Fussbereich

Top Bar Navigation

Alle Schweizer Bundesbehörden

Servicenavigation

Das Monatsbulletin von MeteoSchweiz beschreibt den Zustand des Schweizer Klimas im aktuellen Monat, vergleicht diesen mit der momentan gültigen Referenzperiode 1991-2020 gemäss Vorgabe der Weltorganisation für Meteorologie WMO und ordnet ihn in den historischen Kontext seit Messbeginn 1864 ein.

Die tägliche Produktion des Bulletins startet ab dem fünftletzten Tag des Monats.

Dies ist das definitive Bulletin für den März 2026.

Publikationsdatum: 10. April 2026

Monatsbilanz

Temperatur

Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020

Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im März 2026 betrug 1.8 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 von +0.4 °C.

An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zur Referenz zwischen -0.3 °C und +1.4 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von +0.2 °C bis +0.9 °C aufwies.

Abbildung 1 zeigt die definitive Monatsmitteltemperatur und die Abweichung zum Mittel über die Referenzperiode 1991-2020 für den März 2026.

Zwei Kartendarstellungen der Schweiz mit den grössten Flüssen und Seen. Die Karten zeigen innerhalb der Landesgrenzen die Monatsmitteltemperaturen (links) und die Abweichungen zur Referenzperiode 1991-2020 (rechts) für diesen Monat.
Monatsmitteltemperaturen (links) und Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 in °C (rechts) für den März 2026. Monatsmitteltemperaturen über 0 °C sind rot, Werte unter 0 °C sind blau eingefärbt (linke Grafik). Liegen die Monatsmitteltemperaturen über der Referenz, sind die entsprechenden Bereiche rot, Gebiete mit unterdurchschnittlichen Temperaturen blau dargestellt (rechte Grafik).

Die höchsten positiven Abweichungen zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichneten die Regionen Jura, Nord- und Mittelbünden und Alpensüdseite. Beispiele für Messstandorte sind Lugano und Stabio (siehe Tabelle 1). Die grössten negativen Abweichungen stammten aus der Region Alpensüdseite (z.B. die Stationen Col du Grand St-Bernard und Robièi). In tieferen Lagen waren die Abweichungen zur Referenzperiode grösser als in den höhergelegenen Gebieten der Schweiz.

Tabelle 1 zeigt Monatsmittelwerte der Temperatur an ausgewählten Stationen.

Station Höhe [m ü.M.] Monatsmittel [°C] Referenz [°C] Abweichung [°C]
Basel / Binningen 316 7.9 7.0 +0.9
Bern / Zollikofen 553 5.7 5.2 +0.5
Zürich / Fluntern 556 6.4 5.8 +0.6
Genève / Cointrin 411 7.1 6.7 +0.4
Engelberg 1036 3.2 2.5 +0.7
Sion 482 7.8 7.2 +0.6
Davos 1594 0.1 -0.7 +0.8
Samedan 1709 -1.7 -2.4 +0.7
Lugano 273 10.1 8.9 +1.2
Stabio 351 9.0 7.6 +1.4
Col du Grand St-Bernard 2472 -5.5 -5.2 -0.3
Robièi 1898 -1.4 -1.2 -0.2

Tabelle 1: Monatsmitteltemperatur für den Monat März an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz. Es ist jeweils die Höhe der Station, das aktuelle Monatsmittel, der Referenzwert (1991-2020) und die Abweichung zur Referenzperiode angegeben.

Verlauf der Monatsmitteltemperatur für den März, dargestellt als Abweichungen vom 30-jährigen geglätteten Mittel (lokale lineare Regression LOESS, schwarze Linie). Rote Balken zeigen Werte über dem geglätteten Mittel, blaue Balken entsprechen Werten unterhalb des geglätteten Mittels.
Verlauf der Monatsmitteltemperatur für den März, dargestellt als Abweichungen vom 30-jährigen geglätteten Mittel.

Entwicklung seit Messbeginn 1864

Die landesweite Monatsmitteltemperatur im März 2026 belegte den 30. Rang seit Messbeginn 1864. Der bisher wärmste März stammt aus dem Jahr 1994. Der damalige März erreichte eine Monatsmitteltemperatur von 4.3 °C, bei einer Abweichung von +3.0 °C zur Referenzperiode 1991-2020.

Die Monatsmitteltemperatur im März 2026 erreichte an einer Messstation mit Daten seit über 160 Jahren den 10. Rang der wärmsten Märzmonate: Lugano 10.1 °C (Rekord: 11.3 °C, 2012).

Der globale Klimawandel betrifft auch die Schweiz. Die Temperatur steigt seit der vorindustriellen Zeit in allen Jahreszeiten an. Auch im März ist der Temperaturanstieg seit der vorindustriellen Referenzperiode 1871-1900 signifikant. Die Monatsmitteltemperatur im März ist in den letzten gut 140 Jahren um 3 °C (1.7 bis 4.4 °C) gestiegen.

Mit der Monatsdurchschnittstemperatur von 1.8 °C liegt der März 2026 im jährlichen Schwankungsbereich des aktuellen Klimas. Die Monatstemperatur war damit für den aktuellen Klimazustand nicht aussergewöhnlich.

Niederschlag

Die monatliche Niederschlagssumme im März 2026 lag verbreitet unter der Referenzperiode 1991-2020. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Niederschlagssumme zur Referenz zwischen 30 % und 168 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 60 % bis 110 % aufwies.

Die grössten Niederschlagsmengen im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichnete die Region Alpensüdseite. Beispiele für Messstandorte mit vergleichweise grossen Niederschlagssummen sind Cimetta und Stabio (siehe Tabelle 2). Die geringsten Niederschlagsmengen stammten aus der Region Mittelland (z.B. die Stationen Hallau und Schaffhausen).

Abbildung 3 zeigt die monatliche Niederschlagssumme und die Abweichung zum Mittel über die Referenzperiode 1991-2020 für den März 2026.

Zwei Kartendarstellungen der Schweiz mit den grössten Flüssen und Seen. Die Karten zeigen innerhalb der Landesgrenzen die Monatssummen des Niederschlags (links) und das Verhältnis zur Referenzperiode 1991-2020 (rechts) für diesen Monat.
Monatliche Niederschlagssumme in mm (links) und Verhältnis zur Referenzperiode 1991-2020 in % (rechts) für den März 2026. Liegen die Monatsniederschläge über der Referenz, sind die entsprechenden Bereiche bläulich, Gebiete mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen sind braun dargestellt (rechte Grafik).

Tabelle 2 zeigt die Monatsniederschlagssummen und deren Abweichung zur Referenzperiode an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz.

Station Höhe [m ü.M.] Monatssumme [mm] Referenz [mm] Verhältnis zur Referenz [%]
Basel / Binningen 316 29.1 50 58
Bern / Zollikofen 553 49.0 65 75
Zürich / Fluntern 556 50.8 71 72
Genève / Cointrin 411 28.4 62 46
Schaffhausen 438 21.4 64 33
Hallau 419 18.5 55 34
Engelberg 1036 99.1 98 101
Sion 482 13.6 37 37
Davos 1594 34.0 57 60
Samedan 1709 15.1 24 63
Lugano 273 82.5 76 109
Stabio 351 130.2 83 157
Cimetta 1661 113.4 73 155

Tabelle 2: Niederschlagssumme für den Monat März an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz. Es ist jeweils die Höhe der Station, die aktuelle Monatssumme, der Referenzwert (1991-2020) und das Verhältnis zur Referenzperiode angegeben.

Sonnenscheindauer

Die monatliche Sonnenscheindauer im März 2026 lag verbreitet über der Referenzperiode 1991-2020. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Sonnenscheindauer zur Referenz zwischen 92 % und 138 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 100 % bis 130 % aufwies.

Am meisten Sonnenschein im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 erhielten die Regionen Mittelland, Jura und Alpennordhang. Beispiele für Messstandorte mit mehr Sonnenschein sind Hörnli und Luzern (siehe Tabelle 2). Die geringste Sonnenscheindauer im Vergleich zur Referenz verzeichneten die Regionen Alpensüdseite und Engadin (z.B. die Stationen Col du Grand St-Bernard und Piotta).

Abbildung 4 zeigt die monatliche Sonnenscheindauer und die Abweichung zum Mittel über die Referenzperiode 1991-2020 für den März 2026.

Zwei Kartendarstellungen der Schweiz mit den grössten Flüssen und Seen. Die Karten zeigen innerhalb der Landesgrenzen das Verhältnis der monatlichen zur maximal möglichen Sonnenscheindauer (links) und das Verhältnis zur Referenzperiode 1991-2020 (rechts) für diesen Monat.
Verhältnis der effektiven Sonnenscheindauer zur maximal möglichen Sonnenscheindauer (links) und Verhältnis zur Referenzperiode 1991-2020 in % (rechts) für den März 2026. Liegt die monatliche Sonnenscheindauer über der Referenz, sind die entsprechenden Bereiche gelb, Gebiete mit unterdurchschnittlichen Temperaturen grau dargestellt (rechte Grafik).

Die monatliche Sonnenscheindauer im März 2026 erreichte an zwei Messstationen mit Daten seit über 120 Jahren den 10. Rang der sonnigsten Märzmonate: Neuchâtel 204.4 h (Rekord: 263.6 h, 2012) und Pully 202.2 h (Rekord: 261.2 h, 2012).

Tabelle 3 zeigt die monatliche Sonnenscheindauer und deren Abweichung zur Referenzperiode an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz.

Station Höhe [m ü.M.] Monatssumme [h] Referenz [h] Verhältnis zur Referenz [%]
Basel / Binningen 316 170.3 135 126
Bern / Zollikofen 553 198.1 151 131
Zürich / Fluntern 556 187.1 144 130
Genève / Cointrin 411 196.2 161 122
Hörnli 1133 180.7 131 138
Luzern 454 179.8 133 135
Engelberg 1036 162.1 128 127
Sion 482 213.4 188 114
Davos 1594 177.8 155 115
Samedan 1709 156.1 147 106
Lugano 273 211.0 192 110
Piotta 990 146.7 159 92
Col du Grand St-Bernard 2472 147.3 158 93

Tabelle 3: Sonnenscheindauer für den Monat März an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz. Es ist jeweils die Höhe der Station, die aktuelle Monatssumme, der Referenzwert (1991-2020) und das Verhältnis zur Referenzperiode angegeben.

Wetterereignisse

Frühlingshaftes erstes Märzdrittel

In den ersten 13 Tagen des Monats lagen die Tagesmitteltemperaturen verbreitet 2-5 °C über der Referenzperiode 1991-2020. Am Alpennordhang, im Jura und im Wallis wurden zwischen dem 5. und 10. März Abweichungen von 5-7 °C, lokal auch bis 8 °C verzeichnet. Vom 5. bis 8. März lag die Schweiz zwischen einem Hochdruckgebiet über Mittel- und Osteuropa und einem Tief im westlichen Mittelmeerraum, wodurch sich über der Schweiz eine Südostströmung einstellte. Mit ihr wurde viel Saharastaub in die Schweiz verfrachtet, was zu einer starken Trübung der Luft und fahlem Sonnenschein führte. Abgesehen von der Trübung war es ein sonniges erstes Monatsdrittel. Am meisten Sonne gab es auf der Alpennordseite und inneralpin vom 1. bis 9. März, auf der Alpensüdseite vom 3. bis 8. März. Die Niederschläge im Zuge einer Kaltfront wuschen die Mineralstaubpartikel am 11. und 12. März wieder aus der Atmosphäre. Mit ihr sanken auch die Temperaturen und gelangten wieder etwas näher an die Referenz.

Starkschneefall in den Alpen

Am 14. und 15. März 2026 führte eine sogenannte Gegenstromlage in den Alpen zu ergiebigem Schneefall. Am Alpensüdhang kam stellenweise sogar mehr als ein Meter Neuschnee zusammen.

Weiterführende Informationen

Wintereinbruch im Norden, starker Nordwind im Süden

Ab dem Abend des 25. März 2026 sorgte eine Nordstaulage am Alpennordhang für einen Wintereinbruch mit ergiebigen Schneefällen. Am meisten betroffen war das Gebiet vom Oberhasli über die Urner Alpen und Glarner Alpen bis zum Alpstein. Dort wurden an einigen Stellen bis am Morgen des 27. März über ein halber Meter Neuschnee gemessen. Etwas weniger ergiebig waren die Schneefälle im übrigen Berner Oberland, im Obergoms oder im Toggenburg, wobei auch dort noch rund 20 bis 40 cm aufgezeichnet wurden. Auf der Alpensüdseite kam hinter der Kaltfront starker bis stürmischer Nordwind auf. Die Windspitzen erreichten in den Tälern und Niederungen der Alpensüdseite Werte zwischen 70 und 80 km/h. Den höchsten Wert in den Niederungen verzeichnete Magadino mit 96 km/h. Wie erwartet stärker war der Nordwind auf den Bergen, wobei auf dem Matro oberhalb von Bodio 102 km/h und auf dem Monte Generoso 116 km/h registriert wurden. Mit dem Wintereinbruch sanken die Temperaturen nach einem durchschnittlich temperierten zweiten Monatsdrittel ab dem 26. März schweizweit deutlich unter die Referenzwerte der Periode 1991-2020. Auf der Alpennordseite lagen die Tagesmitteltemperaturen am 26. März verbreitet 5 bis 8 °C unter der Referenz für Ende März.

Weiterführende Informationen

Vegetation und Pollen

Vegetationsentwicklung im März

Die verfrühte Vegetationsentwicklung vom Februar setzte sich auch im März fort. So blühte nach vorläufigen Berechnungen im schweizweiten Mittel der Huflattich bereits am 5. März, was rund zwei Wochen früher ist als das langjährige Mittel (1991-2020). Das Buschwindröschen blühte nach vorläufigen Berechnungen bereits am 14. März, und somit rund 20 Tage vor dem langjährigen Mittel Anfang April.

Weiterführende Informationen

Monatsverlauf wichtiger Messgrössen

Abbildung 5 zeigt den täglichen Verlauf einiger wichtiger Messgrössen im März 2026 beispielhaft für eine Station in den Niederungen und einen Messstandort in erhöhter Lage.

test
Monatsverlauf der Lufttemperatur (Tagesmittel und Tagesmaxima/-minima), Tagessumme der Sonnenscheindauer und des Niederschlags und höchste Böenspitzen pro Tag an den Stationen Zürich / Fluntern und Engelberg für den März 2026. Die mittlere Lufttemperatur ist als Abweichung zum klimatologischen Referenzwert 1991‒2020 dargestellt.