Wetterereignisse
Heftiger Hagelsturm über dem Mendrisiotto am 9. Juni
Am Abend des 9. Juni 2026 ging ein heftiger Hagelschlag über dem Mendrisiotto nieder. Das Superzellengewitter brachte Hagelkörner mit einem Durchmesser von 4–5 cm mit sich. Die Messstation Coldrerio verzeichnete innerhalb von nur 10 Minuten 40,9 mm Niederschlag, was einen neuen Rekordwert für den Süden der Alpen darstellt. Es wurden erhebliche Schäden an Gebäuden (insbesondere an Dachfenstern und Dächern), Fahrzeugen und Kulturpflanzen festgestellt. Es wurden keine nennenswerten Verletzungen bei Menschen oder mittelgrossen bis grossen Tieren gemeldet, hingegen wurden zahlreiche tote Vögel gesichtet. Weiterführende Informationen sind in italienischer Sprache verfügbar.
Weiterführende Informationen
Extreme Niederschläge bei Gewitter im Grossraum Zürich
Ein Gewitter-Cluster sorgte am 19. Juni 2026 von Luzern über Schwyz bis Zürich für extreme Niederschläge in kurzer Zeit. Das Gewitter wurde von starken Winden begleitet. In Zürich stürzten Bäume um, Strassen und Unterführungen waren zeitweise überschwemmt. Eine Person kam ums Leben. In Zürich Affoltern fielen 44,1 mm innerhalb einer Stunde, in Waldegg und Sihlbrugg 57,0 mm. Weitere Partnerstationen im Kanton Zürich registrierten 50-60 mm während dem Ereignis. Längs der Voralpen wurden teilweise 20-30 mm verzeichnet, in Bergün fielen 33 mm. In Küssnacht/SZ und Sihlbrugg gab es innerhalb von 10 Minuten um 22 mm. In Zürich war es lokal ein Ereignis, das nur etwa alle 30-50 Jahre oder seltener überschritten wird.
Hitzewelle von historischem Ausmass
Die Hitzewelle Ende Juni 2026 war hinsichtlich ihrer Kombination aus Dauer und Intensität extrem und es kam zu zahlreichen Allzeitrekorden. Der Klimawandel hatte einen deutlichen Einfluss auf das Ereignis, doch auch im aktuellen Klima stellt eine solche Hitzewelle eine Seltenheit dar.
Grosses Niederschlagsdefizit - höchste Warnstufe für Trockenheit
Zwischen dem 1. April und dem 28. Juni 2026 sind im nationalen Durchschnitt nur 185 mm Niederschlag gefallen, während der Referenzwert für die Periode 1991-2020 bei etwa 362 mm liegt. Dies entspricht einem Defizit von mehr als 170 mm auf nationaler Ebene. Ein solches Defizit lässt sich bis zum Ende des Sommers nur schwer ausgleichen. Der Bund hat deshalb die Trockenheitsgefahr für einen Grossteil des Landes auf die höchste Stufe angehoben.
Weiterführende Informationen