Schlussbilanz zu den intensiven Schneefällen in Teilen der Schweizer Alpen

Publikationsdatum 15. Januar 2019
Themen Wetter
Gefahren
Newstyp Medienmitteilung

Die seit Samstag andauernden Starkschneefälle in den Bergen sind in der Nacht zum Dienstag zu Ende gegangen. Auch der Sturm hat nachgelassen.

Der Schweizer Alpenraum befand sich zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen im Einflussbereich einer starken bis stürmischen nordwestlichen Höhenströmung. Darin eingelagert gelangte anhaltend feuchte Luft zur Alpennordseite und zu den Alpen, wo sie gestaut wurde. Insgesamt fielen in diesem Zeitraum oberhalb von rund 1500 m folgende Schneemengen:

  • nördlicher Alpenkamm vom Wildhorn bis nach Liechtenstein, Goms, Nordbünden und Unterengadin: 80 bis 120 cm, vom Goms über die Urner bis in die Glarner Alpen bis 160 cm
  • zentrale und östliche Voralpen, Mittelbünden, gebietsweise im südlichen Wallis: 50 bis 80 cm
  • westliche Voralpen, Chablais, Waadtländer und Freiburger Alpen, westlichstes Unterwallis, Vispertäler, südliches Simplongebiet, Bedretto, obere Maggiatäler, Alpenhauptkamm vom Lukmanier bis ins Berninagebiet, Münstertal: 30 bis 50 cm
  • Jura: 20 bis 40 cm
  • übriges Tessin, Moesano, Bergell, Puschlav: rund 15 cm, Sottoceneri meist trocken

Der Wind wehte in den Bergen vor allem in der Nacht auf Montag stürmisch, in den höheren Gipfellagen teils orkanartig. Oberhalb von 2000 Metern wurden verbreitet Böenspitzen von 120 bis 150, lokal bis 180 km/h gemessen.

Heute Dienstag weitet sich ein Hochdruckgebiet vom nahen Atlantik zum Alpenraum aus. Die Niederschläge sind am Dienstagmorgen auch ganz im Osten zu Ende gegangen. Auch der Wind hat am Dienstagmorgen deutlich nachgelassen. In der Folge ist das Wetter am Dienstag und am Mittwoch weitgehend hochdruckbestimmt.

Klimatologische Einschätzung der Schneefälle

Im Gebiet von den Ostalpen bis zu den Zentralalpen gehören die Neuschneefälle an den bereits analysierten Messstandorten nicht zu den 10 intensivsten 3-Tages Ereignissen. Auch an den übrigen Messstandorten ergibt die Datensichtung keine Platzierung unter den 10 intensivsten 3-Tages Neuschneefällen.

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