Über dem Nordatlantik südwestlich von Irland ist die Entwicklung des Sturmtiefs «Goretti» im Gang. Eingebettet in eine starke Westströmung bildete sich an der Polarfront ein Tiefdruckgebiet. Unter rascher Intensivierung und Vertiefung zog es ostwärts und lag heute Mittag bereits als Sturmtief südlich von Irland mit einem Kerndruck von 985 hPa. Das Sturmtief «Goretti» verlagert sich unter weiterer Vertiefung über den Ärmelkanal hinweg bis nach Benelux, wo es sich allmählich aufzufüllen beginnt.

Das Sturmtief «Goretti» erfasst heute Abend mit seiner Warmfront die Schweiz. Zudem nehmen auch die Südwest- bis Westwinde markant zu. Sie werden bis am Samstag zeitweise auch im Flachland stark bis stürmisch sein, besonders an erhöhten und exponierten Lagen sowie natürlich in den Bergen. Es werden Böenspitzen von 70 bis 80 km/h erwartet, an erhöhten Lagen bis 100 km/h und in den Bergen teils bis 140 km/h. Konsultieren Sie hierzu auch die entsprechenden Warnungen in der Warnkarte.
Bereits in der vergangenen Nacht fiel gebietsweise wenig Schnee. Eine schwache nach Osten wegziehende okkludierte Front brachte im Jura und in den Alpen teils 2 bis 5 cm Neuschnee. Auch im Flachland konnte heute Morgen vielerorts ein Schäumchen Neuschnee von 1 bis 2 cm beobachtet werden.
Im Laufe des Donnerstagsvormittags überquerte eine weitere Niederschlagsstaffel mit Schneefall die Schweiz, so dass verbreitet nochmals einige Zentimeter Neuschnee fielen.
In der Folge fallen mit der erwähnten Warmfront insbesondere heute Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag weitere Niederschläge. Die Schneefallgrenze steigt vorübergehend auf 1000 bis 1500 Meter an, so dass im Flachland der Schneefall in Regen übergeht. In dieser Übergangsphase ist lokal gefrierender Regen nicht ausgeschlossen. Am Freitag fällt insbesondere am Alpennordhang zeitweise Schnee, wobei die Schneefallgrenze bis am Abend wieder bis in tiefe Lagen sinkt.
Am Samstag und Sonntag befindet sich die Schweiz auf der Rückseite des nahezu stationären und sich abschwächenden Tiefs «Goretti» in einer nordwestlichen Strömung. So fällt insbesondere am Alpennordhang aufgrund der Stauwirkung häufig Schnee, insgesamt nochmals rund 20 bis 40 cm, gebietsweise bis 50 cm. Auch im Flachland kann bis zu 5 bis 10 cm Schnee fallen, an leicht erhöhten Lagen bis 15 cm oder mehr.
