Nachlassender Zwischenhocheinfluss

11. November 2019, 5 Kommentare
Themen: Wetter

Das Zwischenhoch, welches gestern Sonntag in den Alpen für sonniges Wetter sorgte, schwächte sich heute bereits wieder ab. Nichtsdestotrotz sorgte es in der ersten Tageshälfte in den Alpen regional nochmals für recht sonnige Verhältnisse. In der zweiten Tageshälfte gelangte die Schweiz jedoch bereits wieder in den Einflussbereich zweier Tiefdruckgebiete. Während die Bewölkung in der Höhe dadurch zunahm, löste sich über dem Flachland der Alpennordseite immerhin der Hochnebel auf.

Tiefliegende Stratusfelder (Hochnebel) sorgten heute Morgen am Vierwaldstättersee für eine idyllische Morgenstimmung. Foto: Eugen Müller
Tiefliegende Stratusfelder (Hochnebel) sorgten heute Morgen am Vierwaldstättersee für eine idyllische Morgenstimmung. Foto: Eugen Müller

Zunehmender Einfluss zweier Tiefs

Das gestern Sonntag wetterbestimmende Zwischenhoch schwächte sich heute wieder ab und die Schweiz gelangte in den Einflussbereich zweier Tiefdruckgebiete. Einerseits steuerte ein Tief über Grossbritannien von Westen her eine Okklusion zur Schweiz und andererseits sorgte ein Tief über dem westlichen Mittelmeer dafür, dass von Süden feuchte Luft zu den Alpen geführt wurde.

Mit einer im Tagesverlauf stärker werdenden südwestlichen Höhenströmung, und etwas stärkerem Druckfall auf der Alpennord- gegenüber der Alpensüdseite, kam in den oberen Alpentälern sowie im Churer Rheintal vorübergehend etwas Föhn auf.

Über dem Flachland zunächst Hochnebel

Am Vormittag bedeckte eine Hochnebeldecke praktisch das gesamte Flachland der Alpennordseite. Der Hochnebel hielt sich dabei im Mittelland relativ hartnäckig und löste sich erst am Nachmittag mit Ankunft der hohen Wolkenfelder allmählich auf. In der Nordwestschweiz hingegen ging die Auflösung rasch vonstatten und der Vormittag war mit rund drei Stunden Sonnenschein recht freundlich.

Am Nachmittag gab es im Mittelland vor allem östlich von Bern einige sonnige Abschnitte. Einzig in der Westschweiz und am Jurasüdfuss blieb es mehrheitlich grau – dort wurde der Hochnebel mehr oder weniger nahtlos von mittelhoher, dichter Bewölkung abgelöst.

In den Alpen recht sonnige erste Tageshälfte

Oberhalb einer schwachen Absinkinversion um 1500 m ü.M. war es nördlich des Alpenhauptkammes in der ersten Tageshälfte trotz einiger Wolkenfelder nochmals recht sonnig. Ab den Mittagsstunden nahm die Bewölkung allerdings von den westlichen Walliser-Alpen als auch von Süden allmählich zu.

Im Süden ganztags bewölkt

Auf der Alpensüdseite war es bereits am Morgen stark bewölkt. Daran änderte sich in der Folge nichts und im Laufe des Vormittags kam es im Mittel- und Südtessin stellenweise bereits zu ersten Tropfen oder Flocken. Am Nachmittag setzte schliesslich flächiger, meist schwacher Niederschlag ein mit einer Schneefallgrenze zwischen 900 und 1200 Metern.

Am wärmsten im Churer Rheintal

Mit der oben erwähnten, vorübergehenden Föhnströmung gab es im Churer Rheintal heute die höchsten Temperaturen – sowohl in Chur als auch in Bad Ragaz reichte es für 11 Grad. Ansonsten lagen die Höchstwerte auf der Alpennordseite meist zwischen 4 und 7 Grad und im Süden bei 7 bis 9 Grad.

Zum Schluss…

… ein kleines Rätsel zum heutigen Tag.

Warum haben im nachfolgenden Bild die Blätter in der Bildmitte keine Reifablagerungen?

Auflösung des Rätsels:

Wie von den meisten Lesern und Leserinnen richtig erklärt, hatte es auf Baumhöhe keinen Reif und die Blätter fielen erst am Vormittag auf den mit Reif bedeckten Boden.

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Kommentare (5)

  1. Heinz F., 11.11.2019, 22:40

    Im Religionsunterricht fragt der Pfarrer den Maxli: "Was ist das, es hat ein rotbraunes Fell, spitze Ohren und einen langen Schwanz und kann unglaublich gut auf Bäume klettern?" Maxli antwortet: "Mein Verstand sagt mir, dass es ein Eichhörnchen ist, aber wenn Sie fragen, Herr Pfarrer, dann wird es ja wohl das liebe Jesuslein sein." Mit meinem Verstand würde ich mich der Lösung meiner vier Vorblogern anschliessen, aber wenn der Meteorologe oder die Meteorolgin auf diese Weise fragt, wird es bestimmt .... ja was sein? Vermutlich etwas ganz anderes. Oder vielleicht doch...?

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  2. Valentin, 11.11.2019, 19:33

    Zum Rätsel: Die Blätter sind erst vom Baum gefallen, nachdem sich die Bodenfeuchtigkeit verzogen hatte.

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  3. Stefan Hasler, 11.11.2019, 18:17

    Die Blätter fielen erst gegen den Morgen vom Baum und hatten somit mehr "wärme" gespeichert da die Luft in Baumhöhe deutlich wärmer war als am Boden und sich die feuchtigkeit auch mehr am Boden sammelte als im Baum..... So würde ich das jetzt interprätieren.

    Gruss aus dem Sauerland

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  4. Timo Kleger, 11.11.2019, 18:08

    Weil die Blätter erst vor kurzem von der Baumkrone zu Boden in den „Kaltluftsee“ tanzten...

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  5. stefan, 11.11.2019, 17:59

    Weil sie frisch gefallen sind und von über der bodennahen kaltluft stammen
    Ob ich richtig tippe wird sich morgen zeigen

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