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Graue Nebelsuppe im Mittelland

Durch die klare Nacht bildete sich im Verlaufe der Nacht im Mittelland durch Abkühlung Nebel. Der Nebel hatte zunächst eine Obergrenze von 500 Metern. Da im Laufe des Tages eine leichte Bise aufkam, stieg die Obergrenze im Tagesverlauf allmählich gegen 700 Meter an. Wenn der Boden trocken ist, lösen sich Mitte Januar Nebelsituationen, welche eine Obergrenze von 700 bis 800 Metern haben, hie und da auf. Zurzeit sind aber die Böden durch die in letzter Zeit gefallenen Niederschläge feucht bis nass. Dadurch wird besonders tagsüber die Verdunstung auf der nassen Bodenoberfläche angeregt, was dem Nebel weitere Feuchtigkeit zuführt. Eine Nebelauflösung ist daher unwahrscheinlich.

Ein Blick vom Üetliberg ostwärts zeigte heute am Vormittag eindeutig, dass der Zürichsee unter einer Nebeldecke lag. Sie hatte eine Obergrenze von etwa 600 Metern. Im Laufe des Tages löste sich die Nebeldecke teilweise auf.
Ein Blick vom Üetliberg ostwärts zeigte heute am Vormittag eindeutig, dass der Zürichsee unter einer Nebeldecke lag. Sie hatte eine Obergrenze von etwa 600 Metern. Im Laufe des Tages löste sich die Nebeldecke teilweise auf. (https://uetliberg.roundshot.com)

Zum Teil Föhnsturm in den Alpentälern

In der Nacht auf heute blies der Föhn in den Alpentälern zum Teil sehr stark bis stürmisch. In Altdorf wurden immerhin Windspitzen von 79 km/h, in Meiringen sogar von 86 km/h erreicht. Noch deutlich stärker war der Föhn an exponierten Lagen. In Balzers FL (Privatstation von K. Vogt) erreichte der warme Fallwind aus Süden Spitzen von 109 km/h, auf der Flammenegg bei Brülisau AI (Privatstation von J. Kachelmann und M. Pfister) konnten sogar 126 km/h aufgezeichnet werden.

Auch die weiteren Eigenschaften des Föhns kamen deutlich zur Geltung, nämlich hohe Temperatur und geringe relative Luftfeuchtigkeit. So wurden in den Alpentälern selbst in der Nacht Temperaturen von rund 13 Grad aufgezeichnet und die relative Luftfeuchtigkeit lag bei nur rund 30 bis 35 %.

Nachdem der Föhn in der Nacht zum Teil sehr stark wehte, schwächte er sich im Laufe des Tages wieder ab und zog sich in die oberen Täler zurück.

Eindrücklich präsentierte sich heute auch die Föhnmauer über dem Alpenkamm. Sie wies heute eine Obergrenze von rund 3000 Metern, was für eine Föhnlage eher tief ist. Normalerweise liegt sie bei etwa 3500 Metern, kann aber auch eine deutlich höhere Obergrenze haben.

Von Elm aus konnte man am südlichen Horizont eine Föhnmauer ausmachen. Sie war allerdings eher schwach ausgeprägt. Dies, weil die Bewölkung bereits weiter südlich, nämlich über der Surselva nicht kompakt war.
Von Elm aus konnte man am südlichen Horizont eine Föhnmauer ausmachen. Sie war allerdings eher schwach ausgeprägt. Dies, weil die Bewölkung bereits weiter südlich, nämlich über der Surselva nicht kompakt war. (Meteo Meldungen, MeteoSwiss App)
Weit deutlicher als in Elm war die Föhnmauer heute im Oberwallis erkennbar. Von Jeizinen VS aus war sie in Richtung Simplon sehr schön zu sehen. Ebenfalls klar erkenntlich war, dass die Föhnmauer eine relativ geringe Obergrenze hatte. Die höchsten Gipfel der westlichen Simplonregion, welche eine Höhe von etwa 4000 Meter aufweisen, ragten deutlich über das Wolkenmeer hinaus.
Weit deutlicher als in Elm war die Föhnmauer heute im Oberwallis erkennbar. Von Jeizinen VS aus war sie in Richtung Simplon sehr schön zu sehen. Ebenfalls klar erkenntlich war, dass die Föhnmauer eine relativ geringe Obergrenze hatte. Die höchsten Gipfel der westlichen Simplonregion, welche eine Höhe von etwa 4000 Meter aufweisen, ragten deutlich über das Wolkenmeer hinaus. (https://jeizinen.roundshot.com)
Auch auf dem Jungfraujoch konnte man erkennen, dass die Wolkenobergrenze der aus Süden heranwallenden Bewölkung auf nur rund 3000 Metern lag. Normalerweise ist es nämlich so, dass sich das Jungfraujoch bei Föhnlagen oft innerhalb der aus Süden herangeführten Bewölkung befindet.
Auch auf dem Jungfraujoch konnte man erkennen, dass die Wolkenobergrenze der aus Süden heranwallenden Bewölkung auf nur rund 3000 Metern lag. Normalerweise ist es nämlich so, dass sich das Jungfraujoch bei Föhnlagen oft innerhalb der aus Süden herangeführten Bewölkung befindet. (Meteo Meldungen, MeteoSwiss App)
Verlauf der 10-Minuten-Werte der Böenspitzen [kt], der mittleren Windgeschwindigkeit [kt], der Windrichtung und -stärke [Windfieder], der Temperatur [°C], der relativen Luftfeuchtigkeit [%, grüne Säulen] sowie der Sonnenscheindauer [min, gelbe Säulen] in Altdorf zwischen gestern, 10:30 UTC und heute, 08:30 UTC. Der Föhn setzte um gestern um 14 UTC ein, wobei die Temperatur rasch auf rund 13 Grad stieg und die relative Luftfeuchtigkeit auf 30 bis 35 % sank. Heute am Morgen um 3 UTC ging der Föhn in Altdorf zu Ende. Dabei sank die Temperatur von über 11 Grad rasch auf 5 Grad.
Verlauf der 10-Minuten-Werte der Böenspitzen [kt], der mittleren Windgeschwindigkeit [kt], der Windrichtung und -stärke [Windfieder], der Temperatur [°C], der relativen Luftfeuchtigkeit [%, grüne Säulen] sowie der Sonnenscheindauer [min, gelbe Säulen] in Altdorf zwischen gestern, 10:30 UTC und heute, 08:30 UTC. Der Föhn setzte um gestern um 14 UTC ein, wobei die Temperatur rasch auf rund 13 Grad stieg und die relative Luftfeuchtigkeit auf 30 bis 35 % sank. Heute am Morgen um 3 UTC ging der Föhn in Altdorf zu Ende. Dabei sank die Temperatur von über 11 Grad rasch auf 5 Grad. (MeteoSchweiz)

Stausituation auf der Alpensüdseite

Wie schon seit einiger Zeit war es auch heute auf der Alpensüdseite recht trüb und wolkenverhangen. Die Niederschlagsneigung war zwar gering. Trotzdem fielen bereits einige Niederschläge. Diese verstärken sich am Wochenende, wobei die Schneefallgrenze auf 1000 bis 1200 Metern zu liegen kommt. Erst im Laufe des Dienstags geht die Südstauphase zu Ende. Wenn auch Südstauphasen immer wieder einige Tage andauern, ist doch die jetzige Dauer von rund einer Woche doch sehr selten und kommt bei Weitem nicht jedes Jahr vor.

Am Vormittag war es auf der Alpensüdseite - wie recht häufig bei südlicher Strömung - stark bewölkt. Speziell war heute, dass zwei Wolkenschichten auszumachen waren. Die Untergrenze der Hauptwolkenschicht lag im Mittel- und Südtessin bei rund 2500 Metern. Eine zweite Wolkenschicht befand sich in tiefen Lagen. Diese Bewölkung löste sich im Laufe des Tages fast vollständig auf. Bei ausgeprägten Südstaulagen ist es so, dass oft eine kompakte Wolkenschicht von tiefen Lagen bis deutlich über 3500 Metern die ganze Alpensüdseite in eine neblig trübe Landschaft verwandelt.
Am Vormittag war es auf der Alpensüdseite - wie recht häufig bei südlicher Strömung - stark bewölkt. Speziell war heute, dass zwei Wolkenschichten auszumachen waren. Die Untergrenze der Hauptwolkenschicht lag im Mittel- und Südtessin bei rund 2500 Metern. Eine zweite Wolkenschicht befand sich in tiefen Lagen. Diese Bewölkung löste sich im Laufe des Tages fast vollständig auf. Bei ausgeprägten Südstaulagen ist es so, dass oft eine kompakte Wolkenschicht von tiefen Lagen bis deutlich über 3500 Metern die ganze Alpensüdseite in eine neblig trübe Landschaft verwandelt. (https://sansalvatore.roundshot.com)