Hitze

Das Hitzeempfinden ist von folgenden meteorologischen Parametern beeinflusst: Lufttemperatur, Sonneneinstrahlung, relative Luftfeuchtigkeit, Wind.

  • Hitze = Das unangenehme Empfinden bei zu hoher Lufttemperatur.
  • Hitzewelle = Eine Periode extremer Hitzebelastung, welche die menschliche Gesundheit gefährden kann.

Weil Hitze bei tiefer relativer Luftfeuchtigkeit besser ertragen wird, basierent die Hitzewarnungen der MeteoSchweiz auf einer berechneten Grösse aus Temperatur und relativer Feuchte: dem sogenannten Heat Index.

In der Schweiz treten Hitzewellen meist im Zusammenhang mit einer Hochdrucklage und einer süd- bis südwestlichen Anströmung auf, so dass heisse und trockene Luft aus den Subtropen zum Alpenraum geführt wird.

Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr)
Hitzewarnungen werden nur auf den Stufen 3 und 4 herausgegeben, weil eine extreme Hitzewelle von grösserem Ausmass in unseren Breiten wenig wahrscheinlich ist.
Gefahrenstufe 4 (grosse Gefahr)
Auswirkungen Kreislaufbeschwerden, körperliches Unwohlsein
Verhalten Informationen zum Verhalten finden Sie unter
Verhaltensempfehlungen während einer Hitzewelle oder unter Bundesamt für Gesundheit BAG.
Beschreibung Mess- und Prognosewerte
  • Heat Index HI > 93
  • Min. 5 Tage
  • Extreme Hitzewelle mit Temperaturen, die 5 Tage oder länger über der Hitzeschwelle liegen.
Gefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr)
Auswirkungen Kreislaufbeschwerden, körperliches Unwohlsein
Verhalten Informationen zum Verhalten finden Sie unter
Verhaltensempfehlungen während einer Hitzewelle oder unter Bundesamt für Gesundheit BAG.
Beschreibung Mess- und Prognosewerte
  • Heat Index HI > 90
  • Min. 3 Tage
  • Hitzewelle mit Temperaturen, die 3 Tage oder länger über der Hitzeschwelle liegen.

Erläuterungen:

Wie oben erwähnt, basieren Hitzewarnungen auf dem sogenannten Heat Index (HI). Dieser beschreibt die gefühlte Temperatur und wird aus der Kombination von Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit berechnet.

Zur Bestimmung des Hitzeindex (heat index) kann neben der Temperatur entweder die relative Feuchte oder der Taupunkt verwendet werden. Die Tabellen werden folgendermassen angewendet: Man nehme das Maximum der Temperatur und die zu dieser Zeit gemessene Luftfeuchtigkeit (Taupunkt oder relative Feuchte) und liest aus der Tabelle den zugehörigen Index ab. So erhält man den maximalen heat index des Tages. Bei einer Temperatur von 33 Grad und einer relativen Feuchte von 35% erreicht der Index beispielsweise den Wert 91. Tritt dieser Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf, so würde dies einer Hitzewarnung der Stufe 3 entsprechen.