Wetterereignisse
Frühlingshaftes erstes Märzdrittel
In den ersten 13 Tagen des Monats lagen die Tagesmitteltemperaturen verbreitet 2-5 °C über der Referenzperiode 1991-2020. Am Alpennordhang, im Jura und im Wallis wurden zwischen dem 5. und 10. März Abweichungen von 5-7 °C, lokal auch bis 8 °C verzeichnet. Vom 5. bis 8. März lag die Schweiz zwischen einem Hochdruckgebiet über Mittel- und Osteuropa und einem Tief im westlichen Mittelmeerraum, wodurch sich über der Schweiz eine Südostströmung einstellte. Mit ihr wurde viel Saharastaub in die Schweiz verfrachtet, was zu einer starken Trübung der Luft und fahlem Sonnenschein führte. Abgesehen von der Trübung war es ein sonniges erstes Monatsdrittel. Am meisten Sonne gab es auf der Alpennordseite und inneralpin vom 1. bis 9. März, auf der Alpensüdseite vom 3. bis 8. März. Die Niederschläge im Zuge einer Kaltfront wuschen die Mineralstaubpartikel am 11. und 12. März wieder aus der Atmosphäre. Mit ihr sanken auch die Temperaturen und gelangten wieder etwas näher an die Referenz.
Starkschneefall in den Alpen
Am 14. und 15. März 2026 führte eine sogenannte Gegenstromlage in den Alpen zu ergiebigem Schneefall. Am Alpensüdhang kam stellenweise sogar mehr als ein Meter Neuschnee zusammen.
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Wintereinbruch im Norden, starker Nordwind im Süden
Ab dem Abend des 25. März 2026 sorgte eine Nordstaulage am Alpennordhang für einen Wintereinbruch mit ergiebigen Schneefällen. Am meisten betroffen war das Gebiet vom Oberhasli über die Urner Alpen und Glarner Alpen bis zum Alpstein. Dort wurden an einigen Stellen bis am Morgen des 27. März über ein halber Meter Neuschnee gemessen. Etwas weniger ergiebig waren die Schneefälle im übrigen Berner Oberland, im Obergoms oder im Toggenburg, wobei auch dort noch rund 20 bis 40 cm aufgezeichnet wurden. Auf der Alpensüdseite kam hinter der Kaltfront starker bis stürmischer Nordwind auf. Die Windspitzen erreichten in den Tälern und Niederungen der Alpensüdseite Werte zwischen 70 und 80 km/h. Den höchsten Wert in den Niederungen verzeichnete Magadino mit 96 km/h. Wie erwartet stärker war der Nordwind auf den Bergen, wobei auf dem Matro oberhalb von Bodio 102 km/h und auf dem Monte Generoso 116 km/h registriert wurden. Mit dem Wintereinbruch sanken die Temperaturen nach einem durchschnittlich temperierten zweiten Monatsdrittel ab dem 26. März schweizweit deutlich unter die Referenzwerte der Periode 1991-2020. Auf der Alpennordseite lagen die Tagesmitteltemperaturen am 26. März verbreitet 5 bis 8 °C unter der Referenz für Ende März.
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