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Das Monatsbulletin von MeteoSchweiz beschreibt den Zustand des Schweizer Klimas im aktuellen Monat, vergleicht diesen mit der momentan gültigen Referenzperiode 1991-2020 gemäss Vorgabe der Weltorganisation für Meteorologie WMO und ordnet ihn in den historischen Kontext seit Messbeginn 1864 ein.

Die tägliche Produktion des Bulletins startet ab dem fünftletzten Tag des Monats.

Dies ist das definitive Bulletin für den Februar 2026.

Publikationsdatum: 10. März 2026

Monatsbilanz

Temperatur

Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020

Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im Februar 2026 betrug 1.2 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 von +3.1 °C.

Die Temperatur im Februar 2026 lag schweizweit über der Referenzperiode 1991-2020. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zur Referenz zwischen +1.7 °C und +5.0 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von +2.7 °C bis +3.7 °C aufwies.

Abbildung 1 zeigt die definitive Monatsmitteltemperatur und die Abweichung zum Mittel über die Referenzperiode 1991-2020 für den Februar 2026.

Zwei Kartendarstellungen der Schweiz mit den grössten Flüssen und Seen. Die Karten zeigen innerhalb der Landesgrenzen die Monatsmitteltemperaturen (links) und die Abweichungen zur Referenzperiode 1991-2020 (rechts) für diesen Monat.
Monatsmitteltemperaturen (links) und Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 in °C (rechts) für den Februar 2026. Monatsmitteltemperaturen über 0 °C sind rot, Werte unter 0 °C sind blau eingefärbt (linke Grafik). Liegen die Monatsmitteltemperaturen über der Referenz, sind die entsprechenden Bereiche rot, Gebiete mit unterdurchschnittlichen Temperaturen blau dargestellt (rechte Grafik).

Die höchsten positiven Abweichungen zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichnete die Region Jura. Beispiele für Messstandorte sind Delémont und La Brévine (siehe Tabelle 1). Die kleinsten positiven Abweichungen stammten aus den Regionen Alpensüdseite und Engadin (z.B. die Stationen Piz Corvatsch und Sta. Maria, Val Müstair). In tieferen Lagen waren die Abweichungen zur Referenzperiode grösser als in den höhergelegenen Gebieten der Schweiz.

Tabelle 1 zeigt Monatsmittelwerte der Temperatur an ausgewählten Stationen.

Station Höhe [m ü.M.] Monatsmittel [°C] Referenz [°C] Abweichung [°C]
Basel / Binningen 316 6.8 3.1 +3.7
La Brévine 1050 1.7 -3.3 +5.0
Delémont 439 5.9 1.8 +4.1
Bern / Zollikofen 553 5.0 1.0 +4.0
Zürich / Fluntern 556 5.1 1.7 +3.4
Genève / Cointrin 411 6.4 2.8 +3.6
Engelberg 1036 2.5 -1.1 +3.6
Sion 482 5.6 2.2 +3.4
Davos 1594 -1.1 -4.3 +3.2
Samedan 1709 -3.7 -7.2 +3.5
Sta. Maria, Val Müstair 1386 0.5 -1.6 +2.1
Piz Corvatsch 3294 -9.6 -11.8 +2.2
Lugano 273 7.7 4.9 +2.8

Tabelle 1: Monatsmitteltemperatur für den Monat Februar an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz. Es ist jeweils die Höhe der Station, das aktuelle Monatsmittel, der Referenzwert (1991-2020) und die Abweichung zur Referenzperiode angegeben.

Verlauf der Monatsmitteltemperatur für den Februar, dargestellt als Abweichungen vom 30-jährigen geglätteten Mittel (lokale lineare Regression LOESS, schwarze Linie). Rote Balken zeigen Werte über dem geglätteten Mittel, blaue Balken entsprechen Werten unterhalb des geglätteten Mittels.
Verlauf der Monatsmitteltemperatur für den Februar, dargestellt als Abweichungen vom 30-jährigen geglätteten Mittel.

Entwicklung seit Messbeginn 1864

Die landesweite Monatsmitteltemperatur im Februar 2026 belegte den 7. Rang seit Messbeginn 1864. Der bisher wärmste Februar stammt aus dem Jahr 2024. Der damalige Februar erreichte eine Monatsmitteltemperatur von 2.7 °C, bei einer Abweichung von +4.6 °C zur Referenzperiode 1991-2020.

Die Monatsmitteltemperatur im Februar 2026 erreichte an fünf Messstationen mit Daten seit über 120 Jahren den 3. Rang der wärmsten Februarmonate: La Chaux-de-Fonds 3.2 °C (Rekord: 4.1 °C, 2024), Lugano 7.7 °C (Rekord: 8.0 °C, 2024), Meiringen 4.2 °C (Rekord: 5.6 °C, 2024), Neuchâtel 6.1 °C (Rekord: 7.3 °C, 2024) und Sion 5.6 °C (Rekord: 6.7 °C, 2024).

Der globale Klimawandel betrifft auch die Schweiz. Die Temperatur steigt seit der vorindustriellen Zeit in allen Jahreszeiten an. Auch im Februar ist der Temperaturanstieg seit der vorindustriellen Referenzperiode 1871-1900 signifikant. Die Monatsmitteltemperatur im Februar ist in den letzten gut 140 Jahren um 3.2 °C (1.4 bis 5.0 °C) gestiegen.

Mit der Monatsdurchschnittstemperatur von 1.2 °C liegt der Februar 2026 im jährlichen Schwankungsbereich des aktuellen Klimas. Die Monatstemperatur war damit für den aktuellen Klimazustand nicht aussergewöhnlich. Dies, obschon der Monat mit Rang 7 zu den wärmsten seit Messbeginn 1864 gehört. Dies zeigt eindrücklich, wie stark sich das Klima im Februar verändert hat.

Niederschlag

Die monatliche Niederschlagssumme im Februar 2026 lag verbreitet über der Referenzperiode 1991-2020. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Niederschlagssumme zur Referenz zwischen 75 % und 285 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 110 % bis 200 % aufwies.

Die grössten Niederschlagsmengen im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichnete die Region Wallis. Beispiele für Messstandorte mit vergleichweise grossen Niederschlagssummen sind Montana und Visp (siehe Tabelle 2). Die geringsten Niederschlagsmengen stammten aus der Region Alpensüdseite (z.B. die Stationen Col du Grand St-Bernard und Locarno / Monti).

Abbildung 3 zeigt die monatliche Niederschlagssumme und die Abweichung zum Mittel über die Referenzperiode 1991-2020 für den Februar 2026.

Zwei Kartendarstellungen der Schweiz mit den grössten Flüssen und Seen. Die Karten zeigen innerhalb der Landesgrenzen die Monatssummen des Niederschlags (links) und das Verhältnis zur Referenzperiode 1991-2020 (rechts) für diesen Monat.
Monatliche Niederschlagssumme in mm (links) und Verhältnis zur Referenzperiode 1991-2020 in % (rechts) für den Februar 2026. Liegen die Monatsniederschläge über der Referenz, sind die entsprechenden Bereiche bläulich, Gebiete mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen sind braun dargestellt (rechte Grafik).

Die Monatssumme des Niederschlags im Februar 2026 erreichte an einer Messstation mit Daten seit über 160 Jahren den 4. Rang der nassesten Februarmonate: Genève / Cointrin 159.6 mm (Rekord: 202.9 mm, 1990).

Tabelle 2 zeigt die Monatsniederschlagssummen und deren Abweichung zur Referenzperiode an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz.

Station Höhe [m ü.M.] Monatssumme [mm] Referenz [mm] Verhältnis zur Referenz [%]
Basel / Binningen 316 63.1 45 140
Bern / Zollikofen 553 99.4 56 178
Zürich / Fluntern 556 96.8 60 161
Genève / Cointrin 411 159.6 56 285
Engelberg 1036 114.0 81 141
Sion 482 99.9 40 250
Visp 639 108.8 39 279
Montana 1423 153.6 60 256
Davos 1594 99.7 52 192
Samedan 1709 33.6 19 177
Lugano 273 51.6 61 85
Locarno / Monti 367 47.8 64 75
Col du Grand St-Bernard 2472 143.6 190 76

Tabelle 2: Niederschlagssumme für den Monat Februar an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz. Es ist jeweils die Höhe der Station, die aktuelle Monatssumme, der Referenzwert (1991-2020) und das Verhältnis zur Referenzperiode angegeben.

Sonnenscheindauer

Die monatliche Sonnenscheindauer im Februar 2026 lag verbreitet unter der Referenzperiode 1991-2020. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Sonnenscheindauer zur Referenz zwischen 60 % und 113 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 80 % bis 90 % aufwies.

Am meisten Sonnenschein im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 erhielten die Regionen Alpennordhang, Nord- und Mittelbünden und Wallis. Beispiele für Messstandorte mit mehr Sonnenschein sind Engelberg und Interlaken (siehe Tabelle 2). Die geringste Sonnenscheindauer im Vergleich zur Referenz verzeichnete die Region Mittelland (z.B. die Stationen Lägern und Schaffhausen).

Abbildung 4 zeigt die monatliche Sonnenscheindauer und die Abweichung zum Mittel über die Referenzperiode 1991-2020 für den Februar 2026.

Zwei Kartendarstellungen der Schweiz mit den grössten Flüssen und Seen. Die Karten zeigen innerhalb der Landesgrenzen das Verhältnis der monatlichen zur maximal möglichen Sonnenscheindauer (links) und das Verhältnis zur Referenzperiode 1991-2020 (rechts) für diesen Monat.
Verhältnis der effektiven Sonnenscheindauer zur maximal möglichen Sonnenscheindauer (links) und Verhältnis zur Referenzperiode 1991-2020 in % (rechts) für den Februar 2026. Liegt die monatliche Sonnenscheindauer über der Referenz, sind die entsprechenden Bereiche gelb, Gebiete mit unterdurchschnittlichen Temperaturen grau dargestellt (rechte Grafik).

Tabelle 3 zeigt die monatliche Sonnenscheindauer und deren Abweichung zur Referenzperiode an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz.

Station Höhe [m ü.M.] Monatssumme [h] Referenz [h] Verhältnis zur Referenz [%]
Basel / Binningen 316 71.5 85 84
Bern / Zollikofen 553 85.5 94 91
Zürich / Fluntern 556 71.6 89 80
Genève / Cointrin 411 86.0 96 90
Schaffhausen 438 45.3 76 60
Lägern 845 61.4 92 67
Engelberg 1036 94.3 92 102
Interlaken 578 85.2 82 104
Sion 482 116.4 131 89
Davos 1594 100.3 121 83
Samedan 1709 102.9 121 85
Lugano 273 129.7 142 91

Tabelle 3: Sonnenscheindauer für den Monat Februar an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz. Es ist jeweils die Höhe der Station, die aktuelle Monatssumme, der Referenzwert (1991-2020) und das Verhältnis zur Referenzperiode angegeben.

Wetterereignisse

Zwei niederschlags- und schneereiche Februardrittel

Zu Monatsbeginn gab es vor allem in der Westschweiz, im Wallis und auf der Alpensüdseite etwas Niederschlag. Die niederschlagsreichste Phase vom 10. bis 21. Februar betraf dann alle Gebiete nördlich des Alpenhauptkamms. Oberhalb von 1000 bis 1500 Meter fielen regional beachtliche Neuschneemengen und beendeten damit die Schneearmut der Vormonate in Teilen der Walliser Alpen und in nordöstlichen Alpengebieten.

Frühlingshaftes Monatsende mit neuen Temperaturrekorden

Ab dem 22. Februar stiegen die Temperaturen schweizweit an und erreichten unter Hochdruckeinfluss ab dem 25. Februar frühlingshafte Werte. An einigen Messstandorten von MeteoSchweiz wurden neue Februar-Temperaturrekorde verzeichnet. La Chaux-de-Fonds registrierte am 25.2. mit 17,0 °C einen neue Höchsttemperatur für den Monat, die am 27. Februar mit 17,6 °C noch übertroffen wurde. Der bisherige Rekord von 16,8 °C stammte vom 25. Februar 2021. Mit La Brévine (16,3 °C am 27.2.) und Fahy (20,0 °C am 27.2.) produzierten zwei weitere Stationen im Jura neue Februarrekorde. Im Engadin erreichte die Station in Buffalora am Ofenpass mit 10,9 °C einen neuen Februar-Höchstwert, nachdem am Vortag mit 10,7 °C schon ein neuer Rekord aufgestellt worden war. Viele Stationen, verteilt über das ganze Land, erreichten im Zeitraum zwischen dem 24. und 27. Februar 2026 einen der zehn wärmsten Februarwerte seit Messbeginn.

Vegetation und Pollen

Vegetationsentwicklung im Februar

Die beiden ersten beobachteten Vegetationsphasen dieses Jahres, der Beginn der Haselblüte sowie die allgemeine Haselblüte, traten nach vorläufigen Berechnungen im schweizweiten Mittel bereits am 7. bzw. 13. Februar auf. Das ist knapp zwei Wochen früher als das lang-jährige Mittel (1991-2020).

Monatsverlauf wichtiger Messgrössen

Abbildung 5 zeigt den täglichen Verlauf einiger wichtiger Messgrössen im Februar 2026 beispielhaft für eine Station in den Niederungen und einen Messstandort in erhöhter Lage.

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Monatsverlauf der Lufttemperatur (Tagesmittel und Tagesmaxima/-minima), Tagessumme der Sonnenscheindauer und des Niederschlags und höchste Böenspitzen pro Tag an den Stationen Zürich / Fluntern und Engelberg für den Februar 2026. Die mittlere Lufttemperatur ist als Abweichung zum klimatologischen Referenzwert 1991‒2020 dargestellt.