Wetterereignisse
Kalter Übergang ins neue Jahr
Die Zufuhr kalter Polarluft aus Norden und Nordwesten sorgte vom 30. Dezember bis 7. Januar für eisige Bedingungen in der ganzen Schweiz. Im Jura und in den hohen Lagen der Alpen wichen die Tagesmitteltemperaturen lokal 10-13 °C von der Referenzwerten der Periode 1991-2020 für Januar ab. Vom 3.-7. Januar 2026 wurden die Referenztemperaturen verbreitet um 4 bis 9 °C unterschritten. Die Tagesminima erreichten lokal Werte unter -25 °C, z.B. in La Brévine mit -30,3 °C am 5. Januar und Buffalora mit -25,8 °C am 7. Januar. An einigen Messtandorten im Engadin, im Wallis und im Urnerland wurden Tagesminimum-Temperaturen unter -20 °C registriert. In Berglagen hielt die ausgeprägte Kälte bis am 11. Januar an. Letztmals über mehrere Tage so kalt war es im Winterhalbjahr 2020/2021. Es gab jedoch keine neuen nennenswerten Kälterekorde.
Mehrtägige Föhnphase im Norden und Stau auf der Alpensüdseite
Nach einer Übergangsphase vom 8. bis 11. Januar 2026 mit teilweise stürmischen Westwinden und regionalen Niederschlagsmengen von über 30 mm und lokalen Niederschlägen in der Westschweiz und am Alpennordhang von über 50 mm in drei Tagen, dominierten vom 12. bis 20. Januar südliche Winde das Wettergeschehen über der Schweiz. Auf der Alpennordseite und inneralpin kletterten die Tagesmitteltemperaturen in dieser Phase verbreitet etwa 2-6 °C und im Wallis, in Berglagen und im Jura lokal 7-11 °C über die Referenzwerte der Periode 1991-2020. Damit wurden die weit unterdurchschnittlichen Temperaturen zu Beginn des Monats zumindest teilweise kompensiert. Trotz Staulage gab es nur wenig Niederschlag auf der Alpensüdseite und praktisch keinen im Engadin.