ein Datenloch beschert. Schnell waren die Matten wieder entfernt und wir konnten aufatmen: da waren sie wieder, die Niederschlagsdaten!  

21.12.2019 – Eine extreme Messstation

Vergrösserte Ansicht: Nach einer längeren Schlechtwetterphase sind die Instrumente oft mit einer dicken Eis-, Schnee- oder Reifschicht bedeckt.
Nach einer längeren Schlechtwetterphase sind die Instrumente oft mit einer dicken Eis-, Schnee- oder Reifschicht bedeckt.

Als höchster Gipfel des Alpsteins und durch seine exponierte Lage ist der Säntis eine imposante Erscheinung. Doch nicht nur Wandervögel werden vom Alpsteingipfel angezogen. Bereits seit 1882 wird auf dem Säntis auch das Wetter beobachtet.

Die Station ist unter Meteorologen als Messstation der Extreme bekannt. Dies aufgrund der Kombination von tiefen Temperaturen, viel Niederschlag und hohen Windgeschwindigkeiten. Aus diesem Grund werden immer wieder neue Messgeräte aus aller Welt auf dem Säntis auf ihre Belastbarkeit getestet.

Ein trauriges Kapitel der Wetterbeobachtung auf dem Säntis wurde im Februar 1922 geschrieben. Der damalige Wetterwart Heinrich Haas und seine Frau Maria Magdalena wurden auf dem Gipfel ermordet.

Dringend tatverdächtig war Gregor Anton Kreuzpointner. Er hatte sich drei Jahre zuvor ebenfalls für die Stelle als Wetterwart beworben, jedoch war Heinrich Haas bevorzugt worden. Zunächst gelang Kreuzpointner die Flucht, er nahm sich drei Wochen später in einer Alphütte aber das Leben. Der Säntismord wurde aber nie endgültig aufgeklärt.

Bildergalerie von vereisten Messinstrumenten auf dem Säntis

20.12.2019 – Gemeinsam Messen

Vergrösserte Ansicht: Die Partnerstation Erstfeld (INNESF) des in-Luft Messnetzes steht am Rande der Autobahn A2.
Die Partnerstation Erstfeld (INNESF) des in-Luft Messnetzes steht am Rande der Autobahn A2.

MeteoSchweiz arbeitet eng mit kantonalen Fachstellen und anderen Institutionen zusammen, welche ein eigenes Messnetz betreiben. Es besteht eine Zusammenarbeit mit insgesamt rund 50 Partnern im In- und Ausland, welche über 2000 Messstationen für verschiedene Anwendungsbereiche betreiben. Mit dieser grossen Anzahl Messdaten lassen sich Lücken im eigenen Messnetz schliessen und die Genauigkeit von Vorhersagen und Warnungen zusätzlich erhöhen.

Diese Messdaten werden wie unsere eigenen auch von unseren Meteorologinnen und Meteorologen für Warnungen, Vorhersagen sowie Einschätzungen bspw. von Niederschlagsereignissen oder Stürmen verwendet. Zum Teil fliessen sie auch in die Assimilation und Verifikation von COSMO-Modelldaten und werden - sofern die Qualität es zulässt - auch für Homogenisierungen und für die Erstellung von Gitterprodukten verwendet.

Weitere Informationen sowie eine Übersicht aller MeteoSchweiz-Partnerstationen (für welche Daten weitergegeben werden dürfen).

Vergrösserte Ansicht: Das Föhnmessnetz am Urnersee.
Das Föhnmessnetz am Urnersee.

Es war nicht ganz einfach, für diesen Adventskalender aus den 2000 Stationen eine rauszupicken. Wir schauen hier exemplarisch auf die Station Erstfeld (INNESF) des "in-Luft Messnetzes" der Innerschweizer Kantone.

Die Station steht rund 5km südlich der MeteoSchweiz Station Altdorf (ALT). Bei sich aufbauenden Südföhn-Wetterlagen wird dieser typsicherweise einige Stunden früher in Erstfeld gemessen als an der nahe beim Urnersee gelegenen MeteoSchweiz-Station Altdorf.

Somit bleibt den Meteorologen etwas Vorlaufzeit um für den Urnersee rechtzeitig eine Sturmwarnung aussenden zu können. Die Verifikation - ob der Föhn den See dann wirklich erreicht hat - findet übrigens mit einer weiteren Partnerstation statt: Isleten, einer von Surf-Begeisterten betriebene und direkt am Urnersee gelegenen Partnerstation.

https://s.geo.admin.ch/85766cd3d5

19.12.19 – Kalt, kälter, am kältesten

Vergrösserte Ansicht: Landschaft bei La Brévine unter blauem Himmel im März 1990 (Quelle: Cugini / ETH Zürich – Lizenz: CC BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de - Bild nicht bearbeitet)
Landschaft bei La Brévine unter blauem Himmel im März 1990 (Quelle: Cugini / ETH Zürich – Lizenz: CC BY-SA 4.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de - Bild nicht bearbeitet)

Die tiefste je registrierte Temperatur auf unserem Messnetz wurde in La Brévine (BLR) im Kanton Neuenburg gemessen. Am 12. Januar 1987 registrierten die Temperaturmessgeräte eine Temperatur von Minus 41.8° C!

Weil im (normalerweise) kalten Dezember wohl viele von unseren Leserinnen und Lesern von etwas Wärme träumen, hier noch die höchste je gemessene Temperatur in Grono GR (GRO). Im August 2003 wurden dort 41.5° C registriert.

Bei normalen SwissMetNet-Messstationen erfolgt die Temperaturmessung für gewöhnlich auf einer Höhe von 2 Metern über dem Boden. Nicht so auf dem Fernsehturm Bern-Bantiger (BAN), wenige Kilometer von Bern entfernt. Auf dem fast 200 Meter hohen Sendeturm werden Messungen in der Grenzschicht vorgenommen.

Aber was bedeutet Grenzschicht?
Damit wird die Schicht bezeichnet, die vom Erdboden bis zu einer durchschnittlichen Höhe von 1000 Metern reicht. Die Höhe der Schicht ist von der Rauheit des Untergrundes, der vertikalen Temperaturschichtung und der Windgeschwindigkeit abhängig. In dieser Grenzschicht findet ein Grossteil des turbulenten vertikalen Austauschs von Wärme (Energie) und Wasserdampf zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre statt.

Genau wie die Windprofilmessungen, die wir am 14. Dezember vorgestellt haben, sind auch die Grenzschichtmessungen unerlässlich in der Meteorologie für nukleare Unfälle. Neben dem Bantiger erfolgen solche Messungen in der Schweiz ausserdem auf St. Chrischona (STC) und dem Üetliberg (UEB). An den Standorten der Kernkraftwerke misst MeteoSchweiz zusätzlich zu den in SwissMetNet üblichen Grössen auch die Turbulenz.


Weitere Informationen:

  • Grenzschicht, erklärt im Wetterglossar des Deutschen Wetterdienstes DWD 
Vergrösserte Ansicht: Nichts für schwache Nerven: Stationswartung im tiefsten Winter.
Nichts für schwache Nerven: Stationswartung im tiefsten Winter.

17.12.2019 - Hilfe, wo ist meine Messstation?

Vergrösserte Ansicht: Die SwissMetNet-Station Cimetta mit ihrer grandiosen Aussicht im Herbst
Die SwissMetNet-Station Cimetta mit ihrer grandiosen Aussicht im Herbst

Die SwissMetNet-Station auf der Cimetta (CIM), oberhalb der Gemeinde Orselina, liegt eigentlich sehr nahe beim Standort von MeteoSchweiz in Locarno-Monti, in dessen Garten sich die Messstation mit der höchsten mittleren Jahrestemperatur des Schweizer Messnetzes befindet.

Umso erstaunter war Nicola Gobbi von MeteoSchweiz, als er im Februar 2014 die Messstation vergeblich suchte: 2.6 Meter Schnee hatten sie komplett begraben – aussergewöhnlich für die südlich auf nur 1661 m.ü.M. gelegene Lage. Die Messgeräte mussten daraufhin mit der Schaufel vom Schnee befreit werden, was wenigstens gegen die Kälte half.

Komplett eingeschneit

16.12.2019 - Die längste Ozon-Messreihe der Welt

Vergrösserte Ansicht: Die automatische Messstation Arosa (ARO) in Maran. Links im Bild die Messhütte und der Ansaugschlauch des Amts für Natur und Umwelt Graubünden.
Die automatische Messstation Arosa (ARO) in Maran. Links im Bild die Messhütte und der Ansaugschlauch des Amts für Natur und Umwelt Graubünden.

Seit 1921 wird im Lichtklimatischen Observatorium in Arosa die Ozonschicht gemessen. Es handelt sich dabei um die längste Ozon-Messreihe der Welt. Aus verschiedenen Gründen wurde entschieden, die Ozonmessung zukünftig in Davos am Weltstrahlungszentrum WRC durchzuführen.

Um die Verlässlichkeit der weltweit längsten Messreihe zu gewährleisten, wird momentan noch an beiden Standorten parallel gemessen. Bis 2021 werden aber alle Messinstrumente nach Davos transferiert sein. Mit der Schliessung des lichtklimatischen Observatoriums in Arosa nach Abschluss des Transfers verliert auch die Bodenmessstation Arosa ihren Standort.

Natürlich haben wir frühzeitig einen neuen Standort dafür gefunden: in Maran, etwas oberhalb des Dorfes Arosa. MeteoSchweiz hat für diesen Standort eine Zusammenarbeit mit dem Kanton Graubünden angestrebt, welcher dort nun Lufthygiene Messungen durchführt.

Aktuelle Messdaten zu Arosa (und anderen Messstationen) finden sich auf unserer Website.

Weitere Informationen:

Blogbeitrag «Unsere Ozonschicht im Stress» 

15.12.2019 - Messgeräte für die Rega und vermeintliche Böenspitzen bis 300km/h

Vergrösserte Ansicht: Abbildung 1: Die Station Möhlin (MOE) mit den beiden zusätzlichen Sensoren für das Flugwetter: Links im Bild das weisse Ceilometer, rechts etwas erhöht der Present Weather Sensor mit seinen «Armen» zur Messung der Sichtweite.
Abbildung 1: Die Station Möhlin (MOE) mit den beiden zusätzlichen Sensoren für das Flugwetter: Links im Bild das weisse Ceilometer, rechts etwas erhöht der Present Weather Sensor mit seinen «Armen» zur Messung der Sichtweite.

Die Station Möhlin ist Teil des automatischen Messnetzes der MeteoSchweiz (SwissMetNet). Sie ist zudem als Teil des sogenannten «Rega-Messnetz»  mit zwei zusätzlichen Sensoren für das Flugwetter ausgerüstet:

  • Die Present-Weather-Sensoren liefern anhand einer Kombination von Streuungs- und Niederschlagsmessdaten Angaben zur Sichtweite und zur Niederschlagsart (z.B. Schnee oder Regen).
  • Die Ceilometer werden eingesetzt zur Bestimmung der Höhe der Wolkenbasis (bis zu 3 Wolkenschichten) und der Bewölkung. Diese lasergestützten Wolkenmesser sind aktive, optische Fernerkundungsgeräte, die leistungsstarke Laserlichtpulse in die Atmosphäre geben. Das an Gasen und Partikeln zurückgestreute Licht fangen sie danach ein und berechnen auf Grund der Laufzeit die Wolkenhöhe.

MeteoSchweiz betreibt verteilt in der ganzen Schweiz an 33 Stationen solche Flugwetter-Sensoren für die Rega. Sie helfen nicht nur der Rega bei schlechter Sicht ihre Helikopterflüge besser zu planen oder uns bei der Bestimmung der Bewölkung und Wolkengrenzen, sondern auch bei selteneren Ereignissen wie Vulkanasche oder hohen Saharastaub-Konzentrationen in der Atmosphäre. Durch die Messungen kann z.B. der Flugbetrieb immer sicher aufrecht erhalten bleiben (siehe auch «Aerosole bei der MeteoSchweiz»).

Zu diesem Zweck koordiniert die MeteoSchweiz das europäische Ceilometer-Netzwerk E-PROFILE  (ein Programm von EUMETNET]).

Unter https://e-profile.eu können Sie sich selbst ein aktuelles Bild über den Zustand der Atmosphäre über Europa machen.

Warum wir in Möhlin Böenspitzen von bis zu 300 km/h gemessen haben, erfahren Sie im nachfolgenden Time-Slider.

Vergrösserte Ansicht: Abbildung 2: Das von der MeteoSchweiz für die EUMETNET betriebene europäische Ceilometer-Netzwerk E-PROFILE https://e-profile.eu
Abbildung 2: Das von der MeteoSchweiz für die EUMETNET betriebene europäische Ceilometer-Netzwerk E-PROFILE https://e-profile.eu

Eine Maus will hoch hinaus...

14.12.2019 – Was ist eigentlich ein Windprofiler?

Vergrösserte Ansicht: Der Windprofiler von MeteoSchweiz unweit der SwissMetNet-Station in Grenchen. Der Zaun um den Antennenblock verhindert Radarechos von Objekten am Boden.
Der Windprofiler von MeteoSchweiz unweit der SwissMetNet-Station in Grenchen. Der Zaun um den Antennenblock verhindert Radarechos von Objekten am Boden.

In der Nähe unserer Wetterstation in Grenchen steht eines der 3 Messgeräte von MeteoSchweiz, welches kontinuierlich das vertikale Windprofil misst: ein sogenannter Windprofiler. Er erstellt alle zehn Minuten ein Windprofil, das einen Höhenbereich von 150-5000 m über dem Boden abdeckt.

Die Windprofilmessung gibt Aufschluss über die Windrichtung und -geschwindigkeit nach Höhe und Zeit. Daneben liefert der Windprofiler auch Informationen über die Höhe der planetaren Grenzschicht und über die Höhe des Übergangs zwischen Schneefall und Regen.

Die vom Windprofiler gesammelten Daten fliessen in das numerische Wettervorhersage-Modell ein. Ausserdem sind sie zentral für das Analyse- und Vorhersagesystem EMER-Met (Emergency-Response Meteorology) für nukleare Unfälle. Mithilfe der insgesamt drei von MeteoSchweiz betriebenen Windprofilern und dem Prognosemodell könnten in einem Ernstfall die Ausbreitung und Auswaschung radioaktiver Stoffe vorhergesagt werden.

13.12.2019 – Stabiler als man denkt!

Wirft man einen Blick auf das Schweizer Messnetz, fällt die grosse Dichte an Niederschlagsmessstationen im Wallis auf. Der Kanton engagiert sich aufgrund seiner komplexen Topographie gemeinsam mit MeteoSchweiz und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) ganz besonders für eine Verbesserung der Informationsgrundlage bei Niederschlagsereignissen.

Deshalb hat der Kanton Wallis stark in den Ausbau des automatischen Niederschlagsmessnetzes investiert und MeteoSchweiz beauftragt, rund 35 Niederschlagsmessstationen im Wallis zu installieren.

Das feinmaschige Niederschlagsmessnetz ermöglicht verbesserte Hochwasservorhersagen. Erwähnenswert ist ausserdem die stabile Bauweise des Pluviometers, welcher im Baltschiedertal sogar einer Lawine standgehalten hat.

Die Niederschlags-Messdaten können übrigens in Echtzeit auf der MeteoSchweiz-Website angeschaut werden. 

Stabiler als man denkt!

12.12.2019 – Pioniere meteorologischer Messungen in der Schweiz

Vergrösserte Ansicht: Die Wetterstation Basel aus der Vogelperspektive.
Die Wetterstation Basel aus der Vogelperspektive.

Seit mehr als 250 Jahren werden in der Region Basel meteorologische Messungen durchgeführt. Daraus entstand eine der längsten Temperaturmessreihen der Schweiz, welche die Entwicklung seit 1755 eindrücklich dokumentiert (Klimawandel).

Seit 1929 befindet sich die Messstation bei der Sternwarte St. Margarethen in Basel / Binningen und misst heute automatisch alle 10 Minuten Wetterparameter wie Temperatur, Niederschlag, Wind oder Globalstrahlung. Die Station gehört sowohl zum automatischen Messnetz (SMN), ) als auch zum Schweizer Klimamessnetz (Swiss NBCN). Als eine von 29 Klima-Referenzstationen der Schweiz beobachtet und dokumentiert sie seit langer Zeit die Entwicklung verschiedener meteorologischer Messgrössen in ihrer Klimaregion und ist auch Teil des Regional Basic Climate Networks der Weltorganisation für Meteorologie und Klimatologie (WMO) zur Beobachtung von Wetter und Klima weltweit (RBCN).

MeteoSchweiz führt heute in Basel fort, was vor mehr als 250 Jahren begonnen wurde – daraus entstanden zentrale Grundlagen für die Diskussion des Klimawandels in der Schweiz.

 

Weitere Informationen:

11.12.2019 – Wo geht’s hier zur Messstation?

Im Sommer kann die SwissMetNet-Station auf dem Grimsel Hospiz (GRH)  bequem per Passstrasse erreicht werden. Im Winter, bei gesperrter Passstrasse, ist dies einiges schwieriger. Muss die Station gewartet werden, wird es abenteuerlich. Für einmal ist der Weg das Ziel:

Der Weg ist das Ziel

10.12.2019 – Die heimliche Königin des Flughafens Zürich

Vergrösserte Ansicht: Wetterstation von MeteoSchweiz am Flughafen Zürich
Wetterstation von MeteoSchweiz am Flughafen Zürich

Flugzeug um Flugzeug donnert während den Stosszeiten an der Wetterstation Zürich / Kloten (KLO) von MeteoSchweiz auf dem Flugfeld des Flughafens Zürich vorbei. Damit Flugzeuge am Flughafen Zürich aber überhaupt starten oder landen können, müssen die Pilotinnen und Piloten genauestens Bescheid wissen über das Wetter vor Ort. Genau dies wird mittels automatischen Messwerten sowie Wetterbeobachtungen am Flughafen Zürich rund um die Uhr ermittelt.

Vergrösserte Ansicht: Beobachtungsstation von MeteoSchweiz in Oberglatt (Foto: SRF)
Beobachtungsstation von MeteoSchweiz in Oberglatt (Foto: SRF)

Besonders wichtig für die Fliegerei sind z.B. Windwerte oder Werte zu Nebel. Die Einschätzung des aktuellen Wetterzustandes, wie bei Nebellagen, werden dabei von unseren Wetterbeobachtern (Aeronautical Meteorological Observer - AMO) in der Beobachtungsstation Oberglatt am nördlichen Pistenrand erhoben.

Die Messwerte moderner Messgeräte gehen somit genauso in die Meldungen ein, wie die persönliche und subjektive Einschätzung unserer Wetterbeobachter, denn nicht jedes Wetterphänomen lässt sich ohne weiteres mit automatischen Verfahren erfassen.

Diese sogenannten METARs, welche das aktuelle Wetter sowie kurzfristige Änderungen (TREND) beschreiben, werden von den Beobachtern von MeteoSchweiz am Flughafen Zürich-Kloten rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr, zweimal pro Stunde erhoben.

Eine Automatisierung der nächtlichen Beobachtungen, während den «non operational hours» des Flughafens, ist in Vorbereitung.

Blogbeitrag: METAR & TREND was ist das?

Vergrösserte Ansicht: Ein Meteorologe im Analyse- und Prognosezentrum von MeteoSchweiz am Flughafen Zürich. Der laufende Austausch mit unseren Flughafenpartnern gehört zum daily business während den Schichten. Bild: B. Konantz
Ein Meteorologe im Analyse- und Prognosezentrum von MeteoSchweiz am Flughafen Zürich. Der laufende Austausch mit unseren Flughafenpartnern gehört zum daily business während den Schichten. Bild: B. Konantz

MeteoSchweiz hat von Gesetzes wegen den Auftrag, allen Benützern des Luftraums über der Schweiz Wetterinformationen zur Verfügung zu stellen und sie zu beraten. Um diesen Auftrag zu erfüllen werden die gemessenen Daten interpretiert und genauste lokale Wetterprognosen erstellt. Neben den Fluggesellschaften zählen auch Flugplatzbetreiber, Skyguide und Bodenabfertigungsunternehmen zu den Kernkunden von MeteoSchweiz im Flugwetterbereich.

Fotostory Schneeräumung am Flughafen Zürich

09.12.2019 - Die älteste und momentan modernste Messstation in einem

Vergrösserte Ansicht: Foto der Station Genève / Cointrin (GVE)
Foto der Station Genève / Cointrin (GVE)

Für die Messstation Genf (GVE) existieren Messdaten seit 1753, womit sie die älteste Station im Klima-Messnetz von MeteoSchweiz ist. Damals stand die Station allerdings noch beim Observatorium am See.

Seit 1950 steht die offizielle Messstation für Genf am Flughafen Cointrin gleich neben dem Beobachtungsposten von MeteoSchweiz. Genau gleich wie die Station Zürich / Kloten (KLO) liefert auch die Station Genève / Cointrin (GVE) meteorologische Grundlagen für einen sicheren Betrieb des Flughafens. Nebst den «normalen» meteorologischen Messgeräten findet seit September 2019 eine einjährige Messkampagne mit modernsten Fernerkundungs-Messgeräten statt. Dies nachdem im Jahre 2018 eine ähnliche Messkampagne bereits am Flughafen Zürich / Kloten durchgeführt wurde und dort wertvolle Erfahrungen gesammelt werden konnten.

Vergrösserte Ansicht: Abbildung 1: Die auf dem Flughafen Genf für die Messkampagne installierten Geräte. Die erste Reihe zeigt aktive Fernerkundungsmessgeräte, die elektromagnetische Wellen in die Atmosphäre aussenden und das zurückkommende Signal messen. In der zweiten Reihe findet man passive Messgeräte, die Strahlung aus der Umgebung messen ohne selbst Strahlung auszusenden.
Abbildung 1: Die auf dem Flughafen Genf für die Messkampagne installierten Geräte. Die erste Reihe zeigt aktive Fernerkundungsmessgeräte, die elektromagnetische Wellen in die Atmosphäre aussenden und das zurückkommende Signal messen. In der zweiten Reihe findet man passive Messgeräte, die Strahlung aus der Umgebung messen ohne selbst Strahlung auszusenden.

Die verschiedenen Geräte sind in der Abbildung 1 zu sehen. Sie dienen dazu in Echtzeit Messdaten über Wolkenhöhe, Wolkenbedeckung, Wind und Temperaturen auf verschiedensten Höhen zu erfassen. Dies ist für die Fliegerei wichtig, denn es kann am Boden beispielsweise windstill sein und in der Höhe ein starker Wind wehen und umgekehrt. Für einen sicheren Start oder Landeanflug sind solche Informationen unerlässlich.

Die Messkampagne dient auch dazu die automatische Erstellung von sogenannten METARs (Meteorological Aerodrome Reports) mittels moderner Sensoren auszuloten. Bis jetzt steckt hinter der Erstellung von METARs noch viel «Handarbeit», das heisst, die Meldungen über das aktuelle Flugplatzwetter werden auf den wichtigsten schweizerischen Zivil- und Militärflugplätzen von Wetterbeobachtern erstellt. 

Fernerkundungsmessgeräte und visualisierte Produkte

08.12.2019 - Automatische Radiosondierung mit modernster Technologie

Vergrösserte Ansicht: Links die Anlage zur automatischen Auflassung der Ballonsonden und rechts die Inflationshalle, in der die Ballons für spezifischere Radiosondierungen gefüllt werden.
Links die Anlage zur automatischen Auflassung der Ballonsonden und rechts die Inflationshalle, in der die Ballons für spezifischere Radiosondierungen gefüllt werden.

Seit 70 Jahren führt MeteoSchweiz in Payerne (PAY) hochpräzise Messungen der Atmosphäre mit Radiosonden durch. Diese Messungen bilden eine wichtige Grundlage für Wettervorhersagen und Klimaanalysen. Sie ermöglichen zum Beispiel die Ermittlung instabiler Wetterlagen. Ein Teil dieser Radiosondierungen wurde 2018 automatisiert. Dieses Video zeigt, wie die automatischen Messungen funktionieren.

Die 1942 gegründete aerologische Station Payerne hat nicht nur eine lange Tradition bei Messungen in der freien Atmosphäre, sondern wurde in den vergangenen Jahren mit modernsten Instrumenten ausgestattet.

Bodengestützte Fernerkundungsinstrumente ergänzen die Radiosondierung und erstellen unabhängig voneinander Temperatur- und Feuchteprofile bis in grosse Höhen. So werden unter anderem mit einem sogenannten Raman-LIDAR Feuchte-, Temperatur- und Aerosolprofile erstellt. Daneben sind Ceilometer (elastische Rückstreu-LIDARs) im Einsatz, die Wolkenbasis und Aerosolprofile liefern.

Die Atmosphärenstation Payerne (PAY) gehört ebenfalls zum weltweiten Referenznetz der Weltmeteorologischen Organisation für aerologische Messungen GRUAN (GCOS Reference Upper Air Network.

Die Aerologische Station Payerne

Weitere Informationen:

07.12.2019 – Manuelle Messungen seit 1884

Vergrösserte Ansicht: Besuch beim Stationsbetreuer in Braggio über dem Calancatal. Silvano Bacchini betreut seit 1970 die manuelle Niederschlagsmessstation von MeteoSchweiz.
Besuch beim Stationsbetreuer in Braggio über dem Calancatal. Silvano Bacchini betreut seit 1970 die manuelle Niederschlagsmessstation von MeteoSchweiz.

Unter den verschiedenen Pluviometern der MeteoSchweiz ist der von Braggio einer mit dem ungewöhnlichsten Zugang. Obwohl er sich in der Nähe einer Ortschaft befindet, ist er nur mit der Seilbahn oder auf einem Saumpfad erreichbar.

Braggio ist auf 1.323 m ü.M. auf einer Sonnenterrasse über dem Calancatal gelegen. Das Dorf war einst für die Herstellung von Kirsch bekannt. Tatsächlich gab es etwa 250 Wildkirschbäume die den Rohstoff für das geschätzte Destillat lieferten.

MeteoSchweiz misst seit 1884 (!) die Niederschläge in Braggio. Dies dank dem unermüdlichen Einsatz von zuverlässigen Beobachtern. Silvano Bacchini (Foto), wird im nächsten Jahr den 50. Jahrestag der Messungen feiern. Seit 1970 betreut er die manuelle Niederschlagsmessstation. Aber auch seine Vorgänger standen mit vierzig, vierundzwanzig und zwanzig Dienstjahren lange Zeit im Einsatz für MeteoSchweiz.

06.12.2019 - Die längste meteorologische Messreihe im Alpenraum

Vergrösserte Ansicht: Temperaturmessung auf dem Grand St-Bernard um 1935 (links) und die modernen automatisierten Geräte vor einem Fenster des Hauptgebäudes (rechts). Wie die meteorologischen Messungen musste auch die Räumung der meterhohen Schneemengen früher von Hand erledigt werden (Bild links: Max Kettel, Bild rechts: Renate Auchmann.)
Temperaturmessung auf dem Grand St-Bernard um 1935 (links) und die modernen automatisierten Geräte vor einem Fenster des Hauptgebäudes (rechts). Wie die meteorologischen Messungen musste auch die Räumung der meterhohen Schneemengen früher von Hand erledigt werden (Bild links: Max Kettel, Bild rechts: Renate Auchmann.)

Im Jahr 1817 wurden auf Initiative von Marc-August Pictet, dem damaligen Direktor der Genfer Sternwarte, meteorologische Messungen auf dem Hospiz des Grand St-Bernard aufgenommen. Er hatte erkannt, dass zum Verständnis der Zusammenhänge in der Atmosphäre auch Messungen aus höheren Schichten der Atmosphäre nötig waren.

Die extremen Bedingungen des Messstandorts sorgten von Beginn an für Herausforderungen. So mussten die Geräte für Temperatur-, Feuchtigkeit und Niederschlagsmesser vor den oberen Geschossen des Hospizgebäudes angebracht werden, damit sie auch bei meterhohem Schnee erreicht und mehrmals täglich abgelesen werden konnten. Zudem müssen die Geräte auch extremsten Stürmen standhalten können:

Während dem Sturm «Vivian» wurde am 27. Februar 1990 mit 268 km/h die höchste je in der Schweiz gemessene Böenspitze auf dem Grossen Sankt Bernhard registriert Schweizer Rekorde und Extreme.

Vergrösserte Ansicht: Jahresmittel-Temperatur auf dem Col du Grand St-Bernard von 1818 bis 2016. Der über 20 Jahre geglättete Verlauf ist mit einer roten Linie eingezeichnet.
Jahresmittel-Temperatur auf dem Col du Grand St-Bernard von 1818 bis 2016. Der über 20 Jahre geglättete Verlauf ist mit einer roten Linie eingezeichnet.

2017 wurde das 200-jährige Bestehen der Messstation auf dem Col du Grand St-Bernard (GSB) gefeiert. Ausserdem wurde sie die weltweit erste Centennial Observing Station der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Mit diesem Label möchte die WMO die Wichtigkeit langjähriger und bedeutsamer Messstationen unterstreichen, die mindestens 100 Jahre bestehen und deren nachhaltige Sicherung unterstützen. Die zweite Centennial Observing Station der Schweiz ist übrigens jene auf dem Säntis, die in diesem Adventskalender ebenfalls vorgestellt wird.

05.12.2019 – Wir messen das Wetter auch im Nationalpark

Vergrösserte Ansicht: Neben der Gaststätte ragt ein grosser Mast in die Höhe, hier wird der Wind und die Strahlung gemessen.
Neben der Gaststätte ragt ein grosser Mast in die Höhe, hier wird der Wind und die Strahlung gemessen.

Wenig unterhalb des Ofenpass, malerisch im Schweizer Nationalpark gelegen, ist unsere Wetterstation Buffalora direkt an der Passstrasse kaum zu verfehlen.

Vergrösserte Ansicht: Hinter dem Gebäude, etwas gegen den Hang verschoben, werden Niederschlag, Schnee, Feuchte und Temperatur gemessen.
Hinter dem Gebäude, etwas gegen den Hang verschoben, werden Niederschlag, Schnee, Feuchte und Temperatur gemessen.

Oft werden hier die schweizweit tiefsten Temperaturen gemessen. Grund hierfür ist die Geländeform im Bereich der Station: Die Alp Buffalora bildet eine weite Arena, hier vereinigen sich die beiden Bergbäche Aua da Murtaröl und Ova dal Fuorn, welche dem Inn zufliessen. Knapp unterhalb der Station verengt sich das Tal und so staut sich die bei günstigen Wetterlagen lokal gebildete Kaltluft auf.

Günstig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass wolkenarme und windstille Bedingungen herrschen. Hier profitiert Buffalora von seiner inneralpinen Lage am Übergang vom Unterengadin zum Val Müstair: durch die Abschirmung hoher Berge erreichen Störungen Buffalora meist nur in abgeschwächter Form. Die jährliche Niederschlagssumme beträgt im Schnitt nur 793 mm, dies trotz der Höhenlage von fast 2000 m. ü. M. Buffalora gehört zudem zu den windärmeren Stationen auf dieser Höhe.

So erstaunt es nicht, dass hier im Schnitt der Periode 1981-2010 pro Jahr 252 Frosttage (Minimum < 0 °C) registriert werden, ähnlich viele wie auf dem über 700 m höher gelegenen Weissfluhjoch oder dem Piz Martegnas.

Für den absolut tiefsten Messwert im Stationsnetz von MeteoSchweiz reicht es dennoch nicht ganz: Rekordhalter ist diesbezüglich La Brévine mit -41.8 °, gemessen am 12.01.1987. Buffalora hat es am 06.01.2019 «nur» auf -36.7 °C geschafft.

04.12.2019 – Das Wetter geht hoch hinaus

Vergrösserte Ansicht: Abbildung 1: Die Messstation Jungfraujoch (JUN) mit der Sphinx. Die höchstgelegene Messstation der Schweiz.
Abbildung 1: Die Messstation Jungfraujoch (JUN) mit der Sphinx. Die höchstgelegene Messstation der Schweiz.

Die beliebte Touristenattraktion der Schweiz ist mit 3'500 m.ü.M. gleichzeitig die höchste automatische Wetterstation von MeteoSchweiz. Oftmals herrschen extreme Wetterbedingungen, die Geräte sind komplett eingefroren oder zugeschneit (siehe Bilder). Auch ist dies der kälteste Ort der Schweiz: mit -7,2 °C wurde hier die tiefste je gemessene mittlere Jahrestemperatur der Schweiz registriert. Nicht zu verwechseln mit dem kältesten Ort der Schweiz, wo absolut die tiefste Temperatur gemessen wurde. Mehr dazu später im Adventskalender.

Extreme Wetterbedingungen

Saharastaub über der Schweiz – die Beobachtung der «reinen» Atmosphäre

Die hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch (JUN) ist wegen ihrer Lage im Hochgebirge insbesondere für die Erforschung der atmosphärischen Zusammensetzung ausserhalb der verschmutzten Grenzschicht von Bedeutung. Sie gehört deshalb als eine von weltweit 31 Stationen zum Global Atmosphere Watch (GAW) Messnetz der Weltmeteorologischen Organisation (WMO). Der Schwerpunkt dieses Messnetzes ist die Messung und Überwachung von Ozon, CO2, atmosphärische Strahlung und Aerosole. So hat MeteoSchweiz an diesem Ort auch die Entwicklung einer neuen operationellen Methode, die das Auftreten von Saharastaub mit einer stündlichen Auflösung erkennen lässt, vorangetrieben. Damit kann die Häufigkeit von Sahara-Ereignissen in den Alpen untersucht werden. Das letzte Ereignis fand am 12. November 2019 statt.

Manuelle Wetterbeobachtungen

Vergrösserte Ansicht: Abbildung 6: Das Ehepaar Käser betreibt die Messstation Jungfraujoch abwechslungsweise mit dem Ehepaar Fischer (nicht im Bild).
Abbildung 6: Das Ehepaar Käser betreibt die Messstation Jungfraujoch abwechslungsweise mit dem Ehepaar Fischer (nicht im Bild).

Das Jungfraujoch ist ebenfalls Teil des manuellen Beobachtungsmessnetzes. Abwechslungsweise müssen das Ehepaar Käser und Fischer (Artikel Jungfrauzeitung) bei Wind und Wetter raus um die Bewölkung, die Wolkenarten, die Sichtweite und einiges mehr fünf Mal pro Tag erfassen und der MeteoSchweiz übermitteln. Das Schweizer Fernsehen SRF war im Frühling 2019 auf dem Jungfraujoch und hat unter anderem das Ehepaar Käser besucht und bei ihrer Arbeit begleitet. Den Beitrag können Sie hier online anschauen.

Weitere Informationen

03.12.2019 – Pollenmessungen am Genfersee

Vergrösserte Ansicht: Pollenstation Lausanne
Pollenstation Lausanne

Mit einer spektakulären Aussicht über den Genfersee trohnt die volumetrische Pollenfalle auf einem Dach, 50 Meter über den Strassen Lausannes. Sie ist Teil des Pollenmessnetzes von MeteoSchweiz Pollenstation Lausanne.

An jeder der 14 Messstationen werden die Konzentrationen von 48 verschiedenen Pollenarten mittels einer volumetrische Pollenfalle gemessen. Diese Pollenfalle saugt mit Hilfe einer Pumpe zehn Liter Luft pro Minute durch eine 14 x 2 mm grosse Öffnung an. Hinter diesem Ansaugschlitz dreht sich eine Trommel, auf der sich ein mit Silikon beschichteter Kunststoffstreifen befindet. Die mit der Luft angesaugten Pollen und andere organische und anorganische Partikel bleiben auf dem Streifen haften. Die Trommel wird wöchentlich gewechselt und an das Analysezentrum in Payerne geschickt. Dort werden aus dem Streifen Tagespräparate hergestellt. Unter dem Mikroskop werden die Pollen bestimmt und ausgezählt und die Pollenkonzentration pro Kubikmeter Luft berechnet. Auf dem Objektträger sind neben den Pollen auch andere organische Partikel wie Pilzsporen sowie verschiedene anorganische Partikel wie Saharastaub oder Russteilchen zu beobachten.

Volumetrische Pollenfalle

Automatisierung der Pollenmessungen

Das Pollenmessnetz von MeteoSchweiz verwendet momentan den aktuellen Standard, mit dem wie oben beschrieben jeden Mittwoch die Pollenbeobachtungen der vergangenen Woche bereitgestellt werden können. Dieser Standard deckt jedoch die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr ab. Daher sollen Pollen künftig automatisiert, mit einer neuen Lasertechnologie gemessen werden. Diese eröffnet neue Perspektiven in Richtung Echtzeitübertragung und höhere Qualität. Die Schweiz erhält so ein international beispielhaftes Analyse- und Prognosewerkzeug im Bereich der Pollenmessungen.

Ab 2020 findet die Testphase sowie anschliessend der Rollout der gewählten Geräte statt. Damit die neu in Echtzeit verfügbaren Daten z.B. in unseren Vorhersagen und weiteren Produkten optimal genutzt werden können, müssen diverse Produkte zuerst angepasst werden. Das Projekt zur Automatisierung wird somit voraussichtlich Ende 2022 abgeschlossen.

Pollenmessnetz der Schweiz 

02.12.2019 – Die südlichste Station der Schweiz

Die Messstation Stabio (SBO)  ist die südlichste Messstation map.geo.admin.ch Stabio des automatischen Bodenmesssnetzes der MeteoSchweiz. Sie befindet sich, seit sie 1981 automatisiert wurde, an diesem Standort südlich von Stabio am Rande eines Industriegebietes. Da MeteoSchweiz – im Gegensatz zum SLF – in der Regel Stationen im besiedelten Gebiet baut und nur selten im Gebirge, ist die Suche nach einem geeigneten Standort teilweise eine grosse Herausforderung. Die Weltmeteorologische Organisation WMO gibt klare Regeln vor, wie die Nationalen Wetterdienste ihre Messstationen aufzustellen haben und welche Messqualität erreicht werden muss. In der Regel werden deshalb offene, nicht verbaute, naturnahe und möglichst langfristig unveränderte Standorte gesucht. Eine Messstation soll über die Jahre das für den Standort repräsentative Klima erfassen - dieses soll nicht durch sich veränderte Umgebungen (Bau von Strassen und Gebäuden, Wachstum von Bäumen etc.) negativ beeinflusst werden.

MeteoSchweiz lässt aus diesem Grund alle fünf Jahre die Messstationen einer externen Inspektion unterziehen. Das unter dem Namen «METEO-Cert» bei der WMO veröffentlichte Messstations-Zertifizierungsverfahren wird in der Schweiz vom Institut für Metrologie im Auftrag von MeteoSchweiz angewandt Zertifizierung von Messstationen. Seit der Einführung dieser Inspektionen ist es uns möglich im Falle von Problemen bei Gesprächen mit Landeigentümern den konkreten Handlungsbedarf nachvollziehbar aufzeigen und konkrete Massnahmen wie beispielsweise das Zurückschneiden von Büschen beauftragen zu können. Dies trägt zu einer Verbesserung der Messqualität bei, wie der Fall Stabio exemplarisch zeigt.

Die untenstehende Grafik zeigt die tägliche Sonnenscheindauer der Station Stabio zwischen 2011 und 2019. Die rote Linie illustriert die für diesen Standort maximal mögliche Sonnenscheindauer. Es ist zu sehen wie seit ca. Winter 2012 die gemessene Sonnenscheindauer jeden Winter abnimmt. Eine Inspektion 2017 hat gezeigt, dass die Wiese in der Nachbarparzelle über die letzten immer mehr verbuscht ist und diese Büsche Schatten auf die Geräte werfen.

Vergrösserte Ansicht: Abbildung 1: Die Auswirkung von wachsenden Büschen auf die Messung der täglichen Sonnenscheindauer in Stabio zwischen 2011 und 2019.
Abbildung 1: Die Auswirkung von wachsenden Büschen auf die Messung der täglichen Sonnenscheindauer in Stabio zwischen 2011 und 2019.

Ein Gespräch mit dem Eigentümer führte 2018 dazu, dass diese im Süden der Station gelegenen Büsche geschnitten wurden und die ursprüngliche Wiese wieder hergestellt wurde. Das nachfolgende Foto illustriert dies. Auch zu sehen ist aber, dass es nördlich der Station immer noch Bäume gibt, welche dazu führen, dass im Sommer nicht die maximal mögliche Sonnenscheindauer gemessen werden kann (siehe Grafik oben). Diese Bäume sind geschützt und können nicht gefällt werden. Die Standortsuche für eine Messstation ist und bleibt in der dicht besiedelten Schweiz eine Herausforderung!

Vergrösserte Ansicht: Abbildung 2: Die Station Stabio 2015 (oben) und 2019 (unten). Deutlich zu sehen wie die südlich der Station gelegenen Büsche Schatten auf die Instrumente warfen und deshalb entfernt werden mussten.
Abbildung 2: Die Station Stabio 2015 (oben) und 2019 (unten). Deutlich zu sehen wie die südlich der Station gelegenen Büsche Schatten auf die Instrumente warfen und deshalb entfernt werden mussten.

Weitere Informationen:

01.12.2019 - Eine hochgelegene SwissMetNet-Station mit toller Aussicht

Vergrösserte Ansicht: Die Messstation auf dem Pilatus verzückt mit einer spektakulären Aussicht.
Die Messstation auf dem Pilatus verzückt mit einer spektakulären Aussicht.

Den Anfang macht die Station auf dem Pilatus (PIL). Der Standort gehört zum automatischen Messnetz der Schweiz, dem SwissMetNet. Über die letzten Jahre hat MeteoSchweiz das Bodenmessnetz modernisiert und erweitert.

Nun zählt das SwissMetNet knapp 300 automatische Messstationen: 160 Wetterstationen, welche alle meteorologischen Parameter (u.a. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Sonneneinstrahlung, Niederschlagsmenge, Windrichtung und -geschwindigkeit) erfassen, ergänzt durch 130 automatische Niederschlagsmessstationen. Details zur Instrumentierung finden Sie auf unserer Website.

Diese Stationen liefern alle zehn Minuten eine Vielzahl an aktuellen Daten zu Wetter und Klima in der Schweiz. Die Daten werden automatisch an die zentrale Datenbank der MeteoSchweiz übermittelt, wo sie verschiedene Qualitätskontrollen durchlaufen. Sie können die Messdaten in Echtzeit auf der MeteoSchweiz-Website oder App abrufen.

Im Video erfahren Sie mehr über das Messnetz der Zukunft:

 

MeteoSchweiz ist offen für einen respektvollen Onlinedialog und freut sich über Ihre Kommentare und Fragen. Kontaktformular

Kommentare (19)

  1. Claudio Defila, 01.01.2020, 08:37

    Ich habe als ehemaliger Leiter der Biometeorogie das phänologische Beobachtungsnetz vermisst.
    Alles Gute im 2020!
    Claudio Defila

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  2. Jürg Christoffel, 22.12.2019, 04:54

    Das muss ja eine Höllenabfahrt sein im Montana. Mache selber sehr leidenschaftlich Langlauf und stelle mir gerade vor wie die Langläufer in der Kurve aufgrund der grossen Fliehkraft in die Messstation rasen. Naja die Sicherheit wird da sehr ernst genommen.
    Herzlichen Dank für den interessanten Adventskalender.

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  3. Saquiri, 20.12.2019, 18:30

    Ich freue mich jeden Tag auf das neue Türchen

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  4. Herbert Schill (Davos), 16.12.2019, 11:15

    Nur eine kleine Berichtigung zur längsten Ozonmessreihe der Welt in Arosa: 1921 gründete F.W. Paul Götz das Lichtklimatische Observatorium in Arosa, die Ozonmessungen mit der Spektrophotomethode (damals noch mit Fotoplatten, welche belichtet und hernach ausgewertet wurden) wurden 1926 aufgenommen.

    Die Parallelmessungen der Ozonschicht am Physikalisch-Meteorologischen Observatorium Davos / Weltstrahlungszentrum (PMOD/WRC) wurden bereits 2011 begonnen; mit dem definitiven Umzug der beiden noch in Arosa stationierten Spektrophotometer im Jahre 2021 können wir auf eine 10-jährige Übergangsperiode zurückgreifen.

    Herbert Schill (PMOD/WRC, vormals MeteoSchweiz Arosa)

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  5. Mike (Basel), 13.12.2019, 11:13

    Was die Historie der Station Basel-Binningen betrifft, muss man sagen, dass dort insbesondere vor 1864 nicht so lückenlos gemessen wurde, wie es scheint und die Messungen an vielen unterschiedlichen Orten stattfanden.
    1755-1804 Messungen am Heuberg 16
    1805-1825 keine Messungen
    1826-1874 Basel (Domhof)
    1874-1929 Basel (Bernoullianum)
    In Basel wurden die Temperaturen bis 1804 mit einem Weingeistthermometer nach Micheli du Crest gemessen.
    Dieses Thermometer war zwar in Centigraden eingeteilt, bei dem der Siedepunkt von Wasser bei 100 Grad, der Nullpunkt aber nicht bei 0°C , sondern bei ca.12 °C lag.
    Die 12°C (tempéré du globe) war die Temperatur, die im Keller des Pariser Observatoriums tagein tagaus geherrscht haben soll und von der du Crest glaubte, dass er sie an jedem Ort der Welt (mangels der Verfügbarkeit von Eis) in entsprechender Tiefe leicht wiederfinden könne. Hier die Umrechnung der Temperaturskala von du Crest (D.C.) in Reaumur (R.).
    https://bit.ly/2RP228W

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  6. Anna-Maria Locher, 10.12.2019, 06:33

    Vielen herzlichen Dank für den so wunderschönenen und sehr informativen Adventskalender. Das ganze fasziniert mich sehr.

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  7. ElisabethSpinnler, 08.12.2019, 17:07

    JEDEN TAG..... So viel wissenswertes spannend und erst noch bebilderd.... eine super Idee. Vielen Dank dem ganzen Team und gute Wünsche für die Festtage und vor allem fürs 2020

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  8. Christoffel Jürg, 06.12.2019, 07:42

    Bei der Messstation auf dem Grossen St-Bernard fällt mir auf das die Messinstrumente an einer Hauswand befestigt sind.
    Andere Messtationen müssen ja freistehend sein, sind die Messungen trotzdem vergleichbar.
    Sehr interessanter Adventskalender. Danke.

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    1. MeteoSchweiz, 12.12.2019, 11:50

      Sehr geehrter Herr Christoffel
      Die Aufstellung der Temperaturmessung am Grossen St. Bernard ist in der Tat nicht WMO-konform. Der Grund ist einerseits durch die enorm hohen Schneemengen bedingt, welche eine freistehende Messung auf über 6m erfordern würde. Das wäre dann in der schneefreien Jahreszeit nicht mehr repräsentativ. Andererseits sind es insbesondere historische Gründe, welche für diesen Standort gesprochen haben: Die Mönche haben seit 200 Jahren auf diesem Fenstersims ein Thermometer installiert und meterologische Messungen durchgeführt. Der einfache Zugang zu den Messgeräten erlaubte ihnen auch bei "Hudelwetter" (siehe im Blog erwähnter Schweizer Wind-Rekord) ihre Messungen machen zu können. Der Standort wurde aber auf der Nordseite des Gebäudes so gewählt, dass die Sonne nicht die Klosterwand erwärmt. Mehre Studien haben zudem gezeigt, dass die Temperaturreihe vom Grossen St. Bernard für diese Höhenlage repräsentativ ist und korrekte Resultate liefert. Die praktisch weltweit einmalige Situation, dass seit über 200 Jahren am genau gleichen Ort die Temperatur gemessen wird hat dazu geführt, dass diese Station von der WMO in ihre "Centennial Observing Station" aufgenommen hat. Freundliche Grüsse MeteoSchweiz

  9. Hingucker, 04.12.2019, 15:15

    Liebe Adventskalender-Meteorologen,
    im Beitrag vom 4.12. ist der erste Link zum SRF (im Text) falsch.
    Lieber Gruß

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  10. Christine, 03.12.2019, 15:54

    Vielen Dank liebes MeteoSchweiz Team für den Advenzkalender! Eine so schöne Idee!

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  11. Jakob Frauchiger, 03.12.2019, 08:25

    Wunderbar, danke!

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  12. A.von Arx, 03.12.2019, 07:18

    Ein sehr schönes Video mit allen Facetten des Wetters haben Sie da gemacht.Toll! Ebenso die Musik passt voll dazu.Kompliment.
    Vielen Dank, ein freudiger Start in den Tag.
    Es grüsst Sie A.von Arx

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  13. Jeannette Staiger, 02.12.2019, 23:16

    💎Herzlichen Dank für das tolle und eindrückliche Video und der interessante Bericht! Eine schöne und nicht zu stürmische Vorweihnachtszeit wünsche ich Ihnen. 💐

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  14. Timo Stammwitz, 02.12.2019, 20:33

    Grazie mille Stabio - Die Bäume gehen der statistisch perfekten Messreihe in Zeiten der Klimaerwärmung eindeutig vor.

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  15. Wenzinger Bruno, 01.12.2019, 14:14

    Zu Thema messen. Das mache ich seit x-Jahren in Schneisingen, allerdings nur mit einen normalen Regenmesser, aber sehr regelmässig um 18.00 Uhr. Ich denke, dass Meteo Schweiz kein Interesse an den Daten hat?
    Sie würden aber zu Verfügung stehen.
    Freundliche Grüsse
    Brunon Wenzinger

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    1. MeteoSchweiz, 02.12.2019, 11:46

      Sehr geehrter Herr Wenzinger, herzlichen Dank für Ihr Angebot. In der Tat ist es so, dass wir nur 2 km südlich von Schneisingen entfernt die automatische Messstation Ehrendingen OED betreiben. Insofern haben wir aktuell keinen Bedarf an zusätzlichen Messdaten in dieser Region. Freundliche Grüsse MeteoSchweiz.

  16. 'ne kölsche Jung', 01.12.2019, 10:17

    Liebe MCH-ler,
    ein tolles und sehr eindrucksvolles Video habt Ihr da gemacht (mehr davon!)! Chapeau!
    Leider werden die letzten beiden Standorte nicht angezeigt (Gipfellagen) - wo ist das?
    Ich wünsche Euch einen fröhlichen ersten Advent aus dem Rheinland

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    1. MeteoSchweiz, 02.12.2019, 11:45

      Sehr geehrter Herr, das zweitletzte ist das Schneemessfeld Weisslufjoch WFJ. Am Schluss ist der Radar Plaine Morte zu sehen. Herzlichen Dank und freundliche Grüsse MeteoSchweiz.