NAWDIC
Extremer Wind, Starkregen und Schneefälle im Winter entstehen meist durch Tiefdruckgebiete, die sich weit draussen auf dem Atlantik entwickeln. Dort gibt es jedoch deutlich weniger regelmässige Wettermessungen als über Land. Daher sind genaue Vorhersagen von Extremwetter im Winter oft unsicher und meist nur kurzfristig möglich.
Um die zugrunde liegenden meteorologischen Prozesse besser zu verstehen und damit langfristig auch die Wettervorhersagen zu verbessern, sammelt die vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) geleitete internationale Messkampagne NAWDIC gezielt Wetterdaten über dem Nordatlantik. Dafür fliegt das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betriebene Forschungsflugzeug HALO zu den Entstehungsorten von Winterstürmen und vermisst dort Wolkenstrukturen, Windfelder und die Feuchteaufnahme über dem Ozean. Neben HALO als zentralem Bestandteil der Kampagne sind weitere Messflugzeuge internationaler Partner sowie bodengestützte Instrumente im Einsatz. Insgesamt beteiligen sich in den kommenden Wochen mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an NAWDIC. Aus der Schweiz nehmen Forschungsgruppen der ETH Zürich und der Universität Bern an der Kampagne Teil. MeteoSchweiz unterstützt NAWDIC zudem mit zusätzlichen Radiosondierungen in Payerne .