Weltweit wärmster Oktober seit Messbeginn

13. November 2019, 27 Kommentare
Themen: Klima

Der Oktober 2019 lag im weltweiten Mittel 0,69 °C über dem Durchschnitt 1981−2010, was ihn ganz knapp zum wärmsten Oktober seit Messbeginn macht. Auch in Europa zeigte sich der Oktober verbreitet überdurchschnittlich mild. Unterdurchschnittliche Oktoberwerte registrierten die Britischen Inseln und Skandinavien.

Räumliche Verteilung der Oktobertemperatur 2019. Dargestellt sind die Abweichungen (°C) zum Durchschnitt 1981‒2010. Quelle: Copernicus
Räumliche Verteilung der Oktobertemperatur 2019. Dargestellt sind die Abweichungen (°C) zum Durchschnitt 1981‒2010. Quelle: Copernicus

Verbreitet sehr milder Oktober

Auf den Kontinenten der Nordhemisphäre lieferte der Oktober vor allem in Teilen der Arktis, im östlichen Nordamerika, im Mittleren Osten und einem Grossteil Nordafrikas und Russlands eine deutlich überdurchschnittliche Monatstemperatur. Auf der Südhemisphäre waren vor allem der Süden Brasiliens, das südlichen Afrika, West- und Südaustralien sowie die meisten Gebiete der Ostantarktis von der überdurchschnittlichen Oktoberwärme betroffen.

Der Oktober 2019 brachte auch über den Weltmeeren verbreitet überdurchschnittliche Monatswerte. Besonders markant war die Oktoberwärme in den arktischen und antarktischen Meeresgebieten sowie im nordöstlichen Pazifik.

Kühle Regionen

In einem grossen Gebiet Nordamerikas, das sich von der Westküste über die Rocky Mountains bis in den mittleren Westen erstreckt, bewegte sich die Oktobertemperatur deutlich unter dem Durchschnitt 1981−2010. Erheblich kühler als normal präsentierte sich der Oktober auch in Nordwest- und Nordeuropa, in Teilen des tropischen Afrikas und der Antarktis, sowie in geringerem Masse in mehreren anderen Regionen der Welt.

Einen kühlen Oktober im Vergleich zum Durchschnitt 1981−2010 registrierten auch einige Meeresgebiete. Recht grossflächig waren diese im Bereich der Antarktis und im Südostpazifik, etwas weniger ausgedehnt im Nordatlantik und in der südostasiatischen Inselwelt.

Global wärmster Oktober seit Messbeginn

Der Rekordoktober 2019 war mit 0,69 °C über dem Durchschnitt 1981−2010 vergleichbar warm wie der Oktober 2015, der 0,01 °C tiefer lag. Der drittwärmste Oktober 2018 erreichte 0,58 °C über dem Durchschnitt.  Die beiden Rekordhalter liegen deutlich über den bisherigen Höchstwerten. Ab den 1980-er Jahren ist eine stetige Zunahme der globalen Oktobertemperatur zu beobachten.

 

Milder Oktober in Europa

Über ganz Europa gemittelt stieg die Oktobertemperatur 1,1 °C über den Durchschnitt 1981−2010. Damit registrierte Europa einen der mildesten Oktober der letzten 40 Jahre. Milder waren nur die Oktober 2001 und 2006. Die überdurchschnittliche Oktoberwärme erfasste einen grossen Teil Europas. Die bereits oben erwähnten Ausnahmen mit unterdurchschnittlicher Oktobertemperatur sind die Britischen Inseln und Skandinavien.

Vergrösserte Ansicht: Räumliche Verteilung der Oktobertemperatur 2019 in Europa. Dargestellt sind die Abweichungen (°C) zum Durchschnitt 1981‒2010. Quelle: Copernicus
Räumliche Verteilung der Oktobertemperatur 2019 in Europa. Dargestellt sind die Abweichungen (°C) zum Durchschnitt 1981‒2010. Quelle: Copernicus

Die Informationen zur globalen und europäischen Oktobertemperatur stellt die Web-Seite des Europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus zur Verfügung. Copernicus hat zum Ziel, aus der Fülle von Satelliten- und Bodenmessungen einem möglichst vollständigen globalen Überblick zur aktuellen Klimasituation unseres Planeten zu erstellen. Alle Informationen (englisch) sind im Copernicus Oktober-Bulletin zu finden.

Fünftwärmster Oktober in der Schweiz

Die Schweiz registrierte den fünftwärmsten Oktober seit Messbeginn 1864.  Die Monatstemperatur lag im landesweiten Mittel 1,9 °C über die Norm 1981‒2010. In den Alpen bewegte sich die Monatstemperatur meist 2,0 bis 2,5 °C über der Norm. In einzelnen Föhntälern gab es auch Werte um 3 °C über der Norm. Lokal wurde dabei die höchste oder zweithöchste Oktobertemperatur seit Messbeginn 1864 gemessen.

 

Ausführliche Informationen zum Oktober 2019 liefert das Klimabulletin von MeteoSchweiz.

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Kommentare (27)

  1. Katharina Kerscher, 19.11.2019, 21:41

    Ich finde es schlimm das es immer wärmer wird. Das ist einfach schade das wir die Welt kaputt machen. Doch der Bericht ist sehr gut geworden!

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  2. Peter T., 19.11.2019, 06:22

    Danke dem Team vom Meter für die wissenschaftlich fundierten und mit Aktualitätsbezug interessant aufgearbeiteten Klima-Informationen. Auch ganz besonders für einzelne, ausgesuchte Kommentare, wie zBsp an "Domi" (da wo es nicht ganz umsonst scheint - es gibt wie überall auch in diesen Kommentaren Menschen, die sich grundsätzlich resistent erweisen gegen Argumente).

    Damit leisten Sie einen beachtlichen und anschaulichen Beitrag an die Klimadiskussion!

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  3. Edi, 16.11.2019, 09:48

    Ich habe eine Frage an das Team der Meteo Schweiz:

    Wenn ich die obere blau-rote Statistik anschaue und die Jahre von 1945 bis 1980 ins Auge fasse, so war es ja so, dass eine damalige Ölheizung in einem Einfamilienhaus locker 3-4000 Liter im Jahr verbrauchte und ein Automobil in etwa die doppelte Menge an fossilen Treibstoffen wie ein heutiger SUV. Trotzdem war das Klima in diesen Jahren sehr konstant.

    Innerhalb von 30 Jahren, 1950 bis 1980 hat sich die Weltbevölkerung von 2.5 Milliarden auf 4.4 Milliarden Menschen nahezu verdoppelt. In den letzen 40 Jahren von 1980 bis 2020 ist die Weltbevölkerung von 4,4 auf 7.8 Milliarden angestiegen. Also ein wesentlich langsamerer Anstieg als in den Jahren zuvor.

    Trotzdem ist die Erderwärmung förmlich nach oben explodiert! Kann das wirklich alles auf den Menschen zurückgeführt werden oder müsste man hier noch andere Faktoren in Betracht ziehen?

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    1. MeteoSchweiz, 19.11.2019, 10:01

      Hallo Edi

      Die weltweit extreme Zunahme der Mobilität (Auto, Bus, Flugzeug) hat in den letzten Jahrzehnten stattgefunden. In praktisch allen weniger weit entwickelten Staaten fahren heute übrigens Millionen von Autos, Lastwagen und Bussen mit alter, treibstoffintensiver Technologie. Die massive Zunahme der energie-intensiven Produktion und des energie-intensiven Transports von Konsumgütern (Lastwagen, Luftfracht, Frachtschiffe) ist auch eine Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Modellrechnungen zeigen ganz klar, dass der gemessene globale Temperaturanstieg nur unter Beizug der menschlichen Emissionen nachgebildet werden kann. Die Natur alleine würde keinen Temperaturanstieg verursachen.

      Freundliche Grüsse
      MeteoSchweiz

  4. Mario Wolf, 16.11.2019, 06:56

    Können die Klimaforscher des 21. Jahrhunderts garantieren, dass die Messmethoden, die Messbedingungen, im Verlauf von 150 Jahren immer den gleichen Standard hatten ? Ist es gerechtfertigt bei unterschiedlichen Messmethoden und Messbedingungen eine Erwärmung um 0,3 als Fakt zu präsentieren.
    Die Klimaforschung arbeitet mit Hypothesen, die sie grundsätzlich nicht in Frage stellt.

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    1. MeteoSchweiz, 19.11.2019, 10:00

      Guten Tag Herr Wolf

      Die Vergleichbarkeit von historischen mit aktuellen Messungen ist das zentrale Thema in der Klimatologie. MeteoSchweiz verfügt dazu über Spezialisten, die diesen Aspekt bezogen auf die Schweiz umfassend bearbeiten. Auf der Internetseite der MeteoSchweiz ist mehr dazu zu erfahren:

      Übersicht:
      http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/klima/schweizer-klima-im-detail/homogene-messreihen-ab-1864/homogenisierung-von-klima-messreihen.html

      Unser Blog zum Thema:
      https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/aktuell/meteoschweiz-blog/meteoschweiz-blog.subpage.html/de/data/blogs/2019/7/Homogenisierung-von-Messreihen–eine-Voraussetzung-fuer-die-Klimabeobachtung.html

      Übrigens: In der Schweiz ist in den letzten 150 Jahren die Jahres-Temperatur um rund 2 °C, die Oktobertemperatur um 2,4 °C angestiegen.

      Freundliche Grüsse
      MeteoSchweiz

  5. John, 15.11.2019, 13:42

    Der bisherige Rekord wurde also um 0,01 Grad = 1 Hundertstel von einem Grad "gebrochen". Die Messungenauigkeit ist wesentlich grösser als diese 0,01 Grad. Es könnte also durchaus sein, dass es im Oktober gar keinen Rekord gab. Rechtfertigt diese winzige Veränderung einen langen Artikel? Meine Antwort ist ein klares Nein.

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    1. Andreas, 17.11.2019, 23:27

      Meine Antwort, die wahrscheinlich ebenfalls weder jemanden interessiert, noch in irgendeiner Weise relevant ist: ein klares Ja.

    2. Andreas, 18.11.2019, 15:46

      Es ist auch völlig irrelevant, ob es nun knapp ein Rekord war oder knapp eben nicht. Schauen Sie sich die abgebildete Kurve noch einmal genau an, dann sehen Sie den Grund, warum dieser Rekord (?) einen solch langen Artikel wert ist.

    3. John, 19.11.2019, 02:42

      Laut NOAA war der Oktober 2019 nur der zweitwärmste, 0,06 Grad unter dem Wert von 2015. Ergibt eine Differenz von 0,07 Grad im Vergleich mit Nasa GISS. Noch einmal: Es gibt beachtliche Messungenauigkeiten, Rekorde, die nicht mindestens 0,1 Grad über/unter den bisherigen liegen, sollte man deshalb gar nicht publizieren.

  6. Jörg, 15.11.2019, 11:06

    Mir stellt sich schon lange die Frage was alles Umwelt bewuste Leben nützt (weniger CO2, weniger Plastik ect.), wenn die Verbesserungen durch die ungebremst ansteigende Bevölkerungszahl immer wieder zu nicht gemacht wird.
    Das erinnert an die Verbesserungen bei den Autos die aber auch immer wieder durch mehr und schweerere Fahrzeuge ausgeglichen wird.
    Na immerhin redet die UN jetzt mal drüber wie man die Weltweite Bevölkerungsexplosion eindämmen könnte.

    Was meinen andere zur Thematik Einsparen aber gleichzeitig immer mehr Verbraucher?

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    1. stefan, 15.11.2019, 19:56

      Hallo Jörg
      Wenn du den co2 ausstoss pro Kopf anschaust wird dir gleich auffallen dass es sich um westliche Länder handelt welche allgemein ein bevölkerungswachstung gleich 0 aufweisen.
      Oder wollen wir einem slumbewohner in indien die warme Suppe auch noch verbieten.
      Wärend wir am Wochenende schnell 200 km Skifahren gehen weil's spass macht.

    2. Tim, 18.11.2019, 09:46

      Lieber Jörg. Dass das weltweite Bevölkerungswachstum unbegrenzt immer weiter wachsen wird, ist ein Irrtum. Ich empfehle Ihnen dazu die Bücher oder Ted-Talks von Hans Rosling.

      Liebe Grüsse

  7. Domi, 15.11.2019, 09:57

    Können Sie mir folgende Fragen beantworten.
    160 Jahre Wetterdaten-Aufzeichnung, stehen Millionen Jahren Klima gegenüber. Genügt unser Horizont wirklich um zu sagen, jetzt kippt das alles?
    Wetter wurde schon beobachtet bevor wir es messen konnten, so trocknete beispielweise die Donau vor 475 Jahren aus. Um 1100 herum war es allgemein wärmen usw.
    Warum ist damals das nicht alles gekippt?
    Wie politisch ist der IPPC?
    Besten Dank

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    1. MeteoSchweiz, 15.11.2019, 15:33

      Guten Tag Domi

      Es geht in der aktuellen Klimadiskussion nicht um natürliche Klimaänderungen in der Vergangenheit. Diese sind sehr gut bekannt und sie werden auch intensiv erforscht. Der Kern der Klimadiskussion liegt hier: Gemäss dem aktuellen Wissen wäre die globale Temperatur in den letzten Jahrzehnten mehr oder weniger stabil geblieben oder hätte sich periodisch sogar leicht abgekühlt, wenn nur die natürlichen Faktoren (z.B. Vulkane, Meeresströmungen, Sonne) Einfluss hätten. Nur unter Einbezug der menschlichen Faktoren (zusätzliche Treibhausgase durch menschliche Emissionen) zeigen die Berechnungen eine globale Erwärmung, wie sie auch tatsächlich gemessen wird. Die aktuelle globale Erwärmung ist nach diesen Befunden nicht natürlich und sie ist unnatürlich schnell. Damit können viele Ökosysteme mit ihren bisher erworbenen Anpassungsstrategien nicht mithalten. Auf unserer Erde läuft also ein riesiges unnatürliches Klima-Experiment, das sich bisher weitgehend unkontrolliert und in eine sehr Besorgnis erregende Richtung entwickelt, wie wir mittlerweile alle wissen.

      Das IPCC hat keine politische Funktion. Im Auftrag des IPCC tragen Experten aus aller Welt den aktuellen Wissensstand zu den unterschiedlichen Aspekten des natürlichen und menschengemachten Klimawandels zusammen und bewerten ihn aus wissenschaftlicher Sicht. Ziel ist, Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen zu bieten. Der IPCC selber gibt jedoch keine Handlungsratschläge oder politische Empfehlungen ab. Die publizierten Berichte durchlaufen ein mehrstufiges Begutachtungsverfahren. In mehreren Begutachtungsrunden werden Kommentare, Kritik und Vorschläge von den Autoren bearbeitet. Beim Fünften Sachstandsbericht wurden mehrere zehntausend Kommentare von hunderten von Forschern und Regierungen eingereicht.

      Als letzten Schritt der IPCC Berichtserstellung werden die Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger Satz für Satz von den Regierungen in einer Vollversammlung unter dem Vorsitz der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verabschiedet. Durch dieses Verfahren erkennen die Regierungen die wissenschaftlichen Aussagen der IPCC-Berichte an. Dabei achten die Regierungsvertreterinnen und -vertreter vor allem darauf, dass die Aussagen vollständig, verständlich und ausgewogen sind. Es dürfen nur Informationen aus den zugrundeliegenden Berichten genutzt werden. Die wissenschaftlichen Autorinnen und Autoren haben das letzte Wort.

      Freundliche Grüsse
      MeteoSchweiz

    2. Timo, 18.11.2019, 09:40

      Zur Antwort von Meteoschweiz: Der IPCC soll nicht politisch sein, aber die Zusammenfassungen der Berichte werden von den Regierungen verabschiedet? In welchem anderen Wissenschaftsgebiet gibt es so etwas?

    3. Bruno, 20.11.2019, 07:14

      @Timo; Die Wissenschaftler haben den Vorsitz bei der Verabschiedung. Ausserdem steht im Letzten Satz dass die Wissenschaftler das letzte Wort haben. Die Politiker schauen dazu, dass der Bericht auch für weniger Sachverständige Leute verständlich aus fällt. Du hättest die Antwort von MeteoSchweiz ganz lesen sollen.

  8. Kirsten, 14.11.2019, 19:40

    Vielen Dank für die hier immer wieder sehr gut erklärten Wetter- und Klima-Beobachtungen und für die umfangreichen Darstellungen!

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  9. Jimmy Cliff, 14.11.2019, 13:21

    0,69 Grad? Wirklich? Was kostet mich eine Forschung als Steuerzahler, die solch marginale Werte erforscht? Und wieviele Mensch hätten wir mit diesem Geld ernähren können? Hat sich das schon mal jemand überlegt? Wir sind verloren.

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    1. Raul Rodolpho, 14.11.2019, 17:19

      Hm also das ist ja immer eine Frage der grösse und Anzahl Messpunkte. In einer beliebigen Weltstadt ist es wohl schon egal obs jetzt heute grad 10 oder eben 10,69 Grad warm war - niemand wirds je bemerkt haben.
      Wenn man aber bedenkt, dass hier „möglichst viele Messwerte Weltweit“ zusammengetragen, über einen ganzen Monat gerechnet und gemittelt werden dann ist diese vermeintlich kleine Zahl 0,69 plötzlich riesig! Eigentlich dürfte bei einer so grossen Messgrösse fast keine Abweichung entstehen - ausser wir befinden uns eben wie aktuell in einem deutlichen Erwärmungsprozess.

      Wegen den Steuern: Ich dreh den Spiess mal um. Wie viele Menschen können zukünftig noch vor einer Hungersnot bewahrt werden wenn wir wissenschaftlich erkennen, dass unser Verhalten nicht ok ist und wir noch reagieren?

    2. Lagerregal, 14.11.2019, 18:22

      Ich verstehe zu einem gewissen Teil, dass es Sie es als unnötige erachten, Geld in solche Forschung zu stecken. Aus kurzfristiger Sicht, gibt es wahrscheinlich bessere Investitionen. Aber solche „marginalen“ Unterschiede können über einen längeren Zeitraum betrachtet erheblich werden. Ausserdem können wir durch die Forschung das Klima besser verstehen und auf längere Sicht hinaus Gegenmassnahmen einleiten, bzw. uns auf die Veränderungen vorbereiten. Ohne Forschung wäre dies schwierig - denn wer misst solche Veränderungen. Abschliessend möchte ich hinzufügen, dass es sich hierbei um meine subjektive Meinung handelt, Sie dürfen gerne eine andere einnehmen. Dennoch würde es mich freuen, wenn Sie auch die andere Perspektive probieren zu verstehen. Freundliche Grüsse

    3. stafan, 14.11.2019, 19:57

      Du wirst noch staunen was in den nächsten 30 Jahren an unlieben Veränderungen auf dich zukommen. 0.69 Grad tönt nach wenig das ist auch nur die Spitze des eisberges den du bis jetzt siehst. Ich sage dir ganze Völker werden nach einer neuen Heimat suchen müssen weil die sonst verhungern dann ist Krieg nicht weit. Und das sage ich ohne zweifeln als Wissenschaftler.

    4. Bruno, 15.11.2019, 06:55

      Ich verstehe Sie nicht wirklich, das sind lediglich Statistiken die sowieso erhoben werden und das mehrheitlich auch automatisch,
      Immer dieses "wieviele Menschen hätte man ernähren können"-Geschrei nervt.
      Bei all den Essen was weggeworfen wird, da sollte man mal ansetzen!

  10. Doris, 13.11.2019, 18:40

    Ok. Das heisst: die im Moment etwas kälteren Temperaturen voll und ganz geniessen. Ich tue es und gehe raus bevor ich mich wieder vor der Hitze verkrieche.......

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    1. Adrian, 14.11.2019, 22:47

      Na ja, so schnell gehts ja jetzt nicht mit der nächsten Hitze. Erst kommt noch etwas Schnee, im April oder Anfangs Mai...

    2. Steffi, 18.11.2019, 17:15

      Danke MeteoSchweiz,

      Nein @Domi, wir können weiter im Klima zurückschauen wie 160 Jahre. Genauer mit dem 3.623 m langen Vostok-Eiskern, können wir sehr detailliert 420.000 Jahre zurückschauen! Und in der Paläontologie (versteinerte Fossilien) noch viel weiter. Das Alter von Stromatolithen wurde mit 3.7 mrd. Jahre bestimmt!

      Ohne Treibhauseffekt (Wasserdampf) hätte dieser Planet eine Durchschitts-Temperatur von minus 18 Grad, doch er hat eine Duchschnitts-Temperatur von plus 15 Grad.
      Plus 15 oder plus 16.5 ist ein riesiger Unterschied! Wir bewegen uns mit plus 7 auf 21 Grad hin, das ist Weltuntergang, Punkt!

      Ökologischer Schaden:
      In den letzten 70 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht. Die Wirtschaftsaktivität um Faktor 40 erhöht. Der Energiebedarf um Faktor 16. Der Fischverbrauch um Faktor 35. Der Wasserverbrauch um Faktor 9. (innerhalb nur 50 Jahre).

      Die Klimakrise ist nur Symptom, wir erleben eine Nachhaltigkeitskrise.

    3. Barbara, 24.11.2019, 09:33

      Das sind Diskussionen, deren Inhalt wir schon sehr lange kennen. Trotzdem bewegt sich der Mensch nicht gern aus seiner Komfortzone! Städteflieger sind erheblich billiger als ein Zugtickets - der Zeitgewinn meist marginal. Günstigeres und vielseitigeres Gemüse- Früchteangebot verlocken im Migros und Co., auch wenn es von weither eingeflogen wird... Hier kann Mann und Frau sich rechtfertigen, dass dafür in fremden Ländern Menschen Arbeit erhalten. Stimmt! Das Problem ist so vielseitig, doch wenn mehr und mehr Menschen einspuren und verantwortlicher werden, aus der "Bequemlichkeit" aussteigen und die Langsamkeit wieder kennen lernen, hätten wir wenigstens ein Samen gelegt