Wetter- und Klimadaten: Neue Verordnung

MeteoSchweiz erfasst 365 Tage im Jahr, 24 Stunden pro Tag Messwerte zu Wetter und Klima. Die Gebühren für diese Daten werden in der Verordnung über die Meteorologie und Klimatologie (MetV) festgelegt. Diese wurde angepasst.

Überholte Verordnung

Die Verordnung über die Meteorologie und Klimatologie (MetV) detailliert den gesetzlichen Auftrag und die Kompetenzen von MeteoSchweiz und ist die Basis für die Regelung der Gebühren. Die alten Bestimmungen galten unverändert seit 2007 waren überholt. Mit der Aktualisierung wird neuen gesellschaftlichen Aspekten, wissenschaftlichen Erkenntnissen und internationalen Trends Rechnung getragen. Die neue Gebührenordnung für den Bezug der Wetter- und Klimadaten von MeteoSchweiz tritt auf den 1.1.2019 in Kraft.

Die wichtigsten Änderungen

Tiefere Gebühren und einfachere Berechnung:

Die Berechnung für die Gebühren von Daten wird deutlich vereinfacht zugunsten einer besseren Nachvollziehbarkeit. Es sollen neue, tiefere Gebührensätze gelten. Auch wird der Zuschlag für gewerbliche Nutzung abgeschafft sowie eine zusätzliche Gebührenbefreiung für Schulen und Kantone eingeführt (analog wie dies heute bereits für die Wissenschaft und den Bevölkerungsschutz besteht). Mit diesen Massnahmen hofft der Bundesrat, den Bezug der Wetter- und Klimadaten zu fördern – weil sie von grossem Wert für die Gesellschaft und die Wirtschaft sind.

Beschreibung des Grundangebots:

MeteoSchweiz erbringt auf Grund seines gesetzlichen Auftrags öffentliche Leistungen, das sogenannte Grundangebot. Bisher war dies im Leistungsauftrag und Budget beschrieben, neu wird das Grundangebot in der Verordnung – und damit auf einer juristisch gewichtigeren Stufe – festgehalten. Zum Grundangebot zählen zum Beispiel die Erhebung von Daten aus verschiedenen Messsystemen oder die Bereitstellung von Wetter- und Klimainformationen sowie Warnungen für Öffentlichkeit, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Vom Umfang her ist das Grundangebot gleich wie heute.

Finanzielle Unterstützung der Weltorganisation für Meteorologie (WMO):

Die Schweiz ist Mitglied bei der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Der Bund profitiert damit von meteorologischen und klimatologischen Daten von hoher Qualität, deren Erhebung die WMO international koordiniert. Neu bekommt MeteoSchweiz Kompetenzen, zusätzlich zu den Pflichtleistungen für die WMO weitere Aktivitäten finanziell zu unterstützen und es werden die Rahmenbedingungen für die Schweizer Beiträge zu zwei zentralen Klima- und Atmosphärenbeobachtungsprogrammen neu in der Verordnung geregelt.